Aktuelle Meldungen


Ahmadreza Djalai: Rektorenkonferenzen fordern Freilassung

29.3.2021 Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben sich höchst alarmiert über die sich zuspitzende, lebensbedrohliche Situation des im Iran willkürlich inhaftierten schwedisch-iranischen Wissenschaftlers Ahmadreza Djalali geäußert. Vor diesem Hintergrund forderten die Vorsitzende der schwedischen Rektorenkonferenz (SUHF), Astrid Söderbergh Widding, und HRK-Präsident Peter-André Alt, die Führung des Iran in einem gemeinsamen offenen Brief Anfang dieser Woche eindringlich auf, die Todesstrafe aufzuheben und Djalali sofort aus dem Gefängnis zu entlassen. Nachdrücklich unterstützen SUHF und HRK den dringenden Aufruf von Scholars at Risk, dem internationalen Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu senden (mehr).


Myanmar: HRK-Senat besorgt über Gewalt gegen Hochschulangehörige

19.3.2021 Der Senat der HRK äußerte sich in seiner digitalen Sitzung am Dienstag erschüttert über die eskalierende Gewalt in Myanmar und die schwerwiegenden Auswirkungen auf die dortigen Hochschulen und ihre Angehörigen. „Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Wissenschaftsfreiheit werden in erheblichem Umfang verletzt. Die Situation erfüllt uns mit größter Sorge“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. Der Senat der HRK erklärte seine Unterstützung für die Studierenden und Lehrkräfte der Hochschulen in Myanmar und appelliert an alle Beteiligten, auf Gewalt zu verzichten und zu demokratischen Verfahren und Prinzipien zurückzukehren. „Es kommt jetzt entscheidend darauf an, die bestehenden Kontakte, wo immer möglich, aufrechtzuerhalten. Die deutschen Hochschulen haben ein großes Interesse daran, ihre myanmarischen Partner auch künftig zu unterstützen und die bestehenden Aktivitäten im Bereich des Kapazitätsaufbaus fortzusetzen“, so HRK-Vizepräsident Bernd Scholz-Reiter.


Zukunft der Universitäten: EUA legt Strategiepapier vor

08.02.2021 Die EUA hat ein Strategiepapier zur „Hochschule der Zukunft“ verabschiedet. Mit diesem Papier soll die Konsultation der Europäischen Kommission zur „Zukunft der Hochschulen“ sowie einer neuen „Transformationsagenda“ geprägt werden. Die Bedeutung der Hochschulen als Scharniere zwischen dem Europäischen Bildungsraum und dem Europäischen Forschungsraum wird in dem Beschluss hervorgehoben. Den Hochschulen bietet das Papier mögliche Impulse für die Weiterentwicklung ihrer institutionellen Strategien an. Eckpunkte sind dabei Nachhaltigkeit, Offenheit gegenüber der Gesellschaft sowie das um einen Kulturbegriff erweiterte Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation, welche unter dem Oberbegriff der „Hochschulmissionen“ diskutiert werden (mehr). 


Internationalisierung: Drei neue HRK-EXPERTISE-Manuals erschienen

05.02.2021 Konkrete Praxistipps für die planvolle und nachhaltige Umsetzung, Verbesserung und Qualitätssicherung von Internationalisierungsprozessen liefern drei neue HRK-EXPERTISE-Manuals zu aktuellen Themen: „Career Services für internationale Studierende“, „Personalentwicklung zur Internationalisierung der Verwaltung“ und „Studienerfolg internationaler Studierender: Reflexions- und Monitoringinstrumente“. Die Handreichungen beschreiben fachlich fokussiert und beispielhaft verschiedene Vorgehensweisen und Arbeitsprozesse zur Erreichung konkreter Internationalisierungsziele. Jeweils sieben bis zehn Fallbeispiele aus deutschen Hochschulen bieten Einblick in mögliche Formen der Gestaltung, einzelne Umsetzungsschritte sowie damit verbundene Herausforderungen und Erfolgsfaktoren. Alle Manuals auf www.hrk.de/expertise/manuals.


Zentralamerika: Webinar zu strategischen Aspekten der Internationalisierung

05.02.2021 Fragen zur regionalen Dimension sowie zu strategischen Aspekten der Internationalisierung standen im Mittelpunkt eines vom zentralamerikanischen Hochschulrat CSUCA gemeinsam mit der HRK ausgerichteten virtuellen Seminars zur Internationalisierung der Hochschulen. Knapp 300 Hochschulvertreter aus Zentralamerika klinkten sich bei der Veranstaltung ein, die den Auftakt zu einer gemeinsamen Reihe von virtuellen Seminaren gab, mit der die HRK ihren langjährigen Partner CSUCA bei der Vorbereitung des „IX Congreso Universitario Centroamericano“ unterstützt. Im Rahmen der jährlichen Tagung werden die Agenda und Leitlinien der Zusammenarbeit der zentralamerikanischen Universitäten für die nächsten Jahre abgestimmt. Ziel der Reihe an Web-Seminaren, in die auch deutsche Hochschulen eingebunden sind, ist es, Reflexionsansätze zu bieten und Diskussionen anzustoßen. Im Hinblick auf die aktuelle Situation sowie die Möglichkeiten der zentralamerikanischen Hochschulen wird die Seminarreihe dabei insgesamt einen besonderen Fokus auf die Internationalisierung zu Hause richten. 


Trilaterales Treffen: Austausch mit Rektorenkonferenzen aus Polen und Frankreich

29.01.2021 Eine ganze Reihe aktueller hochschulpolitischer Themen standen auf der Agenda eines virtuellen Treffens von HRK-Präsident Peter-André Alt und HRK-Vizepräsident Bernd Scholz-Reiter mit den neu gewählten Präsidenten der französischen (CPU) und polnischen (KRASP) Rektorenkonferenzen, Manuel Tounon de Lara und Arkadiusz Mezyk in dieser Woche. In dem seit mehreren Jahren bewährten Austauschformat stand die Hochschulkooperation in Europa im Zentrum, insbesondere die Haushaltsentscheidungen für die Europäischen Universitätsnetzwerke. Die drei Hochschulvereinigungen wollen dieses europäische Förderprogramm bei einer erfolgreichen Realisierung unterstützen. Die künftige Gestaltung der Beziehungen zwischen nationalen Rektorenkonferenzen und der European University Association (EUA) wurde ebenfalls erörtert. Die beiden von der HRK vorgestellten Empfehlungen zur internationalen Hochschulkooperation stießen auf großes Interesse. Die Partner waren sich darüber einig, das Thema intensiver international zu beraten.


Türkei: HRK unterstützt Kritik an Einschränkungen der Hochschulautonomie

22.01.2021 In der Türkei ruft die Praxis der Ernennung von Universitätsrektoren durch Staatspräsident Erdogan immer wieder breite Kritik hervor. Zuletzt löste die Einsetzung eines neuen Rektors an der Bogaziçi-Universität in Istanbul einen breiten Protest aus. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme kritisiert die EUA politisch motivierte Ernennungen von Universitätsrektoren als „klaren Verstoß gegen das Prinzip der institutionellen Autonomie“. HRK-Präsident Peter-André Alt unterstützte die EUA-Stellungnahme und unterstrich das Recht von Hochschulen, ihre Leitung in einem demokratischen Prozess selbst zu bestimmen. „Unsere Solidarität gilt den Studierenden und Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in der Türkei, die sich seit 2016 staatlichen Repressionen ausgesetzt sehen“, so Alt. Die HRK setzt sich seit Januar 2016 für den Schutz der akademischen Freiheiten in der Türkei ein (mehr). 


Brexit: Hochschulzusammenarbeit auch unter erschwerten Rahmenbedingungen sichern

22.01.2021 HRK-Präsident Peter-André Alt bewertet den mit dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 vollzogenen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union in einer Stellungnahme als Zäsur in der Zusammenarbeit zwischen deutschen und britischen Hochschulen. Insbesondere die Entscheidung der britischen Regierung, künftig nicht länger am europäischen Mobilitätsprogramm Erasmus+ teilzunehmen, sei ein herber Rückschlag, betonte Alt. In den Verhandlungen über eine britische Beteiligung am Forschungsförderprogramm Horizon Europe werde es nun darauf ankommen, die europäisch-britische Zusammenarbeit in der Forschung auf eine tragfähige und zukunftsorientierte Grundlage zu stellen. "Trotz der schwierigen Umstände werden die britischen Universitäten auch weiterhin zu den wichtigsten Partnern der deutschen Wissenschaft zählen“, unterstrich Alt. (mehr


HSI-Monitor: Gesamtbericht zur Hochschulinternationalität 2019/2020

22.01.2021 Um die Datengrundlage zur hochschulischen Internationalisierung zu verbessern, stellt die HRK ihren Mitgliedshochschulen gemeinsam mit dem DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung seit zehn Jahren Profildaten zur Hochschulinternationalität zur Verfügung. In einem gemeinschaftlichen BMBF-geförderten Projekt, für das die DFG als vierte Projektpartnerin gewonnen werden konnte, wurde das Portal „HSI-Monitor – Profildaten zur Hochschulinternationalität“ im Mai 2020 offiziell gelauncht. Die Online-Plattform ermöglicht die flexible Nutzung und Auswertung eines umfassenden Datensatzes. Auf dieser Grundlage wurde auch der bisherige jährliche Profildatenbericht digitalisiert, der einen Gesamtblick auf den Internationalisierungsstand der deutschen Hochschulen ermöglicht und somit den Hochschulen wie auch politischen Entscheidungsträgern und der allgemeinen Öffentlichkeit aktuelle statistische Kennzahlen zur Verfügung stellt (mehr).


Afrika: Stärkung der Wissenschaftszusammenarbeit

22.01.2021 Aktuelle Verhandlungen zwischen EU und Afrikanischer Union (AU) rücken die Wissenschaftszusammenarbeit in den Fokus. Dies wollen europäische und afrikanische Universitäten nutzen, um die Wissenschaftskooperation auf eine neue Ebene zu heben. Die HRK bot mit dem Online-Seminar „Enhancing Research Excellence at African Universities through European-African Cooperation“ eine Plattform für Diskussion und Austausch, die sich zunächst an die europäischen Rektorenkonferenzen richtete (mehr).