Aktuelle Meldungen

 

Zur Freiheit der Rede an Universitäten

„Demokratien basieren auch auf freien Universitäten, und umgekehrt basiert die Freiheit der Universitäten auf einer funktionierenden demokratischen Gesellschaftsordnung.“ Mit diesen Worten skizzierte HRK-Präsident Peter-André Alt das Wechselverhältnis von akademischer Freiheit und Demokratie im Rahmen eines einführenden Vortrags am Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus in New York. Gegenstand der anschließenden Podiumsdiskussion war die aktuelle Auseinandersetzung um die Grenzen und Rahmenbedingungen der Freiheit der Rede in Universitäten, wie sie derzeit insbesondere in den USA geführt wird. Der HRK-Präsident bezeichnete ein klares Bekenntnis zur Freiheit der Rede als zentralen Baustein des Selbstverständnisses deutscher Universitäten. Mehr dazu

Jahrestagung des German Academic International Network

Über 300 derzeit in den USA und Kanada tätige deutsche Wissenschaftler informierten sich auf der 18. Jahrestagung des GAIN-Netzwerks in Boston über die Möglichkeiten einer Rückkehr an den Wissenschaftsstandort Deutschland. Im Gespräch mit Wissenschaftlern erläuterten Vertreter von mehr als 40 HRK-Mitgliedshochschulen aktuelle Karriereoptionen an Universitäten und Fachhochschulen. Die HRK zählt zu den assoziierten Mitgliedern des GAIN-Netzwerks. Mehr dazu

Faltblatt zum Aufenthaltsrecht überarbeitet

Die HRK hat das 2013 zum ersten Mal veröffentlichte Faltblatt „Deutsches Aufenthaltsrecht für Wissenschaftler/innen aus Nicht-EU-Staaten“ überarbeitet und aktualisiert. Damit reagiert sie auf die neue EU-Richtlinie für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zu Forschungszwecken und ihre Umsetzung im deutschen Aufenthaltsrecht. Das Faltblatt bietet Welcome Centern, Akademischen Auslandsämtern und anderen interessierten Stellen an den Hochschulen und in anderen Wissenschafts­organisationen eine wichtige Hilfe bei der täglichen Beratung von Gastwissenschaftlern aus Nicht-EU-Staaten. Die deutsche und die englische Version sind auf der Website verfügbar.

Protest gegen Vorgänge bei deutsch-israelischer Stiftung

August 2018, Berlin
Gegen die politisch begründete Ablehnung der israelischen Wissenschaftlerin Yael Amitai bei der Nachbesetzung des wissenschaftlichen Beirats der German-Israeli Foundation (GIF) hat sich HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt mit Nachdruck gewandt: „Hier wird die Unabhängigkeit der Wissenschaft beschädigt. Das dürfen wir nicht hinnehmen.“
Alt unterstützt damit den Protest der Vereinigung der israelischen Universitätsleitungen (VERA) und zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Deutschland und Israel sollten für dieses wichtige bilaterale Projekt klare Regelungen treffen“, so Alt.

HRK-Veranstaltung am GCRI New York: Die Freiheit der Rede an Universitäten

Insbesondere in den Vereinigten Staaten, zunehmend aber auch in Europa, gibt es eine öffentlich geführte Diskussion um Grenzen und Rahmenbedingungen der Freiheit der Rede in Universitäten. Hintergrund ist die größere Debatte um akademische Freiheiten, Pressefreiheit, Bürgerrechte und Demokratie. Seit dem Beginn der Präsidentschaft Donald Trumps häufen sich in den USA Vorfälle, in deren Verlauf die Debattenkultur an Universitäten gezielt instrumentalisiert wird, um Rednern eine Plattform für extremistische Positionen zu geben. Die gemeinsame Veranstaltung des German Center for Research and Innovation New York und der HRK greift auch die Frage auf, wie Universitäten die Freiheit der Rede und die verwandte Freiheit der Forschung und Lehre verteidigen können in einer Zeit, in der sich demokratische Grundwerte und Institutionen und somit auch Universitäten gezielten Angriffen ausgesetzt sehen. Mehr dazu

Deutsch-kolumbianische Hochschulzusammenarbeit

Angesichts der positiven Entwicklungen in Kolumbien haben die deutsch-kolumbianischen Wissenschafts- und Hochschulbeziehungen in den vergangenen Jahren entschieden an Bedeutung gewonnen. So konnte seit 2012 eine Verdoppelung auf heute 210 Hochschulkooperationen verzeichnet werden; ein weiterer Aufwuchs ist zu erwarten. Deshalb empfing HRK-Präsident Horst Hippler im Juli eine Rektorendelegation der in der „Grupo G8“ zusammengeschlossenen Hochschulen aus Medellín, Kolumbien. Im Zentrum der Gespräche standen neben hochschulpolitischen Entwicklungen, Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie Internationalisierung als auch die weiteren Entwicklungsperspektiven der Zusammenarbeit. Diesem Zweck diente auch das umfangreiche Besuchsprogramm, das die Delegation an zahlreiche deutsche Hochschulen führte.

Wissenschaftsrat: Grenzüberschreitende Wissenschaft

Obwohl die wissenschaftliche Entwicklung aufstrebender Nationen neue Kooperationsmöglichkeiten in Lehre und Forschung bietet, erschwert eine zunehmende Wissenschaftsskepsis den grenzüberschreitenden Austausch. Diese Tendenz war unter anderem Thema der Sommersitzungen des Wissenschaftsrats. Die HRK begrüßt die Initiative des Wissenschaftsrates, das für die Hochschulen wichtige Thema der Internationalisierung aufzugreifen. HRK-Präsident Horst Hippler: „Die internationale Hochschulzusammenarbeit trägt zur kulturellen Verständigung und zu einem friedlichen Miteinander bei. Das ist entscheidend, um den Trend zu Abschottung und Nationalismus zu brechen.“ Mehr dazu

Hochschulmanagement in Südostasien

Bereits im zehnten Jahr absolvierten Dekane aus sieben südostasiatischen Ländern ein Training zum Hochschulmanagement in Deutschland. Das Trainingsprogramm DIES International Deans‘ Course (IDC) findet im Rahmen des von HRK und DAAD gemeinsam getragenen DIES-Programms an der Hochschule Osnabrück statt. Weitere Programmpartner sind das CHE, die Humboldt-Stiftung sowie die Freie Universität Berlin und die Universität Duisburg-Essen. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist das Peer Learning der Teilnehmer untereinander, weitere Kursteile finden daher an der Universität Centro Escolar auf den Philippinen und an der Gadjah Mada-Universität in Yogjakarta, Indonesien statt.

Forum zur deutsch-französischen Forschungskooperation

Beim 6. Forum zur deutsch-französischen Forschungskooperation trafen sich im Juni auf Einladung des BMBF sowie des französischen Hochschulministeriums Vertreter der großen Forschungseinrichtungen. Sie diskutierten unter anderem über die Förderinitiative Europäische Hochschulnetzwerke (European Universities), für die die Europäische Kommission aktuell eine Pilotausschreibung erarbeitet. Aspekte der Diskussion waren „Exzellenz versus Kapazitätsaufbau/Kohäsion“, die Suche nach Kooperationspartnern „top-down versus bottom-up“ sowie die Rolle von außereuropäischen Kooperationspartnern. Die HRK unterstrich, dass das Wissensdreieck aus Forschung, Lehre und Innovation als Interessensgebiet der Hochschulen unbedingt zu berücksichtigen sei und mahnte eine Mehrebenen-Finanzierung des Projekts durch EU, Bund und Länder an. Die französische Hochschulministerin Frédérique Vidal lobte das gemeinsame Engagement von HRK und ihrer französischen Partnerorganisation CPU zum Thema Europäische Hochschulnetzwerke.

European Student Card: Abschlusskonferenz in Paris

In der zweijährigen Projektphase des Erasmus+ Projekts „European Student Card“ haben die Partner aus Frankreich, Italien, Irland und Deutschland einen Prototyp für einen europäischen Studierendenausweis entwickelt. Interessierte Hochschulen können sich auf der Plattform der European Student Card für den Ausweis registrieren. Die ersten ESC-Ausweise sollen noch 2018 von den an der Pilotphase teilnehmenden Hochschulen ausgegeben werden. Von deutscher Seite waren die Campus Card Berlin sowie der EUCOR Verbund beteiligt. Ein Folgeprojekt für die Weiterentwicklung der bisherigen Ergebnisse wurde bei der Europäischen Kommission für 2019 beantragt. Weitere Informationen zu den Plänen der Europäischen Kommission zur European Student Card finden Sie hier.

Bologna-Konferenz: Kommuniqué verabschiedet

Visionen und Werte stehen im Mittelpunkt des Kommuniqués, das die Hochschul-Minister der Bologna-Länder in Paris verabschiedet haben: Grundprinzipien wie akademische Freiheit und Integrität, institutionelle Autonomie, die Teilhabe von Studierenden und Personal an der Gestaltung der Hochschulen sowie öffentliche Verantwortung für und bei Hochschulbildung sind laut der Erklärung das Rückgrat des Europäischen Hochschulraums. HRK-Präsident Horst Hippler hatte im Vorfeld der Konferenz gefordert, dass sich die Minister auch der kritischen Diskussion um bedenkliche Entwicklungen in einigen Staaten stellen müssten. In das Kommuniqué ist dazu ein deutlicher Passus eingeflossen, der die Verantwortung der Hochschulen betont. Mehr dazu

Workshop: Integrität als Eckpfeiler für Hochschullehre und -forschung

Auf Einladung des Observatory Magna Charta Universitatum und der französischen Rektorenkonferenz CPU tauschten sich Hochschulvertreter aus rund 30 Ländern in Paris über Integrität und soziale Verantwortung von Hochschulen aus. Gemeinsam diskutierten diese nicht nur über Fragen der Integrität und Ethik in der Forschung, sondern weiteten den Blick auf den breiteren Hochschulkontext – sowohl hochschulintern als auch im Austausch mit der Gesellschaft. Die gemeinsam vom Observatory Magna Charta und der International University Association veröffentlichten Leitlinien heben dabei hervor, dass Integrität im konkreten Hochschulalltag trotz der Allgemeingültigkeit der Prinzipien vom jeweiligen Hochschulkontext abhängig ist.

HRK, CPU und KRASP: „Verteilte Exzellenz“ in Europa

Die deutsche, französische und polnische Rektorenkonferenzen fordern, dass „verteilte Exzellenz“ zum Grundprinzip europäischer Wissenschafts- und Hochschulpolitik werden soll. Als Ziel betonen sie in einem gemeinsamen Grundsatzpapier ein ausgewogenes und starkes, in allen Regionen verankertes System. Wettbewerb und Differenzierungsprozesse gehörten unbedingt dazu; keinesfalls dürfe „Distributed Excellence“ als Nivellierungsinstrument missverstanden werden. Zur Umsetzung ihres Konzepts schlagen die Rektorenkonferenzen drei Förderprogramme vor, die die Breite der Tätigkeitsfelder der Hochschulen unterstreichen und damit das Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation wesentlich mitgestalten könnten.

SEVAL-Tagung zu Internationalisierung und Evaluation

Im Rahmen der Frühjahrstagung der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft SEVAL kamen rund 30 Vertreter aus schweizerischen Universitäten und Fachhochschulen zusammen. Sie diskutierten darüber, wie Fragen der Internationalisierung in die hochschulische Qualitätsentwicklung integriert werden können. Neben einem inhaltlichen Impuls von Hans de Wit, Direktor des Center for International Higher Education und Professor am Department for Educational Leadership and Higher Education am Boston College, stellte Stephan Keuck, Leiter des HRK-Projekts EXPERTISE Internationalisierung, die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote des Projekts vor. Ein besonderer Fokus lag dabei auf konkreten institutionellen Mehrwerten, die durch die Qualitätsentwicklung der Internationalisierung an deutschen Hochschulen entstehen.

Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran

Im zweiten HRK-Koordinierungsgespräch zur Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran tauschten sich Vertreter von über 20 Hochschulen über die Kooperation mit iranischen Universitäten aus. Auch wenn große Potenziale aufgrund des sehr hohen Niveaus des iranischen Bildungssystems gesehen werden, gibt es auch viele Schwierigkeiten und Hindernisse. Diese waren Schwerpunkt der Diskussion, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Entwicklung. Die Zahl der Hochschulkooperationen hat sich in den letzten zwei Jahren auf über 70 fast verdoppelt, im Studienjahr 2017 waren etwa 8.000 iranische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Damit belegt der Iran Platz 3 bei den Herkunftsländern außerhalb Europas hinter China und Indien.

Austausch zwischen Hochschulen und Gesellschaft braucht klare Leitlinien

„Zum wirtschaftlichen Erfolg von Ländern wie Japan und Deutschland trägt die Interaktion zwischen Hochschulen und anderen Gesellschaftsbereichen entscheidend bei. Für diese so wichtigen Kooperationen braucht es aber klare Regeln.“ Das betonte HRK-Präsident Horst Hippler nach einem zweitägigen japanisch-deutschen Hochschultreffen in Tokyo. Bei der vierten gemeinsamen Konferenz von HRK, dem Japan Committee of Universities for International Exchange und dem Japanisch-Deutschem Zentrum Berlin bestärkten die Veranstalter in einer gemeinsamen Erklärung drei Leitprinzipien für eine erfolgreiche Interaktion zwischen Hochschulen und Gesellschaft, auf die sie sich bereits im Jahr 2016 verständigt hatten. Mehr dazu

China-Kompetenz an deutschen Hochschulen

Was macht China-Kompetenz in der Wissenschaft aus und wie kann sie weiter ausgebaut werden? Auf Einladung von BMBF, KMK und AA diskutierten im Mai 2018 Vertreter aller Bildungsbereiche zu diesem Thema. Grundlage der Diskussion war eine Studie des Mercator-Instituts für China-Studien (MERICS), die den Status quo in schulischer, beruflicher und hochschulischer Bildung sowie in der Forschung darstellt. Insbesondere in Schulen und Hochschulen sahen die Teilnehmer einen erheblichen Investitionsbedarf. Zentral für einen differenzierten und realistischen Umgang mit China seien eine frühzeitige Sprachförderung im Chinesischen sowie zielgruppenspezifische und niedrigschwellige Angebote für einen Aufenthalt im Land selbst. Bereits seit 2005 engagiert sich die HRK in dieser Thematik; sie wird sich auch zukünftig im Interesse der Hochschulen in den Dialogprozess einbringen.