Türkei

Traditionell gute Wissenschaftsbeziehungen verbinden Deutschland und die Türkei. Diese begründen sich auch aus historischer Perspektive. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft fanden zahlreiche deutsche Wissenschaftler Zuflucht an türkischen Hochschulen. Heutzutage existiert ein intensiver Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, der sich auch in zahlreichen Forschungskooperationen widerspiegelt. Im Rahmen des  Deutsch-Türkischen Jahres der Bildung, Forschung und Innovation 2014 wurde die Zusammenarbeit weiter intensiviert.


HRK-Präsident kritisiert Gerichtsprozesse gegen Wissenschaftler

07.12.2017 In einem offenen Brief an Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sowie Justizminister Abdulhamit Gul hat HRK-Präsident Professor Dr. Horst Hippler die in dieser Woche beginnenden Gerichtsprozesse gegen eine größere Gruppe türkischer Wissenschaftler scharf kritisiert. In seinem Schreiben mahnt Hippler die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien an und verweist auf die grundlegende Bedeutung der akademischen Freiheit sowie der Freiheit der Meinungsäußerung. Zur Pressemeldung

Anlässlich des zweiten Jahrestags der Veröffentlichung der Peace-Petition wandte sich Scholars at Risk am 15. Januar 2018 erneut in einem offenen Brief an den türkischen Staatspräsidenten.

Ein Jahr nach dem gescheiterten Militärputsch: Akademische Freiheiten an Hochschulen massiv eingeschränkt

14.07.2017 Ein Jahr nach dem Umsturzversuch in der Türkei sieht die HRK die akademischen Freiheiten dort massiv eingeschränkt. Erst in dieser Woche berichteten Medien erneut über die Verhaftung zahlreicher Hochschulangehöriger. Die HRK protestiert scharf gegen diese Entwicklung und versichert den Opfern staatlicher Repressionen in der Türkei ihre Solidarität. HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler forderte die Türkei nachdrücklich auf, die akademischen Freiheiten in vollem Umfang zu gewährleisten. „Die strafrechtliche Aufarbeitung des Umsturzversuches darf nicht für eine Einschränkung der akademischen Freiheiten instrumentalisiert werden“, betonte Hippler. Mehr dazu

HRK-Präsident zur Situation in der Türkei: Unerträgliche Eingriffe in die akademischen Freiheiten

17.11.2016 Zu den jüngsten Entwicklungen an den Hochschulen in der Türkei sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, heute in Berlin:
„Die deutschen Hochschulen verurteilen in schärfster Form die unerträglichen Eingriffe in die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre durch den türkischen Staat.
Der Druck auf die Hochschulen in der Türkei wächst seit Monaten. Schließung von 15 Universitäten, Entlassung von mehreren Tausend Hochschulmitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Verhängung von Ausreiseverboten, Verhaftung von mehreren Hundert Hochschulangehörigen, die Absetzung von frei gewählten Rektoren – die Liste der staatlichen Repressionen gegen unsere türkischen Kolleginnen und Kollegen ist erschreckend lang." Mehr dazu

HRK-Präsident protestiert gegen Umgang mit Hochschulangehörigen in der Türkei

20.07.2016 „Die deutschen Hochschulen sehen die aktuellen Entwicklungen an den türkischen Hochschulen mit Entsetzen. Die tiefen, offenbar skrupellosen Einschnitte in die akademischen Freiheiten durch die türkische Regierung machen uns alle fassungslos. Wir protestieren gegen dieses Vorgehen auf das Schärfste“, so der HRK-Präsident Horst Hippler. „Die Nachrichten deuten darauf hin, dass es um systematische Einschüchterung und um die Vernichtung des freien Geistes geht: Entlassung von mehr als 1500 Dekanen, Suspendierungen, Ausreiseverbot für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Rückruf von im Ausland tätigen, Generalverdacht gegen Hochschulangehörige, Verhaftungen. Wir fühlen uns mit den betroffenen Hochschulangehörigen tief verbunden und versichern sie unserer Solidarität.“ Mehr dazu

Rektorenkonferenzen kritisieren Umgang mit regierungskritischen Wissenschaftlern

21.01.2016 Mit großer Sorge beobachten die Rektorenkonferenzen Deutschlands (HRK), Österreichs (uniko) und der Schweiz (swissuniversities) den Umgang des türkischen Staates mit regierungskritischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In  einer gemeinsamen Erklärung kritisierten sie die Reaktion der türkischen Regierung und forderten den Schutz der Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit und die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre seien untrennbar miteinander verknüpft, erklärte HRK-Präsident Horst Hippler. Hippler ist auch Mitunterzeichner eines offenen Briefes des internationalen Netzwerkes Scholars at Risk an den türkischen Staatspräsidenten Tayyip Erdogan.

Türkei-Wochen an deutschen Hochschulen

Herbst 2014 Deutschlandweit richteten 15 ausgewählte HRK-Mitgliedshochschulen im Rahmen des Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014 Türkei-Wochen aus. Die Türkei-Wochen verfolgen mehrere Zielsetzungen. So soll unter Studierenden und Wissen­schaftlern sowie in einer breiteren Öffentlichkeit das Bewusstsein für das große Potenzial der deutsch-türkischen Hochschulkooperation geschärft werden. Zugleich sollen vertiefte Kenntnisse über die türkische Studien- und Forschungslandschaft vermittelt und Anreize für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in der Türkei gesetzt werden. Die Türkei-Wochen sollen auch einen Beitrag zur Integration türkischer Studierender und Wissenschaftler in die deutschen Hochschulen leisten. Mehr dazu