Scholars at Risk

Als ein internationales Netzwerk mit mehr als 500 Mitgliedshochschulen aus 38 Ländern setzt sich Scholars at Risk weltweit für den Schutz von gefährdeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und für akademische Freiheiten ein. Scholars at Risk vermittelt akademische Positionen der Mitgliedshochschulen an gefährdete Wissenschaftler, steht diesen beratend zur Seite und startet öffentlichkeitswirksame Kampagnen für inhaftierte Personen. Darüber hinaus beobachtet und dokumentiert Scholars at Risk weltweit Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit.

Die deutsche Sektion des internationalen Netzwerks wird seit 2016 von der Alexander von Humboldt-Stiftung betreut. Die Alexander von-Humboldt-Stiftung führt u.a. Veranstaltungen durch, um den Erfahrungs- und Informationsaustausch zur Situation gefährdeter Wissenschaftler in Deutschland, zu fördern.

Die HRK ist Mitglied in der Steering Group der deutschen Sektion.


Bericht zum SAR Global Congress 2020

Scholars at Risk Global Congress 2020

13.7. 20 Scholars at Risk veröffentlichte heute einen zusammenfassenden Bericht zum SAR Global Congress 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Kongress unter dem Titel "Truth Power & Society: The Promise of Higher Education in Challenging Times" in diesem Jahr online, mit 443 Beteiligten aus 44 Ländern, statt. Neben dem zusammenfassenden Bericht sind auch die Diskussionen und Präsentationen der Veranstaltung online abrufbar. Mehr dazu

Academic Freedom Index (AFi) publiziert

27.3.2020 Im Rahmen des „2020 Virtual Global Congress“ des Scholars at Risk Network wurde der Academic Freedom Index (AFi) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Erlangen-Nürnberg, des V-Dem Institute Göteborg, des Global Public Policy Institute Berlin und des internationalen Netzwerks Scholars at Risk. Der AFi analysiert die Umsetzung von fünf Hauptkomponenten akademischer Freiheit in einer Vielzahl von Staaten. Die Publikation ermöglicht vornehmlich zwei Dinge: Die Entwicklung akademischer Freiheiten in einzelnen Ländern von 1900 bis in die Gegenwart nachzuvollziehen und die Umsetzung akademischer Freiheiten in verschiedenen Staaten miteinander zu vergleichen. Der Index richtet sich an eine breite Leserschaft und soll u.a. Politiker, Hochschulleitungen, Wissenschaftler und Studenten informieren. Ziel ist es, den akademischen Freiheiten in der internationalen Hochschulzusammenarbeit einen größeren Stellenwert zuzuweisen. U. a. fordern die Verfasser die Gewährleistung akademischer Freiheiten bei der Erstellung internationaler Rankings zu berücksichtigen. Mehr dazu

Free to Think Report 2019

Free to Think Report 2019

19.11.2019 Bereits das fünfte Jahr in Folge erschien heute der Free to Think Report des Scholars at Risk Netzwerks. Der Bericht dokumentiert 324 Angriffe auf Hochschulangehörige in 56 Ländern. Dazu gehören Anschläge, Verfolgung und Inhaftierung unschuldiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Ausübung von staatlichem Druck genauso wie Restriktionen im Reiseverkehr. Dokumentiert sind beispielsweise Zwischenfälle in Afghanistan, Brasilien, China, Indien, der Türkei oder im Sudan; hinsichtlich der Reisebeschränkungen stehen aber auch die USA oder Israel im Fokus. Der Bericht zeigt nicht nur Angriffe auf, sondern ermutigt auch alle Stakeholder, sich mit konkreten Maßnahmen aktiv für die Wissenschaftsfreiheit einzusetzen.

InSPIREurope: Initiative zur Unterstützung von gefährdeten Wissenschaftlern in Europa

14.10.2019 Zehn europäische Partnerorganisationen beteiligen sich an der neuen EU-Initiative InSPIREurope, die im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Programms der EU gefördert wird. Der europaweite Zusammenschluss der Partnerorganisationen bietet Unterstützung, Förderung und Integrationshilfen für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Koordiniert wird diese Allianz von der europäischen Scholars at Risk-Niederlassung an der Maynooth University in Irland. Mehr dazu 

Scholars at Risk Global Congress an der FU Berlin

Scholars at Risk Global Congress 2018

26.4.2018 Krisen der Demokratie gehen einher mit Angriffen auf die akademische Freiheit. Unter dem Titel "The University and the Future of Democracy" diskutierte das Internationale Netzwerk Scholars at Risk Bedrohungen der akademischen Freiheit in zahlreichen Staaten. Im Rahmen des Global Congress, der erstmalig in Deutschland stattfand, wurden die Academics for Peace mit dem Courage to Think Award ausgezeichnet. Inzwischen sind gut 40 deutsche Hochschulen dem Netzwerk beigetreten.