Europäischer Forschungsraum

Europäischer Forschungsraum

Die Schaffung eines Europäischen Raumes für Forschung und Innovation (später „Europäischer Forschungsraum" – ERA) wurde vom Europäischen Rat in Lissabon im Jahr 2000 auf Vorschlag der EU-Kommission als Zielvorgabe formuliert und am 15. Juni 2000 vom Europäischen Rat beschlossen. 

ERA Steering Group on Human Resources and Mobility (SGHRM)

Die ERA SGHRM, die sich mit Fragen der Humanressourcen und der Wissenschaftlermobilität im Europäischen Forschungsraum beschäftigt, ist eine der Arbeitsgruppen, die den Entwicklungsprozess des ERA vorantreiben sollen. Sie wurde im Jahre 2003 als ein Arbeitskreis der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission gegründet. Die HRK nimmt hier im Auftrag des BMBF seit 2009 eine koordinierende Funktion für die deutschen Wissenschaftsorganisationen wahr, die die Beteiligung der Hochschulen und anderer Forschungseinrichtungen an den Diskussionen und an der Erarbeitung von Papieren und Dokumentationen sicherstellt.

Die SGHRM und der Themenbereich Humanressourcen und Mobilität sind auch eine der fünf so genannten Ljubljana-Initiativen der EU, die die Gestaltung des Europäischen Forschungsraums seit 2008 vorantreiben. Die SGHRM erhielt auch vom Wettbewerbsrat 2008/2009 die Aufgabe, die „Europäische Forscherpartnerschaft“ umzusetzen, was zur jährlichen Erstellung von Fortschrittsberichten durch die Mitglied- und assoziierten Staaten führte. Sie werden seit 2011 in veränderter Form von der Firma Deloitte im Auftrag der EU-Kommission als „Researchers Report“ veröffentlicht.

Dokumente des Mobilitätsprojekts

Tagungspublikation "Wissenschaftlermobilität im globalen Kontext: Rechtliche Probleme und strategische Herausforderungen für die deutschen Hochschulen im Bereich der Alterssicherung", Beiträge zur Hochschulpolitik 2/2011

Faltblatt "Deutsches Aufenthaltsrecht für Wissenschaftler/innen aus Nicht-EU-Staaten: Vergleichende Übersicht über die verschiedenen Aufenthaltstitel im deutschen Aufenthaltsgesetz", 4. Aufl., Bonn, 2016

Faltblatt "Rights of residence for researchers from non-EU countries in Germany: Overview on potential residence permits pursuant to the German Residence Act", second edition, Bonn, 2016

 

 

Die Europäische Charta für Forscher und der Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern

In ihrem Bemühen, das Berufsfeld „Wissenschaftler/Forscher“ attraktiver zu gestalten, die Wissenschaftlermobilität zu erhöhen und die Einstellung von Forschern transparenter und leistungsbezogener zu gestalten, hat die EU-Kommission 2005 eine „Europäische Charta für Forscher und einen Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern“ (Charter & Code) veröffentlicht. Die HRK hat diese Empfehlungen mit einigen kritischen Anmerkungen nach Entschließung des Plenums der HRK vom 23.11.2005 für die deutschen Hochschulen unterzeichnet. 

HRK-Projekte zur internationalen Mobilität von Wissenschaftlern

Seit der Veröffentlichung von Charter & Code arbeitet die HRK intensiv an der Beseitigung von Hindernissen für die Mobilität von Forschenden und führt derzeit bereits das zweite Projekt mit dieser Zielsetzung durch. Zwischen 2010 und 2013 widmete sich das vom BMBF geförderte Projekt „Abbau von Mobilitätshindernissen im Europäischen Hochschulraum (EHR)“ insbesondere Fragen der Sozialversicherung sowie des Aufenthaltsrechts für ausländische Wissenschaftler. Das daran anschließende ebenfalls für drei Jahre (bis März 2016) vom BMBF geförderte Projekt „Förderung der Wissenschaftlermobilität im EHR durch Internationalisierung der Personalpolitik an deutschen Hochschulen“ griff diese Themen auf und beschäftigte sich darüber hinaus mit der Qualitätssicherung in der Personalpolitik an deutschen Hochschulen. Zu diesem Zweck und auf Empfehlung der Mitgliederversammlung der HRK vom 20.11.2012 hat die HRK eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese soll interessierte Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele aus Charter & Code und bei der Erlangung des in diesem Zusammenhang von der Europäischen Kommission vergebenen „HR-Excellence in Research“-Logos unterstützen.