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CPU und HRK: EU als europäische Wissensgesellschaft gestalten

Im Rahmen der Grundsatzdiskussion über ein künftiges Leitbild für die Europäische Union nach dem Brexit fordern die Präsidenten der Französischen Rektorenkonferenz CPU und die HRK, die EU als "europäische Wissensgesellschaft" zu gestalten. In einem gemeinsamen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung warnen sie, dass Bildung, Forschung und Innovation bei der Mittelvergabe der EU unter die Räder zu kommen drohen, wenn ihnen keine stärkeren Rollen zugewiesen würden. CPU und HRK schlagen darüber hinaus eine „Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft“ als europäisches Zukunftsprojekt vor. Bei einer solchen integrierten Strategie für Bildung, Forschung und Innovation könne die EU-Kommission als Moderator fungieren. In Deutschland seien Bund, Länder und Hochschulen gefragt. Mehr dazu

March for Science: HRK unterstützt Initiative für Forschung und Wissenschaft

Die Hochschulrektorenkonferenz unterstützt den „march for science Germany“. Die Initiatoren der am 22. April weltweit stattfindenden „Märsche für die Wissenschaft“ rufen dazu auf, für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu demonstrieren. In Deutschland sind Aktionen in bislang fünfzehn deutschen Städten geplant. Auslöser der Initiative waren die Proteste in den USA gegen die Einreiseverbote von Menschen aus einigen muslimischen Ländern und gegen die Wissenschaftsfeindlichkeit der neuen US-Regierung. Allerdings tritt die Initiative auch allgemein für „die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung“ und für wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses und gegen eine allgemein zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit ein. Mehr dazu

Stärkung der deutsch-australischen Hochschulkooperation

Die Frage der nachhaltigen Hochschulfinanzierung unter hochschulpolitischen Rahmenbedingungen, die auf die direkte Verwertbarkeit von Forschung und Lehre zielen, stand im Mittelpunkt des Austausches mit australischen Partnern in Sydney, Canberra und Melbourne. HRK-Präsident Horst Hippler warb in den Gesprächen für eine ganzheitliche Ausgestaltung der Hochschulbildung und die Förderung exzellenter Grundlagenforschung, auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Auch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen waren Thema der Jahreskonferenz der HRK-Partnerorganisation Universities Australia. Zur Stärkung gemeinsamer Anliegen vereinbarten HRK und Universities Australia, sich zukünftig noch intensiver strategisch abzustimmen, sowohl bilateral als auch gemeinsam mit kanadischen Partnern.

FAIR-Projekt: Internationaler Austausch zu Anerkennungsverfahren hilfreich

Wie kann die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen für Zugang und Zulassung zum Studium verbessert werden? Diese Frage stand im Zentrum des europäischen Projekts „Focus on Automatic Institutional Recognition“ (FAIR). Die Idee: Die Anerkennungsverfahren sollen durch Elemente automatischer Anerkennung beschleunigt und leichter handhabbar gemacht werden. Wie das gelingen kann, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter deutscher Hochschulen bei der Auswertungsveranstaltung der beteiligten deutschen Projektpartner in Berlin. So solle etwa sichergestellt werden, Studierende kontinuierlich und transparent über den Verlauf ihres Antrags zu informieren. Kritisch zeigten sich deutsche Projektbeteiligte in Bezug auf die Übertragbarkeit internationaler Erfahrungen. Aufgrund der Unterschiede sei dies nur bedingt gegeben. Dennoch habe der internationale Blick über die Schulter geholfen, aufmerksamer dafür zu werden, an welchen Stellen bestehende Verfahren verbessert werden können.

US-Einreiseverbot: EUA und HRK protestieren gegen Diskriminierung

„Auch das neue Einreisedekret des US-Präsidenten zielt auf die Diskriminierung einer großen Zahl von Menschen aufgrund ihrer Herkunft“, so HRK-Präsident Horst Hippler nach dem Bekanntwerden des neu gefassten Einreiseverbots. „Darunter sind viele Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das bedeutet nicht nur erhebliche Einschränkungen für die konkret Betroffenen, sondern es schürt auch eine generelle Atmosphäre des Misstrauens gegenüber dem Fremden. Diese gefährdet den offenen Geist, der für die Hochschulen lebenswichtig ist. Ich unterstütze daher den erneuten Protest der europäischen Rektorenkonferenz (EUA), deren Mitglieder die HRK und viele deutsche Hochschulen sind.“

Studie: Hochschulen wachsen weltweit und ohne langfristige Strategien

Rund um den Globus verändern sich die Bildungssysteme rasant: Bestehende Einrichtungen expandieren, in einer Vielzahl von Ländern nehmen Neugründungen stark zu. Dieser Boom hat weltweit zu heterogenen nationalen Bildungssystemen geführt, denen es oftmals an langfristigen Strategien und einem stimmigen Aufbau mangelt. Dies ist eines der Ergebnisse einer von der Körber-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Die Untersuchung bereitet das zweite "Hamburg Transnational University Leaders Council" vom 7. bis 9. Juni in Hamburg vor. Bei der von der Universität Hamburg, der Körber Stiftung und der HRK organisierten Tagung diskutieren Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus der ganzen Welt über die Differenzierung der Hochschulsysteme. Mehr dazu

Aktion "Weltoffene Hochschulen"

Vor dem Hintergrund besorgniserregender internationaler Entwicklungen, allen voran in der Türkei und den USA, hat HRK-Präsident Horst Hippler die Mitgliedshochschulen aufgerufen, die Aktion "Weltoffene Hochschulen - Gegen Fremdenfeindlichkeit" weiter zu unterstützen. Bei deren Start 2015 begannen sich auch in einigen deutschen Hochschulstädten fremdenfeindlich motivierte Vorkommnisse zu häufen. In der Türkei und den USA wurden zuletzt kritische Wissenschaftler massiv eingeschüchtert oder mit diskriminierenden Einreisebeschränkungen behindert. Die HRK hat sich wiederholt zu diesen Vorgängen kritisch geäußert. Mit dem Einsatz des Aktions-Logos und der zugehörigen Erklärung signalisieren die teilnehmenden Hochschulen ihr Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus sowie für Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit. Mehr dazu

Internationalisierung: Bundesregierung verabschiedet Strategie

Vergangene Woche verabschiedete das Kabinett die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung. Die unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitete Strategie definiert fünf handlungsleitende Ziele: Die Exzellenz durch weltweite Kooperation stärken, Deutschlands Innovationskraft international entfalten, Bildung und Qualifizierung internationaler ausbauen, die globale Wissensgesellschaft gemeinsam mit Schwellen- und Entwicklungsländern gestalten, gemeinsam globale Herausforderungen bewältigen. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auf die nachhaltige Wirkung des HRK-Audit und Re-Audit "Internationalisierung der Hochschulen" sowie des gemeinsam von DAAD, AvH und HRK betriebenen Profildatenprojekts verwiesen. Mehr dazu

EU-Strategietag der HRK in Brüssel

"Wie lassen sich die Politikfelder Forschung, Bildung und Innovation auf europäischer Ebene besser miteinander verknüpfen?" war die zentrale Frage des EU-Strategietags für Hochschulleitungen in Brüssel, die an Politiker aus der EU-Kommission und Abgeordnete aus dem Europäischen Parlament und dem Bundestag gestellt und mit Hochschulvertretern aus Deutschland und der EU diskutiert wurde. HRK-Präsident Horst Hippler präsentierte die HRK-Initiative zur Schaffung einer Europäischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft. Ein zusammenfassender Vermerk der Tagungsergebnisse wird von der HRK-Geschäftsstelle in den kommenden zwei Wochen erstellt und kann dort angefordert werden.

30 Jahre Erasmus

In einer DAAD-Publikation anlässlich des Erasmus-Jubiläums, die in den nächsten Tagen erscheinen soll, fordert HRK-Vizepräsident Holger Burckhart eine Aufstockung der europäischen Bildungsprogramme. Mit Hinweis auf die gegenwärtige Sinnkrise der EU wendet er sich gegen die Verengung der bildungspolitischen Ziele in Europa auf „Skills“ und fordert, Persönlichkeitsbildung, kritisches Denkvermögen, Bürgersinn und Toleranz stärker in den Blick zu nehmen. Koordinierung von Hochschulaktivitäten mit dem gesellschaftlichen Umfeld, gezielte Förderung von Geistes- und Sozialwissenschaften und Stärkung der internationalen Dimension über die EU hinaus sind einige der von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen.

HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

Die HRK bietet auch 2017 die etablierten Beratungsformate Audit und Audit kompakt auf Selbstkostenbasis an. Am 16. Januar ist der neue Audit-Zyklus gestartet. In diesem Jahr durchläuft die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn das Audit; die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, die Technische Hochschule Ingolstadt und die Fachhochschule Bielefeld nehmen am Audit kompakt, dem speziellen Beratungsangebot für kleinere oder spezialisierte Hochschulen, teil. Mehr dazu

Flüchtlinge an der Hochschule – eine praxisorientierte Handreichung

Die HRK hat gemeinsam mit BAMF, KMK, DAAD und DSW eine Handreichung zum Thema „Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hochschulen und Studentenwerken veröffentlicht. Die Broschüre gibt Informationen zu asyl- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen, denen studieninteressierte Flüchtlinge unterliegen. Außerdem werden praxisnah nacheinander die Stationen beleuchtet, die Geflüchtete bei ihrer Integration ins Hochschulstudium durchlaufen, angefangen bei der ersten Studienberatung bis hin zum Studium selbst. Dabei werden alle wesentlichen hochschul-, arbeits- sowie sozialrechtlichen Fragen geklärt und auf weiterführende Informationen hingewiesen. Mehr dazu

Globales Engagement für gefährdete Wissenschaftler

Zwanzig deutsche Mitgliedshochschulen des globalen Netzwerks Scholars at Risk (SAR) gründeten am 20. September in Bonn die Sektion Deutschland (mehr). Weitere Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen werden noch in diesem Jahr SAR beitreten und damit die Sektion Deutschland stärken, die organisatorisch von der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) betreut wird. Die HRK wirkt in der Steuerungsgruppe mit. Das SAR Netzwerk unterstützt gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ihre Forschungstätigkeit außerhalb des Heimatlandes fortzusetzen. Die AvH und das Auswärtige Amt haben im Dezember 2015 die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen, die sich denselben Zielsetzungen wie SAR verpflichtet sieht.

Staatliche Repressionen gegen Hochschulangehörige in der Türkei

Der HRK-Präsident hat sich auf das Schärfste gegen die Entwicklung an den türkischen Hochschulen gewandt (mehr). Die Maßnahmen der türkischen Regierung zielten offenbar auf systematische Einschüchterung und die Vernichtung des freien Geistes. Seine Äußerungen stehen in Übereinstimmung mit einem Aufruf der Europäischen Rektorenkonferenz EUA zum Thema. Auch Scholars at Risk hat mit Besorgnis auf die Situation hingewiesen.