Das Higher Education Scoreboard (EHESS) wurde am 30. Januar in Brüssel veröffentlicht. Dabei ist EHESO ein Projekt, das von der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) veröffentlicht wird und als Nachfolger von U-Multirank gedacht ist, das im März 2023 auslief. EHESS organisiert Daten zu fünf Schlüsselthemen, die auf die Ziele der EU im Bereich der Hochschulbildung abgestimmt sind:
Als zugrundeliegende Quellen dienen u.a. Eurostat, das Europäische Hochschulregister (ETER), U-Multirank und Eurostudent und bietet Einblicke in 38 Länder, darunter EU-Mitgliedstaaten, EWR-Länder, Kandidatenländer und das Vereinigte Königreich.
OA Data Practice ist ein gemeinsames DFG-Projekt der Berlin School of Library and Information Science an der Humboldt-Universität zu Berlin, des Helmholtz Open Science Office und der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.
Offene Metadaten wissenschaftlicher Publikationen spielen eine zunehmend wichtige Rolle in Hochschulrankings. Sie ermöglichen nicht nur eine umfassende und transparente Berichterstattung über die Forschungsleistung von Universitäten, sondern bieten auch vielfältige Möglichkeiten zur Weiterverwendung. Anhand des Leiden-Rankings des CWTS wurde der Umgang mit offenen Metadaten aufgezeigt. Die Universität Konstanz veranschaulicht, wie Universitäten das Ranking nutzen können, um datengestützte Informationen über die Forschungs- und Open-Access-Aktivitäten ihrer Institution intern und extern bereitzustellen.
Das THE Impact Ranking gibt es seit 2019, seither hat es sich im entsprechenden Marktsegment als erfolgreichstes Nachhaltigkeitsranking etabliert. Nachhaltigkeitsthemen werden hier sowohl über ein quantitatives als auch qualitatives Ranking in den Blick genommen und orientieren sich an den Sustainable Developments Goals (SDG) der Vereinten Nationen. Besonderes Augenmerk lag auf der Partizipation von Wissenschaftssystemen im Globalen Süden, denen durch Teilnahme und bei einer Bestplatzierung weltweite Sichtbarkeit neben Ivy-League Institutionen in Aussicht gestellt wurde. Auch in Deutschland erfährt das Ranking Zulauf: 23 Universitäten haben 2025 teilgenommen. Besonderen Erfolg können vor allem Technische Universitäten – in SDG 9: Innovation and Infrastructure – mit 5 weltweiten Erstplatzierungen vorweisen.
Nun ist eine grundlegende Änderung dieses Rankings ab der nächsten Ausgabe geplant, wie Phil Baty, THE Chief Global Affairs Manager, auf dem Global Sustainable Development Congress (16.-19. Juni 2025) verkündete. Die Teilnahme soll nunmehr für alle Universitäten, die nicht in „Low-Income Countries“ beheimatet sind, kostenpflichtig sein. Die kostenpflichtige Teilnahme an einem Ranking wäre ein Novum und stellt die, für einen fairen Wettbewerb notwendigen Voraussetzungen der Objektivität und Transparenz, grundsätzlich in Frage. THE bindet die Universitäten damit in eine ungleiche Geschäftsbeziehung. Die HRK hat deshalb gegenüber THE seine Bedenken über die weitere Kommerzialisierung des Rankingsystems geäußert.
Das TIME-Magazin hat in Kollaboration mit Statista R ein neues globales Hochschulranking publiziert. Die erste Ausgabe enthält 500 Universitäten weltweit, die u.a. nach ihren Ressourcen, Zitationswerten oder der Anzahl an Nobelpreisen unter den mit der Universität affiliierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verglichen werden. Zudem fließt in die Bewertung der Erfolg der Alumni, der Grad an Internationalisierung unter Studierenden und Personal als auch die Website-Darstellung mit ein.
Link: https://time.com/7358185/top-universities-globally-2026/
Die International Association of Universities (IAU) betont in dem Ende Januar 2026 verabschiedeten Statement die Gefahren, die von einem unkritischen Umgang mit intransparenten und kommerziell betriebenen Ranking ausgehen. Das IAU Administrative Board bezieht sich dabei im Besonderen auf den Bericht der Expertengruppe der United Nations University (UNU) von 2023: Rethinking Quality: UNU-Convened Experts Challenge the Harmful Influence of Global University Rankings. Trotz des nachvollziehbaren Bedarfs nach Benchmarking und internationalem Marketing sei eine Reflektion über das Aufrechterhalten akademischer Werte wichtig. Das Statement verweist zudem kritisch auf die Nutzung von Rankings in politischen Auswahlverfahren wie etwa der Visavergabe und der Mittelvergabe.
Siehe IAU-Statement: https://static1.squarespace.com/static/64ca66e5f086975ce8783d53/t/6980c1453937bc107749afc2/1770045765215/2026_Note+on+Rankings.pdf
Siehe Statement der UNU-Expert Group: https://collections.unu.edu/eserv/UNU:9299/Statement-on-Global-University-Rankings.pdf