Aktuelle Meldungen

Türkei: HRK unterstützt Kritik an Einschränkungen der Hochschulautonomie

22.01.2021 In der Türkei ruft die Praxis der Ernennung von Universitätsrektoren durch Staatspräsident Erdogan immer wieder breite Kritik hervor. Zuletzt löste die Einsetzung eines neuen Rektors an der Bogaziçi-Universität in Istanbul einen breiten Protest aus. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme kritisiert die EUA politisch motivierte Ernennungen von Universitätsrektoren als „klaren Verstoß gegen das Prinzip der institutionellen Autonomie“. HRK-Präsident Peter-André Alt unterstützte die EUA-Stellungnahme und unterstrich das Recht von Hochschulen, ihre Leitung in einem demokratischen Prozess selbst zu bestimmen. „Unsere Solidarität gilt den Studierenden und Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in der Türkei, die sich seit 2016 staatlichen Repressionen ausgesetzt sehen“, so Alt. Die HRK setzt sich seit Januar 2016 für den Schutz der akademischen Freiheiten in der Türkei ein (mehr). 


Brexit: Hochschulzusammenarbeit auch unter erschwerten Rahmenbedingungen sichern

22.01.2021 HRK-Präsident Peter-André Alt bewertet den mit dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 vollzogenen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union in einer Stellungnahme als Zäsur in der Zusammenarbeit zwischen deutschen und britischen Hochschulen. Insbesondere die Entscheidung der britischen Regierung, künftig nicht länger am europäischen Mobilitätsprogramm Erasmus+ teilzunehmen, sei ein herber Rückschlag, betonte Alt. In den Verhandlungen über eine britische Beteiligung am Forschungsförderprogramm Horizon Europe werde es nun darauf ankommen, die europäisch-britische Zusammenarbeit in der Forschung auf eine tragfähige und zukunftsorientierte Grundlage zu stellen. "Trotz der schwierigen Umstände werden die britischen Universitäten auch weiterhin zu den wichtigsten Partnern der deutschen Wissenschaft zählen“, unterstrich Alt. (mehr


HSI-Monitor: Gesamtbericht zur Hochschulinternationalität 2019/2020

22.01.2021 Um die Datengrundlage zur hochschulischen Internationalisierung zu verbessern, stellt die HRK ihren Mitgliedshochschulen gemeinsam mit dem DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung seit zehn Jahren Profildaten zur Hochschulinternationalität zur Verfügung. In einem gemeinschaftlichen BMBF-geförderten Projekt, für das die DFG als vierte Projektpartnerin gewonnen werden konnte, wurde das Portal „HSI-Monitor – Profildaten zur Hochschulinternationalität“ im Mai 2020 offiziell gelauncht. Die Online-Plattform ermöglicht die flexible Nutzung und Auswertung eines umfassenden Datensatzes. Auf dieser Grundlage wurde auch der bisherige jährliche Profildatenbericht digitalisiert, der einen Gesamtblick auf den Internationalisierungsstand der deutschen Hochschulen ermöglicht und somit den Hochschulen wie auch politischen Entscheidungsträgern und der allgemeinen Öffentlichkeit aktuelle statistische Kennzahlen zur Verfügung stellt (mehr).


Afrika: Stärkung der Wissenschaftszusammenarbeit

22.01.2021 Aktuelle Verhandlungen zwischen EU und Afrikanischer Union (AU) rücken die Wissenschaftszusammenarbeit in den Fokus. Dies wollen europäische und afrikanische Universitäten nutzen, um die Wissenschaftskooperation auf eine neue Ebene zu heben. Die HRK bot mit dem Online-Seminar „Enhancing Research Excellence at African Universities through European-African Cooperation“ eine Plattform für Diskussion und Austausch, die sich zunächst an die europäischen Rektorenkonferenzen richtete (mehr). 


Ausschreibung der Philipp Schwartz-Initiative: Förderung gefährdeter Forscher

18.12.2020 Die können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftliche Institutionen in Deutschland können im Rahmen der 9. Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative bei der Alexander von Humboldt-Stiftung Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragen. Nominiert werden können Forscherinnen und Forscher aus allen Ländern außerhalb der EU, die nachweisbar erheblicher und akuter Gefährdung ausgesetzt sind. Erfolgreiche Einrichtungen werden in die Lage versetzt, den nominierten gefährdeten Personen 24-monatige Forschungsaufenthalte zu ermöglichen. Ergänzt wird dies durch einen Förderbetrag, der die aufnehmende Einrichtung bei der Unterstützung der Integration und des Karriereneustarts der Philipp Schwartz Fellows entlasten soll. Eine Verlängerung um bis zu zwölf Monate ist im Rahmen eines Kofinanzierungsmodells möglich. Antragsschluss ist der 5. März 2021. Mehr dazu...


Entscheidung zum EU-Haushalt: Forschungsmittel mit Weitsicht investieren

11.12.2020 Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten haben einen Kompromiss zur Gestaltung des Rechtsstaatsmechanismus bei der zukünftigen Vergabe von EU-Mitteln gefunden. Somit kann das Verhandlungsergebnis zum nächsten siebenjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union noch rechtzeitig zum kommenden Jahr verabschiedet werden. In einer Stellungnahme begrüßte HRK-Präsident Peter-André Alt das Ergebnis, bei dem die ursprünglich vorgesehen Kürzungen geringer ausfallen, als zunächst geplant. Dennoch bedauerte Alt die insgesamt erheblichen Kürzungen für das Bildungsprogramm Erasmus+ und das Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa. "Jetzt gilt es sicherzustellen, dass die verbleibenden Mittel möglichst gewinnbringend eingesetzt werden. So sollten die vom Europäischen Parlament zusätzlich verhandelten Erasmus+-Mittel von 2,2 Milliarden Euro insbesondere den Europäischen Hochschulallianzen zugutekommen", betonte Alt. Weiterhin forderte der HRK-Präsident, dass die Grundlagenforschung eine Priorität der EU-Förderung bleiben müsse (mehr). 


Studie: Transnationale Bildungsangebote der Hochschulen

11.12.2020 Seit langem engagieren sich deutsche Hochschulen zunehmend auch direkt im Ausland. Laut Wissenschaft Weltoffen sind sie in diesem Jahr an weltweit 64 Standorten mit 291 Studiengängen präsent, rund 33.000 Studierenden nehmen derzeit ein Bildungsangebot einer deutschen Hochschule im Ausland wahr. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes hat das ifa jüngst eine Studie zu den transnationalen Bildungsangeboten (TNB) der Hochschulen vorgelegt. Die in der Studie formulierten Handlungsempfehlungen zielen u. a. auf eine nachhaltige Finanzierung und bessere Vernetzung der bestehenden Projekte ab. Eine noch stärkere lokale Verankerung der Angebote, ihre weitere Digitalisierung sowie die Sicherung der Wissenschaftsfreiheit sind weitere Schwerpunkte des Berichts. Bereits 2013 haben DAAD und HRK gemeinsam einen Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland erarbeitet, der von der HRK-Mitgliederversammlung verabschiedet wurde und dem bislang 39 Hochschulen beigetreten sind. Der Kodex bietet eine Gesprächsgrundlage mit ausländischen Projektpartnern zu zentralen Fragen der Projektgovernance und der Sicherung der Wissenschaftsfreiheit in TNB-Projekten. 


Publikation: Europäischer Rat zur Zukunft des Europäischen Forschungsraums

11.12.2020 Die Mitgliedstaaten der EU haben mit den veröffentlichten Ratsschlussfolgerungen einen etwa 18-monatigen politischen Diskussionsprozess zur Zukunft des „Europäischen Forschungsraums“ zu Ende gebracht. Wichtig sind die finanziellen Rahmensetzungen für diesen gemeinsamen Handlungsraum der Forschungs- und Innovationspolitik: Weiter wird an alle EU-Mitglieder appelliert, das Ziel zu erreichen, 3% des Bruttosozialprodukts (BSP) in Forschung und Entwicklung zu investieren (2018: 2,19%). Der Anteil öffentlicher Mittel der Mitgliedsstaaten an diesen Ausgaben soll nun gemäß Forderung der EU-Kommission bis 2030 auf 1,25 % des BSP anwachsen (Stand derzeit: 0,81%). Für die meisten EU-Mitgliedsländer sind diese Ziele große Herausforderungen und setzen neue politische Prioritätensetzungen voraus (mehr).


BMBF-Veranstaltungsreihe: Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Hochschulkooperation mit China

03.12.2020 Innerhalb der deutschen Hochschullandschaft besteht ein erhebliches Interesse an Informationsaustausch und Koordination zu allen Aspekten der Hochschulkooperation mit China. Dies wurde im Rahmen des Auftakts einer entsprechenden BMBF-Veranstaltungsreihe deutlich. Rund 90 Hochschulvertreter tauschten sich auf Grundlage der HRK-Leitfragen zur Hochschulkooperation mit der VR China zu grundsätzlichen Fragestellungen aus. Weitere Veranstaltungen werden sich in der ersten Jahreshälfte 2021 mit konkreten Herausforderungen im Kontext von institutionellen Kooperationsverträgen, Datensicherheit und Exportkontrolle in der Forschungskooperation oder auch der Zusammenarbeit mit chinesischen Studierendenvereinigungen beschäftigen. Die HRK unterstützt die Veranstaltungsreihe und wird ihre Mitglieder jeweils zu den einzelnen Terminen einladen (mehr).


Iran: Wissenschaft fordert bedingungslose Freilassung von Djalali

30.11.2020 Die Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen setzt sich vehement für die Freilassung des schwedisch-iranischen Wissenschaftlers Ahmadreza Djalali ein, dessen Hinrichtung in iranischer Haft droht. Mit ihrer Stellungnahme schloss sich die Allianz Anfang dieser Woche dem offenen Brief von HRK-Präsident Peter-André Alt an Ayatollah Ali Khamenei, den Obersten Führer des Iran, an. Der gemeinsamen Erklärung zufolge seien nachhaltige Auswirkungen auf die deutsch-iranischen Wissenschaftsbeziehungen unausweichlich, sollte Djalali nicht verschont werden. Zuletzt berichtete Scholars at Risk (SaR), dass die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung – allerdings nur um wenige Tage – verschoben sei. Auch das ZDF heute-journal berichtete über den Fall. Das Netzwerk ruft Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen dazu auf, sich etwa über Stellungnahmen, Social Media und die Briefe an die iranische Regierung für die Freilassung Djalalis einzusetzen (mehr). 


 

Plattform zur internationalen Studierendenmobilität

4.9.20 Mit Förderung des BMBF bauen derzeit elf Hochschulen eine Plattform zur internationalen Studierendenmobilität (PIM) auf; federführend sind die Technische Universität Berlin und die Universität Göttingen beteiligt. Ziel der Initiative ist es, Studierenden und Hochschulen zuverlässige digitale Services im Bereich der internationalen Studierendenmobilität anzubieten. PIM strebt an, ein digitales Assistenzsystem für die Anerkennung von Studienleistungen, ein digitales Angebot für die zentrale Suche von Studiengangs- und Modulinformationen sowie für die sichere Ablage von Leistungsnachweisen bereitzustellen. Die Kompatibilität mit bestehenden europäischen Mobilitätsplattformen ist dabei ein wichtiger Aspekt. Zudem müssen die Anforderungen der EU-„Single Digital Gateway (SDG)“-Verordnung und des deutschen Online-Zugangsgesetzes (OZG), das die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen bis 2022 vorsieht, berücksichtigt werden. Ein monatlicher Newsletter informiert über den Fortgang des Projekts. Mehr dazu

 

Zahl der Neuimmatrikulationen von Geflüchteten stabil auf hohem Niveau

17.4.20 Die Zahl der neu immatrikulierten Geflüchteten an deutschen Hochschulen bleibt bei einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr weiterhin hoch: Seit dem vergangenen Wintersemester 2018/19 mit der sehr hohen Zahl von 3.700 neu eingeschriebenen Geflüchteten lagen die Zahlen im Wintersemester 2019/20 bei fast 3.000. Allerdings haben sich auch spürbar weniger Hochschulen an der neuerlichen HRK-Befragung beteiligt. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen auch, dass die Hochschulen mit ihrem Engagement insbesondere in der Studienvorbereitung große Expertise erworben haben. Synergien zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für internationale Studierende werden nun stärker genutzt und die unterstützenden Programme auf die Begleitung während des Studiums ausgeweitet. Mehr dazu

HRK-Präsidium beschließt Leitlinien und Standards in der internationalen Hochschulkooperation

09.4.20 Das HRK-Präsidium hat am Montag Standards und Leitlinien in der internationalen Hochschulkooperation verabschiedet, die den Hochschulen und einzelnen Hochschulangehörigen Hilfestellung und Orientierung beim Aufsetzen und Aufrechterhalten tragfähiger Kooperationen bieten sollen. Entlang der verschiedenen Dimensionen internationaler Zusammenarbeit „Strategie und Governance“, „Gemeinsam Lehren und Lernen“, „Gemeinsam Forschen“ sowie „Hochschulen als transnationale Räume“ hat die HRK länderneutral grundlegende Prinzipien und Werte formuliert. Das Papier betont die Chancen internationaler Kooperation, befasst sich aber wesentlich auch mit den Herausforderungen und Risiken für die Integrität nationaler Strukturen. „Wir setzen damit bewusst ein Zeichen gerade in Zeiten der internationalen Krise durch die Corona-Pandemie“, erklärte dazu HRK-Präsident Alt. Es ist vorgesehen, die vorgelegten Leitlinien und Standards in regelmäßigen Abständen zu prüfen. Ferner sollen in einem zweiten Schritt länderspezifische Papiere erarbeitet werden. Mehr dazu