Aktuelle Meldungen

Europäische Forschungs- und Bildungspolitik: HRK-Präsident kritisiert geplante Kürzungen

Im Nachgang zu den Beratungen des HRK-Senats Anfang dieser Woche kritisierte HRK-Präsident Peter-André Alt Kürzungspläne der EU-Staats- und Regierungschefs bei den Investitionen für Bildung und Forschung. Diese "gefährden ausgerechnet den programmatisch angekündigten Ausbau der europäischen Kooperation in Bildung und Forschung, der ohne substanzielle Finanzierung nicht möglich sein wird", so Alt. Die Bundesregierung und das Europaparlament sollten bei den nun beginnenden Haushaltsverhandlungen dringend auf eine Nachjustierung des EU-Finanzrahmens hinarbeiten. "Wir brauchen nicht nur eine schnelle, sondern auch eine zukunftsweisende Einigung für ein starkes Europa“, betonte der HRK-Präsident (mehr).


Urteil: Ungarisches Hochschulgesetzt verstößt gegen EU-Recht

Die Richter am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg urteilten am Dienstag, dass das ungarische Hochschulgesetz aus dem Jahr 2017 unter anderem auch gegen europäische Grundrechte verstößt. Infolge des Gesetzes musste die Central European University (CEU) 2019 die in den USA akkreditierten Master- und Promotionsprogramme aus Budapest nach Wien verlegen. Die HRK hatte in der Vergangenheit das Vorgehen der ungarischen Regierung mehrmals öffentlich kritisiert.


HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Ausschreibung für digitale Beratungsformate

Auch während der Corona-Pandemie bietet das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung gezielte und passgenaue Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Internationalisierung. Für eine Teilnahme an den digitalen Beratungsformaten im Wintersemester 2020/21 können HRK-Mitgliedshochschulen bis zum 2. November ihre Interessenbekundungen einreichen: In Themenwerkstätten werden Einzelthemen der Internationalisierung vertieft, während Prozesswerkstätten die Möglichkeit bieten, Prozessabläufe der Internationalisierung zu analysieren und zu verbessern. Im Rahmen eines Runden Tisches werden Aktivitäten und Lösungsansätze zu regional relevanten Herausforderungen der Internationalisierung mit lokalen Akteuren diskutiert. Peer-to-Peer schließlich ermöglichen den kollegialen Austausch zur Bearbeitung einer individuellen Fragestellung der Internationalisierung (mehr).


Ungarn: Rektorenkonferenzen protestieren gegen Eingriffe in Wissenschaftsfreiheit

18.9.2020 Zusammen mit fünf weiteren europäischen Rektorenkonferenzen des Netzwerks Universities for Enlightenment erklärt sich die HRK solidarisch mit den Studierenden und Lehrkräften der Universität für Theater und Film in Budapest, die gegen die Einsetzung eines externen Rates protestieren, auf den die ungarische Regierung die Verwaltungsbefugnisse übertragen und die bisherige Leitung entmachtet hat. Die sechs Rektorenkonferenzen aus Deutschland, Österreich (uniko und FHK), Polen (KRASP), Slowenien (RKRS) und der Tschechischen Republik (CRC) werten das Vorgehen der ungarischen Regierung als erneute Verletzung der akademischen Freiheit und als Eingriff in die Autonomie der Hochschulen in Ungarn. In einer gemeinsamen Erklärung (PDF, 1 Seite) appellieren die Rektorenkonferenzen an die ungarische Regierung, die volle Autonomie der Universität für Theater und Film wiederherzustellen.

Belarus: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler protestieren gegen staatliche Repressionen

18.9.2020 In einer von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde initiierten gemeinsamen Erklärung fordern Vertreterinnen und Vertreter aus dem Wissenschaftsbereich ein Ende der staatlichen Repressionen gegen Studierende und Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Belarus. HRK-Präsident Peter-André Alt gehört zu den Erstunterzeichnenden. In Belarus gehen die staatlichen Organe mit großer Härte gegen die Demonstrationen im Nachgang zu den Präsidentschaftswahlen vor. Seit Beginn des Wintersemesters sind auch Studierende, Dozentinnen und Dozenten betroffen. Dabei dringen Sicherheitskräfte – ohne Hoheitsabzeichen und Uniformen – in die Gebäude der Universitäten ein, um dort meist willkürlich aber teilweise auch gezielt Studierende und Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu verprügeln und zu verhaften. Der Staat setzt die Universitätsleitungen unter Druck, damit diese die freie Meinungsäußerung an den Hochschulen mit Sanktionsdrohungen unterbinden.

Appell an ungarische Regierung erneute Einschränkung von Hochschulautonomie aufzuheben

Zusammen mit fünf weiteren europäischen Rektorenkonferenzen des Netzwerks Universities for Enlightenment erklärte sich die HRK solidarisch mit den Studierenden und Lehrkräften der Universität für Theater und Film in Budapest, die gegen die Einsetzung eines externen Rates protestieren, auf den die ungarische Regierung die Verwaltungsbefugnisse übertragen und die bisherige Leitung entmachtet hat. Die sechs Rektorenkonferenzen aus Deutschland (HRK), Österreich (uniko und FHK), Polen (KRASP), Slowenien (RKRS) und der Tschechischen Republik (CRC) werten das Vorgehen der ungarischen Regierung als eine erneute Verletzung der akademischen Freiheit und als einen Eingriff in die Autonomie der Hochschulen in Ungarn, nachdem 2019 die Central European University (CEU) teilweise nach Österreich übersiedeln musste und die Autonomie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften drastisch eingeschränkt wurde. Die Rektorenkonferenzen appellieren an die ungarische Regierung, die volle Autonomie der Universität für Theater und Film wiederherzustellen. Mehr dazu

 

China: HRK-Präsidium beschließt Leitfragen zu Hochschulkooperationen

Bei seiner Sitzung in dieser Woche hat das Präsidium der HRK Leitfragen zu Hochschulkooperationen mit der Volksrepublik China verabschiedet. Diese ergänzen die allgemeinen Leitlinien und Standards für internationa­le Hochschulkooperationen, die die HRK bereits im letzten April formuliert hatte. In der neuen Veröffentlichung (PDF, 19 Seiten) werden nun Handlungs­notwendigkeiten und -optionen speziell in der Kooperation mit China beschrieben. Sie soll sowohl den Hochschulen als Institutionen wie auch einzelnen Hoch­schul­angehö­rigen Anregung, Hilfestellung und Orientierung beim Aufsetzen und Weiterentwickeln tragfähiger Kooperationen mit chinesischen Hochschulen und Wissenschafts­einrichtungen bieten. Mehr dazu

EUA und HRK stellen die „Anerkennung ins Rampenlicht“

4.9.2020 Die European University Association (EUA) hat das im EU-Programm Erasmus+ finanzierte Projekt „Spotlight on recognition“ (SPOT) gestartet, welches darauf abzielt, Hochschulmitarbeiter, die für Anerkennungsprozesse und -entscheidungen verantwortlich sind, zu vernetzen und weiterzubilden. Ziel ist es, eine kohärentere Anerkennungspraxis in Europa zu schaffen, die mit dem Lissabonner Anerkennungsübereinkommen übereinstimmt. Das Projekt wird sich in einigen Wochen der Öffentlichkeit präsentieren. Die HRK ist als Projektpartner, zusammen mit der spanischen Rektorenkonferenz CRUE und NUFFIC, der niederländischen Organisation für die Internationalisierung der Hochschulbildung, beteiligt. Mehr dazu

Plattform zur internationalen Studierendenmobilität

4.9.20 Mit Förderung des BMBF bauen derzeit elf Hochschulen eine Plattform zur internationalen Studierendenmobilität (PIM) auf; federführend sind die Technische Universität Berlin und die Universität Göttingen beteiligt. Ziel der Initiative ist es, Studierenden und Hochschulen zuverlässige digitale Services im Bereich der internationalen Studierendenmobilität anzubieten. PIM strebt an, ein digitales Assistenzsystem für die Anerkennung von Studienleistungen, ein digitales Angebot für die zentrale Suche von Studiengangs- und Modulinformationen sowie für die sichere Ablage von Leistungsnachweisen bereitzustellen. Die Kompatibilität mit bestehenden europäischen Mobilitätsplattformen ist dabei ein wichtiger Aspekt. Zudem müssen die Anforderungen der EU-„Single Digital Gateway (SDG)“-Verordnung und des deutschen Online-Zugangsgesetzes (OZG), das die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen bis 2022 vorsieht, berücksichtigt werden. Ein monatlicher Newsletter informiert über den Fortgang des Projekts. Mehr dazu

European Research and Innovation Days 2020

4.9.20 Vom 22. bis 24. September werden in virtueller Form die diesjährigen Europäischen Forschungs- und Innovationstage stattfinden. Die sogenannten R&I Days sind eine internationale Messe der Forschungspolitik, die von der EU-Kommission organisiert wird. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit sind eingeladen, um im Vorfeld des Starts des neuen EU-Forschungsrahmenprogramms 2021-2027 über die Zukunft von Forschung und Innovation zu diskutieren; eine Anmeldung ist seit dieser Woche möglich. Das Programm sieht eine Fülle an Veranstaltungen und Diskussionsforen zu allen Förderbereichen der Forschungs- und Innovationspolitik der EU vor. Gerechnet wird in diesem Jahr mit etwa 10.000 Teilnehmern. Mehr dazu

HRK: Internationalität der Hochschulen in der Corona-Krise erhalten

28.8.20 Die HRK begrüßt das trotz Corona-Krise ungebrochene Interesse internationaler Studierender an einem Studium an einer deutschen Hochschule. Seit der Visa-Neuregelung vom 2. Juli, die pandemiebedingte Beschränkungen des Frühjahrs lockerte, ist es wieder möglich, für Studienzwecke nach Deutschland einzureisen – sofern in dem betreffenden Studiengang Präsenzanteile vorgesehen sind. Das wird durch die geplante Mischung digitaler und Präsenzlehre überwiegend der Fall sein. Entsprechende Nachweise können die Hochschulen auf Basis von Musterbescheinigungen erbringen, die HRK und DAAD in Abstimmung mit den zuständigen Ministerien entwickelt haben. Damit ausländische Studierende für das Wintersemester 2020/21 aber auch tatsächlich einreisen können, ist die zeitnahe Visa-Vergabe entscheidend. HRK-Präsident Peter-André Alt: „Wir haben Sorge, dass in vielen Ländern durch nur eingeschränkt tätige oder gar geschlossene deutsche Konsulate erhebliche Probleme bei der Beantragung und Bewilligung von Visa entstehen werden.“ Mehr dazu

Gemeinsame Erklärung für höhere EU-Bildungs- und Forschungsbudgets

28.8.20 Mit einer gemeinsamen Erklärung haben sich die HRK und 22 weitere nationale Rektorenkonferenzen an die Fraktionen des Europäischen Parlaments gewandt, um für eine Aufstockung der für Bildung und Forschung vorgesehenen Budgets des neuen EU-Haushalts ab 2021 zu werben. Der Europäische Rat hatte sich am 21. Juli darauf geeinigt, die Mittel für das Programm Horizon Europe im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen auf 75,9 Milliarden Euro zu begrenzen. Hierdurch sehen die Rektorenkonferenzen sowohl Europas Stärke in der Grundlagenforschung als auch den zukünftigen Wissenstransfer und die europäische Innovationskraft gefährdet. Auch die bislang vorgesehenen 21,2 Milliarden Euro für Erasmus+ enttäuschen, weil so für die Entwicklung der neuen Europäischen Hochschulnetzwerke weniger Mittel zur Verfügung stünden als zuvor geplant. Zurzeit verhandeln Rat und Parlament über die endgültige Höhe und Verteilung der Mittel. Mehr dazu

DAAD und HRK kritisierten Visa-Neuregelung in USA

17.7.20 Die US-Einwanderungsbehörde ICE hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass ausländische Studierende, die ab Herbst an einer US-amerikanischen Universität ausschließlich Online-Kurse besuchen, das Land verlassen müssten oder andernfalls ausgewiesen würden. Die Präsidenten von HRK und DAAD warnten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung vor den Folgen dieser Entscheidung; HRK-Präsident Peter-André Alt sprach von einem deutlichen Rückschlag für die deutsch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen und für die Planungssicherheit der Gaststudierenden. Die Harvard University and das Massachusetts Institute of Technology zogen gegen die ICE-Anordnung vor Gericht. Inzwischen hat die US-Administration nach übereinstimmenden Medienberichten beschlossen, die entsprechende Visa-Neuregelung und Ausweisungsdrohung zurückzunehmen.

Debattenkultur in Deutschland und den USA

03.7.20 Rund 200 Zuschauer verfolgten die virtuelle Veranstaltung zur Diskussionskultur an Hochschulen, zu der die HRK gemeinsam mit The University of Chicago geladen hatte. Auch wenn die Grenzen der freien Rede auf dem Campus von den Diskutanten aus den USA und Deutschland unterschiedlich gesetzt wurden, bestand Einigkeit darüber, dass die Redefreiheit unverzichtbarer und zu schützender Kernbestandteil der Universitätskultur ist. In ihrem Vortrag „Debate and Democracy: Universities Today“ hob Professorin Susanne Baer, Richterin des Bundesverfassungsgerichts, auch die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen hervor. Der Mitschnitt der Veranstaltung ist online verfügbar.

Online-Petition zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit Kuba

26.6.20 Aus Anlass des internationalen Engagements Kubas in der Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine Online-Petition zur Unterstützung Kubas initiiert worden. Der Aufruf wurde von einer Gruppe deutscher Kultur- und Medienschaffender sowie Wissenschaftlern gestartet, die seit Jahren in Kuba beruflich tätig sind. Sie und die Unterzeichner appellieren an die Bundesregierung, sich insbesondere während ihrer EU-Ratspräsidentschaft für die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba einzusetzen, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kuba aufrecht zu erhalten und den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Austausch mit Kuba zu fördern. Mehr dazu

Ausschreibung der Philipp-Schwartz-Initiative für gefährdete Wissenschaftler

26.6.20 Universitäten, Technische Hochschulen, Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftliche Institutionen in Deutschland können derzeit im Rahmen der achten Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative bei der Alexander von Humboldt-Stiftung Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Wissenschaftler beantragen. Forscherinnen und Forscher aus allen Ländern außerhalb der EU, die nachweisbar einer erheblichen akuten Gefährdung ausgesetzt sind, können für vollfinanzierte Stipendien für bis zu 24-monatige Forschungsaufenthalte vorgeschlagen werden. Antragsschluss ist der 11. September 2020. Zur Bewerbung werden insbesondere solche Institutionen ermuntert, die bisher noch nicht an der Initiative teilgenommen haben. Mehr dazu

IDC-Auftakt 2020: Hochschulen in Südostasien und COVID-19

19.6.20 Die aktuelle Situation und die absehbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Hochschulsektor und seine Finanzierung waren zentrale Themen beim diesjährigen Auftakt des International Deans‘ Course (IDC), einem Fortbildungsprogramm für Dekane aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Bereits zum 14. Mal veranstaltet die Hochschule Osnabrück den IDC gemeinsam mit dem CHE; in diesem Jahr erstmalig rein virtuell. Rahmen ist das von HRK und DAAD getragene DIES-Programm. 31 Dekaninnen und Dekane aus acht südostasiatischen Ländern nehmen an dem Trainingsprogramm teil. Durch zügiges Handeln haben einige südostasiatische Länder wie Thailand und Vietnam in der COVID-19-Pandemie bislang kaum Opfer zu beklagen. Aktuell kehren die Hochschulen in der Region vorsichtig zu einem reguläre(re)n, allerdings eingeschränkten Vorlesungsbetrieb zurück. Eine Herausforderung bleibt die unklare Entwicklung bei der Wiederaufnahme des nationalen und internationalen Reiseverkehrs.

Kooperationsangebot aus Peru für klinische Studien zu SARS-COV-2-Impfstoffen

19.6.20 Im Zusammenhang mit den deutschen Forschungsvorhaben und laufenden Studien zu SARS-CoV-2 und COVID-19 haben das peruanische Außenministerium, der Nationale Rat für Wissenschaft, Technologie und technologische Innovation sowie das Nationale Gesundheitsinstitut ein konkretes Kooperationsangebot übermittelt. Dabei wird insbesondere auf die Bereitschaft Perus hingewiesen, an der Entwicklung eines neuen Impfstoffs, beispielsweise durch die Beteiligung an klinischen Studien an freiwilligen Patientinnen und Patienten, mitzuwirken. Nach eigenen Angaben bietet Peru als multiethnisches Land, das von der Pandemie mit fast 200.000 Infizierten besonders betroffen ist, interessante Bedingungen für die Teilnahme an diesem Prozess. Zudem verfüge Peru über verschiedene Forscherteams, die in der Lage sind, klinische Studien durchzuführen, und auch die in Peru erlangten immunisierenden Antigene können für Studienerkenntnisse mit verwendet werden. Weitere Informationen stellt die HRK-Geschäftsstelle bei Interesse gerne zur Verfügung.

Treffen von CPU, HRK und KRASP: Europäische Hochschulentwicklung im Fokus

12.6.20 Mitglieder der Präsidien der Rektorenkonferenzen aus Frankreich (CPU), Polen (KRASP) und Deutschland (HRK) berieten diese Woche in einer Videokonferenz zentrale Fragen der europäischen Hochschulentwicklung. Dabei einigte man sich auf die weitere Bearbeitung folgender Themenbereiche: Europäische Hochschulnetzwerke und andere strategische Konzepte für Hochschulentwicklung in Europa („Universities for the Future“/„Universities 2030“), die Weiterentwicklung des Konzepts der „Distributed excellence“ und die gemeinsame Erarbeitung von Projektideen für nachhaltig gestaltete Hochschulbauten bzw. „Green Campuses“. In der Besprechung wurde zudem die Bedeutung der Hochschulen und der Wissenschaft für die Gesellschaft beim Umgang mit der Corona-Pandemie hervorgehoben.

Online-Podium „Freedom of Expression“ zur Debattenkultur an Hochschulen

12.6.20 Die University of Chicago und die HRK veranstalten am Mittwoch, 24. Juni, um 18:30 Uhr die Online-Diskussion „Freedom of Expression: On the Culture of Debate at Universities“. Die Keynote wird Susanne Baer, Professorin der Humboldt-Universität zu Berlin und Richterin am Bundesverfassungsgericht, halten. Es folgt eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Vertretern des deutschen und des US-amerikanischen Wissenschaftssystems. Die Freiheit der Wissenschaft und die Freiheit der Meinungsäußerung sind unverzichtbare Grundlagen für Universitäten als Orte der Demokratie. Wie steht es aktuell um die Debattenkultur an Universitäten? Gibt es Grenzen der freien Rede? Und wie kann die Freiheit der Meinungsäußerung geschützt werden? Die Veranstaltung wird live über Zoom übertragen; eine Anmeldung ist notwendig und bis zum 22. Juni möglich. Mehr dazu

EUA-Umfrage zum Stand der Internationalisierung

12.6.20 Die European University Association (EUA) hat Ergebnisse einer Umfrage zur internationalen Kooperation und der Initiative der EU-Kommission zur Etablierung „Europäischer Hochschulen“ veröffentlicht. Laut EUA gewinnen strategische Partnerschaften für die europäischen Hochschulen zunehmend an Bedeutung. Entsprechend groß ist das Interesse an den EU-finanzierten Europäischen Hochschulnetzwerken. Der erhebliche Ressourcenbedarf und die noch unklare langfristige Perspektive der Netzwerke werden jedoch als herausfordernd wahrgenommen. Auch die HRK hat jüngst in ihren „Leitlinien und Standards in der internationalen Hochschulkooperation“ auf die Notwendigkeit einer auskömmlichen Finanzierung der hochschulischen Internationalisierung hingewiesen. Mehr dazu

„HSI-Monitor – Profildaten zur Hochschulinternationalität“ online

29.5.20 Das neue Kennzahlenportal „HSI-Monitor – Profildaten zur Hochschulinternationalität“, ein BMBF-finanziertes Gemeinschaftsprojekt von DAAD, DFG, Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und HRK, ist online. Es vereinfacht Hochschulen das Monitoring von Internationalisierungs-maßnahmen und löst den seit 2009 jährlich veröffentlichten Bericht „Profildaten zur Internationalität deutscher Hochschulen“ ab. Die Hochschulen können die im HSI-Monitor enthaltenen Daten themenspezifisch abrufen und für eigene Berichte und die strategische Planung systematisch auswerten. Das Portal bietet dazu Zugang zu einem breiten Spektrum an Internationalisierungsindikatoren wie die Zahl internationaler Studierender und Promovierender, internationales Personal an Hochschulen, Hochschulkooperationen oder die Internationalität der Forschung. Ab dem Frühjahr 2021 sollen die Hochschulen über individuelle Benutzerzugänge ihre eigenen Daten direkt nutzen und mit denen anderer Hochschulen vergleichen können. Mehr dazu

Einführung von Mitgliedsbeiträgen bei uni-assist

29.5.20 Die Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen „uni-assist e.V.“ wird künftig nicht nur über Bearbeitungsentgelte, sondern auch über Mitgliedsbeiträge finanziert. Darauf einigte sich die große Mehrheit der Mitgliedshochschulen mit Ablauf des 15. Mai pandemiebedingt im Umlaufverfahren. Der Vorstand kündigte daraufhin an, zügig die weiteren Schritte zur wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2020 und 2021 zu planen; gerade auch im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf internationale Studienbewerbungen an deutschen Hochschulen. Uni-assist ist eine von derzeit 177 Hochschulen in Deutschland getragene Einrichtung zur Vorprüfung der Bewerbungen internationaler Studierender. Kernaufgabe ist die Begutachtung internationaler Schul- und Hochschulzeugnisse in Hinblick auf deren Äquivalenz zum deutschen Bildungssystem und die Überprüfung individueller Zugangsvoraussetzungen.

EUA zu möglichen Kürzungen der Hochschulfinanzen durch Corona-Krise

29.5.20 Die European University Association (EUA) warnt in einer aktuellen Analyse vor möglicherweise einschneidenden Kürzungen bei der Finanzausstattung des Hochschulsektors infolge der Corona-Krise. Es gelte Lehren aus der Finanzkrise 2008 und den damaligen Mittelkürzungen zu ziehen. Die Politik habe sich seinerzeit letztlich als ineffektiv erwiesen und eine wirtschaftliche Erholung eher behindert als befördert. So hätten manche EU-Mitgliedstaaten die Finanzierung des Hochschulsektors drastisch gekürzt und diese Entscheidung über ein Jahrzehnt lang nicht wieder zurückgenommen; in anderen Staaten, darunter Deutschland, seien die Mittel wiederum nicht in dem Maße erhöht worden, wie dies angemessen gewesen wäre. Angesichts der nächsten, Corona-bedingten Wirtschaftskrise sei es nun wichtig, dass die Hochschulen frühzeitig ihren gesellschaftlichen Mehrwert und ihre zentralen Beiträge für Bildung, Forschung und Innovation herausstellten und kommunizierten. Mehr dazu

Zukunftsvision für europäische Forschungsinfrastrukturen entwickelt

15.5.20 "Making Science Happen" ist der programmatische Titel des aktuellen Weißbuchs des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI). Das Forum regelt die Verteilung der EU-Mittel aus dem Programm Horizont 2020 für Großinfrastrukturen. ESFRI macht sich im Weißbuch 2020 Gedanken zur Rolle von Forschungsinfrastrukturen (FIS) im Europäischen Forschungsraum (EFR): Die FIS sollten demnach als wesentliche Säule des EFR gestärkt werden. Begründet wird dies mit deren Bedeutung für die Ermöglichung exzellenter Bildung, Forschung und Innovation sowie der Mobilität von Wissenschaftlern in Europa. Auch seien politische Initiativen wie der Green Deal auf herausragende FIS angewiesen. Als wichtiges Ziel wird eine stärkere Kohärenz der europäischen, nationalen und regionalen Forschungsinfrastrukturen genannt. Mehr dazu

Implementierungsstrategie für Horizont Europa vorgestellt

15.05.20 Eine sogenannte Implementierungsstrategie soll zukünftig die thematische Schwerpunktsetzung zum kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont Europa, flankieren. Vor kurzem wurde der erste Entwurf dieser Strategie veröffentlicht, die als „living text“ fortlaufend aktualisiert werden wird. Die Strategie bietet einen ersten Eindruck, wie sich die Kommission die Umsetzung der „Horizon Europe“-Verordnung vorstellt und wie die Antragstellung für europäische Forschungsprojekte in Zukunft aussehen könnte. Mehr dazu

Online-Veranstaltung „Freedom of Expression“ zur Debattenkultur an Hochschulen

08.5.20 The University of Chicago und die HRK veranstalten am frühen Abend des 24. Juni die Online-Diskussion „Freedom of Expression: On the Culture of Debate at Universities“. Die Keynote wird Susanne Baer, Professorin der Humboldt-Universität zu Berlin und Richterin am Bundesverfassungsgericht, halten. Es folgt eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Vertretern des deutschen und des US-amerikanischen Wissenschaftssystems. Die Freiheit der Wissenschaft und die Freiheit der Meinungsäußerung sind unverzichtbare Grundlagen für Universitäten als Orte der Demokratie. Die gegenwärtige Zuspitzung der politischen Auseinandersetzungen bleibt jedoch nicht ohne Rückwirkungen auf die Debattenkultur an Universitäten. Wie steht es aktuell um die Debattenkultur an Universitäten? Gibt es Grenzen der freien Rede? Und wie kann die Freiheit der Meinungsäußerung geschützt werden? Die Veranstaltung wird aufgrund der COVID-19-Pandemie ausschließlich online stattfinden und live über Zoom übertragen. Mehr dazu

Neue Förderlinie für Europäische Hochschulallianzen

08.5.20 Die Generaldirektion Forschung der Europäische Kommission stellt im Rahmen ihrer Aktualisierung des Arbeitsprogramms Horizon 2020 zusätzliche Mittel zur Finanzierung der „Europäischen Hochschulen“, d.h. der Europäischen Hochschulallianzen, zur Verfügung. Pro Allianz sollen zwei Millionen Euro ausgeschüttet werden. Insgesamt werden 82 Millionen für die bereits ausgewählten 17 Allianzen und die für den Sommer 2020 angekündigten 24 neuen Allianzen zur Verfügung gestellt. Die Forschungs- und Innovationsdimension der Allianzen soll damit ausgebaut, Verknüpfungen zwischen Bildung und Forschung gestärkt und Synergien zwischen zwischen den Nachfolgeprogrammen Horizont Europa und Erasmus+ vorbereitet werden. Außerdem möchte die Generaldirektion Forschung Anreize für die institutionelle Reform der Hochschulen setzen. Mehr dazu

KfW-Studienkredit als Corona-Hilfe des BMBF

08.5.20 Die KfW Bankengruppe hat das Verfahren zur Beantragung der vom BMBF vergangene Woche ermöglichten Förderkredite für Studierende gestartet, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Not geraten. Seit dem 8. Mai können diese Studierende den KfW-Studienkredit von monatlich bis zu 650 Euro vorübergehend zum Zinssatz von 0 Prozent erhalten. Ab dem 1. April 2021 wird dann wieder der reguläre Zinssatz gelten, der jeweils für sechs Monate festgelegt wird. Alle anderen Konditionen bleiben unverändert. Studierende aus dem Ausland können den KfW-Studienkredit erst ab 1. Juni 2020 beantragen, sofern sie an einer deutschen Adresse gemeldet sind. Die erste Auszahlung ist in diesem Fall zum 1. Juli vorgesehen. Die Ausweitung des KfW-Studienkredits auf alle ausländischen Studierenden ist befristet bis zum 31. März 2021. Mehr dazu

Überbrückungshilfen des Bundes für in Not geratene Studierende

30.4.20 Nach langem Drängen auch der HRK stellt das Bundesbildungsministerium nun Nothilfen zugunsten von durch die Corona-Krise in finanzielle Not geratenen deutschen und internationalen Studierenden bereit. In akuten Fällen kann zunächst über die Studierendenwerke ein Zuschuss beantragt werden; darüber hinaus werden über die KfW zinslose Kredite von bis zu 650 € monatlich angeboten. Gemeinsam mit den Präsidenten von DSW und DAAD begrüßte HRK-Präsident Alt, dass der akuten Notlage nun Rechnung getragen wird. Mehr dazu

Internationale Studierende: Anpassung der Aufenthaltsbestimmungen

30.4.20 Studierende aus Drittstaaten sind aufgrund der Corona-Krise neben den finanziellen und sozialen Belastungen aktuell zusätzlich durch Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen betroffen. Zur Erleichterung der Lage hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat nun den Ausländerbehörden neue Empfehlungen mitgeteilt. Internationale Studierende können bei der Verlängerung von Aufenthaltstiteln, bei Beschäftigungsmöglichkeiten zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie bei kurzfristiger Mobilität mit Lockerungen der normalerweise geltenden Regelungen rechnen. (Kontakt: boehmhrk.de)

Online-Petition zum Erhalt der ERC-Mittel

30.4.20 In einem offenen Brief an Europarats-Präsident Charles Michel, EU-Parlaments-Präsident David Maria Sassoli sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprechen sich 19 Nobelpreisträger, Rektoren und führende Wissenschaftler dafür aus, dass der ERC seine bedeutende Stellung und die entsprechende finanzielle Ausstattung im Europäischen Forschungsrahmenprogramm behält. Im Rahmen einer Online-Petition kann das Anliegen unterstützt werden. Bislang konnten rund 3700 Unterschriften gesammelt werden.

HRK-Präsident fordert erneut die sofortige Freilassung von Ahmadreza Djalali

17.4.20 Aus aktuellem Anlass setzt sich HRK-Präsident Peter-André Alt abermals dafür ein, den seit mittlerweile vier Jahren im Iran inhaftierten Wissenschaftler Ahmadreza Djalali unverzüglich aus dem Evin Gefängnis zu entlassen. „Die Corona-Pandemie stellt für Dr. Ahmadreza Djalali eine unmittelbare Bedrohung des Lebens dar. Laut Informationen des internationalen Netzwerks Scholars at Risk hat sich sein Gesundheitszustand im Verlauf seiner vierjährigen Haft kontinuierlich verschlechtert, eine ausreichende medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet. Dr. Djalali zählt somit zu der Risikogruppe, für die eine Infektion mit dem Corona-Virus lebensbedrohlich wäre“, erklärte Alt dazu am Donnerstag. Mehr dazu

Zahl der Neuimmatrikulationen von Geflüchteten stabil auf hohem Niveau

17.4.20 Die Zahl der neu immatrikulierten Geflüchteten an deutschen Hochschulen bleibt bei einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr weiterhin hoch: Seit dem vergangenen Wintersemester 2018/19 mit der sehr hohen Zahl von 3.700 neu eingeschriebenen Geflüchteten lagen die Zahlen im Wintersemester 2019/20 bei fast 3.000. Allerdings haben sich auch spürbar weniger Hochschulen an der neuerlichen HRK-Befragung beteiligt. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen auch, dass die Hochschulen mit ihrem Engagement insbesondere in der Studienvorbereitung große Expertise erworben haben. Synergien zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für internationale Studierende werden nun stärker genutzt und die unterstützenden Programme auf die Begleitung während des Studiums ausgeweitet. Mehr dazu

Scholars at Risk Global Congress zu akademischen Freiheiten jetzt online abrufbar

17.4.20 Ursprünglich konzipiert als mehrtägige Konferenz in Washington, D.C. und Baltimore, fand der Global Congress des internationalen Netzwerks Scholars at Risk vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie am 26. und 27. März online statt. Als Videos sind die Diskussionen und Präsentationen jetzt online abrufbar. Das breite Spektrum an Themen reicht hierbei von Reaktionen auf die Einschränkung akademischer Freiheiten in der Türkei über die Bedrohung freier Wissenschaft in der MENA-Region bis hin zur Vorstellung des Academic Freedom Index, und von aktuellen Debatten über freie Meinungsäußerung an Universitäten über Möglichkeiten, die Prinzipien akademischer Freiheiten an Studierende zu vermitteln, bis hin zur Lage der Wissenschaftsfreiheit in Subsahara Afrika. Zu den Beiträgern zählen auch deutsche Universitäten wie die Universität zu Köln. Mehr dazu

HRK-Präsidium beschließt Leitlinien und Standards in der internationalen Hochschulkooperation

09.4.20 Das HRK-Präsidium hat am Montag Standards und Leitlinien in der internationalen Hochschulkooperation verabschiedet, die den Hochschulen und einzelnen Hochschulangehörigen Hilfestellung und Orientierung beim Aufsetzen und Aufrechterhalten tragfähiger Kooperationen bieten sollen. Entlang der verschiedenen Dimensionen internationaler Zusammenarbeit „Strategie und Governance“, „Gemeinsam Lehren und Lernen“, „Gemeinsam Forschen“ sowie „Hochschulen als transnationale Räume“ hat die HRK länderneutral grundlegende Prinzipien und Werte formuliert. Das Papier betont die Chancen internationaler Kooperation, befasst sich aber wesentlich auch mit den Herausforderungen und Risiken für die Integrität nationaler Strukturen. „Wir setzen damit bewusst ein Zeichen gerade in Zeiten der internationalen Krise durch die Corona-Pandemie“, erklärte dazu HRK-Präsident Alt. Es ist vorgesehen, die vorgelegten Leitlinien und Standards in regelmäßigen Abständen zu prüfen. Ferner sollen in einem zweiten Schritt länderspezifische Papiere erarbeitet werden. Mehr dazu

Academic Freedom Index (AFi) publiziert

03.4.20 Im Rahmen des „2020 Virtual Global Congress“ des Scholars at Risk Network wurde der Academic Freedom Index (AFi) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Erlangen-Nürnberg, des V-Dem Institute Göteborg, des Global Public Policy Institute (GPPi) Berlin und des internationalen Netzwerks Scholars at Risk. Der AFi analysiert die Umsetzung von fünf Hauptkomponenten akademischer Freiheit in einer Vielzahl von Staaten. Die Publikation ermöglicht vornehmlich zwei Dinge: Die Entwicklung akademischer Freiheiten in einzelnen Ländern von 1900 bis in die Gegenwart nachzuvollziehen und die Umsetzung akademischer Freiheiten in verschiedenen Staaten miteinander zu vergleichen. Der Index richtet sich an eine breite Leserschaft und soll u.a. Politiker, Hochschulleitungen, Wissenschaftler und Studenten informieren. Ziel ist es, den akademischen Freiheiten in der internationalen Hochschulzusammenarbeit einen größeren Stellenwert zuzuweisen. U. a. fordern die Verfasser die Gewährleistung akademischer Freiheiten bei der Erstellung internationaler Rankings zu berücksichtigen. Mehr dazu

Gefährdeten Wissenschaftlern Zufluchtsorte geben

13.3.20 Anfang dieser Woche richtete die Alexander von Humboldt-Stiftung in Berlin das diesjährige Philipp Schwartz Forum aus. Die Veranstaltung bot Wissenschaftlern, die im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative gefördert werden, Beratungsangebote zur weiteren Karriereplanung. Zugleich wandte sich das Forum an die Mentoren der Wissenschaftler sowie an Hochschuladministratoren. In seinem Grundsatzreferat unterstrich Günter Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, die Selbstverpflichtung der deutschen Universitäten, gefährdeten Wissenschaftlern einen Zufluchtsort zu geben. Die Zahl der deutschen Mitglieder im internationalen Netzwerk „Scholars at Risk“ zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die deutsche Sektion zählt mittlerweile mehr als 40 Institutionen. Mehr dazu

Rahmenbedingungen für Europäische Hochschulnetzwerke müssen stimmen

06.3.20 Das 2019 gestartete EU-Programm „Europäische Hochschulnetzwerke“ birgt erhebliches Potenzial für die zukunftsorientierte Entwicklung der europäischen Hochschulsysteme. „Gleichzeitig sollte aber die Vielfalt anderer Kooperationsmodelle unbedingt erhalten bleiben“, forderte HRK-Präsident Peter-André Alt anlässlich einer von der HRK ausgerichteten Tagung in Bonn (siehe nachstehenden Kurzbericht). Dass der Initiative bereits jetzt drohe, mit Plänen, Erwartungen und Ansprüchen der beteiligten EU-Generaldirektionen Bildung und Forschung überfrachtet zu werden, könne sich als kontraproduktiv erweisen. Die HRK plädiert dafür, lieber wenige, aber angemessen ausgestattete Netzwerke zu schaffen. Auch könnten die Hochschulen ihren Beitrag für die Gesellschaft nur dann umfassend leisten, wenn sie die entsprechenden Gestaltungsspielräume erhielten. Mehr dazu

Das Europäische Wissensviereck: Auf dem Weg zu europäischen Hochschulen

06.3.20 „Wenn das Programm zur Schaffung Europäischer Hochschulnetzwerke ein Erfolg werden soll, müssen die beteiligten Hochschulen in ihrer Ganzheit als Bildungs-, Forschungs-, Innovations- und Kultureinrichtungen von der Europäischen Union gesehen und gefördert werden“, betonte HRK-Präsident Peter-André Alt vergangene Woche anlässlich einer von der HRK ausgerichteten Tagung im Bonner Wissenschaftszentrum. Im Mittelpunkt von zwei Podiumsdiskussionen und vier Workshops standen die Hochschulnetzwerke des aktuellen EU-Programms und andere Initiativen zur europäischen Hochschulkooperation. Die Rahmenbedingungen, Ansprüche und Herausforderungen der Vernetzung wurden ebenso diskutiert wie konkrete Mehrwerte und die Erfordernisse für langfristiges Engagement und Nachhaltigkeit. Neben der gegenwärtigen Erwartungshaltung sei es für den Erfolg dieser Kooperationen wichtig, dass die Institutionen frei und kreativ agieren können, um ihre jeweiligen Stärken zu entfalten. Mehr dazu

Gespräch zur deutsch-russischen Hochschulzusammenarbeit

21.2.20 Am 17. Februar 2020 trafen sich HRK-Präsident Peter-André Alt und der Vorsitzende der russischen Vereinigung führender Universitäten (ALU) Nikolaj Kropatschew in Sankt Petersburg. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit. HRK und ALU wollen negative Einflüsse aktueller politischer Entwicklungen, die der eigentliche Anlass für das Treffen waren, von der konkreten wissenschaftlichen Zusammenarbeit fernhalten und sich auf akademische Inhalte konzentrieren. In guter und einvernehmlicher Atmosphäre wurde die weitere Arbeit der gemeinsamen Expertengruppe besprochen, die an Empfehlungen für gemeinsame Master-Studiengänge und Promotionen arbeitet. (Kontakt in der HRK-Geschäftsstelle: Rudolf Smolarczyk).

Vernetzungstreffen zur deutsch-kubanischen Hochschulzusammenarbeit

14.2.20 Der Austausch zu aktuellen Perspektiven in der deutsch-kubanischen Hochschulzusammenarbeit stand im Mittelpunkt einer Vernetzungsveranstaltung, die HRK, DAAD und das kubanische Hochschulministerium (MES) in dieser Woche gemeinsam in Havanna ausgerichtet haben. Mehr als 120 deutsche und kubanische Hochschulvertreter nahmen im Vorfeld des Kongresses „Universidad 2020“ daran teil. Ein besonderer Fokus lag auf den Potenzialen anwendungsorientierter Hochschulkooperationen und -projekte, der Internationalisierung der Lehrerbildung sowie dem Austausch zu Erfahrungen und Perspektiven der Zusammenarbeit im Rahmen multilateraler Projekte. Mehr dazu

Wie gelingt Internationalisierung? Zwei neue HRK-EXPERTISE-Manuals erschienen

07.2.20 Konkrete Praxistipps für die planvolle und nachhaltige Umsetzung, Verbesserung und Qualitätssicherung von Internationalisierungsprozessen an Hochschulen liefern zwei neue Manuals des HRK-Projekts EXPERTISE Internationalisierung. Eines ist der „Outgoing-Mobilität von Nachwuchswissenschaftler_innen“ gewidmet; das andere thematisiert „Regionale Kooperationen zur Unterstützung internationaler Wissenschaftler_innen.“ Die Handreichungen beschreiben fachlich fokussiert und beispielhaft unterschiedliche Vorgehensweisen und die Arbeitsprozesse an den deutschen Hochschulen, um konkrete Internationalisierungsziele zu erreichen. Alle Manuals stehen auf der Projektwebsite zum Download bereit. Mehr dazu

Netzwerktreffen: „Universities for Enlightenment“ treten für akademische Freiheit und Hochschulautonomie ein

17.1.20 Auf Einladung der österreichischen Rektorenkonferenz tagte in dieser Woche das Netzwerk „Universities for Enlightenment“ in Wien. Der Austausch unter den beteiligten zehn europäischen Rektorenkonferenzen zeigte, dass vielerorts das Vertrauen in die Hochschulen und die Wissenschaft unterminiert und in zunehmendem Maße ein faktenbasierter Dialog widerstreitender Positionen verweigert wird. Die anwesenden Vertreter aus Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Serbien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Tschechischen Republik und Deutschland waren sich darin einig, dass ein proaktives Vorgehen vonnöten sei, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Die Hochschulen müssten offensiv für die akademische Freiheit eintreten. Ebenso wichtig sei es, das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft zu stärken, indem die Integrität von Forschung und Lehre gewahrt bleibe und Forscher sich gesellschaftlich engagierten. Mehr dazu