Europäische Hochschulpolitik

Die Bologna-Erklärung vom Juni 1999 leitete eine Reihe von Reformen ein, die darauf zielten, die europäischen Hochschulsysteme kompatibler und vergleichbarer, wettbewerbsfähiger und attraktiver zu machen, und zwar für die Europäer ebenso wie für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus anderen Kontinenten. Mittlerweile haben 48 Länder die Erklärung unterzeichnet und sich zur Durchführung ähnlicher Reformen verpflichtet. Die drei wichtigsten Ziele waren von Anfang an diese:

  • Einführung einer zweistufigen Studienstruktur (Bachelor / Master)
  • Qualitätssicherung im Hochschulwesen
  • bessere Vergleichbarkeit und damit leichtere Anerkennung von ausländischen Studienabschlüssen

Die Ministerinnen und Minister für Hochschulbildung der Bologna-Staaten treffen sich regelmäßig, um die erzielten Fortschritte zu messen und das weitere Vorgehen abzusprechen. Nach Bologna (1999) trafen sie sich in Prag (2001), Berlin (2003), Bergen (2005), London (2007), Leuven/Louvain-la-Neuve (2009), Budapest und Wien (2010), Bukarest (2012), in Eriwan (2015) und am 24./25. Mai 2018 in Paris.

Im Lauf der Jahre wurden einige der ursprünglichen Ziele konkretisiert und neue kamen hinzu, etwa die soziale Dimension, Lebenslanges Lernen, Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen, studierendenzentrierte Lehre, die internationale Dimension von Bologna, Transparenzinstrumente usw.

Hintergrundstudien zu den Fortschritten, die seit 2012 gemacht wurden, können Sie auf den Internetseiten der European University Association (EUA) und von Eurydice finden.

Ausführliche Informationen zu den Zielen und der Geschichte des Bologna-Prozesses finden sich auf der offiziellen Website des Europäischen Hochschulraums.

Die HRK hat die deutschen Hochschulen seit vielen Jahren in diesem europäischen Reformprozess unterstützt, und zwar durch mehrere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekte: