Aktuelle Meldungen

Wissenschafts­organisationen gegen Boykott der israelischen Wissenschaft

14.06.2024 Die Allianz der Wissenschafts­organisationen unterstützt den Appell des Rats der Israelischen Akademie der Wissenschaften, sich entschieden gegen Antisemitismus und akademischen Boykott der israelischen Wissenschaft einzusetzen. In einer in dieser Woche veröffentlichten Stellungnahme erklären die Allianzorganisationen, es sei "diskriminierend und verfehlt, Forschungskooperationen mit israelischen Wissenschaftseinrichtungen zu beenden, israelische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von internationalen Konferenzen und Auszeichnungen auszuschließen oder Förderanträge von Forschenden abzulehnen, die an israelischen Einrichtungen arbeiten.“ Die israelischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen seien tragende Säulen der freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft Israels, die „gerade in Zeiten intensiver Diskussionen innerhalb Israels über den Friedensprozess im Nahen Osten als Räume für einen freien und offenen Diskurs zu stärken“ seien. 


Ukraine: Allianz erarbeitet Konzept für Wiederaufbau in Wissenschaft und Bildung

14.06.2024 Im Vorfeld der Ukraine Recovery Conference 2024 in Berlin hat die Allianz der Wissenschafts­organisationen ein Handlungskonzept erarbeitet, das exemplarisch Möglichkeiten, Ziele, Rahmenbedingungen und Voraussetzungen des derzeitigen und zukünftigen Engagements im Bereich Wissenschaft und Bildung zusammenträgt. Bei der zweitägigen Veranstaltung berieten rund 2.000 hochrangige internationale Vertreter:innen aus Regierungen und internationalen Organisationen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Kommunen und Regionen. Zentrales Thema war der Wiederaufbau in der Ukraine sowie die längerfristige Entwicklungsperspektive des Landes. Die Allianz der Wissenschafts­organisationen betonte die Bedeutung des Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungssektors für die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Souveränität der Ukraine, für ihre Integration in die Europäische Union und für ihren Wiederaufbau nach Kriegsende. Seit Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die Allianz die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen in der Ukraine intensiviert und Instrumente bereitgestellt, um Wissenschaftler:innen und Studierende zu unterstützen (mehr).


HRK ADVANCE Tagung „Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals“

14.06.2024 Für die nächste virtuelle HRK ADVANCE-Themenzyklustagung „Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals – Governance & Praxis internationaler Berufungen und Lehrendenmobilität“ am 26. Juni sind Anmeldungen noch möglich. Im Rahmen der Veranstaltung berichten Hochschulvertreter:innen unter anderem über Praxiserfahrungen zur institutionellen Verankerung, verschiedene Formate der Lehrendenmobilität, sowie Ansätze zur Weiterentwicklung der Internationalisierung des Personalwesens. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen deutscher Hochschulen aller Funktionsebenen, Wissenschafts­organisationen sowie politische Akteure in Bund und Ländern, die mit Fragen der Internationalisierung von wissenschaftlichem Personal befasst sind. Als Vorgeschmack bietet sich ein Blick auf die in diesem Jahr veröffentlichten Handreichungen sowie die öffentlichen Präsentationen beider Publikationen an: „Gewinnung und Berufung internationaler Professor:innen“ und „Strukturelle Verankerung von Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen“. Weitere Informationen zur Tagung, dem Programm und zur Anmeldung unter www.hrk-advance.de


HRK-Koordinierungsgespräch Ghana

07.06.2024 Um der zunehmenden Bedeutung der Hochschulzusammenarbeit mit Universitäten in Ghana Rechnung zu tragen, veranstaltete die HRKein Ghana-Koordinierungsgespräch zum Stand und den Perspektiven in der Zusammenarbeit, an dem etwa 35 Hochschulvertretungen und Partnerorganisationen aus Deutschland teilnahmen.Das Format dient dem Austausch zwischen deutschen Hochschulen, die mit ghanaischen Partnern kooperieren oder dies planen. Zudem ermöglichen die Treffen die Vorstellung verschiedener Projekte, sowie die Vernetzung und den Dialog mit Partnerorganisationen wie dem DAAD. 


Appell gegen Boykott der israelischen Wissenschaft

24.05.2024 Der Rat der Israel Academy of Sciences and Humanities hat einen Appell an  Wissenschaftsakademien weltweit und internationale Wissenschafts­organisationen gerichtet und sie aufgefordert, sich akademischen Boykotten entgegenzustellen, die sich gegen die israelische Wissenschaft und Forschung richten. In einem Schreiben bringt die Akademie ihre tiefe Besorgnis über „eine eskalierende Boykottbewegung“ zum Ausdruck und weist auf die nachteiligen Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Fortschritt hin. In dem Schreiben betonen die Leiter der Akademie die Bedeutung der akademischen Freiheit und die Gefahren der Isolierung israelischer Wissenschaftler:innen. Sie rufen dazu auf, geschlossen gegen Diskriminierung vorzugehen und fordern die israelische Regierung auf, die Integrität ihrer Forschungseinrichtungen zu unterstützen und zu schützen. Bereits eine Woche zuvor hatte sich HRK-Präsident Walter Rosenthal einer Erklärung internationaler Wissenschaftler:innen gegen den Boykott israelischer Forscher:innen angeschlossen.


HRK ADVANCE Tagung „Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals“

24.05.2024 „Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals – Governance & Praxis internationaler Berufungen und Lehrendenmobilität“ ist das Thema der virtuellen HRK ADVANCE-Themenzyklustagung am 26. Juni. Zum Auftakt nimmt die Keynote die Berufung internationaler Wissenschaftler:innen in den Blick. Im Zentrum der anschließenden Podiumsdiskussion stehen Strategien und Erfolgsfaktoren für Berufungen und Lehrendenmobilität im internationalen Kontext. Anschließend bieten parallele Impulsvorträge aus den Hochschulen vielfältige Einblicke in die institutionelle Praxis internationaler Berufungen und in die Entwicklung der internationalen Lehrendenmobilität. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort möglich unter www.hrk-advance.de


HRK: Studien- und Berufswege internationaler Studierender in Deutschland umfassend denken

17.05.2024 Die deutschen Hochschulen möchten die Grundlagen und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Studien- und Berufswege ihrer internationalen Studierenden weiter verbessern. In einer von der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz verabschiedeten Entschließung schlagen sie dafür ein umfassendes Maßnahmenpaket vor. Die Hochschulen selbst könnten für eine gelingende fachliche und soziale Integration zusätzliche Schritte gehen. Gleichzeitig stellen sie an Bund und Länder konkrete Forderungen zur Verbesserung der rechtlichen, regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Angela Ittel, HRK-Vizepräsidentin für Internationales, Gleichstellung und Diversität, betonte, dass eine erfolgreiche Gesamtstrategie die Sicherung des individuellen Studienerfolgs sowie die Verbesserung der Aufenthalts- und Bleibebedingungen in den Blick nehmen müsse. Auf institutioneller Ebene gehe es um eine weitere Flexibilisierung des Hochschulzugangs und eine Diversifizierung der Studienvorbereitung. Studienbegleitend komme die systematische Absicherung der fachlichen, sprachlichen und sozialen Betreuung sowie eine verbesserte Unterstützung beim Übergang in die Erwerbstätigkeit hinzu. Dies könne allerdings nur dann gelingen, wenn die strukturelle Unterfinanzierung der hochschulischen Internationalisierung abgebaut werde (mehr). 


Europawahl: Aufruf zur Teilnahme und HRK-Wahlprüfsteine zur Wissenschaftspolitik

10.05.2024 „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ - unter diesem Motto rufen die HRK, der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) und das Deutsche Studierendenwerk (DSW) dazu auf, sich an der Wahl zum Europaparlament in einem Monat zu beteiligen. Die drei Verbände mahnen zudem einen fairen, respektvollen und friedlichen politischen Wettstreit an. Auch das Netzwerk „Universities for Enlightenment“, dem die HRK mit neun weiteren europäischen Rektorenkonferenzen angehört, setzt sich für eine Stimmabgabe möglichst vieler Hochschulmitglieder bei der Europawahl ein. In der aktuellen Stellungnahme „Hochschulen wählen Europa“ erinnert das Netzwerk an zentrale Errungenschaften der EU im Hochschulbereich und verbindet dies mit der Aufforderung, sich für ein starkes Europa einzusetzen, in dem die Zusammenarbeit in Bildung und Forschung weiter ausgebaut und die akademische Freiheit entschieden geschützt werden. Welche wissenschaftspolitischen Vorstellungen und Ziele die in Deutschland antretenden großen Parteien in Europa verfolgen, geht u. a. aus den Antworten auf Wahlprüfsteine der HRK hervor. Die Antworten auf acht Fragen sind einander zum direkten Vergleich gegenübergestellt. Angefragt hatte die HRK alle großen Parteien, die derzeit im Bundestag vertreten sind und sich einem einheitlichen Verfahren zur Beantwortung entsprechender Anfragen angeschlossen haben (mehr). 


Qualitätsentwicklung an Hochschulen im südlichen Afrika

03.05.2024 Mit einer Abschlusskonferenz zur Qualitätsentwicklung an Hochschulen im anglo- und frankophonen Afrika (SADC-QA) endete ein weiterer, einjähriger Schulungskurs des Training on Internal Quality Assurance (TrainIQA). Bei der Tagung stellten rund 30 Qualitätssicherungsbeauftragte aus 12 südafrikanischen Ländern den beteiligten Hochschulleitungen sowie den regionalen und europäischen Projektpartnern, Trainer:innen und Expert:innen die Ergebnisse ihrer institutionellen Veränderungsprojekte vor. Weitere Schwerpunkte der Tagung fokussierten auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre sowie auf den Beitrag der Hochschulen zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Der TrainIQA-Lehrgang wird gemeinsam von DAAD, HRK und der Universität Potsdam im Rahmen des DIES-Programms getragen (mehr). 


Rektorenkonferenzen beraten zu akademischer Freiheit

19.04.2024 Vertreter:innen der in der Initiative Universities for Enlightenment (u4e) vereinigten Rektorenkonferenzen tauschten sich Anfang dieser Woche in der Berliner HRK-Geschäftsstelle über aktuelle Bedrohungen der akademischen Freiheit und zunehmende antidemokratische Tendenzen aus. Neben Berichten über die aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Ländern wurden Bedrohungen der akademischen Freiheit diskutiert, die aus dem Überfall Russlands auf die Ukraine sowie aus der Eskalation im Nahen Osten in Folge des Terrorangriffs auf Israel resultieren. Beraten wurden auch Kernbotschaften, die die Initiative an Kandidaten für die bevorstehende Wahl des Europaparlaments richten will. Zwei weitere Themen waren bestehende Initiativen zur Beobachtung und Stärkung der akademischen Freiheit sowie die Stärkung der Widerstandskraft in den internationalen Beziehungen im Hochschulbereich am Beispiel Deutschlands insbesondere mit Bezug auf die deutsch-chinesischen Wissenschaftskooperationen. In der Initiative Universities for Enlightenment sind Rektorenkonferenzen aus Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien und der Tschechischen Republik vereinigt. Die Initiative wurde 2018 als Reaktion auf Verletzungen der akademischen Freiheit in Ungarn ins Leben gerufen. 


Tagung: Herausforderungen des Hochschulsystems und der Internationalisierung

12.04.2024 Aktuelle Herausforderungen und die Internationalisierung der Hochschulen standen im Fokus einer hybriden Veranstaltung, die die argentinische Rektorenkonferenz CIN gemeinsam mit HRK, DAAD, BAYLAT und OBREAL global in der zweiten Märzhälfte in Buenos Aires ausgerichtet hat. Vor dem Hintergrund der aktuell auf Grund der Rahmenbedingungen schwierigen finanziellen Situation insbesondere der staatlichen argentinischen Hochschulen und der argentinischen Forschungsförderorganisation CONICET erklärten die deutschen und internationalen Gäste nicht nur ihre Solidarität mit den betroffenen Einrichtungen. Zugleich betonten sie die hohe Qualität und Relevanz des argentinische Hochschul- und Wissenschaftssystems und machten deutlich, an der intensiven Kooperation mit argentinischen Partnern auch in Zukunft festhalten zu wollen. Inhaltlich fokussierte die Konferenz, an der mehr als 150 Personen in Präsenz und mehr als doppelt so viele Personen virtuell teilnahmen, unterschiedlichste Facetten der Internationalisierung. Zugleich thematisierte sie die besondere Bedeutung von internationaler Zusammenarbeit für Wissenschaft und Gesellschaft, nahm aber auch bestehende Ungleichheiten und Asymmetrien und daraus entstehende Herausforderungen in den Blick.


Handreichung: Künstliche Intelligenz in Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen

12.04.2024 Das HRK-Projekt MODUS hat die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt „Potenziale des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen“ veröffentlicht. Die Expert:innen aus verschiedenen Fachgebieten gehen in der Publikation „Künstliche Intelligenz in Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen – Orientierung und Empfehlungen“ unter anderem den Fragen nach, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Digitalisierung von Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren sinnvoll ergänzen kann und wie KI-Systeme verantwortungsvoll in Hochschulverwaltungen eingesetzt werden können. Hierzu erarbeitete die Zukunftswerkstatt drei Anwendungsbeispiele: eine Möglichkeit zur Qualitätsverbesserung von Modulbeschreibungen, ein Matchingtool für die inhaltliche Prüfung sowie einen Beratungschatbot für Studierende. In der von MODUS in Auftrag gegebenen Studie „Analyse der Potenziale von KI in Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen“ wurden durch das HIS-Institut für Hochschulentwicklung ergänzend die technische Umsetzbarkeit der Anwendungsbeispiele und die relevanten Rahmenbedingungen untersucht.


Beispiele guter Praxis gesucht: Gewinnung und Berufung internationaler Professor:innen

12.04.2024 Das Projekt HRK ADVANCE sucht noch bis zum 17. April mit einem Call for Participation nach Beispielen guter Praxis zu den Themen „Gewinnung und Berufung internationaler Professor:innen“ und „Strukturelle Verankerung von Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen“. Vertreter:innen deutscher Hochschulen können ihre Beispiele über die HRK ADVANCE-Website einreichen. Alle geeigneten Zusendungen werden bis Ende Juni 2024 in Ergänzung zu den bisherigen Projektergebnissen und Handreichungen auf der Projekt-Website abgebildet. Besonders innovative Beispiele guter Praxis erhalten die Möglichkeit, diese im Rahmen der virtuellen Themenzyklustagung „Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals: Governance & Praxis internationaler Berufungen und Lehrendenmobilität“ am 26./27. Juni vorzustellen. Das Programm zur Veranstaltung, inklusive der Möglichkeit zur Anmeldung, wird ab Mitte Mai zur Verfügung stehen.


Solidaritätsreise von KMK und HRK nach Israel

22.03.2024 Vom 16. – 19. März reiste HRK-Präsident Walter Rosenthal zusammen mit acht Wissenschaftsminister:innen der Bundsländer nach Israel, um Solidarität mit den israelischen Partnern in Wissenschaft und Hochschule zu bekunden und die bestehenden Beziehungen noch weiter zu vertiefen. Derzeit gibt es 280 Abkommen zwischen deutschen und israelischen Hochschulen. Neben Gesprächen mit den Präsidenten der Hebräischen Universität Jerusalem und der Universität Tel Aviv sowie des Weizmann-Instituts für Wissenschaften fanden auch Treffen mit Vertreter:innen des Wissenschaftsministeriums statt. Besucht wurden auch die Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und der Hostages Square in Tel Aviv. Die israelische Seite würdigte den Besuch als deutliches Zeichen für die tiefempfundene Freundschaft und Verbundenheit beider Wissenschaftsnationen (mehr).


Neuer IAU-Internationalisierungsreport

22.03.2024 Am 2. April veröffentlicht die International Association of Universities (IAU) die Ergebnisse ihrer jüngsten, globalen Umfrage zur Internationalisierung der Hochschulbildung. An der mittlerweile sechsten, in diesem Jahr von der HRK unterstützten Erhebung beteiligten sich über 700 Hochschulen in 110 Ländern. Die Ergebnisse der für Deutschland repräsentativen Befragung belegen die erhebliche Bedeutung, die Hochschulleitungen in Deutschland der Internationalisierung beimessen. Deren größten Mehrwert sehen deutsche Hochschulen in der Stärkung von internationaler und interkultureller Kompetenz und Wissen sowie auch im institutionellen Reputationsgewinn; die größten Risiken in einer erhöhten Arbeitsbelastung des wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Personals sowie auch in einem erhöhten ökologischen Fußabdruck durch internationale Mobilität von Studierenden und Forschenden. Als größte Hindernisse für die weitere Internationalisierung werden Anerkennungs- oder Visafragen sowie auch unzureichende finanzielle Mittel und Sprachbarrieren angesehen. Als dringendste Prioritäten für die zukünftige Entwicklung der institutionellen Internationalisierung benennen deutsche Hochschulen insbesondere die Erhöhung der Zahl internationaler Studierender mit Graduierungsabsicht, die Weiterentwicklung virtueller Formen der internationalen Zusammenarbeit sowie die weitere Internationalisierung der Curricula und den Ausbau von Maßnahmen im Kontext einer „Internationalisierung zu Hause“. Eine Anmeldung zur virtuellen Vorstellung des Ergebnisberichts ist hier möglich.


Deutsch-Britischer Forschungsdialog

15.03.2024 Anfang dieser Woche fand auf Einladung der Bildungsministerinnen Deutschlands und des Vereinigten Königreichs im Imperial College London der Deutsch-Britische Forschungsdialog statt. Gut 20 führende Repräsentant:innen deutscher und britischer Wissenschafts­organisationen tauschten sich im Rahmen eines Round Tables mit den Ministerinnen offen zu Perspektiven und zukünftigen Bedarfen der bilateralen Forschungszusammenarbeit aus. Dabei wurde insbesondere der hohe Wert der strategischen Partnerschaften zwischen deutschen und britischen Universitäten, die zahlreichen individuellen Beziehungen zwischen Forschenden aus beiden Ländern sowie die große Bedeutung der Förderung gegenseitiger Mobilitätsaktivitäten hervorgehoben. Im weiteren Austausch der Delegationen diskutierten Fachexpert:innen zentrale Forschungsthemen wie AI, Batteries, Fusion, Quantum sowie Research Security. In einer von der britischen Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Michelle Donelan, und der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, unterzeichneten gemeinsamen Absichtserklärung vereinbarten Großbritannien und Deutschland die Erweiterung und Vertiefung der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung.


Ergebnisse der HRK ADVANCE-Praxiswerkstatt Internationale Berufungen

08.03.2024 Ab sofort stehen die Ergebnisse der HRK ADVANCE-Praxiswerkstatt zum Thema „Gewinnung und Berufung internationaler Professor:innen“ auf der Projektwebseite zur Verfügung. Neben den Präsentationen der Keynote und der Impulsvorträge stehen auch Berichte zu den Ergebnissen der Workshops und des Podiumsgesprächs zwischen DAAD, DZHW und HRK ADVANCE sowie die Präsentation und die Ergebnisse der Teilnehmerbefragung im Rahmen der interaktiven Einführung in die HRK ADVANCE-Handreichung zum Download bereit. Das Ergebnisdossier wird im Rahmen der geplanten virtuellen Themenzyklustagung zur Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals am 26./27. Juni um Beispiele guter Praxis ergänzt, die ab nächster Woche über einen Call for Participation gewonnen werden. 


Internationaler Austausch zur Forschungssicherheit

01.03.2024 In dieser Woche trafen sich Vertreter:innen der HRK-Geschäftsstelle mit ihren Kolleg:innen der Partnerinstitutionen in Großbritannien, den USA, Kanada und Neuseeland, um sich im Rahmen eines „Strategic Dialogue“ zu Fragen der Forschungssicherheit in der internationalen Wissenschaftskooperation sowie zur Internationalisierung der Hochschulen im Allgemeinen auszutauschen. Präsentationen des Forschungs- und des Erziehungsministeriums, der Forschungsförderorganisation UKRI sowie verschiedener Serviceeinheiten, die die britischen Hochschulen bei der Umsetzung von Maßnahmen der Forschungssicherheit unterstützen, vermittelten einen fundierten Einblick in den Stand der Implementierung im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse des Austauschs werden in die Aktivitäten der HRK zum Thema Risikomanagement in der internationalen Wissenschaftskooperation einfließen. 


Brüsseler Erklärung: Grundlagen der Zusammenarbeit in Forschung und Innovation

23.02.2024 Die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in Forschung und Innovation bei der Bewältigung globaler Herausforderungen steht im Zentrum einer Ministererklärung, die Ende vergangener Woche bei einer internationalen Konferenz der belgischen EU-Ratspräsidentschaft angenommen wurde. Die Erklärung im Rahmen des 2022 initiierten sogenannten multilateralen Dialogs  betont unter anderem den Beitrag von Forschung für die Einhaltung der Menschenrechte, für Schaffung und Erhalt von Wohlstand und die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Mit dem multilateralen Dialog wird ein offenes, sicheres, diverses und diskriminierungsfreies globales Ökosystem für Forschung und Innovation angestrebt, geprägt von Prinzipien und Werten wie Menschenrechte, Wissenschaftsfreiheit, Forschungsethik, Exzellenz, Gleichstellung, offene Wissenschaft und Schutz von geistigem Eigentum. Am multilateralen Dialog beteiligen sich unter anderem die EU-Mitgliedstaaten, Partnerländer der EU sowie internationale Organisationen wie UNESCO, OECD und der International Science Council (mehr). 


Ausländische Hochschulabschlüsse: ZAB digitalisiert Zeugnisbewertung

16.02.24 Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) hat die Zeugnisbewertung für ausländische Hochschulabschlüsse mit allen Abläufen der Antragstellung, Bearbeitung und Ausstellung auf digitale Verfahren umgestellt. Im Zuge der Zeugnisbewertung werden die Bildungsbiografien der Antragsteller:innen individuell geprüft und deren Hochschulabschlüsse aus dem Ausland in das deutsche Bildungssystem eingeordnet. Die von der ZAB dann ausgegebenen Bescheinigungen können Betroffene bei Behörden, Botschaften und Arbeitgebern als Nachweis Ihrer Qualifikation verwenden. Gesetzliche Grundlage für das von der ZAB im Auftrag der Bundesländer durchgeführte Verfahren ist das Lissaboner Anerkennungsübereinkommen (mehr).


Niederländische Universitäten verabschieden Maßnahmen zur Aufnahme internationaler Studierender

16.02.24 Die niederländischen Universitäten haben ein Maßnahmenpaket verabschiedet zur Steuerung der Aufnahme internationaler Studierender und zur Stärkung der niederländischen Sprache. Die Selbstverpflichtung enthält u.a. Maßnahmen zur Reduktion der Zahl internationaler Studierender sowie des Anteils englischsprachiger Bachelor-Studiengänge, die Erhöhung der Anzahl niederländischsprachiger Studiengänge sowie die Verbesserung der niederländischen Sprachkenntnisse von Lehrpersonal und Studierenden. Hintergrund ist der sehr starke Anstieg internationaler Studierender (auf 15% aller Studierender im Jahr 2022) sowie die hiermit verbundenen Herausforderungen für das Universitätssystem sowie die Städte und Gemeinden. Aktuell läuft die Regierungsbildung in den Niederlanden. Mit dem Maßnahmenpaket reagieren die niederländischen Universitäten auch auf die aus Sicht der Universitäten zu radikalen Maßnahmen, die einige Wahlprogramme enthalten. Fast ein Viertel der internationalen degree-seeking-Studierenden in den Niederlanden kommt aus Deutschland.  


HRK ADVANCE Handreichung und Praxiswerkstatt Internationale Lehrendenmobilität

06.02.2024 Ab sofort steht die HRK ADVANCE-Handreichung „Strukturelle Verankerung von Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen: Strategien und Praktiken“ zum Download bereit. Die Publikation betrachtet systematisch Grundlagen und strategische Perspektiven der internationalen Lehrendenmobilität und versucht, Wege zu ihrer strukturellen und systematischen Verankerung im Kontext internationaler Kooperationen zu identifizieren. Die Handreichung bildet auch den Ausgangspunkt für die kommende Praxiswerkstatt zum Thema „Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen“, die am 18. und 19. März in Köln stattfinden wird. Neben einer Keynote und der Präsentation der HRK ADVANCE-Handreichung stehen Impulsvorträge, Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten auf dem Programm. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Vertreter:innen deutscher Hochschulen, die mit den Prozessen der Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen auf leitender, koordinierender oder praktischer Ebene befasst sind. Die Anmeldung ist bis 7. März möglich. 


15 Jahre HRK-Audit "Internationalisierung der Hochschulen"

19.01.2024 In diesem Jahr feiert das HRK-Audit "Internationalisierung der Hochschulen" sein 15-jähriges Jubiläum. Seit 2009 haben insgesamt 111 Hochschulen an den Audit-Beratungsformaten teilgenommen und dazu beigetragen, dass sich das HRK-Audit als Qualitätssicherungselement zur hochschulischen Internationalisierung etabliert hat. Seit 2009 unterstützt die HRK ihre Mitglieder mit dem Audit „Internationalisierung der Hochschulen“ gezielt und passgenau in ihrer institutionellen Internationalisierung. 2017 wurde das Audit-Portfolio mit dem Audit kompakt und der Audit-Strategiewerkstatt um weitere, maßgeschneiderte Angebote für kleinere Hochschulen ergänzt. Auditierte Hochschulen erhalten zudem seit 2012 mit dem Re-Audit "Internationalisierung der
Hochschulen"
 Unterstützung bei der Umsetzung der strategischen Zielsetzungen ihrer Internationalisierung (mehr).


Rückblick II: Ergebnisse der Themenzyklustagung „Internationalisierung der Lehre“

19.01.2024 Ab sofort stehen die Ergebnisse der HRK ADVANCE Themenzyklustagung „Internationalisierung der Lehre - Governance & Praxis virtueller Mobilität und gelebter Mehrsprachigkeit“, die am 6./7. Dezember 2023 online stattgefunden hat, auf der Projektwebseite zur Verfügung. Neben den Aufzeichnungen des Livestreams inkl. Keynote-Vortrag, Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus Hochschulen und Politik sowie Impulsvorträgen befinden sich auch Präsentationsfolien der Beispiele guter Praxis online. Mit über 300 Anmeldungen und spannenden Diskussionen bildet die Veranstaltung einen erfolgreichen Abschluss des ersten Projekt-Themenzyklus zu den Themen virtuelle Mobilität von internationalen Studierenden sowie Mehrsprachigkeit in Studiengängen. Im Laufe des Jahres folgen dazu die Aufbereitung von Auszügen aus den Landeshochschulgesetzen sowie weitere (internationale) Perspektiven im Rahmen der Abschlussveranstaltung.