Aktuelle Meldungen

HRK-Protest gegen erneuten Angriff auf akademische Freiheit in Ungarn

„Die jüngste Veröffentlichung der Namen von Angehörigen der Central European University (CEU) in einer regierungsnahen ungarischen Zeitung zielt offensichtlich auf deren Einschüchterung. Ich betrachte dies als massiven Angriff auf die akademische Freiheit in einem EU-Mitgliedsstaat“, so HRK-Präsident Horst Hippler. „Ich unterstütze den erneuten Protest der europäischen Rektorenkonferenz EUA, deren Mitglied die HRK und viele deutsche Hochschulen sind.“ Bereits im Juni 2017 hatte sich der HRK-Präsident in einem gemeinsamen Brief mit den Mitausrichtern des Hamburg Transnational University Leaders Council an den ungarischen Premierminister Viktor Orbán gewandt und den Schutz der akademischen Freiheit angemahnt.

Internationale Kooperation im Bereich des Hochschulmanagement

Im Rahmen der von DAAD und HRK verantworteten DIES-Programmlinie (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) findet am 14./15. April 2018 in Ecuador das erste Treffen lateinamerikanischer Alumni des International Deans‘ Course statt. Dieser Trainingskurs schult neu ernannte Dekane und Institutsleiter im internationalen Hochschulmanagement. In diesem Quartal startet ein neuer Durchlauf für Dekane aus Südostasien. Auch für deutsche Hochschulen besteht noch bis zum 29. Juni die Möglichkeit, neue Kooperationsprojekte im Hochschulmanagement mit Partnern in Entwicklungsländern zu initiieren. In diesem Jahr wird das Programm erstmalig mit einem Fokus auf Kooperationen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ausgeschrieben.

HRK-Präsident unterstützt den March for Science

Auch in diesem Jahr unterstützt der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, den March for Science. „Als Wissenschaftler und als Repräsentant der Hochschulen beteilige ich mich mit großer Überzeugung. Den Organisatorinnen und Organisatoren dieser wirklichen Basisbewegung gilt mein Respekt und mein Dank für ihr Engagement“, sagte Hippler. Mehr dazu

HRK-Befragung: Geflüchtete an Mitgliedshochschulen

Geflüchtete nehmen an deutschen Hochschulen zunehmend Angebote aus dem eigentlichen Studienbetrieb wahr. Fast 3.000 Neu-Immatrikulationen in Bachelor- und Masterprogramme bzw. für eine Promotion registrierten Hochschulen im Wintersemester 2017/2018. Das hat eine Befragung der HRK bei ihren Mitgliedshochschulen ergeben. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings noch höher liegen. „Die Entwicklungen sind folgerichtig“, so HRK-Präsident Horst Hippler. „Immer mehr Flüchtlinge sind nun in der Lage, wirklich ein Studium aufzunehmen.“ Mehr dazu

DIES-Projekt: Qualitätsmanagement in der Lehre für Hochschulen in Südostasien

32 Vertreter südostasiatischer Hochschulen haben einen mehrteiligen Kurs zum Qualitätsmanagement in der Lehre erfolgreich abgeschlossen. Während der gemeinsamen Abschlusskonferenz mit den Hochschulleitungen und Alumni früherer Trainingskurse in Bangkok wurden die in den Hochschulen umgesetzten Praxisprojekte präsentiert und die Faktoren für deren erfolgreichen Abschluss analysiert. Diese Analyse fließt in die Gestaltung weiterer Trainingskurse ein. Das Trainingsprogramm richtete sich an Hochschulmanager, die in ihren Einrichtungen für Qualitätssicherung verantwortlich sind und künftig als Multiplikatoren fungieren können. Das Projekt wurde von DAAD und HRK mit der Universität Potsdam im gemeinsamen DIES-Programm durchgeführt. Mehr dazu

Deutsch-Vietnamesische Hochschulzusammenarbeit

Über 140 Hochschulkooperationen bilden eine solide Grundlage für die deutsch-vietnamesische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung. Um das erhebliche Entwicklungspotenzial zu heben und die Kooperation nachhaltig abzusichern, muss ihr Mehrwert für beide Seiten klar benannt werden – beispielhaft im BMBF-geförderten Projekt KaWaTech Solutions zu sehen. HRK-Präsident Horst Hippler reiste im März 2018 nach Vietnam, um sich über den aktuellen Stand der Hochschulkooperation und insbesondere der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) zu informieren und über hochschulpolitische Entwicklungen in Deutschland zu berichten. Er betonte, dass nun entscheidende Weichen in der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu stellen seien. Gerade in den für Vietnam zentralen Bereichen Wasser, Energie, Verkehr und Stadtentwicklung könne die VGU zukünftig einen wichtigen Beitrag leisten.

Deutscher Wissenschaftstag im Iran

Unter Federführung des BMBF fand vergangene Woche der erste Deutsche Wissenschaftstag im Iran mit einer überwältigenden Teilnahme von 60 Wissenschaftlern aus Deutschland statt. Neben außeruniversitären Forschungseinrichtungen präsentierten 20 deutsche Hochschulen ihre Forschungsschwerpunkte in Matchmaking-Workshops und auf dem Markt der Möglichkeiten. Der Wissenschaftstag verdeutlichte das hohe Bildungs- und Forschungsniveau der iranischen Universitäten sowie das große Potenzial an Kooperation, machte aber auch logistische und organisatorische Schwierigkeiten offensichtlich. Im zweiten Teil des Wissenschaftstages lag der Schwerpunkt auf Hochschulmedizin und Gesundheits­wissenschaften. Die HRK unterstützt die Hochschulen beim Ausbau ihrer Zusammenarbeit. Derzeit sind fast 70 Hochschulvereinbarungen mit iranischen Hochschulen in der Datenbank Internationale Hochschulkooperationen gelistet, eine Verdoppelung in den letzten zwei Jahren.

HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Peer-to-Peer-Beratungen erfolgreich gestartet

Der Austausch zwischen beruflich gleichgestellten Vertretern deutscher Hochschulen zu konkreten Fragestellungen und Herausforderungen der Internationalisierung steht im Fokus des Formats Peer-to-Peer des Projekts HRK-EXPERTISE Internationalisierung. Ende Februar kamen zu den ersten beiden Veranstaltungen der Reihe jeweils etwa zwölf Teilnehmende zusammen. Sie tauschten untereinander individuelles Erfahrungswissen und Expertise aus, reflektierten gemeinsam ihre Arbeitsweisen und erarbeiteten passgenaue Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen mit Blick auf ihre alltäglichen Internationalisierungsaktivitäten. Die Teilnahme am Format steht Hochschulmitarbeitenden aller Funktionsbereiche offen, die sich an ihren Institutionen mit Themen der Internationalisierung beschäftigen. Ausschreibungen erfolgen halbjährig und werden auf der Projektwebsite veröffentlicht.

Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen: Erfahrungsaustausch

Vertreter deutscher Hochschulen, die eigene Repräsentanzen im Ausland haben, trafen sich am 22. Februar in der HRK zu einem Erfahrungsaustausch. Zentrale Themen waren  Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort, Sichtbarkeit und Steuerung in der eigenen Hochschule sowie Einbeziehung von Alumni. Großes Interesse bestand an den Regelungen für die rechtliche Verankerung der Repräsentanzen in den jeweiligen Ländern. In diesem Zusammenhang stellte der DAAD auch die neue Organisationsstruktur der fünf Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser vor. Eine aktuelle Übersicht der Auslandsrepräsentanzen ist in deutscher und englischer Sprache auf der Internetseite der HRK verfügbar. Die dort verzeichneten 44 Auslandsrepräsentanzen befinden sich in zehn Ländern und werden von 17 Hochschulen sowie drei Hochschulverbünden getragen.

MINT-Fächer: Internationalisierung der Curricula

Internationalisierte Lehrpläne sind keine Selbstverständlichkeit, insbesondere in den MINT-Disziplinen. Eine Konferenz an der Technischen Universität Berlin vergangene Woche zeigte nun die Notwendigkeit auf, interkulturelle Elemente und internationale Perspektiven auch in die Curricula der MINT-Fächer zu integrieren. Absolventen der MINT-Disziplinen bewegen sich in einer globalisierten Arbeitswelt, die internationale Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen als unabdingbar voraussetzt. Es wurde deutlich, dass die Internationalisierung der Curricula einen signifikanten Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre in den MINT-Disziplinen leisten kann. Die HRK zählte zu den Kooperationspartnern der Konferenz. Im Mai 2017 hatte die HRK-Mitgliederversammlung die Empfehlung „Zur Internationalisierung der Curricula“ verabschiedet.

Iran: HRK fordert Aufhebung der Todesstrafe gegen Wissenschaftler

In einem offenen Brief an das iranische Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei hat HRK-Präsident Horst Hippler erneut die sofortige Aufhebung der Todesstrafe sowie die bedingungslose Freilassung von Dr. Ahmadreza Djalali gefordert. Das oberste Gericht des Iran hatte zuvor einen Antrag abgewiesen, die gegen den seit fast zwei Jahren inhaftierten Wissenschaftler verhängte Todesstrafe zu überprüfen. „Zweifelsohne bieten die Wissenschaftsbeziehungen zum Iran großes Potenzial. Die Wahrung der akademischen Freiheiten und der Schutz der Menschenrechte sind jedoch Grundbedingungen der Kooperation,“ so Hippler. Die HRK unterstützt - ebenso wie die EUA - den Aufruf des internationalen Netzwerks Scholars at Risk, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu schicken. Mehr dazu

Deutsch-Russische Expertengruppe nimmt Arbeit auf

Die von der HRK und dem russischen Verband Führender Universitäten im Oktober 2017 in Ilmenau eingesetzte Expertengruppe aus Rektoren und Prorektoren traf sich am 5./6. Februar 2018 in Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung. Die Experten vereinbarten inhaltliche Eckpunkte und einen Arbeitsplan zur Erarbeitung von Empfehlungen für die Einrichtung gemeinsamer deutsch-russischer Master-Studiengänge und Promotionsverfahren. Die Arbeit der Arbeitsgruppe ist eingebettet in die "Deutsch-Russische Roadmap in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation", die von den Wissenschaftsministerien beider Länder gegenwärtig erarbeitet wird. Die Empfehlungen sollen zur Intensivierung der gegenwärtig rund 900 deutsch-russischen Hochschulkooperationen beitragen. Mehr dazu

HRK-Workshop Sprachenpolitik

Wie kann eine institutionelle Sprachenpolitik erarbeitet und implementiert werden und welche Herausforderungen sind damit für eine Hochschule verbunden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines von der HRK in Bonn organisierten Workshops am 24./25. Januar 2018, in dessen Rahmen sich u.a. Hochschulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter von International Offices und Sprachenzentren untereinander und mit Expertinnen und Experten aus weiteren europäischen Ländern zu strategischen und operationellen Fragestellungen austauschten. Dabei wurden u.a. die Ergebnisse der HRK-Umfrage und zur Sprachenpolitik der Hochschulen vorgestellt. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin, dass eine institutionelle Sprachenpolitik eine gleichzeitig komplexe und sensible Thematik darstellt, die alle Bereiche und Handlungsfelder der Hochschule betrifft. Mehr dazu