Sprachenpolitik

Sprachenpolitik

Weltweiter wissenschaftlicher Austausch zwischen Forschenden, Lehrenden und Studierenden – je mehr sich die Hochschulen international ausrichten, umso stärker
rückt auch die Sprachenfrage in den Vordergrund. Dabei geht es nicht allein um die sprachliche Qualifizierung der Studierenden, vielmehr muss auch im Bereich der Forschung und Lehre sowie in der Verwaltung neuen sprachlichen Anforderungen Rechnung getragen werden.

Eine strategische Positionierung der Hochschule als Ganzes durch die Entwicklung
einer institutionsspezifischen Sprachenpolitik unterstützt das erfolgreiche Agieren in diesem Kontext.

Die Mitgliederversammlung der HRK hat sich am 24.11.2011 in einer Empfehlung
zur Sprachenpolitik
an den deutschen Hochschulen dafür ausgesprochen, Mehrsprachigkeit sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene in der Wissenschaft zu fördern und ein verstärktes Bewusstsein für sprachenpolitische Fragen zu schaffen. Sprachenvielfalt soll sowohl zum Erhalt des Deutschen als Wissenschaftssprache beitragen als auch den qualifizierten Erwerb und Einsatz anderer Sprachen unterstützen.

Damit dies gelingen kann, brauchen die Hochschulen Personal, sie müssen Sprachen-
forschung und Sprachenzentren betreiben und den Wissenschaftlern Übersetzungen
und Dolmetscher zur Verfügung stellen. Zudem werden europäische bibliometrische Instrumente für nicht-englischsprachige Publikationen benötigt, um eine angemessene Berücksichtigung von Publikationen sicherzustellen, die in einer anderen als der englischen Sprache erscheinen.