HRK Hochschulrektorenkonferenz Die Stimme der Hochschulen

Internationales


Meldungen

Vernetzungstagung des HRK-Audits „Internationalisierung der Hochschulen“

Sieben Jahre lang hat das HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“ mit finanzieller Unterstützung durch das BMBF wirksame Anstöße zur strategischen Internationalisierung der deutschen Hochschulen geben können. Auch ab 2017 stehen Audit und Audit kompakt den Hochschulen weiterhin auf Selbstkostenbasis zur Verfügung, analog zum bereits jetzt teilnehmerfinanzierten Re-Auditverfahren. Das Auslaufen der Projektförderung durch das BMBF nimmt das HRK-Audit zum Anlass, am 5.10. alle 80 bislang am Audit beteiligten Hochschulen zu einer Vernetzungstagung einzuladen. Die tags darauf stattfindende Fachkonferenz unter dem Titel „Die Kunst der Internationalisierung – Wie lässt sich die vielgestaltige Internationalisierung steuern?“ richtet sich dann an alle interessierten Hochschulen. Eine Anmeldung ist noch bis zum 27.9. möglich.

Internationalisierung der Curricula

Am 2./3.11.2016 veranstaltet die Universität Göttingen in Kooperation mit dem DAAD und der HRK die internationale Konferenz „Internationalisierung der Curricula an Hochschulen: Konzepte, Initiativen, Maßnahmen“. Ziel der Veranstaltung ist es, Möglichkeiten einer erfolgreichen Integration internationaler und interkultureller Dimensionen in das Curriculum zu diskutieren und Handlungsoptionen für die deutschen Hochschulen zu beleuchten. Aktuell absolvieren ca. 30 % der deutschen Studierenden einen Auslandsaufenthalt und vertiefen so ihre internationalen und interkulturellen Kompetenzen; daher stehen die Hochschulen vor der Herausforderung, auch vor Ort Studienangebote zu entwickeln, die die Studierenden auf eine Tätigkeit und ein Leben in modernen Wissensgesellschaften vorbereiten, die aufgrund von Globalisierungsprozessen im stetigen Wandel begriffen sind. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Bielefelder Studie zu Qualifikationen von Flüchtlingen

Bislang lagen weder regional noch bundesweit verlässliche Daten über die Bildungs- und Arbeitsmarktqualifikationen und -wünsche von Flüchtlingen vor. Die Universität Bielefeld hat nun erstmals Bildungsqualifikationen von Flüchtlingen in Bielefeld und Umgebung erhoben. Die Befragung kann als Vorlage auch für andere Standorte dienen, um dadurch auf regionaler Ebene verbesserte Planungsmöglichkeiten zu erhalten. Die HRK empfiehlt, solche Befragungen in Zusammenarbeit mit den IHKs und der regionalen Bundesagentur für Arbeit zu entwickeln.

Staatliche Repressionen gegen Hochschulangehörige in der Türkei

Der HRK-Präsident hat sich auf das Schärfste gegen die Entwicklung an den türkischen Hochschulen gewandt (mehr). Die Maßnahmen der türkischen Regierung zielten offenbar auf systematische Einschüchterung und die Vernichtung des freien Geistes. Seine Äußerungen stehen in Übereinstimmung mit einem Aufruf der Europäischen Rektorenkonferenz EUA zum Thema. Auch Scholars at Risk hat mit Besorgnis auf die Situation hingewiesen.

Europäische Rektorenkonferenzen zum Brexit

Für eine unverminderte Zusammenarbeit mit den britischen Hochschulen hat sich HRK-Präsident Horst Hippler zusammen mit den Präsidenten von 23 weiteren Rektorenkonferenzen in einer gemeinsamen Erklärung ausgesprochen. „Wir werden zusammen darauf hinwirken, dass die langjährigen Forschungs- und Austauschbeziehungen zwischen den Hochschulen Europas zum Nutzen der Menschen auf dem gesamten europäischen Kontinent erhalten bleiben“, heißt es darin. Mehr dazu

Japan und Deutschland: Grundsätze für ein erfolgreiches Wirken der Hochschulen in der Gesellschaft

„Bildung, Forschung und Innovation – Die Hochschulen zwischen akademischen Grundwerten und gesellschaftlichen Erwartungen” war das Thema des Symposiums von HRK, Japanisch-Deutschem Zentrum Berlin (JDZB) und Japan Committee of Universities for International Exchange (JACUIE) am 28. und 29. Juni. Der immer lauter werdende Ruf nach unmittelbarer Verwertbarkeit birgt die Gefahr, die langfristigen Ziele von Forschung, Studium und Lehre aus dem Blick zu verlieren. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vierten gemeinsamen Konferenz in Berlin. 160 Expertinnen und Experten aus Japan und Deutschland – darunter 60 Hochschulleiterinnen und -leiter – diskutierten, wie Innovation und gesellschaftlicher Nutzen im Kontext der unterschiedlichen akademischen Fächer zu verstehen seien und wie die Hochschulen in Japan und Deutschland auf gesellschaftliche Erwartungen reagieren könnten, ohne ihren eigentlichen Bildungsauftrag aufzugeben. Mehr dazu

Deutsch-russische Hochschulkooperation stärken

Gemeinsame Studiengänge und Promotionsverfahren standen im Fokus des Treffens der HRK mit dem Verband Führender Universitäten (ALU) in Russland am 21. Juni 2016 in Kaliningrad. Von ALU zusammengestellte Beispiele guter Kooperationspraxis ergaben ein insgesamt positives Bild der Beziehungen. Eine Erhebung der HRK bestätigte das, identifizierte aber auch strukturelle Unterschiede im Studium und bei der Promotion, die sich negativ auf die Anerkennung von in Deutschland erbrachten Studienleistungen, deutschen Studienabschlüssen und Promotionen auswirken. HRK und ALU wollen eine flexiblere Handhabung bestehender Verfahren prüfen (Für weitere Informationen schreiben Sie bitte eine Mail an Herrn Smolarczyk aus der Geschäftsstelle der HRK).

Studium nach der Flucht

Erstmals hat eine Studie Angebote von Hochschulen für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung untersucht. Die qualitative Erhebung der Universität Hildesheim fand an neun deutschen Hochschulen statt. Analysiert wurden Ausprägung und Zielgruppen der Angebote, aber auch Konfliktlinien und organisatorische Herausforderungen. Aus den Befunden haben die Autoren gemeinsam mit Praktikern und Experten 15 Handlungsempfehlungen formuliert. Diese richten sich primär an die Hochschulen selbst, aber auch an die Landes- und Bundespolitik. Die Handlungsempfehlungen wie die gesamte Studie können hier abgerufen werden.

Kostenloser Online-Einstufungstest für Flüchtlinge

Das TestDaF-Institut stellt Flüchtlingen ab sofort  einen Online-Einstufungstest  für die Sprachen Deutsch (onDaF) und Englisch (onSET-English) zur Verfügung. Teilnehmende erhalten eine Bescheinigung über ihr Ergebnis (gemäß Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen: A2 – C1), mit dem Hochschulen den Sprachstand einschätzen und ggf. weitere Sprachangebote bzw. Sprachprüfungen für den Hochschulzugang anschließen können. Der onSET für Flüchtlinge kann jederzeit von jedem Computer mit Internetanschluss selbstständig abgelegt werden. Die Teilnahme am onSET für Flüchtlinge ist dank der Förderung des DAAD aus Mitteln des BMBF kostenlos. Mehr dazu

Studie: Internationale Wissenschaftler fühlen sich wohl in Deutschland

Die deutschen Hochschulen punkten bei internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit attraktiven Forschungsbedingungen, einer guten Arbeitsatmosphäre und Gleichberechtigung. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die GATE-Germany, Konsortium für internationales Hochschulmarketing des DAAD und der HRK, gerade veröffentlicht hat. Für die durch das BMBF finanzierte Untersuchung wurden promovierte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Entscheidungsmotiven, ihrer beruflichen und sozialen Integration und ihren Karriereabsichten befragt. Mehr dazu

Mobilitätshindernisse für internationale Wissenschaftler in Deutschland bröckeln

Für die Beseitigung von Hindernissen für Gewinnung und Einreise ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat sich die HRK in den letzten zehn Jahren intensiv eingesetzt. In diesen Tagen nun läuft das fünfjährige HRK-Projekt „Förderung der Wissenschaftlermobilität im Europäischen Hochschulraum“ aus, das vom BMBF gefördert wurde. „Beim Abbau von Mobilitätshindernissen führt allein beharrliche Arbeit zu Fortschritten“, zog nun HRK-Präsident Hippler eine positive Bilanz des Projekts. „Nur so kann ein forschungs- und innovationsabhängiges Land wie Deutschland für Spitzenkräfte aus dem Ausland attraktiv werden.“ Den Startimpuls für die Aktivitäten gab die Unterzeichnung der „Europäischen Charta für Forscher und der Kodex für die Einstellung von Forschern“, einer Empfehlung der EU-Kommission, durch die HRK im Jahre 2005. Mehr dazu