Maßnahmen und Sonderregelungen der Länder für die Hochschulen

Nachstehend finden Sie eine Linksammlung zu den von den Bundesländern bislang für die Hochschulen beschlossenen Maßnahmen und Sonderregelungen zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie (Stand: 15.1.2021). Die HRK kann keine Gewähr für die Vollständigkeit und aktuelle Gültigkeit der Angaben übernehmen; die Pflege der nachstehend verlinkten Websites und der dort z.T. fortlaufend aktualisierten bzw. konkretisierten Inhalte obliegt dem jeweiligen Bundesland:

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

Im März 2020 wurde der Studienbetrieb zunächst ausgesetzt bzw. verschoben, am 20.4. dann in digitaler Form wiederaufgenommen bzw. gestartet. Unter Einhaltung der zum Infektionsschutz geltenden Regelungen konnten seit Juni 2020 auch wieder Präsenzveranstaltungen in Forschung und Lehre sowie Prüfungen und Hochschulzugangsverfahren in Präsenz stattfinden.
Im Wintersemester 2020/21 realisieren die Hochschulen den Studienbetrieb durch einen Mix aus Präsenz- und Online-Lehre. Präsenzveranstaltungen für praktische Übungen oder im Labor sind grundsätzlich möglich, wenn dafür feste Kohorten mit bis zu 35 Personen gebildet werden. Eine Maskenpflicht gilt für die gesamte Hochschule bis zum Platz, ebenso für Mensen. Angesichts gestiegener Infektionszahlen wurde im November 2020 und bis auf Weiteres der Päsenz-Studienbetrieb ausgesetzt bzw. "auf das absolut notwendige Minimum" beschränkt. Mit dem erweiterten Lockdown wurde der Präsenz-Studienbetrieb seit dem 16.12.2020 grundsätzlich zugunsten digitaler und anderer Fernlehrformate ausgesetzt; Präsenzprüfungen sind im Ausnahmefall weiter möglich.

Bayern

Bayern

An den Hochschulen Bayerns begann der Vorlesungsbetrieb am 20.4.2020 zunächst ausschließlich online oder wurde entsprechend fortgesetzt. Praxisveranstaltungen waren seit dem 27.4. unter strengen Hygienemaßnahmen wieder möglich; auch Prüfungen in Präsenzform konnten mit besonderen, strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden. Die Bayerische Universitätenkonferenz Universität Bayern e.V. hatte diesbzüglich "Richtlinien zum Vollzug der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung an den bayerischen Universitäten" beschlossen.
Für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21 gilt ein verbindlicher Rahmen: Maximal 200 Personen dürfen eine Präsenz-Lehrveranstaltung besuchen; die Daten aller Teilnehmenden werden dokumentiert; der Mindestabstand von 1,50 Metern muss zuverlässig eingehalten, andernfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Lehrveranstaltungen werden durch Online-Angebote ergänzt. Seit dem 26.11.2020 sollen bayerische Hochschulen und Universitäten "grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen (mit Ausnahme insb. von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten und Prüfungen)"; die Hochschulbibliotheken bleiben geöffnet.

Berlin

Berlin

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2020 begann am 20.4. in digitaler Form; für die Präsenzlehre und für den Publikumsverkehr blieben die Hochschule jedoch geschlossen. Präsenzprüfungen, Forschungsbetrieb und Verwaltungstätigkeiten auf dem Campus waren ab Mai unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln wieder zulassen. Studierende konnten in begründeten Fällen von der Teilnahme an einer Prüfung absehen.
Für das Wintersemester 2020/2021 gilt: Staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen dürfen bis zum 31.3.2021 nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Die Hochschulen führen ihren Lehrbetrieb im Wintersemester 2020/2021 ab 2.11.2020 grundsätzlich mit Online-Formaten und nicht im Präsenzlehrbetrieb durch. Praxisformate, die nicht digital durchführbar sind, und Prüfungen dürfen unter Beachtung der grundsätzlichen Pflichten, der Schutz- und Hygieneregeln sowie der jeweils in den Hochschulen geltenden besonderen Bestimmungen in Präsenzform durchgeführt werden. Die Rahmenbedingungen für das Handeln der Hochschulen gibt der „Berliner Stufenplan für den Hochschulbetrieb unter Pandemiebedingungen“ vor.

Brandenburg

Brandenburg

Lehrveranstaltungen an Hochschulen fanden im Sommersemester 2020 mehrheitlich digital statt. Zwingend notwendige Lehrveranstaltungen und Hochschulprüfungen, für die es keine rechtssicheren digitalen Varianten gibt, konnten jedoch unter Einhaltung der Hygienestandards als Präsenzveranstaltung stattfinden. Studierende dürfen seit dem Sommer wieder regelmäßig zwischen Wohnort und Hochschule pendeln.
Im Wintersemester 2020/21 führen die brandenburgischen Hochschulen den Lehrbetrieb unter den Maßgaben der Eindämmungsverordnung und den Gegebenheiten vor Ort eigenverantwortlich Mix aus Präsenz- und Online-Angeboten durch. Lehrveranstaltungen, die eine zwingende Präsenz erfordern wie etwa Laborarbeiten oder Veranstaltungen für Studienanfänger, können vor Ort durchgeführt werden.

Bremen

Bremen

Die meisten Lehrveranstaltungen des Sommersemester 2020 fanden digital statt. Die Durchführung von Prüfungen und Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erforderten, waren unter Wahrung besonderer Hygiene- und Schutzmaßnahmen jedoch möglich.
Das Wintersemester 2020/21 ist als ein Mix aus digitaler Lehre, einem verantwortbaren Präsenzbetrieb sowie hybriden Veranstaltungen konzipiert. Einzelheiten – auch zur Umsetzung verschärfter Kontaktbeschränkungen angesichts wieder gestiegener Infektionszahlen – werden durch die Hochschulen kommuniziert.

Hamburg

Hamburg

Die Vorlesungszeit ist am 20.4.2020 mit vorerst ausschließlich digitalen Angeboten gestartet; Präsenzveranstaltungen durften bis zum 4.5.2020 nicht stattfinden. Die Anfertigung von schriftlichen Prüfungsarbeiten unter Aufsicht, mündliche und praktische Prüfungen sowie für Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- beziehungsweise Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, konnten seither unter Beachtung geeigneter Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.
Die Hochschulen in Hamburg setzen beim Studienbetrieb des Wintersemesters 2020/21 auf einen Mix aus Präsenz- und Online-Lehre. Grundsätzlich können Präsenzveranstaltungen unter Einhaltung der Kontaktregelungen und Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Angesichts der Entwicklung der Pandemie wurde festgelegt, dass im die Hochschullehre im Dezember 2020 grundsätzlich in digitaler Form erfolgt; Ausnahmen gelten für praktische Lehre.

Hessen

Hessen

Am 20.4.2020 startete der Lehrbetrieb des Sommersemesters zunächst mit digitalen Angeboten, das Ende der Vorlesungszeit wurde flexibel nach hinten verschoben. Seit dem 9.5. durften die Hochschulen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung über ihre Öffnung entscheiden; Präsenzveranstaltungen waren unter Beachtung des Abstandsgebots und Hygienemaßnahmen grundsätzlich wieder möglich, Online-Angebote wurden jedoch weiterhin genutzt. Alle Prüfungen im Studium oder zur Feststellung der Studieneignung fanden im Einklang mit der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung statt.
Der Hochschulbetrieb im Wintersemester 2020/2021 findet in Präsenzformaten statt, soweit das Infektionsgeschehen und die räumlichen Möglichkeiten dies zulassen; im Übrigen auf Basis digitaler Lehre und Angebote. Die Präsenzlehre steht damit als Möglichkeit komplementär neben der digitalen Lehre.

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

Der Studien- und Lehrbetrieb des Sommersemesters 2020 wurde ab dem 20.4.2020 fortgesetzt bzw. wieder aufgenommen, die Lehrveranstaltungen und Prüfungen aber überwiegend digital abgehalten. Unter strikter Beachtung der jeweils geltenden Regeln der Kontaktvermeidung können Prüfungen physisch abgenommen werden. Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, sind unter Wahrung besonderer Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder möglich.
Im Wintersemester 2020/21 werden hybride Lehrformate, die digitale Lehre und Lehre vor Ort verbinden, weiter genutzt, soweit der Gesundheitsschutz dies erfordert. Formen der Präsenzlehre sollen in allen mit dem Gesundheitsschutz vertretbaren Fällen verwirklicht werden; besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Aufgrund der Pandemielage erfolgt der Studien- und Lehrbetrieb an den Hochschulen seit dem 2.11.2020 primär digital.

Niedersachsen

Niedersachsen

Seit dem 20. April finden die Lehrveranstaltungen an den Hochschulen in digitaler Form statt. Ob eine Hochschulprüfung angesichts der aktuellen Entwicklungen durchgeführt werden kann, entscheidet die jeweilige Hochschule. Da die Prüfungsumstände sehr unterschiedlich sein können, bedarf es der Einschätzung der Prüfungsämter vor Ort, ob z.B. eine Verlängerung der Fristen sinnvoll erscheint.
Das Wintersemester 2020/21 wird ein sogenanntes „Hybrid-Semester“ sein, in dem Präsenzveranstaltungen je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens wieder möglich sein werden, in dem die Online-Lehre jedoch weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Dabei sind die Regeln der der niedersächsischen „Corona-Verordnung“ sowie die Regeln der jeweiligen Hochschule zu beachten. Seit Ende November haben die Hochschulen aufgrund der Pandemielage grundsätzlich auf digitale Lehre umgestellt.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

Am 20.4.2020 startete das Sommersemester zunächst als reines „Online-Semester“; ab dem 11.5.2020 waren Präsenzveranstaltungen unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder zugelassen, wenn dafür besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige Rahmenbedingungen zwingend erforderlich waren. Mündliche und schriftliche Hochschulprüfungen können seither auch in elektronischer Form  abgenommen werden. Präsenzprüfungen sind möglich, wenn und soweit die jeweils geltenden infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen dies zulassen.
Im Wintersemester 2020/21 wird auf eine Mischung aus Präsenz- und Online-Lehrveranstaltungen gesetzt. Präsenzveranstaltungen mit einer begrenzten Zahl an Studierenden können durchgeführt und mit Online-Angeboten ergänzt werden; vor allem Erstsemester-Studierenden soll so der Einstieg in das Studium erleichtert werden. Maßgeblich sind die Bestimmungen der "Allgemeinverfügung zur Durchführung von Lehr- und Praxisveranstaltungen sowie Prüfungen an den Hochschulen". Seit Ende November 2020 findet die Hochschullehre grundsätzlich digital statt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Das Sommersemester ist an allen Hochschulen zunächst digital gestartet; Vorlesungen und Seminare fanden digital statt. Näheres regelten die Hochschulleitungen vor Ort. Mündliche Prüfungen und Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern (z. B. Laborpraktika, Präparierkurse), können unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen seit Anfang Mai wieder in Präsenz durchgeführt werden. Seit dem 13. Mai können die Hochschulen in ihrer universitären Selbstverwaltung entscheiden, ob sie eine schrittweise Erweiterung der Präsenzveranstaltungen vornehmen.
Für das Wintersemester 2020/21 wurde vereinbart, dass die hochschulische Lehre aus einem Mix aus analogen und digitalen Angeboten bestehen soll. Die Hochschulen sollen hierzu individuelle Lösungen finden und Entscheidungen treffen. Angesichts der Entwicklung der Pandemie haben das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium und die Hochschulen am 30.10.2020 gemeinsam beschlossen, die Präsenzlehre im November 2020 weitgehend auszusetzen; Laborpraktika, die Lehre am Patienten und andere Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen finden jedoch weiterhin statt.

Saarland

Saarland

Aussetzung bzw. Verschiebung des Vorlesungsbetriebs bis 4.5.2020. Standard für Lehrveranstaltungen im gesamten Sommersemester 2020 ist ein Online- bzw. Blended Learning Angebot. Nur Lehrveranstaltungen, die Präsenz zwingend voraussetzen (z. B. Laborpraktika), können unter der Maßgabe der Einhaltung von Hygienemaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Berücksichtigung des Pandemieplans der UdS ab dem 04.05.2020 entsprechend durchgeführt werden. Präsenzprüfungen können durchgeführt werden mit der Maßgabe, dass entsprechende Vorsichts- und Hygienemaßnahmen, die einer Übertragung des Coronavirus effektiv entgegenwirken, getroffen werden. Die ausgefallenen Prüfungen werden in den Fakultäten und Fächern neu geplant und bekanntgegeben.

Sachsen

Sachsen

Die Hochschulen stellten die Lehre des Sommersemesters möglichst umfassend auf digitale Angebote um. Alle Prüfungen wurden in den Sommer verschoben oder unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt. Fristüberschreitungen bei Prüfungsverfahren, die Studierende nicht zu vertreten hatten, waren bei der Berechnung der Fristen nicht einzubeziehen.
Im Wintersemester 2020/21 sollern Großveranstaltungen, besonders zahlreich besuchte Vorlesungen und akademische Feiern in Präsenz vermieden werden. Allerdings sollen besonders im Blick auf Studienanfängerinnen und -anfänger so viele Präsenzveranstaltungen wie angesichts der Corona-Pandemie verantwortbar sind, ermöglicht und unter Beachtung der jeweils aktuellen Hygienebestimmungen umgesetzt werden.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

Im Sommersemester 2020 wurde der Lehrbetrieb weitgehend digital durchgeführt. Veranstaltungen und Prüfungen, die eine Präsenz erforderten, konnten seit Mai unter strengen hygienischen Voraussetzungen und in kleinen Gruppen durchgeführt werden.
Für das Wintersemester 2020/21 ist ein Mix aus Präsenz- und Onlineveranstaltungen vorgesehen; dabei soll die Präsenzlehre möglichst auch digital verfügbar sein. Abstände müssen eingehalten werden. Wo dies nicht möglich ist, muss Mund-Nasen-Schutz genutzt werden. Und in allen Fällen, in denen Hygiene- und Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden können, muss digital gelehrt werden.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Hochschulen nahmen am 20.4.2020 den Vorlesungsbetrieb des Sommersemesters ausschließlich mit digitalen Angeboten auf. Seit dem 18.5.2020 waren Präsenzveranstaltungen einschließlich Prüfungen grundsätzlich wieder möglich; auch Bibliotheken, Mensen und Cafeterien konnten wieder öffnen. Hygienekonzepte sind seither entscheidend dafür, in welcher Form Veranstaltungen an den Hochschulen stattfinden, der Zugang zu Bibliotheken geregelt ist und Mensen und Cafeterien öffnen.
Für das Wintersemester 2020/21 ist eine Kombination aus digitalen Prüfungs- und Lernformaten und Präsenzveranstaltungen vorgesehen. Die Hochschulen-Coronaverordnung legt die wesentlichen Abstand- und Hygienestandards für den Hochschulbetrieb fest. Aufgrund der Pandemielage wurde die Hochschullehre Ende November 2020 "bis auf wenige Ausnahmen" auf digitale Lehre umgestellt. Im Zuge des erweiterten Lockdowns wurde der Betrieb an den Hochschulen im Dezember 2020 und Januar 2021 weiter eingeschränkt.

Thüringen

Thüringen

Die Vorlesungen starten am 4. Mai 2020 zunächst in digitaler Form. Die Durchführung von Präsenzveranstaltungen wie Seminare, Praktika oder Exkursionen sind unter Einhaltung von Schutz- und Hygieneregeln inzwischen wieder möglich.
Der Vorlesungsbetrieb im Wintersemesters 2020/21 ist als eine Mischung aus Präsenz- und digitalen Lehrformaten angelegt; mit den gestiegenen Infektionszahlen wurde der Betrieb im Dezember 2020 und Januar 2021 wieder eingeschränkt.