Aktuelle Meldungen

European Student Card: Abschlusskonferenz in Paris

In der zweijährigen Projektphase des Erasmus+ Projekts „European Student Card“ haben die Partner aus Frankreich, Italien, Irland und Deutschland einen Prototyp für einen europäischen Studierendenausweis entwickelt. Interessierte Hochschulen können sich auf der Plattform der European Student Card für den Ausweis registrieren. Die ersten ESC-Ausweise sollen noch 2018 von den an der Pilotphase teilnehmenden Hochschulen ausgegeben werden. Von deutscher Seite waren die Campus Card Berlin sowie der EUCOR Verbund beteiligt. Ein Folgeprojekt für die Weiterentwicklung der bisherigen Ergebnisse wurde bei der Europäischen Kommission für 2019 beantragt. Weitere Informationen zu den Plänen der Europäischen Kommission zur European Student Card finden Sie hier.

Neue Ausschreibung des HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

In diesen Tagen besuchen Expertenteams der HRK im Rahmen des Audit und des Audit kompakt „Internationalisierung der Hochschulen“ die Bauhaus-Universität Weimar, die Hochschulen Fulda und Rosenheim und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Neu im Portfolio ist mit der Audit-Strategiewerkstatt „Internationalisierung der Hochschulen“ ein passgenaues Angebot für Hochschulen mit weniger als 1.000 Studierenden, welches derzeit von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle durchlaufen wird. Auch 2019 können die HRK-Mitgliedshochschulen wieder eine unabhängige, systematische und ganzheitliche Beratung für die Weiterentwicklung ihres internationalen Profils erhalten. Einsendeschluss für die Interessenbekundung ist der 29. Juni 2018. Mehr dazu

Bologna-Konferenz: Kommuniqué verabschiedet

Visionen und Werte stehen im Mittelpunkt des Kommuniqués, das die Hochschul-Minister der Bologna-Länder in Paris verabschiedet haben: Grundprinzipien wie akademische Freiheit und Integrität, institutionelle Autonomie, die Teilhabe von Studierenden und Personal an der Gestaltung der Hochschulen sowie öffentliche Verantwortung für und bei Hochschulbildung sind laut der Erklärung das Rückgrat des Europäischen Hochschulraums. HRK-Präsident Horst Hippler hatte im Vorfeld der Konferenz gefordert, dass sich die Minister auch der kritischen Diskussion um bedenkliche Entwicklungen in einigen Staaten stellen müssten. In das Kommuniqué ist dazu ein deutlicher Passus eingeflossen, der die Verantwortung der Hochschulen betont. Mehr dazu

Workshop: Integrität als Eckpfeiler für Hochschullehre und -forschung

Auf Einladung des Observatory Magna Charta Universitatum und der französischen Rektorenkonferenz CPU tauschten sich Hochschulvertreter aus rund 30 Ländern in Paris über Integrität und soziale Verantwortung von Hochschulen aus. Gemeinsam diskutierten diese nicht nur über Fragen der Integrität und Ethik in der Forschung, sondern weiteten den Blick auf den breiteren Hochschulkontext – sowohl hochschulintern als auch im Austausch mit der Gesellschaft. Die gemeinsam vom Observatory Magna Charta und der International University Association veröffentlichten Leitlinien heben dabei hervor, dass Integrität im konkreten Hochschulalltag trotz der Allgemeingültigkeit der Prinzipien vom jeweiligen Hochschulkontext abhängig ist.

HRK, CPU und KRASP: „Verteilte Exzellenz“ in Europa

Die deutsche, französische und polnische Rektorenkonferenzen fordern, dass „verteilte Exzellenz“ zum Grundprinzip europäischer Wissenschafts- und Hochschulpolitik werden soll. Als Ziel betonen sie in einem gemeinsamen Grundsatzpapier ein ausgewogenes und starkes, in allen Regionen verankertes System. Wettbewerb und Differenzierungsprozesse gehörten unbedingt dazu; keinesfalls dürfe „Distributed Excellence“ als Nivellierungsinstrument missverstanden werden. Zur Umsetzung ihres Konzepts schlagen die Rektorenkonferenzen drei Förderprogramme vor, die die Breite der Tätigkeitsfelder der Hochschulen unterstreichen und damit das Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation wesentlich mitgestalten könnten.

Bologna-Ministerkonferenz: HRK-Präsident fordert klare Aussagen

„Wir brauchen ein europäisches Bildungsverständnis, das Persönlichkeitsbildung und die Befähigung zu gesellschaftlichem Engagement einbezieht“, erklärte HRK-Präsident Horst Hippler. „Das wird leider nicht überall in Europa so deutlich geteilt.“ Er appellierte deshalb an die Minister bei der Bologna-Konferenz, diesen Aspekt in ihrem Abschlusskommuniqué zu berücksichtigen. Hippler weiter: „Europa ist mehr als eine ökonomische Gemeinschaft. Seine soziale und kulturelle Identität wird gerade auch von Hochschulabsolventen geprägt. Deshalb dürfen wir nicht nur deren fachliche Qualitäten fördern. Das Studium sollte sie auch in die Lage versetzen, kritisch zu denken und neue Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden.“Mehr dazu

SEVAL-Tagung zu Internationalisierung und Evaluation

Im Rahmen der Frühjahrstagung der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft SEVAL kamen rund 30 Vertreter aus schweizerischen Universitäten und Fachhochschulen zusammen. Sie diskutierten darüber, wie Fragen der Internationalisierung in die hochschulische Qualitätsentwicklung integriert werden können. Neben einem inhaltlichen Impuls von Hans de Wit, Direktor des Center for International Higher Education und Professor am Department for Educational Leadership and Higher Education am Boston College, stellte Stephan Keuck, Leiter des HRK-Projekts EXPERTISE Internationalisierung, die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote des Projekts vor. Ein besonderer Fokus lag dabei auf konkreten institutionellen Mehrwerten, die durch die Qualitätsentwicklung der Internationalisierung an deutschen Hochschulen entstehen.

European Student Card: Konferenz in Paris

Die Ergebnisse des zweijährigen Projekts der European Student Card sowie die Pläne für ein Folgeprojekt werden interessierten Hochschulen und Partnern am 5. Juni 2018 in Paris vorgestellt. Ziel des europäischen Studierendenausweises ist es, einen institutionen- und grenzüberschreitenden Zugang zu verschiedenen Dienstleistungen für Studierende zu ermöglichen und so die studentische Mobilität in Europa zu fördern. Als Projektländer sind Frankreich, Italien, Irland und Deutschland beteiligt. Das Projekt wird als Erasmus+ Projekt von der Europäischen Union gefördert. Die HRK unterstützt das Vorhaben als assoziierter Partner. An der Pilotphase nehmen von deutscher Seite die Campus Card Berlin sowie der EUCOR Verbund teil. Anmeldungen zur Konferenz sind weiterhin möglich. Mehr dazu

Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran

Im zweiten HRK-Koordinierungsgespräch zur Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran tauschten sich Vertreter von über 20 Hochschulen über die Kooperation mit iranischen Universitäten aus. Auch wenn große Potenziale aufgrund des sehr hohen Niveaus des iranischen Bildungssystems gesehen werden, gibt es auch viele Schwierigkeiten und Hindernisse. Diese waren Schwerpunkt der Diskussion, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Entwicklung. Die Zahl der Hochschulkooperationen hat sich in den letzten zwei Jahren auf über 70 fast verdoppelt, im Studienjahr 2017 waren etwa 8.000 iranische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Damit belegt der Iran Platz 3 bei den Herkunftsländern außerhalb Europas hinter China und Indien.

Austausch zwischen Hochschulen und Gesellschaft braucht klare Leitlinien

„Zum wirtschaftlichen Erfolg von Ländern wie Japan und Deutschland trägt die Interaktion zwischen Hochschulen und anderen Gesellschaftsbereichen entscheidend bei. Für diese so wichtigen Kooperationen braucht es aber klare Regeln.“ Das betonte HRK-Präsident Horst Hippler nach einem zweitägigen japanisch-deutschen Hochschultreffen in Tokyo. Bei der vierten gemeinsamen Konferenz von HRK, dem Japan Committee of Universities for International Exchange und dem Japanisch-Deutschem Zentrum Berlin bestärkten die Veranstalter in einer gemeinsamen Erklärung drei Leitprinzipien für eine erfolgreiche Interaktion zwischen Hochschulen und Gesellschaft, auf die sie sich bereits im Jahr 2016 verständigt hatten. Mehr dazu

Konferenz in Budapest: HRK-Präsident sagt Teilnahme ab

Zusammen mit den Leitungen der österreichischen und der polnischen Rektorenkonferenz (uniko und KRASP) sagte HRK-Präsident Horst Hippler kurzfristig seine Teilnahme am Forum der Rektorenkonferenzen der vier Visegrád-Staaten ab, das anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Ungarischen Rektorenkonferenz in Budapest stattfindet. Die Absage erfolgte aus Protest gegen die Weigerung der Gastgeber, in einer gemeinsamen Stellungnahme Verstöße gegen Grundprinzipien demokratischer Gesellschaften und Einschränkungen der akademischen Freiheit in Europa und weltweit deutlich zu verurteilen. Die Gastgeber lehnten es zudem ab, die Verantwortung der Hochschulen auch für gesellschaftliche Entwicklungen anzuerkennen und in das geplante Papier aufzunehmen.

Brief an EU-Forschungskommissar: Europäische Universitätsnetzwerke fördern

Die deutsche, französische und polnische Rektorenkonferenz haben sich an den EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas gewandt. In einem offenen Brief äußern HRK, CPU und KRASP ihre Zustimmung zur im EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 angekündigten Förderung von Horizont Europa und Erasmus+. Gleichzeitig mahnen die Konferenzen die Notwendigkeit einer stärkeren Verknüpfung beider Programme an. Insbesondere die Generaldirektion Forschung müsse sich stärker in die von Emmanuel Macron vorgeschlagenen Europäischen Universitätsnetzwerke einbringen, damit diese erfolgreich das Wissensdreieck aus Lehre, Forschung und Innovation fördern könnten. Mehr dazu

China-Kompetenz an deutschen Hochschulen

Was macht China-Kompetenz in der Wissenschaft aus und wie kann sie weiter ausgebaut werden? Auf Einladung von BMBF, KMK und AA diskutierten im Mai 2018 Vertreter aller Bildungsbereiche zu diesem Thema. Grundlage der Diskussion war eine Studie des Mercator-Instituts für China-Studien (MERICS), die den Status quo in schulischer, beruflicher und hochschulischer Bildung sowie in der Forschung darstellt. Insbesondere in Schulen und Hochschulen sahen die Teilnehmer einen erheblichen Investitionsbedarf. Zentral für einen differenzierten und realistischen Umgang mit China seien eine frühzeitige Sprachförderung im Chinesischen sowie zielgruppenspezifische und niedrigschwellige Angebote für einen Aufenthalt im Land selbst. Bereits seit 2005 engagiert sich die HRK in dieser Thematik; sie wird sich auch zukünftig im Interesse der Hochschulen in den Dialogprozess einbringen.

Trilaterales Treffen

Die Leitungen der Rektorenkonferenzen von Deutschland (HRK), Frankreich (CPU) und Polen (KRASP) werden in den kommenden Tagen in einem Offenen Brief an Forschungskommissar Carlos Moedas zum EU-Haushaltsentwurf Stellung nehmen. Das verabredeten sie bei einem Treffen in Warschau. Sie verständigten sich zudem auf gemeinsame Vorschläge zur besseren Unterstützung der Hochschulen bei der Gestaltung der europäischen Zukunft, deren Veröffentlichung ebenfalls noch vorbereitet wird. Weitere Themen des Treffens: Open Access und die laufenden Lizenzverhandlungen mit den marktführenden Wissenschaftsverlagen, die Bologna-Ministerkonferenz Ende Mai in Paris, eine europaweite Kartierung der „Kleinen Fächer“, das Europäische Jahr des Kulturerbes sowie Vor- und Nachteile eines Monitorings der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft.

Inhaftierter Wissenschaftler Djalali erkrankt: HRK-Präsident fordert Freilassung

HRK-Präsident Horst Hippler hat das Staatsoberhaupt des Iran erneut aufgefordert, den in Haft lebensbedrohlich erkrankten Wissenschaftler Ahmadreza Djalali unverzüglich freizulassen. „Unsere Besorgnis über sein Schicksal wächst von Tag zu Tag“, so Hippler. „Wir werden nicht nachlassen, uns für das Leben und die Freiheit von Dr. Djalali einzusetzen. Das tun wir nicht nur für ihn und seine Familie, sondern auch für die internationale Freiheit der Wissenschaft und im Sinne der wissenschaftlichen Zusammenarbeit gerade auch Deutschlands mit dem Iran.“ Die HRK unterstützt den dringenden Aufruf des internationalen Netzwerks Scholars at Risk, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu schicken. Mehr dazu

Deutsch-japanische Hochschulzusammenarbeit

Der Austausch zwischen Hochschulen und Gesellschaft, Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in Forschung und Lehre sowie die Frage nach wissenschaftsadäquaten Bewertungskriterien für die Leistungen der Hochschulen waren die zentralen Themen eines Treffens zwischen HRK und den japanischen Rektorenvereinigungen. Gemeinsam mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin veranstalteten sie in Tokio ein Fachsymposium, an dem rund 160 Hochschulvertreter aus beiden Ländern teilnahmen. Im Anschluss führte die deutsche Delegation unter Leitung des HRK-Präsidenten Horst Hippler ein hochschulpolitisches Gespräch mit der Japan Association of National Universities und lud diese zu einer Fortsetzung des Austausches für das Jahr 2020 nach Deutschland ein.

Akademische Freiheit: Scholars at Risk Global Congress an der FU Berlin

Krisen der Demokratie gehen einher mit Angriffen auf die akademische Freiheit. Unter dem Titel "The University and the Future of Democracy" diskutierte das Internationale Netzwerk Scholars at Risk Bedrohungen der akademischen Freiheit in zahlreichen Staaten. Im Rahmen des Global Congress, der erstmalig in Deutschland stattfand, wurden die Academics for Peace mit dem Courage to Think Award ausgezeichnet. Inzwischen sind gut 40 deutsche Hochschulen dem Netzwerk beigetreten. Die HRK hat mehrmals scharf gegen staatliche Repressionen gegenüber türkischen Wissenschaftlern protestiert.
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HRK-Protest gegen erneuten Angriff auf akademische Freiheit in Ungarn

„Die jüngste Veröffentlichung der Namen von Angehörigen der Central European University (CEU) in einer regierungsnahen ungarischen Zeitung zielt offensichtlich auf deren Einschüchterung. Ich betrachte dies als massiven Angriff auf die akademische Freiheit in einem EU-Mitgliedsstaat“, so HRK-Präsident Horst Hippler. „Ich unterstütze den erneuten Protest der europäischen Rektorenkonferenz EUA, deren Mitglied die HRK und viele deutsche Hochschulen sind.“ Bereits im Juni 2017 hatte sich der HRK-Präsident in einem gemeinsamen Brief mit den Mitausrichtern des Hamburg Transnational University Leaders Council an den ungarischen Premierminister Viktor Orbán gewandt und den Schutz der akademischen Freiheit angemahnt.

Internationale Kooperation im Bereich des Hochschulmanagement

Im Rahmen der von DAAD und HRK verantworteten DIES-Programmlinie (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) fand am 14./15. April 2018 in Ecuador das erste Treffen lateinamerikanischer Alumni des International Deans‘ Course statt. Dieser Trainingskurs schulte neu ernannte Dekane und Institutsleiter im internationalen Hochschulmanagement. In diesem Quartal startete ein neuer Durchlauf für Dekane aus Südostasien. Auch für deutsche Hochschulen besteht noch bis zum 29. Juni die Möglichkeit, neue Kooperationsprojekte im Hochschulmanagement mit Partnern in Entwicklungsländern zu initiieren. In diesem Jahr wird das Programm erstmalig mit einem Fokus auf Kooperationen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ausgeschrieben.

HRK-Präsident unterstützt den March for Science

Auch in diesem Jahr unterstützt der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, den March for Science. „Als Wissenschaftler und als Repräsentant der Hochschulen beteilige ich mich mit großer Überzeugung. Den Organisatorinnen und Organisatoren dieser wirklichen Basisbewegung gilt mein Respekt und mein Dank für ihr Engagement“, sagte Hippler. Mehr dazu

HRK-Befragung: Geflüchtete an Mitgliedshochschulen

Geflüchtete nehmen an deutschen Hochschulen zunehmend Angebote aus dem eigentlichen Studienbetrieb wahr. Fast 3.000 Neu-Immatrikulationen in Bachelor- und Masterprogramme bzw. für eine Promotion registrierten Hochschulen im Wintersemester 2017/2018. Das hat eine Befragung der HRK bei ihren Mitgliedshochschulen ergeben. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings noch höher liegen. „Die Entwicklungen sind folgerichtig“, so HRK-Präsident Horst Hippler. „Immer mehr Flüchtlinge sind nun in der Lage, wirklich ein Studium aufzunehmen.“ Mehr dazu

DIES-Projekt: Qualitätsmanagement in der Lehre für Hochschulen in Südostasien

32 Vertreter südostasiatischer Hochschulen haben einen mehrteiligen Kurs zum Qualitätsmanagement in der Lehre erfolgreich abgeschlossen. Während der gemeinsamen Abschlusskonferenz mit den Hochschulleitungen und Alumni früherer Trainingskurse in Bangkok wurden die in den Hochschulen umgesetzten Praxisprojekte präsentiert und die Faktoren für deren erfolgreichen Abschluss analysiert. Diese Analyse fließt in die Gestaltung weiterer Trainingskurse ein. Das Trainingsprogramm richtete sich an Hochschulmanager, die in ihren Einrichtungen für Qualitätssicherung verantwortlich sind und künftig als Multiplikatoren fungieren können. Das Projekt wurde von DAAD und HRK mit der Universität Potsdam im gemeinsamen DIES-Programm durchgeführt. Mehr dazu

Deutsch-Vietnamesische Hochschulzusammenarbeit

Über 140 Hochschulkooperationen bilden eine solide Grundlage für die deutsch-vietnamesische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung. Um das erhebliche Entwicklungspotenzial zu heben und die Kooperation nachhaltig abzusichern, muss ihr Mehrwert für beide Seiten klar benannt werden – beispielhaft im BMBF-geförderten Projekt KaWaTech Solutions zu sehen. HRK-Präsident Horst Hippler reiste im März 2018 nach Vietnam, um sich über den aktuellen Stand der Hochschulkooperation und insbesondere der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) zu informieren und über hochschulpolitische Entwicklungen in Deutschland zu berichten. Er betonte, dass nun entscheidende Weichen in der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu stellen seien. Gerade in den für Vietnam zentralen Bereichen Wasser, Energie, Verkehr und Stadtentwicklung könne die VGU zukünftig einen wichtigen Beitrag leisten.

Deutscher Wissenschaftstag im Iran

Unter Federführung des BMBF fand vergangene Woche der erste Deutsche Wissenschaftstag im Iran mit einer überwältigenden Teilnahme von 60 Wissenschaftlern aus Deutschland statt. Neben außeruniversitären Forschungseinrichtungen präsentierten 20 deutsche Hochschulen ihre Forschungsschwerpunkte in Matchmaking-Workshops und auf dem Markt der Möglichkeiten. Der Wissenschaftstag verdeutlichte das hohe Bildungs- und Forschungsniveau der iranischen Universitäten sowie das große Potenzial an Kooperation, machte aber auch logistische und organisatorische Schwierigkeiten offensichtlich. Im zweiten Teil des Wissenschaftstages lag der Schwerpunkt auf Hochschulmedizin und Gesundheits­wissenschaften. Die HRK unterstützt die Hochschulen beim Ausbau ihrer Zusammenarbeit. Derzeit sind fast 70 Hochschulvereinbarungen mit iranischen Hochschulen in der Datenbank Internationale Hochschulkooperationen gelistet, eine Verdoppelung in den letzten zwei Jahren.

HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Peer-to-Peer-Beratungen erfolgreich gestartet

Der Austausch zwischen beruflich gleichgestellten Vertretern deutscher Hochschulen zu konkreten Fragestellungen und Herausforderungen der Internationalisierung steht im Fokus des Formats Peer-to-Peer des Projekts HRK-EXPERTISE Internationalisierung. Ende Februar kamen zu den ersten beiden Veranstaltungen der Reihe jeweils etwa zwölf Teilnehmende zusammen. Sie tauschten untereinander individuelles Erfahrungswissen und Expertise aus, reflektierten gemeinsam ihre Arbeitsweisen und erarbeiteten passgenaue Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen mit Blick auf ihre alltäglichen Internationalisierungsaktivitäten. Die Teilnahme am Format steht Hochschulmitarbeitenden aller Funktionsbereiche offen, die sich an ihren Institutionen mit Themen der Internationalisierung beschäftigen. Ausschreibungen erfolgen halbjährig und werden auf der Projektwebsite veröffentlicht.

Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen: Erfahrungsaustausch

Vertreter deutscher Hochschulen, die eigene Repräsentanzen im Ausland haben, trafen sich am 22. Februar in der HRK zu einem Erfahrungsaustausch. Zentrale Themen waren  Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort, Sichtbarkeit und Steuerung in der eigenen Hochschule sowie Einbeziehung von Alumni. Großes Interesse bestand an den Regelungen für die rechtliche Verankerung der Repräsentanzen in den jeweiligen Ländern. In diesem Zusammenhang stellte der DAAD auch die neue Organisationsstruktur der fünf Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser vor. Eine aktuelle Übersicht der Auslandsrepräsentanzen ist in deutscher und englischer Sprache auf der Internetseite der HRK verfügbar. Die dort verzeichneten 44 Auslandsrepräsentanzen befinden sich in zehn Ländern und werden von 17 Hochschulen sowie drei Hochschulverbünden getragen.

MINT-Fächer: Internationalisierung der Curricula

Internationalisierte Lehrpläne sind keine Selbstverständlichkeit, insbesondere in den MINT-Disziplinen. Eine Konferenz an der Technischen Universität Berlin vergangene Woche zeigte nun die Notwendigkeit auf, interkulturelle Elemente und internationale Perspektiven auch in die Curricula der MINT-Fächer zu integrieren. Absolventen der MINT-Disziplinen bewegen sich in einer globalisierten Arbeitswelt, die internationale Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen als unabdingbar voraussetzt. Es wurde deutlich, dass die Internationalisierung der Curricula einen signifikanten Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre in den MINT-Disziplinen leisten kann. Die HRK zählte zu den Kooperationspartnern der Konferenz. Im Mai 2017 hatte die HRK-Mitgliederversammlung die Empfehlung „Zur Internationalisierung der Curricula“ verabschiedet.

Iran: HRK fordert Aufhebung der Todesstrafe gegen Wissenschaftler

In einem offenen Brief an das iranische Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei hat HRK-Präsident Horst Hippler erneut die sofortige Aufhebung der Todesstrafe sowie die bedingungslose Freilassung von Dr. Ahmadreza Djalali gefordert. Das oberste Gericht des Iran hatte zuvor einen Antrag abgewiesen, die gegen den seit fast zwei Jahren inhaftierten Wissenschaftler verhängte Todesstrafe zu überprüfen. „Zweifelsohne bieten die Wissenschaftsbeziehungen zum Iran großes Potenzial. Die Wahrung der akademischen Freiheiten und der Schutz der Menschenrechte sind jedoch Grundbedingungen der Kooperation,“ so Hippler. Die HRK unterstützt - ebenso wie die EUA - den Aufruf des internationalen Netzwerks Scholars at Risk, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu schicken. Mehr dazu

Deutsch-Russische Expertengruppe nimmt Arbeit auf

Die von der HRK und dem russischen Verband Führender Universitäten im Oktober 2017 in Ilmenau eingesetzte Expertengruppe aus Rektoren und Prorektoren traf sich am 5./6. Februar 2018 in Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung. Die Experten vereinbarten inhaltliche Eckpunkte und einen Arbeitsplan zur Erarbeitung von Empfehlungen für die Einrichtung gemeinsamer deutsch-russischer Master-Studiengänge und Promotionsverfahren. Die Arbeit der Arbeitsgruppe ist eingebettet in die "Deutsch-Russische Roadmap in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation", die von den Wissenschaftsministerien beider Länder gegenwärtig erarbeitet wird. Die Empfehlungen sollen zur Intensivierung der gegenwärtig rund 900 deutsch-russischen Hochschulkooperationen beitragen. Mehr dazu

HRK-Workshop Sprachenpolitik

Wie kann eine institutionelle Sprachenpolitik erarbeitet und implementiert werden und welche Herausforderungen sind damit für eine Hochschule verbunden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines von der HRK in Bonn organisierten Workshops am 24./25. Januar 2018, in dessen Rahmen sich u.a. Hochschulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter von International Offices und Sprachenzentren untereinander und mit Expertinnen und Experten aus weiteren europäischen Ländern zu strategischen und operationellen Fragestellungen austauschten. Dabei wurden u.a. die Ergebnisse der HRK-Umfrage und zur Sprachenpolitik der Hochschulen vorgestellt. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin, dass eine institutionelle Sprachenpolitik eine gleichzeitig komplexe und sensible Thematik darstellt, die alle Bereiche und Handlungsfelder der Hochschule betrifft. Mehr dazu