Internationales

Internationalisierung von Lehre und Forschung

Europäische Hochschulpolitik | Europäische Forschungspolitik | Internationalisierung der Lehrerbildung
| Grenzüberschreitende Zusammenarbeit


Meldungen

 

Allianz der Wissenschaftsorganisationen kritisiert Einreiseverbot der US-Regierung

Gemeinsam mit acht anderen deutschen Wissenschaftsorganisationen hat die HRK das Dekret der US-Regierung kritisiert, das Staatsangehörigen aus Irak, Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien die Einreise in die USA verbietet. Das Einreiseverbot sei eine pauschale Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft und damit ein Angriff auch auf die Grundwerte der Wissenschaft. Es werde den für die wissenschaftliche Zusammenarbeit so wesentlichen internationalen Austausch empfindlich beeinträchtigen. Mehr dazu

Internationalisierung: Bundesregierung verabschiedet Strategie

Vergangene Woche verabschiedete das Kabinett die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung. Die unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitete Strategie definiert fünf handlungsleitende Ziele: Die Exzellenz durch weltweite Kooperation stärken, Deutschlands Innovationskraft international entfalten, Bildung und Qualifizierung internationaler ausbauen, die globale Wissensgesellschaft gemeinsam mit Schwellen- und Entwicklungsländern gestalten, gemeinsam globale Herausforderungen bewältigen. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auf die nachhaltige Wirkung des HRK-Audit und Re-Audit "Internationalisierung der Hochschulen" sowie des gemeinsam von DAAD, AvH und HRK betriebenen Profildatenprojekts verwiesen. Mehr dazu

EU-Strategietag der HRK in Brüssel

"Wie lassen sich die Politikfelder Forschung, Bildung und Innovation auf europäischer Ebene besser miteinander verknüpfen?" war die zentrale Frage des EU-Strategietags für Hochschulleitungen in Brüssel, die an Politiker aus der EU-Kommission und Abgeordnete aus dem Europäischen Parlament und dem Bundestag gestellt und mit Hochschulvertretern aus Deutschland und der EU diskutiert wurde. HRK-Präsident Horst Hippler präsentierte die HRK-Initiative zur Schaffung einer Europäischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft. Ein zusammenfassender Vermerk der Tagungsergebnisse wird von der HRK-Geschäftsstelle in den kommenden zwei Wochen erstellt und kann dort angefordert werden.

30 Jahre Erasmus

In einer DAAD-Publikation anlässlich des Erasmus-Jubiläums, die in den nächsten Tagen erscheinen soll, fordert HRK-Vizepräsident Holger Burckhart eine Aufstockung der europäischen Bildungsprogramme. Mit Hinweis auf die gegenwärtige Sinnkrise der EU wendet er sich gegen die Verengung der bildungspolitischen Ziele in Europa auf „Skills“ und fordert, Persönlichkeitsbildung, kritisches Denkvermögen, Bürgersinn und Toleranz stärker in den Blick zu nehmen. Koordinierung von Hochschulaktivitäten mit dem gesellschaftlichen Umfeld, gezielte Förderung von Geistes- und Sozialwissenschaften und Stärkung der internationalen Dimension über die EU hinaus sind einige der von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen.

HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

Die HRK bietet auch 2017 die etablierten Beratungsformate Audit und Audit kompakt auf Selbstkostenbasis an. Am 16. Januar ist der neue Audit-Zyklus gestartet. In diesem Jahr durchläuft die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn das Audit; die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, die Technische Hochschule Ingolstadt und die Fachhochschule Bielefeld nehmen am Audit kompakt, dem speziellen Beratungsangebot für kleinere oder spezialisierte Hochschulen, teil. Mehr dazu

Deutsch-Taiwanisches Hochschulpolitisches Forum

Die deutsch-taiwanische Hochschulkooperation fußt mit über 200 Hochschulkooperationen auf solider Grundlage, gleichwohl muss ihr Potenzial zukünftig noch umfassender gehoben werden. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Deutsch-Taiwanischen Hochschulpolitischen Forums in Berlin. Gerade in den Ingenieur­wissenschaften, aber auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften sind Formate strukturierter Zusammenarbeit in Studium, Promotion und Forschung bislang wenig entwickelt. Auf Einladung der HRK und der taiwanischen FICHET tauschten sich rund 50 Hochschulvertreterinnen und -vertreter zu Fragen der Hochschulentwicklung, der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft und der Internationalisierung aus. Der Verbund TU9 unterzeichnete am Rande des Treffens ein Memorandum of Understanding mit dem Taiwan Comprehensive University System, einem Verbund von vier technisch ausgerichteten Universitäten in Taiwan.

Grenznahe Zusammenarbeit

Beim HRK-Koordinierungsgespräch "Grenznahe Zusammenarbeit" tauschten sich am 22. November 2016 Hochschulvertreterinnen und -vertreter deutscher Hochschulen aus Grenzregionen aus. Vorgestellt wurden Eucor und der European Campus, der Weg zu gemeinsamen Berufungen an der Universität der Großregion sowie Erfahrungen aus bi- und trinationalen Studiengängen. Weitere Themen waren: Wissens- und Netzwerkmanagement, Qualitätsmanagement und Anreize für grenzüberschreitende Lehre und grenzüberschreitende Forschung. Mehr dazu

Flüchtlinge an der Hochschule – eine praxisorientierte Handreichung

Die HRK hat gemeinsam mit BAMF, KMK, DAAD und DSW eine Handreichung zum Thema „Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hochschulen und Studentenwerken veröffentlicht. Die Broschüre gibt Informationen zu asyl- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen, denen studieninteressierte Flüchtlinge unterliegen. Außerdem werden praxisnah nacheinander die Stationen beleuchtet, die Geflüchtete bei ihrer Integration ins Hochschulstudium durchlaufen, angefangen bei der ersten Studienberatung bis hin zum Studium selbst. Dabei werden alle wesentlichen hochschul-, arbeits- sowie sozialrechtlichen Fragen geklärt und auf weiterführende Informationen hingewiesen. Mehr dazu

Internationalisierung der Curricula

Die Internationalisierung der Curricula war der Gegenstand einer von der Universität Göttingen gemeinsam mit DAAD und HRK organisierten Konferenz in Göttingen. Im Mittelpunkt der internationalen Tagung stand die Frage, wie eine internationale Dimension in den Curricula dazubeitragen kann, allen Studierenden eine internationale Studienerfahrung zu ermöglichen. Bisherige Maßnahmen zur Internationalisierung der Hochschulen beschränken sich noch zu oft nur auf die Studierenden, die international mobil sind. Mehr dazu

Hochschulzusammenarbeit mit Kuba

Vor dem Hintergrund der politischen Wiederannäherung zwischen Deutschland und Kuba fand das von der HRK in Bonn organisierte Koordinierungsgespräch zur bilateralen Hochschulzusammenarbeit statt. Es ging um Erfahrungsaustausch und Vernetzung der in der deutsch-kubanischen Zusammenarbeit aktiven deutschen Hochschulen. Das Koordinierungsgespräch sollte außerdem im Hinblick auf die zwischen den Ministerien geführten Gespräche und Verhandlungen auf die besonderen Anliegen der Hochschulen in der bilateralen Kooperation aufmerksam machen. So zeigte sich, dass trotz vieler interessanter Kooperationsprojekte und positiver Erfahrungen nach wie vor schwierige Rahmenbedingungen und nicht zuletzt hohe bürokratische Hürden auf kubanischer Seite die Zusammenarbeit erschweren. Dokumentation zum Koordinierungsgespräch ab kommender Woche auf hrk.de.

Globales Engagement für gefährdete Wissenschaftler

Zwanzig deutsche Mitgliedshochschulen des globalen Netzwerks Scholars at Risk (SAR) gründeten am 20. September in Bonn die Sektion Deutschland (mehr). Weitere Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen werden noch in diesem Jahr SAR beitreten und damit die Sektion Deutschland stärken, die organisatorisch von der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) betreut wird. Die HRK wirkt in der Steuerungsgruppe mit. Das SAR Netzwerk unterstützt gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ihre Forschungstätigkeit außerhalb des Heimatlandes fortzusetzen. Die AvH und das Auswärtige Amt haben im Dezember 2015 die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen, die sich denselben Zielsetzungen wie SAR verpflichtet sieht.

Staatliche Repressionen gegen Hochschulangehörige in der Türkei

Der HRK-Präsident hat sich auf das Schärfste gegen die Entwicklung an den türkischen Hochschulen gewandt (mehr). Die Maßnahmen der türkischen Regierung zielten offenbar auf systematische Einschüchterung und die Vernichtung des freien Geistes. Seine Äußerungen stehen in Übereinstimmung mit einem Aufruf der Europäischen Rektorenkonferenz EUA zum Thema. Auch Scholars at Risk hat mit Besorgnis auf die Situation hingewiesen.

Europäische Rektorenkonferenzen zum Brexit

Für eine unverminderte Zusammenarbeit mit den britischen Hochschulen hat sich HRK-Präsident Horst Hippler zusammen mit den Präsidenten von 23 weiteren Rektorenkonferenzen in einer gemeinsamen Erklärung ausgesprochen. „Wir werden zusammen darauf hinwirken, dass die langjährigen Forschungs- und Austauschbeziehungen zwischen den Hochschulen Europas zum Nutzen der Menschen auf dem gesamten europäischen Kontinent erhalten bleiben“, heißt es darin. Mehr dazu

Japan und Deutschland: Grundsätze für ein erfolgreiches Wirken der Hochschulen in der Gesellschaft

„Bildung, Forschung und Innovation – Die Hochschulen zwischen akademischen Grundwerten und gesellschaftlichen Erwartungen” war das Thema des Symposiums von HRK, Japanisch-Deutschem Zentrum Berlin (JDZB) und Japan Committee of Universities for International Exchange (JACUIE) am 28. und 29. Juni 2016. Der immer lauter werdende Ruf nach unmittelbarer Verwertbarkeit birgt die Gefahr, die langfristigen Ziele von Forschung, Studium und Lehre aus dem Blick zu verlieren. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vierten gemeinsamen Konferenz in Berlin. 160 Expertinnen und Experten aus Japan und Deutschland – darunter 60 Hochschulleiterinnen und -leiter – diskutierten, wie Innovation und gesellschaftlicher Nutzen im Kontext der unterschiedlichen akademischen Fächer zu verstehen seien und wie die Hochschulen in Japan und Deutschland auf gesellschaftliche Erwartungen reagieren könnten, ohne ihren eigentlichen Bildungsauftrag aufzugeben. Mehr dazu

Deutsch-russische Hochschulkooperation stärken

Gemeinsame Studiengänge und Promotionsverfahren standen im Fokus des Treffens der HRK mit dem Verband Führender Universitäten (ALU) in Russland am 21. Juni 2016 in Kaliningrad. Von ALU zusammengestellte Beispiele guter Kooperationspraxis ergaben ein insgesamt positives Bild der Beziehungen. Eine Erhebung der HRK bestätigte das, identifizierte aber auch strukturelle Unterschiede im Studium und bei der Promotion, die sich negativ auf die Anerkennung von in Deutschland erbrachten Studienleistungen, deutschen Studienabschlüssen und Promotionen auswirken. HRK und ALU wollen eine flexiblere Handhabung bestehender Verfahren prüfen (Für weitere Informationen schreiben Sie bitte eine Mail an Herrn Smolarczyk aus der Geschäftsstelle der HRK).

Studie: Internationale Wissenschaftler fühlen sich wohl in Deutschland

Die deutschen Hochschulen punkten bei internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit attraktiven Forschungsbedingungen, einer guten Arbeitsatmosphäre und Gleichberechtigung. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die GATE-Germany, Konsortium für internationales Hochschulmarketing des DAAD und der HRK, veröffentlicht hat. Für die durch das BMBF finanzierte Untersuchung wurden promovierte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Entscheidungsmotiven, ihrer beruflichen und sozialen Integration und ihren Karriereabsichten befragt. Mehr dazu