Maßnahmen und Sonderregelungen der Länder für die Hochschulen

Nachstehend finden Sie eine Linksammlung zu den von den Bundesländern bislang für die Hochschulen beschlossenen Maßnahmen und Sonderregelungen zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie (Stand: 29.9.2020). Die HRK kann keine Gewähr für die Vollständigkeit und aktuelle Gültigkeit der Angaben übernehmen; die Pflege der nachstehend verlinkten Websites und der dort z.T. fortlaufend aktualisierten bzw. konkretisierten Inhalte obliegt dem jeweiligen Bundesland:

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

Der Studienbetrieb in den Hochschulen und Akademien des Landes ist am 20. April 2020 in digitaler Form wiederaufgenommen bzw. gestartet worden. Unter Einhaltung der zum Zwecke des Infektionsschutzes gebotenen Regelungen können seit Juni 2020 Zusammenkünfte zur Durchführung von Hochschulzugangsverfahren, Aufnahmeprüfungen und Auswahlverfahren, einschließlich Studierfähigkeitstests, sowie von Forschung und Lehre, einschließlich Prüfungen stattfinden. Ab dem Wintersemester 2020/21 realisieren die Hochschulen den Studienbetrieb durch einen Mix aus Präsenz- und Online-Lehre. Dies wird erleichtert durch die Möglichkeit, feste Kohorten mit bis zu 35 Personen zu bilden; so ist es möglich, beispielsweise im Labor auch geringere Abstände zu erlauben. Auch können praktische Übungen so erleichtert werden. Eine Maskenpflicht gilt für die gesamte Hochschule bis zum Platz, ebenso für Mensen.

Bayern

Bayern

An den Hochschulen Bayerns hat der Vorlesungsbetrieb am 20. April 2020 ausschließlich online begonnen oder wurde entsprechend fortgesetzt. Seit dem 27. April sind Praxisveranstaltungen unter strengen Hygienemaßnahmen jedoch möglich. Auch Prüfungen in Präsenzform können mit besonderen, strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen seither wieder stattfinden. Die Bayerische Universitätenkonferenz Universität Bayern e.V. hat diesbzüglich "Richtlinien zum Vollzug der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung an den bayerischen Universitäten" beschlossen.
Für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21 gilt ein verbindlicher Rahmen: Maximal 200 Personen dürfen eine Präsenz-Lehrveranstaltung besuchen; die Daten aller Teilnehmenden werden dokumentiert; der Mindestabstand von 1,50 Metern muss zuverlässig eingehalten, andernfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Lehrveranstaltungen werden durch Online-Angebote ergänzt.

Berlin

Berlin

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2020 hat am 20. April in digitaler Form begonnen. Zwingend erforderliche Präsenzprüfungen, einschließlich Zugangs- und Sprachprüfungen, können durchgeführt werden. Seit dem 27. April können zudem zwingend erforderliche Praxisformate, die spezielle Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, in begründeten Fällen stattfinden. Für die Präsenzlehre und für den Publikumsverkehr bleiben die Hochschulen allerdings weiterhin geschlossen, Lehrveranstaltungen finden digital statt. Seit dem 11. Mai 2020 haben die Berliner Hochschulen ihren zuvor pandemiebedingten Präsenznotbetrieb beendet und sind in einen eingeschränkten Betrieb übergegangen. Sie können für den Forschungsbetrieb auf dem Campus unter Auflagen wieder öffnen und auch Verwaltungstätigkeiten wieder zulassen, die eine Anwesenheit vor Ort erfordern. Präsenzprüfungen, einschließlich Zugangs- und Sprachprüfungen, sind zugelassen. Die Hochschulen stellen in diesen Fällen sicher, dass die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden und Prüfungstermine mit angemessenem Vorlauf angekündigt und abgehalten werden. Studierende können in begründeten Fällen von der Teilnahme an einer Prüfung absehen.

Brandenburg

Brandenburg

Lehrveranstaltungen an Hochschulen finden im Sommersemester 2020 mehrheitlich digital statt. Zwingend notwendige Lehrveranstaltungen können jedoch als Präsenzveranstaltung stattfinden, wenn die Hygienestandards eingehalten werden. Auch Hochschulprüfungen, für die es keine rechtssicheren digitalen Varianten gibt, können unter Einhaltung der Hygieneregeln als Präsenzprüfungen angeboten werden. Studierende dürfen zwischen Wohnort und Hochschule wieder regelmäßig pendeln.

Bremen

Bremen

Die Hochschulen nehmen ab dem 4. Mai 2020 wieder sukzessiv den Betrieb auf. Die meisten Lehrveranstaltungen finden digital statt. Möglich ist jedoch die Durchführung von Prüfungen und Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Die Hochschulen und Universitäten informieren ihre Studierenden jeweils im Detail.

Hessen

Hessen

Am 20. April startete der Lehrbetrieb an den Hochschulen zunächst mit digitalen Angeboten. Das Ende der Vorlesungszeit innerhalb des Sommersemesters wurde flexibel nach hinten verschoben. Seit dem 9.5.2020 dürfen die Hochschulen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung über ihre Öffnung entscheiden; Präsenzveranstaltungen sind grundsätzlich wieder möglich, gleichzeitig sollen Online-Angebote weiterhin genutzt werden. Die allgemeine Regelung für Prüfungen findet sich in § 1 Abs. 1 Nr. 5 der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung. Diese Regelung umfasst auch alle Prüfungen im Studium oder zur Feststellung der Studieneignung, inklusive des TMS. Für diese gibt es keine spezifischen Hygieneregelungen. Es gibt auch keine Beschränkung in der Teilnehmerhöchstzahl. Die Personenhöchstzahl ist nach der Raumgröße unter Beachtung des Abstandsgebots von mindestens 1,5 m in alle Richtungen zu bestimmen. Wie bei allen Präsenzaktivitäten sind auch hier die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene und die dringende Empfehlung zum Mund-Nasen-Schutz nach § 1 Abs. 5 der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung zu beachten.
Der Hochschulbetrieb soll ab dem Wintersemester 2020/2021 in Präsenzformaten stattfinden, soweit das Infektionsgeschehen und die räumlichen Möglichkeiten dies zulassen, im Übrigen auf Basis digitaler Lehre und Angebote. Die Präsenzlehre steht damit als Möglichkeit komplementär neben der digitalen Lehre.

Mecklenburg Vorpommern

Mecklenburg Vorpommern

Der Studien- und Lehrbetrieb wurde ab dem 20. April 2020 fortgesetzt bzw. wieder aufgenommen, die Lehrveranstaltungen seither aber bis auf Weiteres digital abgehalten. Nicht digitalisierungsfähige Studienanteile werden auf die Zeit des Präsenzbetriebes verschoben. Die Hochschulen prüfen, ob und wann schrittweise Präsenzveranstaltungen unter Beachtung der Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts und in Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden durchgeführt werden können. Prüfungen sollten in digitalen Formaten erfolgen. Zwingende Präsenzprüfungen sind möglich. Unter strikter Beachtung der jeweils geltenden Regeln der Kontaktvermeidung können Prüfungen physisch abgenommen werden. Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, können unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden.

Niedersachsen

Niedersachsen

Seit dem 20. April finden die Lehrveranstaltungen an den Hochschulen in digitaler Form statt. Ob eine Hochschulprüfung angesichts der aktuellen Entwicklungen durchgeführt werden kann, entscheidet die jeweilige Hochschule. Da die Prüfungsumstände sehr unterschiedlich sein können, bedarf es der Einschätzung der Prüfungsämter vor Ort, ob z.B. eine Verlängerung der Fristen sinnvoll erscheint.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

Am 20. April 2020 wurde das Sommersemester zunächst als reines „Online-Semester“ gestartet. Die Hochschulen stellen im Zuge dieser Lösung ein breites digitales Lehrangebot bereit. Eine Rechtsverordnung der Landesregierung ermöglicht darüber hinaus unter anderem Online-Prüfungen und Freiversuche bei Prüfungen. Für den Lehr- und Prüfungsbetrieb wird ab dem 11. Mai 2020 die Einschränkung der Zulässigkeit von Präsenzveranstaltungen "auf besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige besondere Rahmenbedingungen" aufgehoben, wenn es sich um Lehr- und Praxisveranstaltungen handelt, die zwingend als Präsenzveranstaltungen abzuhalten sind (etwa weil sie auf besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige Rahmenbedingungen angewiesen sind, z.B. Labore, Arbeitsräume, Tonstudios sowie im künstlerischen Bereich Korrepetition und Überbetrieb). Überdies sind strenge Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Die Hochschulen entscheiden jeweils im Einzelfall, ob und in welcher Art und Weise Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden können. Die Hochschulen sind befugt, mündliche und schriftliche Hochschulprüfungen auch in elektronischer Form oder in elektronischer Kommunikation (Online-Prüfungen) abzunehmen. Dies müssen die Hochschulen jedoch ausdrücklich regeln. Präsenzprüfungen sind möglich, wenn und soweit die jeweils geltenden infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen dies zulassen und die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. Dies hängt maßgeblich von den Gegebenheiten vor Ort ab. Die Hochschulen entscheiden für den jeweiligen Einzelfall, ob und in welcher Art und Weise eine Präsenzprüfung durchgeführt werden kann.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Das Sommersemester ist an allen Hochschulen zunächst digital gestartet; Vorlesungen und Seminare finden digital statt. Näheres regeln die Hochschulleitungen vor Ort. Mündliche Prüfungen und Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern (z. B. Laborpraktika, Präparierkurse), können unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen seit Anfang Mai wieder in Präsenz durchgeführt werden. Seit dem 13. Mai können die Hochschulen in ihrer universitären Selbstverwaltung entscheiden, ob sie eine schrittweise Erweiterung der Präsenzveranstaltungen vornehmen.

Saarland

Saarland

Aussetzung bzw. Verschiebung des Vorlesungsbetriebs bis 4.5.2020. Standard für Lehrveranstaltungen im gesamten Sommersemester 2020 ist ein Online- bzw. Blended Learning Angebot. Nur Lehrveranstaltungen, die Präsenz zwingend voraussetzen (z. B. Laborpraktika), können unter der Maßgabe der Einhaltung von Hygienemaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Berücksichtigung des Pandemieplans der UdS ab dem 04.05.2020 entsprechend durchgeführt werden. Präsenzprüfungen können durchgeführt werden mit der Maßgabe, dass entsprechende Vorsichts- und Hygienemaßnahmen, die einer Übertragung des Coronavirus effektiv entgegenwirken, getroffen werden. Die ausgefallenen Prüfungen werden in den Fakultäten und Fächern neu geplant und bekanntgegeben.

Sachsen

Sachsen

Die Hochschulen haben die Lehre möglichst umfassend auf digitale Angebote umgestellt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht erbringbare Studienleistungen sollen ggf. in einer verlängerten Regelstudienzeit erbracht werden können. Die mündlichen Prüfungen können frühestens ab 4. Mai 2020 geplant werden. Alle Prüfungen, die bis 30. April geplant waren, wurden verlagert. Die schriftliche Prüfung wird voraussichtlich auf die zweite Junihälfte oder Anfang Juli verschoben. Soweit sie nicht verschiebbar sein sollten, sollen sie nur noch unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt werden. Zudem ist eine Fristüberschreitung bei Prüfungsverfahren, die ein Studierender nicht zu vertreten hat, nicht bei der Berechnung der Fristen einzubeziehen.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

Im Sommersemester 2020 wird der Lehrbetrieb weitgehend digital durchgeführt. Veranstaltungen und Prüfungen, die eine Präsenz erfordern, können unter strengen hygienischen Voraussetzungen und in kleinen Gruppen ab dem 4. Mai 2020 durchgeführt werden. In Ausnahmefällen können Präsenzveranstaltungen, Prüfungen und Eignungstests stattfinden, soweit die Abstands- und Hygieneregeln sowie Zugangsbegrenzungen nach § 2 Abs. 1 sichergestellt sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung wird ermächtigt, die hierzu erforderlichen Regelungen zu treffen. Für das Wintersemester 2020/21 ist ein Mix aus Präsenz- und Onlineveranstaltungen vorgesehen; dabei soll die Präsenzlehre möglichst auch digital verfügbar sein. Abstände müssen eingehalten werden. Wo dies nicht möglich ist, muss Mund-Nasen-Schutz genutzt werden. Und in allen Fällen, in denen Hygiene- und Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden können, muss digital gelehrt werden.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Hochschulen nahmen am 20. April den Vorlesungsbetrieb ausschließlich mit digitalen Angeboten auf. Präsenzlehrveranstaltungen mit bis zu 50 Personen sollen, wie am 7.5.2020 bekannt gegeben wurde, unter Auflagen ermöglicht werden. Die Hochschulen sind verpflichtet, Hygienekonzepte zu erstellen. Das Verbot von Präsenzlehrveranstaltungen gilt ab dem 18. Mai 2020 nicht mehr. Die Hochschulen entscheiden selbst, ob digitale Veranstaltungen weiterhin Vorrang vor Präsenzveranstaltungen haben sollen. Prüfungen können die Hochschulen in alternativen Prüfungsformen oder in der ursprünglich vorgesehenen Form abnehmen. Auch Bibliotheken, Mensen und Cafeterien können grundsätzlich wieder öffnen. Das Ministerium stellt den Hochschulen eine Handreichung zu Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen zur Verfügung, auf deren Grundlage die Hochschulen und das Studentenwerk jeweils eigene Hygienekonzepte entwickeln. Diese Hygienekonzepte sind entscheidend dafür, in welcher Form Veranstaltungen an den Hochschulen stattfinden, der Zugang zu Bibliotheken geregelt ist und Mensen und Cafeterien wieder öffnen. Das kann von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein. Für das Wintersemester 2020/21 ist eine Kombination aus digitalen Prüfungs- und Lernformaten und Präsenzveranstaltungen vorgesehen. Die Hochschulen-Coronaverordnung legt die wesentlichen Hygienestandards für den Hochschulbetrieb fest.