Iran

 

 

HRK-Präsident fordert sofortige Freilassung von Ahmadreza Djalali

Dem Wissenschaftler wird in iranischer Haft medizinische Versorgung verwehrt

Berlin, 5. März 2019

"Nachrichten, dass Dr. Djalali trotz kritischen Gesundheitszustandes keinen Zugang zu medizinischer Versorgung erhält, versetzen mich in tiefe Sorge. In einem offenen Brief habe ich das Staatsoberhaupt des Iran aufgefordert, den bereits seit fast drei Jahren inhaftierten Wissenschaftler unverzüglich aus der Haft zu entlassen", so der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Prof. Dr. Peter-André Alt heute in Berlin. "In Zusammenarbeit mit einer Reihe internationaler Partner werden wir uns auch weiterhin in aller Deutlichkeit für die Freiheit von Dr. Djalali einsetzen. Die Wahrung der Menschenrechte und akademischen Freiheiten sind unumgängliche Voraussetzungen für die Zusammenarbeit auch mit iranischen Hochschulen."

Die HRK unterstützt den dringenden Aufruf von Scholars at Risk, dem internationalen Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu schicken.

Scholars at Risk berichtet, dass Dr. Djalali trotz des dringenden Verdachts auf eine Leukämieerkrankung eine medizinische Versorgung verwehrt wird. Seit April 2016 befindet sich der in Schweden lebende Wissenschaftler in iranischer Haft. Im Oktober 2017 wurde Djalali wegen "Verdorbenheit auf Erden" (ifsad fil-arz) zum Tode verurteilt. Einen Antrag auf Überprüfung des Urteils lehnte das oberste Gericht des Iran im Februar 2018 ab. Dr. Djalalis Gesundheitszustand hat sich während der Haftzeit kontinuierlich verschlechtert.

Die HRK hatte sich bereits unter ihrem ehemaligen Präsidenten Prof. Dr. Horst Hippler mehrfach gegenüber der iranischen Staatsführung für eine Freilassung von Ahmadreza Djalali eingesetzt.

Laut der HRK-Datenbank www.internationale-hochschulkooperationen.de/staaten.html über die internationalen Hochschulkooperationen unterhalten deutsche Hochschulen derzeit 77 Kooperationen mit iranischen Partnern.

Den offenen Brief von HRK-Präsident Alt an das Staatsoberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, finden Sie hier.

DIES-Informationsreise iranischer Universitätspräsidenten einschließlich DIES-Seminar

Darmstadt - Fulda - Marburg, 15. - 19. Oktober 2018
Im Rahmen des DIES-Programms (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies, gefördert vom BMZ), Programmlinie DIES-Dialog, veranstaltete die HRK vom 15.- 19. Oktober 2018 eine fünftägige Informationsreise für iranische Universitätspräsidenten nach Deutschland. Dabei wurden die Technische Universität Darmstadt, die Hochschule Fulda und die Universität Marburg besucht, wobei an der Universität Marburg auch das DIES-Seminar „German-Iranian Cooperation in Research“ stattfand. Auf iranischer Seite nahmen die Präsidenten bzw. Vizepräsidenten von elf Universitäten teil, von denen neun zu den 13 forschungsstärksten Universitäten der ersten Ebene gerechnet werden. Auf deutscher Seite beteiligten sich 14 Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit ihren Präsidenten/innen, Vizepräsidenten/innen und anderen Hochschulvertretern. Mehr dazu

2. HRK-Koordinierungsgespräch "Entwicklung der Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran"

Bonn, 16. Mai 2018
Im zweiten HRK-Koordinierungsgespräch zur Entwicklung der Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran tauschten sich Vertreter von über 25 Hochschulen und Wissenschafts­organisationen über die Kooperation mit iranischen Universitäten aus.
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Deutscher Wissenschaftstag im Iran

Teheran, Isfahan, 26. Februar - 2. März 2018
Den Auftakt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem iranischen Ministry of Science, Technology and Research (MSRT) initiierten ersten "Iran-Germany Science Day" bildete die Veranstaltung "Deutscher Wissenschaftstag im Iran" am 27./28. Februar 2018 an der Iran University of Science and Technology (IUST) in Teheran.

Der zweite Teil der Veranstaltung mit Fokus auf Hochschulmedizin und Gesundheits­wissenschaften fand an der Medical University Isfahan statt.

Die sehr hohe Beteiligung deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Wissenschafts­organisationen (etwa 60 deutsche Vertreterinnen und Vertreter) zeigt das starke Interesse am Auf- und Ausbau der Wissenschaftsbeziehungen mit iranischen Partnern. Der viertägige Wissenschaftstag diente in erster Linie der Information über das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem, dem Aufbau von Netzwerken und dem wissenschaftlichen Matchmaking.

Wissenschaftler Ahmadreza Djalali von Todesstrafe bedroht - HRK-Präsident protestiert erneut

Berlin/Bonn 14. Februar 2018
"Die Wissenschaftsbeziehungen zum Iran bieten ein großes Potential. Die Wahrung der akademischen Freiheiten und der Schutz der Menschenrechte sind jedoch Grundbedingungen der Kooperation.": HRK-Präsident Professor Horst Hippler hat sich bereits mehrfach gegenüber der iranischen Staatsführung für eine Freilassung von Ahmadreza Djalali eingesetzt.

Gegen die Verhaftung und Verurteilung von Dr. Djalali gibt es anhaltende internationale Proteste. Die HRK unterstützt den Aufruf des internationalen Netzwerks Scholars at Risk, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu schicken. Mehr dazu

DIES-Seminar der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Zusammenarbeit mit der Allameh Tabataba'i Universität (ATU)

Teheran, 3. - 4. Juli 2017
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Allameh Tabataba‘i Universität (ATU) ein DIES-Seminar in Teheran. Thema des Seminars war die Hochschulzusammenarbeit und die Umsetzung von Internationalisierungsstrategien. Mehr dazu

1. HRK-Koordinierungsgespräch "Stand und Perspektiven der Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran"

Bonn, 28. April 2016
Die politische Öffnung des Iran seit 2013 bietet den deutschen Hochschulen zunehmend die Möglichkeit eines Ausbaus der wissenschaftlichen Kooperation. Im HRK-Koordinierungsgespräch zur Hochschulzusammenarbeit mit dem Iran tauschten sich rund 35 deutsche Hochschulvertreter und Regionalexperten der Wissenschafts­organisationen über die Kooperation mit iranischen Universitäten (Erfahrungen, Potenziale und praktische Hindernisse) aus. Mehr dazu