Aktuelle Meldungen

Gefährdeten Wissenschaftlern Zufluchtsorte geben

Anfang dieser Woche richtete die Alexander von Humboldt-Stiftung in Berlin das diesjährige Philipp Schwartz Forum aus. Die Veranstaltung bot Wissenschaftlern, die im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative gefördert werden, Beratungsangebote zur weiteren Karriereplanung. Zugleich wandte sich das Forum an die Mentoren der Wissenschaftler sowie an Hochschuladministratoren. In seinem Grundsatzreferat unterstrich Günter Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, die Selbstverpflichtung der deutschen Universitäten, gefährdeten Wissenschaftlern einen Zufluchtsort zu geben. Die Zahl der deutschen Mitglieder im internationalen Netzwerk „Scholars at Risk“ zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die deutsche Sektion zählt mittlerweile mehr als 40 Institutionen. Mehr dazu

Rahmenbedingungen für Europäische Hochschulnetzwerke müssen stimmen

Das 2019 gestartete EU-Programm „Europäische Hochschulnetzwerke“ birgt erhebliches Potenzial für die zukunftsorientierte Entwicklung der europäischen Hochschulsysteme. „Gleichzeitig sollte aber die Vielfalt anderer Kooperationsmodelle unbedingt erhalten bleiben“, forderte HRK-Präsident Peter-André Alt anlässlich einer von der HRK ausgerichteten Tagung in Bonn (siehe nachstehenden Kurzbericht). Dass der Initiative bereits jetzt drohe, mit Plänen, Erwartungen und Ansprüchen der beteiligten EU-Generaldirektionen Bildung und Forschung überfrachtet zu werden, könne sich als kontraproduktiv erweisen. Die HRK plädiert dafür, lieber wenige, aber angemessen ausgestattete Netzwerke zu schaffen. Auch könnten die Hochschulen ihren Beitrag für die Gesellschaft nur dann umfassend leisten, wenn sie die entsprechenden Gestaltungsspielräume erhielten. Mehr dazu

Das Europäische Wissensviereck: Auf dem Weg zu europäischen Hochschulen

„Wenn das Programm zur Schaffung Europäischer Hochschulnetzwerke ein Erfolg werden soll, müssen die beteiligten Hochschulen in ihrer Ganzheit als Bildungs-, Forschungs-, Innovations- und Kultureinrichtungen von der Europäischen Union gesehen und gefördert werden“, betonte HRK-Präsident Peter-André Alt vergangene Woche anlässlich einer von der HRK ausgerichteten Tagung im Bonner Wissenschaftszentrum. Im Mittelpunkt von zwei Podiumsdiskussionen und vier Workshops standen die Hochschulnetzwerke des aktuellen EU-Programms und andere Initiativen zur europäischen Hochschulkooperation. Die Rahmenbedingungen, Ansprüche und Herausforderungen der Vernetzung wurden ebenso diskutiert wie konkrete Mehrwerte und die Erfordernisse für langfristiges Engagement und Nachhaltigkeit. Neben der gegenwärtigen Erwartungshaltung sei es für den Erfolg dieser Kooperationen wichtig, dass die Institutionen frei und kreativ agieren können, um ihre jeweiligen Stärken zu entfalten. Mehr dazu

Aufruf: Praxisbeispiele für drei neue HRK-EXPERTISE-Manuals gesucht

Das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung veröffentlicht regelmäßig Manuals, die fachlich fokussiert und beispielhaft Prozesse zur Bearbeitung zentraler Internationalisierungsthemen an deutschen Hochschulen vorstellen. Aktuell sind die HRK-Mitgliedshochschulen aufgerufen, Praxisbeispiele für drei weitere HRK-EXPERTISE-Manuals zu melden, die aktuell erarbeitet werden. Gesucht werden Aktivitäten zu den folgenden Schwerpunktthemen: 1. „Personalentwicklung zur Internationalisierung der Verwaltung“, 2. „Reflexions- und Monitoringinstrumente zur Sicherung des Studienerfolgs internationaler Studierender“ sowie 3. „Career Services für internationale Studierende“. Vorschläge für Praxisbeispiele können bis zum 17. April 2020 eingereicht werden. Mehr dazu

Gespräch zur deutsch-russischen Hochschulzusammenarbeit

Am Montag trafen sich HRK-Präsident Peter-André Alt und der Vorsitzende der russischen Vereinigung führender Universitäten (ALU) Nikolaj Kropatschew in Sankt Petersburg. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit. HRK und ALU wollen negative Einflüsse aktueller politischer Entwicklungen, die der eigentliche Anlass für das Treffen waren, von der konkreten wissenschaftlichen Zusammenarbeit fernhalten und sich auf akademische Inhalte konzentrieren. In guter und einvernehmlicher Atmosphäre wurde die weitere Arbeit der gemeinsamen Expertengruppe besprochen, die an Empfehlungen für gemeinsame Master-Studiengänge und Promotionen arbeitet. (Kontakt in der HRK-Geschäftsstelle: Rudolf Smolarczyk).

Ausschreibung von Forschungsstipendien für gefährdete Wissenschaftler endet

Noch bis zum 29. Februar können interessierte Universitäten und Fachhochschulen sowie weitere Forschungseinrichtungen bei der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) Anträge zur Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler stellen. Mit den für die 7. Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative bereitgestellten Mitteln ermöglicht die AvH Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, gefährdete Forscher aus dem Ausland im Rahmen eines Forschungsstipendiums für zwei Jahre aufzunehmen. Dies soll den Betroffenen eine berufliche Neuorientierung in einem sicheren Kontext ermöglichen und sie bei der Entwicklung von Perspektiven für Ihre Zukunft unterstützen. Die Programmunterlagen und weitere Informationen sind auf der Website der Philipp Schwartz-Initiative zu finden. Mehr dazu

Vernetzungstreffen zur deutsch-kubanischen Hochschulzusammenarbeit

Der Austausch zu aktuellen Perspektiven in der deutsch-kubanischen Hochschulzusammenarbeit stand im Mittelpunkt einer Vernetzungsveranstaltung, die HRK, DAAD und das kubanische Hochschulministerium (MES) in dieser Woche gemeinsam in Havanna ausgerichtet haben. Mehr als 120 deutsche und kubanische Hochschulvertreter nahmen im Vorfeld des Kongresses „Universidad 2020“ daran teil. Ein besonderer Fokus lag auf den Potenzialen anwendungsorientierter Hochschulkooperationen und -projekte, der Internationalisierung der Lehrerbildung sowie dem Austausch zu Erfahrungen und Perspektiven der Zusammenarbeit im Rahmen multilateraler Projekte. Mehr dazu

Wie gelingt Internationalisierung? Zwei neue HRK-EXPERTISE-Manuals erschienen

Konkrete Praxistipps für die planvolle und nachhaltige Umsetzung, Verbesserung und Qualitätssicherung von Internationalisierungsprozessen an Hochschulen liefern zwei neue Manuals des HRK-Projekts EXPERTISE Internationalisierung. Eines ist der „Outgoing-Mobilität von Nachwuchswissenschaftler_innen“ gewidmet; das andere thematisiert „Regionale Kooperationen zur Unterstützung internationaler Wissenschaftler_innen.“ Die Handreichungen beschreiben fachlich fokussiert und beispielhaft unterschiedliche Vorgehensweisen und die Arbeitsprozesse an den deutschen Hochschulen, um konkrete Internationalisierungsziele zu erreichen. Alle Manuals stehen auf der Projektwebsite zum Download bereit. Mehr dazu

HRK fordert nach Brexit volle Assoziierung des Vereinigten Königreichs an Horizon Europe und Erasmus+

In einer gemeinsamen Stellungnahme zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union fordert die HRK mit europäischen und britischen Partnern, die Rahmenbedingungen der künftigen Zusammenarbeit zwischen der europäischen und der britischen Wissenschaft in der nun beginnenden Übergangsphase zügig zu klären. Der ‚Brexit‘ markiere eine Zäsur in der Geschichte der europäischen Einigung. „Gemeinsam mit unseren britischen Partnern wollen wir alles daransetzen, dass die Wissenschaftsbeziehungen von diesem tiefen und schmerzhaften Einschnitt möglichst unbeeinträchtigt bleiben“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. „Wir müssen erreichen, dass das Vereinigte Königreich zum Forschungsprogramm ‚Horizon Europe‘ wie auch zum Austauschprogramm ‚Erasmus+‘ voll assoziiert wird. Nur dieser Weg bietet uns die Chance, die engen und bewährten Beziehungen zu britischen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen zum Vorteil beider Länder auch nach dem 1. Januar 2021 fortzuführen“, erläuterte Alt. Mehr dazu

Trilaterales Treffen von CPU, KRASP und HRK in Paris

Die Präsidenten der Rektorenkonferenzen aus Frankreich (CPU), Polen (KRASP) und Deutschland (HRK) berieten kürzlich in Paris zu Fragen der Hochschulentwicklung in Europa. Im Mittelpunkt stand die künftige Gestaltung der European Research Area (ERA). Eine in der Sitzung abgestimmte gemeinsame Position dazu wird HRK-Präsident Alt in der kommenden Woche beim Council der European University Association (EUA) präsentieren. Die schnelle (Aus-)Gestaltung des EU-Programms „Europäische Hochschulen“ wurde begrüßt, zugleich aber die Notwendigkeit betont, die Besonderheiten des Programms und die Impulse, die damit für Europa und seine Hochschulen gegeben werden, eingehend und europaweit zu diskutieren. Im Zusammenhang mit geplanten Reformen der Arbeitsweise der EUA wurden darüber hinaus verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit zwischen europäischen Rektorenkonferenzen beraten. Auf Grundlage der beim Global University Leaders Council Hamburg 2019 verabschiedeten Deklaration „Rebuilding University–Society Relationship“ wurde ferner vereinbart, die Beziehung zwischen Hochschule und Gesellschaft künftig stärker in den Blick zu nehmen.

Netzwerktreffen: „Universities for Enlightenment“ treten für akademische Freiheit und Hochschulautonomie ein

Auf Einladung der österreichischen Rektorenkonferenz tagte in dieser Woche das Netzwerk „Universities for Enlightenment“ in Wien. Der Austausch unter den beteiligten zehn europäischen Rektorenkonferenzen zeigte, dass vielerorts das Vertrauen in die Hochschulen und die Wissenschaft unterminiert und in zunehmendem Maße ein faktenbasierter Dialog widerstreitender Positionen verweigert wird. Die anwesenden Vertreter aus Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Serbien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Tschechischen Republik und Deutschland waren sich darin einig, dass ein proaktives Vorgehen vonnöten sei, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Die Hochschulen müssten offensiv für die akademische Freiheit eintreten. Ebenso wichtig sei es, das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft zu stärken, indem die Integrität von Forschung und Lehre gewahrt bleibe und Forscher sich gesellschaftlich engagierten. Mehr dazu

Ausschreibung von Forschungsstipendien für gefährdete Wissenschaftler

Bis zum 29. Februar 2020 können interessierte Universitäten und Fachhochschulen sowie weitere Forschungseinrichtungen bei der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) Anträge zur Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler stellen. Mit den für die 7. Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative bereitgestellten Mitteln ermöglicht die AvH Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, gefährdete Forscher aus dem Ausland im Rahmen eines Forschungsstipendiums für zwei Jahre aufzunehmen. Dies soll den Betroffenen eine berufliche Neuorientierung in einem sicheren Kontext ermöglichen und sie bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven unterstützen. Die Programmunterlagen und weitere Informationen sind auf der Website der Philipp Schwartz-Initiative zu finden. Mehr dazu

EU-Finanzministertreffen: Europäische Zusammenarbeit muss mehr wert sein

Die EU-Kommission plant, die Erasmus+-Mittel auf über 45 Milliarden Euro zu verdreifachen und die Mittel für Forschung und Innovation auf 94,1 Milliarden Euro anzuheben. Europäische Regierungschefs hingegen wollen diese Investitionen zu Gunsten eines möglichst niedrigen EU-Haushalts kürzen. Im Vorfeld der Beratung der Finanzminister über den EU-Finanzrahmen rief HRK-Präsident Peter-André Alt die Bundesregierung zur Unterstützung der vorgesehenen Investitionen in Forschung und Bildung auf: „Angesichts der massiven Herausforderungen, vor denen Deutschland und Europa stehen, wäre es unverantwortlich, gerade bei diesen Zukunftsthemen zu sparen. Den deutschen Hochschulen würde dadurch im nächsten Finanzrahmen etwa eine halbe Milliarde Euro allein für Forschung und Innovation verloren gehen. Es ist mir unverständlich, warum die deutsche Regierung nicht entschiedener für eine sinnvolle Verteilung der europäischen Mittel eintritt.“ Mehr dazu

Erstes Qualitätssicherungsforum in Südostasien

Organisiert von den Alumni des TRAIN-IQA Projekts, das von DAAD und HRK gemeinsam mit der Universität Potsdam im Rahmen des DIES-Programms durchgeführt wurde, fand in Hanoi (Vietnam) das erste Südostasiatische Forum zu Qualitätssicherung im Hochschulbereich statt. Insgesamt 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich im Rahmen von Workshops und Vorträgen zu einer Fülle von Themen aus. Das Forum soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Außerdem wurde im Rahmen des Forums die „ASEAN Quality Assurance Association“ als Netzwerk der Qualitätsmanager an Hochschulen gegründet. Nach Abschluss des TRAIN-IQA Projekts ist vorgesehen, die Fortbildungen für Qualitätssicherung in Lehre und Studium im DIES-Programm als regelmäßige Trainingskurse durchzuführen. Näheres zum Forum unter: http://forum.asean-qa.org/

Deutsche und taiwanische Hochschulen vereinbaren verstärkte Zusammenarbeit

Im Zuge des demographischen Wandels stehen deutsche und taiwanische Hochschulen vor vergleichbaren Herausforderungen. Bei einem hochschulpolitischen Forum in Taipeh in dieser Woche diskutierten deutsche und taiwanische Hochschulleitungen über Kooperationsmöglichkeiten in Forschung, Lehre und Innovation. Insbesondere müsse es darum gehen, die Sichtbarkeit der Hochschulen im jeweiligen Partnerland zu erhöhen und die Zusammenarbeit noch stärker strukturell zu verankern, auch über multilaterale Kooperationen und gemeinsames Engagement in internationalen Forschungs- und Lehrverbünden. Mit Blick auf die Entwicklung des Hochschulsektors in beiden Ländern begrüßten die Teilnehmer des gemeinsam von HRK und der Foundation for International Cooperation in Higher Education of Taiwan (FICHET) ausgerichteten Forums, die etablierten wettbewerblichen Verfahren der Forschungsförderung, die eine institutionelle Profilbildung ermöglichten. Gleichzeitig jedoch stiegen die Erwartungen an die Hochschulen, rasch Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu produzieren. Gerade vor diesem Hintergrund sei es essentiell, der erkenntnisgeleiteten Forschung weiterhin ausreichend Zeit und Raum zu geben. Die interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern trage entscheidend dazu bei, akademische Freiheit und Hochschulautonomie zu wahren.

Ausschreibung I: Beratungsformate der HRK zur Internationalisierung

Ab sofort können die HRK-Mitgliedshochschulen wieder ihr Interesse für die Teilnahme an einem Beratungsformat von HRK-EXPERTISE Internationalisierung bekunden. Die Themenwerkstatt und die Prozesswerkstatt richten sich dabei an die gesamte Hochschule, der Runde Tisch ermöglicht die Einbeziehung hochschulexterner Partner. Für das Format Peer-to-Peer können Einzelpersonen aus den Hochschulen konkrete Fragestellungen aus ihrer jeweiligen internationalisierungsbezogenen Tätigkeit einreichen. Weitere Informationen sowie ein Formular zur Interessenbekundung unter www.hrk.de/expertise/projekt/teilnahme.

Studienvorbereitung internationaler Studierender

Eine intensive und erfolgreiche Studienvorbereitung trägt maßgeblich zur notwendigen Erhöhung des Studienerfolgs internationaler Studierender bei. Unter dieser Prämisse diskutierten Experten im zweiten HRK-Werkstattgespräch neue Formen der Studienvorbereitung einschließlich digitaler Lernformate, Vorbereitungsprogramme in den Herkunftsländern und Blended Learning-Konzepte. Besonders zielführend erscheinen die Konzepte, bei denen die Expertise der bestehenden Studienkollegs mit den fachlichen Erwartungen der Hochschulen personell und organisatorisch eng verbunden werden. Gelingen kann dies nur mit der deutlichen Unterstützung der Hochschulleitungen.

Internationalisierung der Lehre: HRK-EXPERTISE-Fachtagung

11.10.2019 „Die didaktischen Aspekte der Internationalisierung sind immer noch ein Entwicklungsfeld, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Nur so können Studierende und Absolvierende befähigt werden, von ihren internationalen Lehr- und Lernerfahrungen in Gänze zu profitieren,“ betonte Karen Lauridsen, Professorin emerita für Educational Development an der Universität Aarhus im Rahmen ihrer Keynote auf der Fachtagung des Projekts HRK-EXPERTISE Internationalisierung. Die Tagung ermöglichte Hochschulleitungen sowie Vertretern aus der Hochschullehre und aus zentralen Einrichtungen einen fach- und hochschulübergreifenden Erfahrungsaustausch über Herausforderungen und Lösungsansätze der Internationalisierung der Lehre. Workshops mit konkreten Praxisbeispielen sowie zahlreiche Thementische boten über eineinhalb Tage reichlich Möglichkeit, aktiv in die Diskussion einzusteigen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem sieben Hochschulen für ihre Teilnahme am HRK-Audit und HRK-Re-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“ mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Die Ergebnisse der Tagung sind ab nächster Woche auf der Projektwebsite abrufbar.

Myanmar: Auf dem Weg zu einem autonomeren Hochschulsektor

11.10.2019 „How to govern a university?” Diese Frage stand im Zentrum einer Konferenz zur Hochschulautonomie, die im Rahmen des gemeinsam von HRK und DAAD getragenen DIES-Programms in Rangun veranstaltet wurde. Mitveranstalter war das myanmarische Bildungsministerium. Es beabsichtigt, noch in diesem Jahr im Zuge eines Pilotverfahrens 18 myanmarischen Hochschulen einen teilautonomen Status zu verleihen. Vor diesem Hintergrund waren die Impulse, die auf deutscher Seite von der HRK und der Leibniz Universität Hannover gegeben wurden, von hoher Relevanz für die 90 anwesenden myanmarischen Hochschulleitungen. Auch das Modell Vietnams, das bereits vor einigen Jahren vergleichbare Schritte unternommen hat, war für die Teilnehmer von großem Interesse. Im Zuge der Modernisierung des myanmarischen Hochschulsektors wurde vor rund einem Jahr auch eine Rektorenkonferenz etabliert, die künftig als Akteur in die hochschulpolitische Diskussion einbezogen werden soll. Kooperationen mit myanmarischen Hochschulen im Bereich des Hochschulmanagements sind über das DIES-Programm möglich.

10 Jahre HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

04.10.2019 Die Hochschulrektorenkonferenz feiert dieses Jahr das zehnjährige Bestehen des HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“. Das Audit steht für eine unabhängige, bedarfsorientierte, ganzheitliche und vertrauliche Beratung zur weiteren Entwicklung der institutionellen Internationalisierung von Hochschulen. In zehn Jahren Projektlaufzeit haben insgesamt 98 Hochschulen erfolgreich am Audit, Audit kompakt oder an der Audit-Strategiewerkstatt teilgenommen. Dabei ist es dem Projekt gelungen, sowohl kleine und fachlich spezialisierte Hochschulen als auch große Forschungsuniversitäten in allen Regionen der Bundesrepublik – von Kiel bist Konstanz, von Saarbrücken bis Cottbus – in ihren jeweiligen strategischen Internationalisierungsprozessen gezielt zu unterstützen. Mittlerweile ist das Audit ein anerkanntes und etabliertes Unterstützungs- und Beratungsinstrument in der deutschen Hochschullandschaft. Mehr dazu

Austausch der Präsidien der österreichischen, Schweizer und deutschen Rektorenkonferenzen

04.10.2019 Ende vergangener Woche kamen die Präsidien der Rektorenkonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz im Rahmen ihrer regelmäßigen Konsultationen an der Universität Luzern zusammen. Die Teilnehmer konstatierten die spürbar gestiegenen Erwartungen an Hochschulen und Wissenschaft, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Zentral waren daher Fragen der Hochschulfinanzierung und der Strukturen der Weiterbildung bzw. des lebenslangen Lernens an Hochschulen. Der Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Beteiligung von Bürgern am Erkenntnisprozess wurden unter dem Punkt „Open Science und Open Access“ beraten. In einer Tour d’Horizon wurden weitere aktuelle Entwicklungen und Vorhaben in den drei Ländern besprochen. Im kommenden Jahr findet das Treffen in Wien statt.

Deutsch-peruanische Hochschulzusammenarbeit

30.08.2019 Auf gemeinsame Einladung des peruanischen Staatspräsidenten Martín Vizcarra und der peruanischen Rektorenkonferenz ANUPP hielt HRK-Präsident Peter-André Alt bei der Konferenz UNI Ejecutivo die Keynote. Er informierte über das deutsche Hochschulsystem und verdeutlichte insbesondere die zentrale Rolle, die die Hochschulen sowohl für die Wissenschaft als auch die Gesellschaft spielen. Anschließend diskutierten die Teilnehmer nationale Reformbestrebungen für die Zukunft der öffentlich finanzierten Universitäten in Peru und mögliche Entwicklungsperspektiven.

Wandel der politischen Kultur gefährdet Wissenschaftsfreiheit

30.08.2019 Populismus, Nationalismus und neue Formen aggressiver Zuspitzung: Die politische Kultur im Westen ist im Wandel begriffen. Welche Konsequenzen diese Radikalisierung für die Wissenschaft in Deutschland und den USA hat, stand im Mittelpunkt eines zweitägigen Round-Table-Gesprächs, das HRK und DFG in Kooperation mit dem Thomas Mann House in Los Angeles veranstalteten. „Hochschulen tragen eine besondere Verantwortung für die Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Wandel der politischen Kultur“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. „Sie müssen die aktuellen Prozesse wissenschaftlich analysieren, sich in gesellschaftliche Debatten einbringen und ihre eigene Funktion als Orte des offenen Austauschs kritisch reflektieren und weiterentwickeln.“ Mehr dazu

Rektorenkonferenzen appellieren an Ungarns Regierung

19.07.2019 Die Rektorenkonferenzen aus Deutschland, Österreich und Polen sind besorgt über das neue Gesetz, mit dem die Ungarische Akademie der Wissenschaften umstrukturiert werden soll. Die Maßnahmen ermöglichen direkte staatliche Kontrolle, streichen das operative Budget und bedrohen dadurch die institutionelle Autonomie und akademische Freiheit. Dieses Vorgehen verletzt international akzeptierte Prinzipien der akademischen Freiheit und der Selbstverwaltung wissenschaftlicher Einrichtungen. Es unterminiert die ungarische Grundlagenforschung und gefährdet Ungarns starke internationale Forschungspartnerschaften. Die Intervention der Regierung bedeutet einen klaren Bruch mit den Prinzipien eines demokratischen Europas, zu denen wesentlich auch die Freiheit der Wissenschaft gehört. Mehr dazu

Ungarn: Allianz wendet sich wegen Gesetzesinitiative an Premierminister Orbán

05.07.2019 Am 2. Juli verabschiedete das ungarische Parlament ein Gesetz zur Umstrukturierung der Akademie der Wissenschaften. Dadurch wurden ihre Institute in ein drittmittelfinanziertes und staatlich kontrolliertes Netzwerk überführt. In einem Schreiben an den ungarischen Premierminister Viktor Orbán äußerte die Allianz der Wissenschafts­organisationen zuvor ihre Kritik an der nun etablierten Steuerung der wissenschaftlichen Arbeit des Netzwerks durch die Regierung. Auch die Absicht, nur Forschung zu fördern, die im öffentlichen Interesse sei, gibt der Allianz Anlass zur Sorge: „Die fehlende finanzielle Planungssicherheit führt unweigerlich zur Gefährdung von langfristiger und nachhaltiger Forschung sowie zu prekären Wissenschaftskarrieren.“ Mehr dazu

Europäische Hochschulallianzen: Erfolg für Deutschland, Gewinn für Europa

28.06.2019 HRK-Präsident Peter-André Alt zur Bekanntgabe der EU-geförderten Europäischen Hochschulallianzen: „An 14 der Netzwerke sind deutsche Hochschulen beteiligt. Das zeigt, dass sie sich als Motoren der europäischen Idee verstehen und kreativ an der Entwicklung neuer Partnerschaftsformen mitarbeiten.“ Die HRK hat sich von Anfang an für die Idee der Europäischen Hochschulallianzen eingesetzt. „Dabei war uns besonders eine gemeinsame Strategie- und Profilbildung dieser Allianzen wichtig“, so Alt. Hochschulen, die in der ersten Runde nicht erfolgreich waren, können sich Ende des Jahres erneut bewerben. Die Europäische Kommission wird die Fördersumme für die zweite Runde auf 120 Millionen Euro deutlich erhöhen. „Die Aufstockung muss genutzt werden, die Netzwerke auf eine nachhaltigere Basis zu stellen“, so HRK-Präsident Alt. Mehr dazu

28.06.2019 Hochschulrankings gewinnen in einem globalen Bildungsmarkt an Bedeutung, denn gute Platzierungen steigern die Attraktivität für Wissenschaftler sowie Studierende. Gleichzeitig müssen Hochschulen sich kritisch mit den Rankingpraktiken der kommerziellen Anbieter auseinandersetzen. Dabei unterstützt das HRK-Serviceprojekt „Internationale Hochschulrankings“. Gezielte Beratung, Vernetzungs- und Kommunikationsmaßnahmen fördern eine strategische und verantwortungsvolle Herangehensweise an diesen Themenkomplex. Übergeordnetes Ziel ist die Verbesserung der internationalen Positionierung und Sichtbarkeit des deutschen Hochschulsystems. Aktuell führt das Projekt eine Umfrage an den Mitgliedsuniversitäten zum Umgang mit internationalen Hochschulrankings durch. Die Beantwortung ist bis einschließlich 12.7.2019 möglich.

HRK unterstützt Helsinki Initiative für Mehrsprachigkeit

21.06.2019 Die HRK hat die „Helsinki Initiative on Multilingualism“ unterzeichnet. Die Initiative tritt für Mehrsprachigkeit in der wissenschaftlichen Kommunikation ein und empfiehlt, sowohl bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen als auch im Hinblick auf Forschungsevaluation und -förderung Sprachenfragen zu berücksichtigen. Im Rahmen ihres sprachenpolitischen Engagements setzt sich die HRK seit Jahren für die Förderung von Mehrsprachigkeit in Hochschulen und Wissenschaft sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene ein, da Sprachenvielfalt sowohl zum Erhalt des Deutschen als Wissenschaftssprache beitragen als auch den qualifizierten Erwerb und Einsatz anderer Sprachen unterstützen könne.

Ausschreibung: Forschungsstipendien für gefährdete Wissenschaftler

21.06.2019 Noch bis 13. September können interessierte Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) Anträge zur Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler stellen. Mit den im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative bereitgestellten Mitteln ermöglicht die AvH Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, gefährdete Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland im Rahmen eines Forschungsstipendiums für zwei Jahre aufzunehmen, Ihnen in einem sicheren Kontext eine berufliche Neuorientierung zu ermöglichen und sie bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven zu unterstützen. Die Programmunterlagen und weitere Informationen sind auf der Website der Philipp Schwartz-Initiative zu finden.

Trainingsprogramm für Dekane an afrikanischen und südostasiatischen Hochschulen

21.06.2019 Bereits zum siebten Mal kommen Dekane aus Afrika für das Trainingsprogramm DIES International Deans‘ Course an der Hochschule Osnabrück zusammen. Insgesamt ist dies bereits der 13. Jahrgang der Weiterbildung, die gemeinsam von der Hochschule Osnabrück und dem CHE organisiert wird. Im Rahmen des von HRK und DAAD getragenen DIES-Programms zur Förderung des Hochschulmanagements in Entwicklungs- und Schwellenländern konzentriert sich die Fortbildung auf zentrale Aspekte des Hochschulmanagements. Vertreter der HRK erläuterten einführend die aktuelle hochschulpolitische Diskussion in Deutschland. Mehr dazu

Magna Charta Universitatum 2020

21.06.2019 Die Magna Charta Universitatum (MCU) enthält das Bekenntnis zu akademischer Freiheit und institutioneller Autonomie als Leitlinien für Selbstverständnis und Governance ihrer Signatare. Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Erklärung, die mittlerweile von knapp 900 Hochschulen in über 80 Ländern unterzeichnet wurde, hat das Council des Magna Charta Observatory einen aktualisierten Textentwurf vorgelegt. Bis zum 2. August 2019 besteht hier die Möglichkeit zur Kommentierung der MCU 2020.

Tagung: Internationale Hochschulleitungen diskutieren Hochschule und Gesellschaft

07.06.2019 Beim dritten Global University Leaders Council Hamburg diskutierten 45 Hochschulleitungen aus 23 Ländern über das Verhältnis von Hochschule und Gesellschaft. Dieses ist von zunehmenden, teils widersprüchlichen Erwartungen an Hochschulen geprägt, neben ihrem Kernauftrag von Forschung und Lehre zu gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. „Dabei müssen Hochschulen mit Blick auf ihre jeweiligen Profile und Möglichkeiten klar definieren und vermitteln, was sie zusätzlich zu ihrem Kernauftrag leisten können und wollen – und was nicht“, erklärte HRK-Präsident Peter-André Alt. Als ein Ergebnis ihres Austauschs verabschiedeten die Teilnehmer des von HRK, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg getragenen Councils Empfehlungen, wie Hochschulen ihre gesellschaftliche Verantwortung mit Leben füllen und dabei den Erfordernissen von Wissenschaftsfreiheit, politischen Zielvorstellungen und den Erwartungen gesellschaftlicher Partner Rechnung tragen können. Mehr dazu

Europäisch-chinesische Hochschulzusammenarbeit

31.05.2019 Eine intensive fachliche Zusammenarbeit mit China liegt im Interesse der deutschen Hochschulen, gleichzeitig erschweren rechtliche Vorgaben und politische Rahmensetzungen diesen Austausch zunehmend. Eigene Erwartungen formulieren, die China-Kompetenz weiter aufbauen und den Austausch auf allen Ebenen aktiv suchen – diese zentralen Handlungsempfehlungen hielten Hochschulvertreter in einem von HRK und Berlin University Alliance gemeinsam durchgeführten Workshop fest. Der eintägige Workshop befasste sich – aus den einzelnen fachlichen Perspektiven heraus sowie auch fachlich übergreifend – mit aktuellen Erfahrungen der deutschen Hochschulen in der Kooperation mit China. Unter anderem wurde diskutiert, welche strategische Herangehensweise im Hinblick auf eine Stärkung der europäisch-chinesischen Hochschulkooperation zukunftsweisend sein könnte.

Studienvorbereitung internationaler Studierender

24.05.2019 Vor dem Hintergrund der Studienvorbereitung von studieninteressierten Geflüchteten gehen Hochschulen neue Wege in der Vorbereitung aller internationaler Studierender. Im HRK-Werkstattgespräch tauschten sich etwa 60 Experten zu Erfolgen und Hindernissen in der Studienvorbereitung und der Verzahnung mit der Studieneingangsphase, der Verstetigung neuer Projekte und der Nutzung von digitalen Lernangeboten aus. Im Herbst wird das HRK-Werkstattgespräch fortgesetzt.

Sorge um Hochschulautonomie in Brasilien

10.05.2019 Auch in Brasilien gibt es nun Grund zur Besorgnis über die Zukunft der akademischen Freiheit. Staatspräsident Bolsonaro twittert, die Regierung wolle die Hochschulfinanzierung kürzen und für Philosophie und Soziologie ganz einstellen. Die französische Rektorenkonferenz CPU hat sich mit den brasilianischen Hochschulen solidarisch erklärt. HRK-Präsident Peter-André Alt schließt sich an: „Eine demokratische Gesellschaftsordnung braucht leistungsfähige, unabhängige Hochschulen.“

Geflüchtete an Hochschulen: 7. HRK-Befragung zeigt Aufwärtstrend

22.03.2019 Die Zahl der neu immatrikulierten Geflüchteten an deutschen Hochschulen entwickelt sich weiter positiv: Seit dem vergangenen Wintersemester ist sie von 3.000 auf fast 3.800 gestiegen. Seit Beginn der Befragung 2015 haben sich somit insgesamt 10.087 Geflüchtete neu immatrikuliert. Den Studienanfängern gelingt zunehmend der Schritt aus der Orientierungs- und Vorbereitungsphase in den fachlichen Studienbetrieb: Die Hochschulen verzeichnen Neueinschreibungen für hauptsächlich Bachelor-, aber auch Masterstudiengänge und für Promotionen. Mehr dazu