Internationales


Meldungen

Türkei: Hippler kritisiert Gerichtsprozesse gegen Wissenschaftler

In einem offenen Brief an Staatspräsident Erdoğan sowie Justizminister Gul hat HRK-Präsident Horst Hippler die in dieser Woche in der Türkei beginnenden Gerichtsprozesse gegen eine größere Gruppe Wissenschaftler scharf kritisiert. „Universitäten sind immer auch Orte der freien Meinungsäußerung“, so Hippler. „Die gegenwärtige Welle von Prozessen gegen die Unterzeichner der Petition „We will not be a party to this crime!“ widerspricht jedwedem Verständnis von demokratischen Grundwerten. Die andauernden Repressionen gegen Hochschulangehörige in der Türkei stellen eine Absage an die akademischen Freiheiten dar.“ Das internationale Netzwerk Scholars at Risk ruft aktuell Hochschulen dazu auf, Unterstützerschreiben an die türkische Regierung zu senden. Mehr dazu

DIES-Konferenz mit Hochschulmanagern aus Entwicklungsländern

Das Management von Hochschulen in Entwicklungs- und Schwellenländern stand im Zentrum einer Tagung des DIES-Programms (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) vom DAAD und der HRK. Im Rahmen der Konferenz wurde dabei eine Studie des Boston College Center for International Higher Education präsentiert. Dabei wurden rund fünfzig weltweite Trainingsangebote für Hochschulmanager aus Entwicklungsländern untersucht. Ein Ergebnis: praktisch alle Weltregionen treten entweder als Anbieter oder Zielländer von Fortbildungsangeboten zum Hochschulmanagement auf. Ausnahmen sind Zentralasien und der Mittlere Osten. Ein Großteil der Programme ist erst nach dem Jahr 2000 entstanden. Allerdings sind die Zahlen der Teilnehmer nach wie vor relativ gering und die Programme unterscheiden sich stark nach Inhalten und Zielgruppen. Mehr dazu

Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen: Informationen auch auf Englisch

Die Online-Übersicht über Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen auf der HRK-Internetseite ist nun auch in englischer Sprache verfügbar: Sie informiert ebenso wie die deutschsprachige Übersicht über die Auslandsrepräsentanzen von 17 deutschen Hochschulen und drei Hochschulverbünden in zehn Staaten. Enthalten sind Angaben zu den Standorten, Trägerhochschulen und Trägerverbünden sowie Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte der Repräsentanzen.

6. Asiatisch-europäisches Rektorentreffen in Singapur

Die Stärkung interdisziplinärer Forschung, die Sicherung qualitätsvoller Hochschulbildung und die Förderung des lebenslangen Lernens an den Hochschulen Europas und Asiens standen im Zentrum der sechsten asiatisch-europäischen Rektorenkonferenz in Singapur. Das zweijährlich stattfindende Rektorentreffen ist einer der offiziellen Dialogpartner des ASEM-Bildungsprozesses. Das Asia-Europe Meeting (ASEM)  bietet der Politik in Asien und Europa eine informelle Plattform, verbunden mit dem Ziel, die Beziehungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Soziales, Kultur und Bildung zu stärken. Rund 110 europäische und asiatische Hochschulleitungen und Experten verabschiedeten zum Abschluss ihrer Beratungen einen Forderungskatalog, der den Bildungsministerinnen und -ministern der 51 ASEM-Staaten im November in Seoul vorgelegt wird. Neben einzelnen Hochschulvertreterinnen und -vertretern brachten auch EUA und HRK die europäische Perspektive in die Diskussionen ein. Mehr dazu

Deutsche und russische Rektoren setzen auf Hochschulkooperation

Transnationale Zusammenarbeit stand im Zentrum des vierten Deutsch-Russischen Rektorentreffen des russischen Verbandes Führender Universitäten und der HRK an der Technischen Universität Ilmenau in der vergangenen Woche: So wurde beschlossen, eine gemeinsame Stellungnahme in den laufenden Abstimmungsprozess zur deutsch-russischen Roadmap in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation einzubringen. Die Erarbeitung der Roadmap wurde 2017 auf Regierungsebene vereinbart. Eine zudem neu eingerichtete deutsch-russische Expertengruppe soll Empfehlungen zum Aufbau gemeinsamer Masterstudiengänge und für die gemeinsame Betreuung von Promotionen mit jeweils doppelten oder gemeinsamen Abschlüssen erarbeiten. Die Rektoren berieten weiterhin Möglichkeiten, den Bereich des Wissenstransfers aus Hochschulen in Wirtschaft und Gesellschaft stärker in die Kooperationsaktivitäten einzubinden. Gegenwärtig sind auf www.internationale-hochschulkooperationen.de rund 900 deutsch-russische Hochschulvereinbarungen erfasst. Daran beteiligt sind rund 200 deutsche und 250 russische Hochschulen. Mehr dazu

Internationale Hochschulkooperationen: Informationsportal online

Die internationalen Hochschulkooperationen der deutschen Hochschulen transparenter und im Netz sichtbarer machen - das ist das Ziel von www.internationale-hochschulkooperationen.de. Unter dieser Adresse sind ab sofort verbesserte Recherchetools und begleitende Informationen zur internationalen Zusammenarbeit der deutschen Hochschulen verfügbar. Die Angaben über die Kooperationen werden von den Hochschulen in das Informationsportal eingepflegt. Gegenwärtig verzeichnet das Portal rund 33.000 Vereinbarungen mit 5.400 Partnereirichtungen in über 150 Staaten.

Trilaterales Treffen in Klagenfurt

In Klagenfurt fand das diesjährige trilaterale Treffen der Rektorenkonferenzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Es dient traditionell dem gegenseitigen Austausch über aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen in den drei deutschsprachigen Ländern. In diesem Jahr waren dies Probleme der Hochschulfinanzierung, des Hochschulzugangs und des Medizinstudiums. Eine vertiefte Zusammenarbeit wurde zu Open Access/Open Science und den Verhandlungen mit den Verlagen über nationale Lizenzen vereinbart. Ebenso verabredeten die Beteiligten, in der Europäischen Rektorenkonferenz mit einer Stimme zu sprechen, wenn es um die Gefährdung von Wissenschaft und akademischer Freiheit innerhalb und außerhalb Europas geht.

Internationalisierung: Neues Beratungsformat für Hochschulen

Im Rahmen ihres neuen Projekts HRK-EXPERTISE Internationalisierung bietet die HRK erstmalig das Beratungsformat Peer-to-Peer an. Bei diesem Angebot kollegialer Beratung tauscht sich eine kleine Gruppe funktional gleichgestellter Mitglieder verschiedener Hochschulen zu einer konkreten, zuvor festgelegten Fragestellung der Internationalisierung intensiv aus. Bis zum 30. Oktober können Hochschulvertreterinnen und -vertreter erstmalig ihr Interesse an der Teilnahme bekunden. Die beitragsfreien Peer-to-Peer-Treffen werden im ersten Quartal 2018 durchgeführt. Nähere Informationen zur Ausschreibung und den Leistungen finden Sie hier.
 

Call for Papers: Internationalisierung der Curricula in den MINT-Fächern

Maßnahmen zur Internationalisierung von Curricula in den Ingenieur- und Naturwissenschaften stehen im Zentrum einer im Februar 2018 von der TU Berlin gemeinsam mit HRK, TU9 und DAAD durchgeführten Konferenz. In den Foren und Präsentationen soll es unter anderem darum gehen, welche Methoden angemessen sind, um das gewünschte Level der Internationalisierung in der Lehre zu erreichen, welche Standards bei der Evaluation helfen oder wie der erforderliche Kulturwandel in einer Institution motiviert werden kann. Vorschläge für Beiträge für die Tagung können noch bis 15. September 2017 eingereicht werden. Im Mai 2017 verabschiedete die HRK eine Empfehlung zur Internationalisierung der Curricula. Mehr dazu

Iran: Sehr starkes Interesse am Ausbau der Hochschulzusammenarbeit

Die Zusammenarbeit deutscher und iranischer Hochschulen stand im Zentrum eines zweitägigen Seminars in Teheran. Bei der von der HRK in Kooperation mit der Allameh Tabataba‘i University und der Unterstützung des DAAD-Informationszentrums Teheran organisierten Veranstaltung tauschten sich 20 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus dem Iran und Deutschland sowie rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Leiter internationaler Büros aus beiden Ländern zur Umsetzung von Internationalisierungsstrategien und zum Ausbau bestehender Kooperationsstrukturen aus. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozial­wissenschaften, der stellvertretende iranische Wissenschaftsminister betonte in seiner Eröffnungsrede jedoch das große Interesse an einer Zusammenarbeit in allen Fachdisziplinen. Mehr dazu

Türkei: Akademische Freiheiten an Hochschulen massiv eingeschränkt

Ein Jahr nach dem Umsturzversuch in der Türkei sieht die HRK die akademischen Freiheiten dort massiv eingeschränkt. Erst in dieser Woche berichteten Medien erneut über die Verhaftung zahlreicher Hochschulangehöriger. Die HRK protestiert scharf gegen diese Entwicklung und versichert den Opfern staatlicher Repressionen in der Türkei ihre Solidarität. HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler forderte die Türkei nachdrücklich auf, die akademischen Freiheiten in vollem Umfang zu gewährleisten. „Die strafrechtliche Aufarbeitung des Umsturzversuches darf nicht für eine Einschränkung der akademischen Freiheiten instrumentalisiert werden“, betonte Hippler. Mehr dazu

Deutsch-britische Hochschulzusammenarbeit in Zeiten der Unsicherheit

Bereits vergangene Woche traf sich HRK-Präsident Horst Hippler mit dem Präsidium der britischen Rektorenkonferenz Universities UK. Im Zuge der Gespräche in London unterstrichen beide Seiten die herausragende Bedeutung der deutsch-britischen Hochschulbeziehungen insbesondere in Zeiten des Brexit. Man vereinbarte, die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Rektorenkonferenzen weiter zu intensivieren und den Anliegen der Hochschulen auf beiden Seiten des Ärmelkanals im Verlauf der soeben begonnenen Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union Gehör zu verschaffen. Gemeinsam mit seiner britischen Amtskollegin Dame Julia Goodfellow betonte der HRK-Präsident die dringende Notwendigkeit, die deutsch-britischen Hochschulbeziehungen auch künftig auf eine tragfähige Grundlage zu stellen. Deutschland und Großbritannien verfügen über zwei der leistungsstärksten Wissenschaftssysteme in Europa. Mehr dazu

Neue Ausschreibung des HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

In diesen Tagen besuchen Expertenteams der HRK im Rahmen des Audit und des Audit kompakt „Internationalisierung der Hochschulen“ die Filmuniversität Babelsberg, die Technische Hochschule Ingolstadt, die Fachhochschule Bielefeld und die Universität Bonn. Auch 2018 bietet die HRK wieder diese Verfahren der unabhängigen, systematischen und ganzheitlichen Beratung an, mittels derer Hochschulen bei der Herausarbeitung und Weiterentwicklung ihres internationalen Profils unterstützt werden. Neu im Portfolio ist mit der Audit-Strategiewerkstatt ein passgenaues Audit für sehr kleine Hochschulen (<1.000 Studierende). Hochschulen, die eine Teilnahme anstreben, sollten bis zum 27. Oktober 2017 eine verbindliche Interessensbekundung abgeben. Mehr dazu

Internationalisierung: HRK-Projekt berät Hochschulen

Im Rahmen des neuen Projekts HRK-EXPERTISE Internalisierung unterstützt die HRK ihre Mitgliedshochschulen bei der qualitätsgeleiteten und systematischen Erarbeitung, Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer gesamtinstitutionellen Internationalisierung. EXPERTISE bündelt dabei die etablierten Beratungsdienstleistungen zur Internationalisierung sowie ein differenziertes Portfolio neuer Angebote unter einem Dach. Noch bis 30. Juni können HRK-Mitgliedshochschulen erstmalig ihr Interesse an der Teilnahme für die Beratungsformate Runder Tisch, Themenwerkstatt und Prozesswerkstatt bekunden. Die für die Hochschulen kostenlosen Angebote werden erstmalig vom 16. Oktober bis 15. Dezember 2017 durchgeführt. Informationen zur Ausschreibung unter www.hrk.de/expertise

HTULC: Hochschulbildung droht Qualitätsverlust

Beim zweiten Hamburg Transnational University Leaders Council (HTULC) diskutierten 47 Hochschulleitungen aus aller Welt über die Folgen des Akademisierungstrends und die Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit. In einer gemeinsamen Deklaration betonen die Mitglieder des Council die Bedeutung einer klaren Aufgabenteilung der Hochschularten. Diese sei eine wichtige Grundlage für eine sinnvolle Differenzierung der Hochschullandschaft weltweit. In einem offenen Brief an den ungarischen Premierminister Viktor Orbán appellieren HRK, Körber-Stiftung und die Universität Hamburg im Namen des Council die Central European University (CEU) in ihrem Bestand nicht zu gefährden. Mehr dazu

Tagung: Female Leadership and Higher Education management in developing countries

Wie können weibliche Führungskräfte an Hochschulen in Entwicklungsländern besser gefördert werden? Diese Frage steht im Zentrum einer Tagung im Rahmen des DIES-Programms von DAAD und HRK am 28. und 29. Juni in Bonn. Dabei soll diskutiert werden, welchen Hindernissen Frauen auf dem Weg in Führungspositionen an Hochschulen begegnen und wie diese beseitigt werden können. Das Thema geschlechtergerechte Führungskultur wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der DIES-Aktivitäten ausmachen. Dazu soll die Konferenz Vorschläge für mögliche Handlungsempfehlungen mit vorbereiten. Mehr dazu

Auftaktkonferenz des Projektes HRK-EXPERTISE Internationalisierung

Wie kann das Bewusstsein für internationale Aspekte in Studium, Forschung und im hochschulischen Alltag insgesamt an den deutschen Hochschulen gefördert werden? Diese Frage stand im Zentrum der Auftaktkonferenz des Projekts HRK-EXPERTISE Internationalisierung in dieser Woche in Berlin. Bei der Eröffnung betonte HRK-Präsident Horst Hippler, dass die Hochschulen Menschen benötigten, „die sensibilisiert, motiviert und qualifiziert sind, Internationalität und Interkulturalität zu stärken.“ Mit dem durch das BMBF geförderte Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung bietet die HRK den deutschen Hochschulen vielfältige Beratungs- und Vernetzungsinstrumente, die sie in ihrer systematischen und qualitätsgeleiteten Internationalisierung unterstützen. Mehr dazu

HTULC: Internationales Gipfeltreffen der Hochschulen in Hamburg

Die Differenzierung der Hochschulsysteme und die Zukunft der Hochschulbildung stehen im Zentrum des zweiten Hamburg Transnational University Leaders Council (HTULC) vom 7. bis 9. Juni an der Universität Hamburg. Bei der von HRK, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg ausgerichteten Tagung kommen rund 50 Präsidentinnen und Präsidenten führender Hochschulen aus der ganzen Welt zusammen. Grundlage des Councils bildet eine von der Körber-Stiftung in Auftrag gegebene Studie über Trends der Hochschul- und Berufsbildungssysteme in 13 Ländern. Mehr dazu

Integration von internationalen Absolventinnen und Absolventen in den Arbeitsmarkt

Für viele internationale Absolventinnen und Absolventen ist ein Verbleib in Deutschland sehr attraktiv. Allerdings erschweren etwa unzureichende Deutschkenntnisse und fehlende Kenntnisse über den Bewerbungsprozess den Übergang in den Arbeitsmarkt. Hier setzte die Initiative Study & Work an. Ziel des von der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und vom Stifterverband geförderten Programms war es, internationale Studierende beim Übergang in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und so zur Fachkräftesicherung, insbesondere in den östlichen Bundesländern, beizutragen. Dazu bauten zehn Hochschulen regionale Netzwerke auf. Neben der durch Career Center und andere Einheiten an den Hochschulen geleisteten Unterstützung ist auch das Engagement von Lehrenden und Studierendenorganisationen zentral. Eine wissenschaftliche Begleitstudie wird im Herbst veröffentlicht; die Ergebnisse der einzelnen Projekte sind in einer Handreichung zusammengefasst. Mehr dazu

Übersicht: Webseite informiert über Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen

Repräsentanzen im Ausland können ein wichtiges Element der internationalen Strategien einer deutschen Hochschule sein. Im Zuge ihres Internationalisierungsprozesses haben inzwischen 17 deutsche Hochschulen und drei Hochschulverbünde insgesamt 43 Auslandsrepräsentanzen in zehn Staaten etabliert. Die HRK hat nun eine Übersicht der bestehenden Auslandsrepräsentanzen zusammengestellt. Sie informiert über Standorte, Trägerhochschulen und Trägerverbünde sowie über die Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte der einzelnen Repräsentanzen. Mehr dazu

HRK empfiehlt Internationalisierung der Curricula

Für die Verankerung einer internationalen Dimension in allen Curricula spricht sich eine Empfehlung aus, die die Mitgliederversammlung der HRK in Bielefeld in dieser Woche verabschiedet hat. Allen Studierenden sollten auch an ihrem deutschen Studienort interkulturelles Verständnis und globale Perspektiven vermittelt werden. Dabei gehe es nicht darum, bestehende Lehrpläne lediglich durch internationale Komponenten zu ergänzen, sondern internationale und interkulturelle Elemente fest in die Kerncurricula zu integrieren. Mehr dazu

Hochschulgesetz in Ungarn: Gefährdung der CEU nicht nachvollziehbar

In der Diskussion um das ungarische Hochschulgesetz betonte HRK-Präsident Horst Hippler die Bedeutung enger wissenschaftlicher Kooperation innerhalb der EU. Diese sei "essentiell für die Konkurrenzfähigkeit unserer Universitäten und Forschungseinrichtungen", so Hippler. "Die Central European University (CEU) in Budapest leistet dazu mit ihrer Forschung und Lehre einen exzellenten Beitrag. Ich kann nicht nachvollziehen, dass durch das aktuelle Novellierungsverfahren des ungarischen Hochschulgesetzes die Existenz einer der forschungsstärksten Hochschuleinrichtungen in Ungarn in Gefahr gebracht wird. Es wäre äußerst bedauerlich und schädlich, wenn die CEU das Opfer spitzfindiger gesetzlicher Regelungen werden sollte.“ Der HRK-Präsident verwies auch auf die EUA, die an den ungarischen Präsidenten appelliert, das Gesetz nicht zu unterzeichnen. Mehr dazu

HRK-Umfrage: Erfolge bei der akademischen Integration von Geflüchteten

In den vergangenen Monaten nahmen deutlich mehr Geflüchtete Angebote deutscher Hochschulen in Anspruch. Laut einer Befragung der HRK sind derzeit 1.140 Geflüchtete in einem Fachstudium immatrikuliert. Das sind fünf Mal so viel wie noch vor einem halben Jahr. Fast 24.000 Einzelberatungen meldeten die Hochschulen für das auslaufende Wintersemester – mehr als doppelt so viele wie ein Semester zuvor. Die Hochschulen engagieren sich intensiv für die akademische Integration von Geflüchteten, insbesondere über Maßnahmen zur sprachlichen und fachlichen Studienvorbereitung. Mit finanzieller Unterstützung durch Bund und Länder halten sie spezielle Vorbereitungsprogramme für interessierte und studierfähige Flüchtlinge vor. Mehr dazu

March for Science: Allianz unterstützt Demonstration für Freiheit der Wissenschaften

Im Rahmen einer Stellungnahme der Allianz der Wissenschafts­organisationen unterstützt die Hochschulrektorenkonferenz den „March for Science“. In der Stellungnahme würdigte die Allianz die Aktion, bei der am 22. April weltweit Menschen für den offenen, wissensbasierten Diskurs demonstrierten, als wichtiges und deutliches Zeichen für die Freiheit der Wissenschaften. Autokratische und antidemokratische, wissenschafts- und reflexivitätsfeindliche Handlungen und Strömungen bedrohten die Arbeit und Werte der Wissenschaften und aller in ihr Tätigen, so die Allianz. Dies beeinträchtige die gesellschaftliche Leistungsfähigkeit der Wissenschaften und rühre zugleich an die Grundprinzipien liberaler Verfassungsordnungen und offener Gesellschafts- und Lebensformen. Beidem müssten die Wissenschaft und ihre Organisationen nicht nur um ihrer selbst willen entgegentreten. Eine Übersicht der deutschen Städte, in denen Aktivitäten geplant waren, findet sich unter marchforscience.de/auch-in-deiner-stadt.

CPU und HRK: EU als europäische Wissensgesellschaft gestalten

Im Rahmen der Grundsatzdiskussion über ein künftiges Leitbild für die Europäische Union nach dem Brexit fordern die Präsidenten der Französischen Rektorenkonferenz CPU und die HRK, die EU als "europäische Wissensgesellschaft" zu gestalten. In einem gemeinsamen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung warnen sie, dass Bildung, Forschung und Innovation bei der Mittelvergabe der EU unter die Räder zu kommen drohen, wenn ihnen keine stärkeren Rollen zugewiesen würden. CPU und HRK schlagen darüber hinaus eine „Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft“ als europäisches Zukunftsprojekt vor. Bei einer solchen integrierten Strategie für Bildung, Forschung und Innovation könne die EU-Kommission als Moderator fungieren. In Deutschland seien Bund, Länder und Hochschulen gefragt. Mehr dazu

Stärkung der deutsch-australischen Hochschulkooperation

Die Frage der nachhaltigen Hochschulfinanzierung unter hochschulpolitischen Rahmenbedingungen, die auf die direkte Verwertbarkeit von Forschung und Lehre zielen, stand im Mittelpunkt des Austausches mit australischen Partnern in Sydney, Canberra und Melbourne. HRK-Präsident Horst Hippler warb in den Gesprächen für eine ganzheitliche Ausgestaltung der Hochschulbildung und die Förderung exzellenter Grundlagenforschung, auch in den Geistes- und Sozial­wissenschaften. Auch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen waren Thema der Jahreskonferenz der HRK-Partnerorganisation Universities Australia. Zur Stärkung gemeinsamer Anliegen vereinbarten HRK und Universities Australia, sich zukünftig noch intensiver strategisch abzustimmen, sowohl bilateral als auch gemeinsam mit kanadischen Partnern.