Scholars at Risk

Als ein internationales Netzwerk mit mehr als 500 Mitgliedshochschulen aus 38 Ländern setzt sich Scholars at Risk weltweit für den Schutz von gefährdeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und für akademische Freiheiten ein. Scholars at Risk vermittelt akademische Positionen der Mitgliedshochschulen an gefährdete Wissenschaftler, steht diesen beratend zur Seite und startet öffentlichkeitswirksame Kampagnen für inhaftierte Personen. Darüber hinaus beobachtet und dokumentiert Scholars at Risk weltweit Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit.

Die deutsche Sektion des internationalen Netzwerks wird seit 2016 von der Alexander von Humboldt-Stiftung betreut. Die Alexander von-Humboldt-Stiftung führt u.a. Veranstaltungen durch, um den Erfahrungs- und Informationsaustausch zur Situation gefährdeter Wissenschaftler in Deutschland, zu fördern.

Die HRK ist Mitglied in der Steering Group der deutschen Sektion.


Free to Think Report 2020

Free to Think 2020

19.11.20 341 Angriffe auf Hochschulangehörige in 58 Ländern dokumentiert der aktuelle Free to Think Report des Netzwerks Scholars at Risk. Besonders in China und Hongkong, Indien, der Türkei, Venezuela, im Jemen, aber auch in anderen Ländern, werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende häufig strafrechtlich verfolgt, unrechtmäßig inhaftiert und in ihrer freien Meinungsäußerung beschränkt. Mehr dazu

Bericht zum SAR Global Congress 2020

Scholars at Risk Global Congress 2020

13.7.2020 Scholars at Risk veröffentlichte heute einen zusammenfassenden Bericht zum SAR Global Congress 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Kongress unter dem Titel "Truth Power & Society: The Promise of Higher Education in Challenging Times" in diesem Jahr online, mit 443 Beteiligten aus 44 Ländern, statt. Neben dem zusammenfassenden Bericht sind auch die Diskussionen und Präsentationen der Veranstaltung online abrufbar. Mehr dazu

Scholars at Risk Global Congress zu akademischen Freiheiten jetzt online abrufbar

17.4.2020 Ursprünglich konzipiert als mehrtägige Konferenz in Washington, D.C. und Baltimore, fand der Global Congress des internationalen Netzwerks Scholars at Risk vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie am 26. und 27. März online statt. Als Videos sind die Diskussionen und Präsentationen jetzt online abrufbar. Das breite Spektrum an Themen reicht hierbei von Reaktionen auf die Einschränkung akademischer Freiheiten in der Türkei über die Bedrohung freier Wissenschaft in der MENA-Region bis hin zur Vorstellung des Academic Freedom Index, und von aktuellen Debatten über freie Meinungsäußerung an Universitäten über Möglichkeiten, die Prinzipien akademischer Freiheiten an Studierende zu vermitteln, bis hin zur Lage der Wissenschaftsfreiheit in Subsahara Afrika. Zu den Beiträgern zählen auch deutsche Universitäten wie die Universität zu Köln. Mehr dazu

Academic Freedom Index (AFi) publiziert

27.3.2020 Im Rahmen des „2020 Virtual Global Congress“ des Scholars at Risk Network wurde der Academic Freedom Index (AFi) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Erlangen-Nürnberg, des V-Dem Institute Göteborg, des Global Public Policy Institute Berlin und des internationalen Netzwerks Scholars at Risk. Der AFi analysiert die Umsetzung von fünf Hauptkomponenten akademischer Freiheit in einer Vielzahl von Staaten. Die Publikation ermöglicht vornehmlich zwei Dinge: Die Entwicklung akademischer Freiheiten in einzelnen Ländern von 1900 bis in die Gegenwart nachzuvollziehen und die Umsetzung akademischer Freiheiten in verschiedenen Staaten miteinander zu vergleichen. Der Index richtet sich an eine breite Leserschaft und soll u.a. Politiker, Hochschulleitungen, Wissenschaftler und Studenten informieren. Ziel ist es, den akademischen Freiheiten in der internationalen Hochschulzusammenarbeit einen größeren Stellenwert zuzuweisen. U. a. fordern die Verfasser die Gewährleistung akademischer Freiheiten bei der Erstellung internationaler Rankings zu berücksichtigen. Mehr dazu

InSPIREurope: Initiative zur Unterstützung von gefährdeten Wissenschaftlern in Europa

14.10.2019 Zehn europäische Partnerorganisationen beteiligen sich an der neuen EU-Initiative InSPIREurope, die im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Programms der EU gefördert wird. Der europaweite Zusammenschluss der Partnerorganisationen bietet Unterstützung, Förderung und Integrationshilfen für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Koordiniert wird diese Allianz von der europäischen Scholars at Risk-Niederlassung an der Maynooth University in Irland. Mehr dazu 

Scholars at Risk Global Congress an der FU Berlin

Scholars at Risk Global Congress 2018

26.4.2018 Krisen der Demokratie gehen einher mit Angriffen auf die akademische Freiheit. Unter dem Titel "The University and the Future of Democracy" diskutierte das Internationale Netzwerk Scholars at Risk Bedrohungen der akademischen Freiheit in zahlreichen Staaten. Im Rahmen des Global Congress, der erstmalig in Deutschland stattfand, wurden die Academics for Peace mit dem Courage to Think Award ausgezeichnet. Inzwischen sind gut 40 deutsche Hochschulen dem Netzwerk beigetreten.