Preis für gesellschaftliches Engagement "Hochschulen mittendrin"

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der ZEIT Verlag schreiben gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung aus:

Preis für gesellschaftliches Engagement „Hochschulen mittendrin“

Hochschulen konzentrieren sich in ihrem Kern auf Lehre und Forschung. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten inzwischen aber fast selbstverständlich von den Hochschulen auch Angebote der Weiterbildung, der Gründungsförderung und des Wissenstransfers. Darüber hinaus sind Hochschulen wichtige Entwicklungsfaktoren als große regionale Arbeitgeberinnen, Ausbildungsbetrieb und Start-up-Inkubatoren. Mit der stetig wachsenden Bedeutung von Wissenschaft für verschiedenste Bereiche der Gesellschaft sind zahlreiche neue Aufgaben für die Hochschulen entstanden, die u. a. auch Niederschlag in den Hochschulgesetzen finden. Viele Hochschulen suchen zudem den direkten Dialog mit verschiedenen Gruppen der Gesellschaft – zur Festigung einer Vertrauensbasis, die essenziell für die Wissenschaftsfreiheit ist. Der Preis für gesellschaftliches Engagement „Hochschulen mittendrin“ nimmt diese besonderen Herausforderungen in den Fokus.

Ausgezeichnet werden Aktivitäten von und aus Hochschulen, die besonders positiv und sichtbar in die Gesellschaft wirken und somit beispielhaft sein können.

Das können soziale, zivilgesellschaftliche, künstlerische und ggf. auch wirtschaftliche und politische Maßnahmen sein, die insbesondere auch nicht-wissenschaftliche und wissenschaftsferne Zielgruppen adressieren. Die Projekte können von Hochschulleitung, Verwaltung, Fakultäten/Fachbereichen oder einzelnen Hochschulmitgliedern entwickelt, angestoßen und umgesetzt worden sein. Die Mitwirkung durch die Kommunikationsverantwortlichen der Hochschule ist dabei zentral und soll ausdrücklich mit gewürdigt werden.

Die eingereichten Aktivitäten sollen in engem Zusammenhang mit dem Profil von Hochschulen stehen und ihr gesellschaftliches Engagement als Institution sichtbar machen.

Das von der Robert Bosch Stiftung gestiftete Preisgeld beträgt 25.000 Euro. Teilnahmeberechtigt sind alle staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.

Einreichungsfrist für die Interessenbekundung (optional): 10. Juni 2021

Frist für die nach Aufforderung einzureichende Voll-Bewerbung: 8. Juli 2021


Die Bekanntgabe der Preisträger und die Verleihung finden am Vorabend der HRK-Mitgliederversammlung am 15. November 2021 voraussichtlich in Stuttgart statt.

Bei Fragen zur Ausschreibung melden Sie sich gern bei Ralf Kellershohn, stellvertretender Pressesprecher der HRK, 030 / 206 292 27, kellershohnhrk.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Die Teilnahme ist kostenlos. Bewerben können sich die Hochschulen durch ihre Hochschulleitungen. Berücksichtigt werden nur vollständige Bewerbungen. Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft eine von den Initiatoren berufene Jury, deren Mitglieder nicht teilnahmeberechtigt sind. Die Hochschulen erklären sich damit einverstanden, dass ihre Wettbewerbsunterlagen an die Jury weitergeleitet werden und die Dokumentation ihres Wettbewerbsbeitrags in den Medien, insbesondere im Internet, veröffentlicht werden darf.

Mit der Bewerbung werden die Teilnahmebedingungen anerkannt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bewertungskriterien

Einbettung und Zielrichtung
In die Bewertung wird einfließen, wie sich die eingereichten Aktivitäten in das Selbstverständnis der Hochschule einordnen, aus welchen Überlegungen heraus die Aktivität entwickelt wurde und wie die adressierten Stakeholder einbezogen wurden.

Wirksamkeit und Kommunikation
Bewertet wird u. a., wie sich die Hochschule mit der Wirksamkeit ihres Vorhabens vor Beginn, während und ggf. nach Beendigung der Aktivität auseinandergesetzt hat und welche Rolle dabei die institutionelle Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on dabei eingenommen hat.

Beispielcharakter und Nachhaltigkeit
Bewertet wird auch, ob die vorgestellten Aktivitäten bei der Ideenfindung, Konzeptentwicklung bzw. Durchführung nachhaltige und beispielgebende Elemente für die eigene sowie für andere Hochschulen enthält.

Interessenbekundung (optional): Einzureichende Unterlagen (Frist: 10. Juni)

Die Ausschreibung ist ganz bewusst sehr breit und allgemein formuliert, um möglichst keine spannenden Aktivitäten auszuschließen. Andererseits besteht dadurch möglicherweise die Gefahr, dass sich Hochschulen mit Projekten bewerben, die aus Sicht der Jury nicht so gut geeignet sind.
Um den Hochschulen in solchen Fällen den Aufwand einer umfangreichen Bewerbung zu ersparen, erfolgt das Bewerbungsverfahren zweistufig. Die Interessenbekundung ist jedoch nicht verpflichtend – es kann auch direkt eine Vollbewerbung abgeben werden.

Für die Interessensbekundung abzugeben sind (Frist 10. Juni, 23:59 Uhr MESZ):
eine Kurzbeschreibung (max. eine DinA4-Seite) zum Thema und Inhalt der Aktivität sowie zum Stand der Umsetzung. Genannt werden sollten auch die Initator*innen der Idee sowie die Kontaktperson für die Benachrichtigung zum weiteren Verfahren.

Im Laufe des 18. Juni erhalten alle Hochschulen, die eine Interessenbekundung eingereicht haben, eine Benachrichtigung, ob sie zu einer Bewerbung aufgefordert werden oder nicht. Von einer Begründung für eine Nichtaufforderung wird abgesehen.

Vollbewerbung: Einzureichende Unterlagen (Frist: 8. Juli)

Für die Bewerbung abzugeben sind (Frist, 8. Juli 2021, 23:59 Uhr MESZ):

1.    Ausgefülltes Bewerbungsformular (Download) - bitte unterschreiben & einscannen

2.    Kurzprofil der Hochschule (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Beschreibung der preisbezogenen Aktivitäten und ihrer Umsetzung (max. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Darin sollten Aussagen zu folgenden Punkten enthalten sein:

  • Welche Ziele wurden für die Aktivitäten formuliert?
  • Welche Stakeholder werden damit angesprochen?
  • In welchem Zeitrahmen wurden die beschriebenen Aktivitäten konzipiert und umgesetzt?
  • Welche Einrichtungen bzw. Personen waren in Konzeptentwicklung und Umsetzung organisatorisch eingebunden?
  • Welche Erfolgskriterien wurden an die Realisierung der Aktivitäten angelegt bzw. welche Wirkungen gemessen?
  • Wie ordnet sich die Aktivität in andere ähnlich gelagerte Initiativen der Hochschule ein?
  • Wie ordnet sich die Aktivität in die strategische Gesamtausrichtung der Hochschule ein?

3.     Belege und Beispiele (Linksammlung bzw. Anhang)

Die Unterlagen sind in der oben vorgegebenen Reihenfolge zu bezeichnen und als elektronische Datei an pressehrk.de einzureichen. Die Datei sollte eine Gesamtgröße von 8 MB nicht überschreiten.

Jury

Mitglieder
Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (Jury-Vorsitz)
Dr. Christoph Holtwisch, Geschäftsführer des Studierendenwerks Münster
Prof. Dr. Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Landesverbands Berlin
Dr. sc. Eckhard Priller, Wissenschaftlicher Koordinator bei der Maecenata Stiftung
Eva Roth, Projektmanagerin Wissenschaft in der Gesellschaft, Strategische Partnerschaften und Robert Bosch Academy
Martin Spiewak, Redakteur im Ressort Wissen und Mitglied im Hauptstadtbüro DIE ZEIT
Julia Wandt, Vorsitzende des Bundesverbands Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on
Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber, ehem. Rektorin der Universität Greifswald

Vorbereitung und Betreuung
Susann Morgner, Congressa
Ralf Kellershohn, Hochschulrektorenkonferenz

FAQs

1. Wie unterscheidet sich dieser Preis vom früheren Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on?
Der Preis für gesellschaftliches Engagement ist für die ausschreibenden Institutionen – Robert Bosch Stiftung, Hochschulrektorenkonferenz und ZEIT Verlag – eine folgerichtige Weiterentwicklung des Preises für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on, der 2005 bis 2019 vergeben wurde. Mit der vorliegenden Ausschreibung wird der inhaltliche Bogen breiter gespannt. Es können und sollen Aktivitäten gewürdigt werden, die die Verantwortung der Hochschule auch jenseits ihrer Kernfunktionen von Forschung und Lehre verdeutlichen. Die Initiatoren gehen dabei davon aus, dass die Einbeziehung der Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on essenziell für den Erfolg solcher Aktivitäten ist.

2.
Müssen die eingereichten Aktivitäten bereits begonnen oder abgeschlossen sein?
Ja, das sollten sie. Wir sind uns sicher, dass es in den Hochschulen viele sehr interessante Konzepte in diesem Zusammenhang gibt. Bevor diese aber als beispielhaft gelten können, müssen sie zumindest ansatzweise umgesetzt sein und Wirkung gezeigt haben. Die eingereichten Projekte sollten zudem zum Zeitpunkt der Bewerbung maximal ein Jahr zurückliegen.

3.
Kann ich mich auch mit geplanten Aktivitäten bewerben?
Siehe Frage 2.

4. Kann ich mich mit Aktivitäten bewerben, für die ich keine Evaluationsdaten habe?
Natürlich ist es immer gut, wenn es belastbare Informationen über die Wirksamkeit einer Aktivität gibt. Sollte das eingereichte Projekt aber noch zu jung sein oder sollten aus anderen Gründen solche Daten nicht vorliegen, bitten wir um eine ehrliche Selbsteinschätzung.

5. Kann ich mich mit Aktivitäten bewerben, an denen die zentrale Kommunikationsstelle nicht aktiv beteiligt war?
Die Jury wird bei der Bewertung darauf achten, wie die Aktivität kommunikativ begleitet wurde oder wird. Wir gehen davon aus, dass das in den allermeisten Fällen am besten mit Unterstützung der zentral verantwortlichen Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on realisiert werden kann. Dennoch können Sie sich auch mit einem Projekt bewerben, bei dem das nicht der Fall war oder ist. Eine kurze Erläuterung dazu ist dann hilfreich.

6. Können sich auch Verbünde bewerben?
Auch Verbünde von Hochschulen können Interessenbekundungen / Bewerbungen einreichen. Für die Vollbewerbung ist die Unterschrift der Leitungen aller beteiligter Hochschulen nötig. Es genügt indes, wenn nur eine verantwortliche Ansprechperson genannt wird.

7. Ist der Preis für alle Hochschul-Arten geeignet?
Unbedingt! Es ist für die Wertung nicht ausschlaggebend, wie „groß“ eine Aktivität ist oder ob diese von einer großen oder kleinen Hochschule eingereicht wird. Wichtig ist, dass das Projekt zum Selbstverständnis der Hochschule passt und als Idee beispielhaft sein kann. Wir sind gespannt auf viele kreative und originelle Aktivitäten.

8. Welche Art von Aktivitäten sind eher nicht für eine Bewerbung geeignet?
Die Jury will mit der Auswahl Projekte würdigen, die Wege aufzeigen, den gestiegenen Erwartungen der Gesellschaft an die Hochschulen und der damit verbundenen Verantwortung der Hochschule jenseits der Kernaufgaben in Lehre und Forschung zu entsprechen. Daher sind – wenn auch lobenswerte – Projekte wie z. B. klassische Weiterbildungsangebote (Beispiel Seniorenuniversität, Sonntagsvorlesungen) oder etablierte Kommunikationsmaßnahmen (Beispiel Wissenschaftsnächte) in dieser Ausschreibung wenig aussichtsreich.

9. Darf jede Hochschule nur ein Beispiel einreichen?

Es können von jeder Hochschule beliebig viele Projekte eingereicht werden. Wichtig ist nur, die formellen Kriterien zu beachten (s. „Einzureichende Unterlagen“).

10. Können sich auch mehrere Projekte einer Hochschule separat bewerben?
Es können von jeder Hochschule beliebig viele Projekte eingereicht werden. Wichtig ist nur, bei jeder Bewerbung die formellen Kriterien zu beachten (s. „Einzureichende Unterlagen“). Wenn es mehrere, inhaltlich aufeinander abgestimmte Maßnahmen gibt, die in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen, kann auch eine „Paketbewerbung“ sinnvoll sein. Diese Entscheidung steht den Antragstellern frei.

11. Darf eine Hochschule auch mehrere Maßnahmen in einer Bewerbung zusammenfassen?
Ja, das ist möglich. Wenn es mehrere inhaltlich aufeinander abgestimmte Maßnahmen gibt, die in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen, kann eine „Paketbewerbung“ sinnvoll sein. Diese Entscheidung steht den Antragstellern frei.

12. Was muss in der Interessensbekundung stehen?
Die Ausschreibung ist ganz bewusst sehr breit und allgemein formuliert, um möglichst keine spannenden Aktivitäten auszuschließen. Andererseits besteht dadurch möglicherweise die Gefahr, dass sich Hochschulen mit Projekten bewerben, die aus Sicht der Jury nicht so gut geeignet sind (siehe Frage 8). Um den Hochschulen in solchen Fällen den Aufwand einer umfangreichen Bewerbung zu ersparen, erfolgt das Bewerbungsverfahren zweistufig.

Wichtig: Die Interessenbekundung ist nicht verpflichtend – es kann auch direkt eine Vollbewerbung abgeben werden.

Wir erwarten als Interessensbekundung bis zum 10. Juni (23:59 Uhr) eine Kurzbeschreibung zum Thema und Inhalt der Aktivität sowie einen kurzen Hinweis zum Stand der Umsetzung (max. eine DinA4-Seite). Genannt werden sollten auch die Initator*innen der Idee sowie die Kontaktperson für die Benachrichtigung zum weiteren Verfahren.

Die Interessensbekundung muss nicht von der Hochschulleitung unterzeichnet sein.

13. An welche Adresse schicke ich die Interessensbekundung?
presse@hrk.de oder schulte@hrk.de

14. Welche Unterlagen brauche ich für die finale Bewerbung?
Siehe www.hrk.de/preis

15. Um welche Uhrzeit endet die Einreichungsfrist für die finalen Bewerbungen am 8. Juli 2021?
Alle Bewerbungen, die bis einschließlich 8. Juli 2021 bei der HRK elektronisch eingegangen sind, werden berücksichtigt.

16.  Kann ich mich auch bewerben, ohne vorab eine Interessensbekundung vorgelegt zu haben?
Ja, das ist möglich.

17.  Bekomme ich auch Bescheid, wenn ich nicht zu einer Bewerbung aufgefordert werde?
Selbstverständlich. Im Laufe des 18. Juni 2021 erhalten alle Interessenten eine Benachrichtigung, ob sie zu einer Bewerbung aufgefordert werden oder nicht. Von einer Begründung für eine Nichtaufforderung wird abgesehen.

18.  Wie setzt sich die Jury zusammen?
Die Jury unter Vorsitz von HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der ausschreibenden Institutionen (Robert Bosch Stiftung, Hochschulrektorenkonferenz und ZEIT), des Bundesverbands Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on sowie aus Persönlichkeiten rund um das Thema zivilgesellschaftliches Engagement.

19. An wen, bis wann und wie kann ich Fragen zum Bewerbungsprozess und zu den Bewertungskriterien stellen?
Fragen sind jederzeit im Bewerbungsprozess möglich. Wenden Sie sich bitte an

Wir ergänzen die FAQ sukzessive.

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