Hochschulmedizin und Gesundheit

Hochschulmedizin und Gesundheit

Das Präsidium der HRK hat seit dem 1. August 2014 ein Ressort Hochschulmedizin und Gesundheit. Ziel ist es, Stellungnahmen und Positionspapiere zu den aktuellen Entwicklungen in der Hochschulmedizin und im Gesundheitswesen zu erarbeiten. In einer Entschließung hat sich die HRK mit den zunehmend aufkommenden Franchising-Modellen in der Medizin befasst und einheitliche Qualitätsstandards für das Medizinstudium in Deutschland gefordert. Im Mai 2016 hat die 20. Mitgliederversammlung der HRK eine weitere Entschließung "Universitätsmedizin als integraler Bestandteil der Universität" verabschiedet. Mit dem Thema "Qualitätssicherung der Promotion in der Medizin" befasst sich sodann eine Empfehlung der 21. HRK-Mitgliederversammlung am 8. November 2016.

Außerdem hat die HRK eine Arbeitsgruppe „Akademisierung der Gesundheitsberufe“ eingesetzt. Sie bereitet eine Empfehlung zu den primärqualifizierenden Studiengängen in den Therapie-, Pflege- und Hebammenwissenschaften vor. Diese neuen Studiengänge tragen den steigenden Anforderungen an die Gesundheitsfachberufe Rechnung und bieten einem Teil der in diesen Berufen Tätigen eine Ausbildung auf hochschulischem Niveau. Ein besonderes Problem liegt jedoch darin, dass es hier zu Konflikten zwischen akademischem Selbstverständnis der Hochschulen und berufspolitischen Vorgaben kommt. In der Entschließung sollen die Eckpunkte, die aus ihrer Sicht für die inhaltliche Ausgestaltung und formale Struktur der Studiengänge unerlässlich sind, formuliert werden.

Parallel hierzu hat das Projekt nexus der HRK einen Runden Tisch zum Thema „Medizin und Gesundheits­wissenschaften“ eingerichtet. Das Projekt widmet sich ebenfalls Fragen der Akademisierung der Gesundheitsberufe, der Interprofessionalität zwischen Medizin und Gesundheits­wissenschaften sowie der Fachdidaktik in den benannten Fächern.