China-Wochen an deutschen Hochschulen

Die HRK koordinierte im Sommersemester 2010 federführend die China-Wochen an deutschen Hochschulen, die im Rahmen des gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und seinen chinesischen Partnerministerien getragenen „Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/10“ stattfanden.

Die Ziele des Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/10 waren, der großen Bedeutung der deutsch-chinesischen Kooperation in Bildung und Forschung die ihr zustehende Aufmerksamkeit auch über Fachkreise hinaus zu geben, neue Impulse für die Kooperation zwischen Deutschland und China im Bereich Bildung und Forschung zu setzen sowie die Sichtbarkeit der Zusammenarbeit zu erhöhen. Detaillierte Informationen zu Zielen und Hintergründen sowie zu Förderprojekten bietet die Internetseite des BMBF. Nähere Informationen zur Beteiligung der HRK am Deutsch-Chinesischen Jahr finden Sie im Newsletter und Abschlussbericht.

Die Ziele der China Wochen an deutschen Hochschulen waren

  • unter Studierenden und Wissenschaftlern, aber auch in der interessierten Öffentlichkeit, ein Bewusstsein für das Potenzial der deutsch-chinesischen Kooperation in Bildung und Forschung zu schaffen,
  • die Kenntnisse über die chinesische Studien- und Forschungslandschaft zu erhöhen und Anreize für ein Studium bzw. einen Forschungsaufenthalt in China zu setzen,
  • einen Beitrag zur Integration von chinesischen Studierenden und Wissenschaftlern zu leisten.
Filmpreis im Rahmen der China-Wochen

Im Rahmen der China-Wochen wurde außerdem ein Filmpreis ausgelobt.
Die Kommunikationsdesign-Studenten der Hochschule Konstanz Eva-Maria Kreuzer, Fabia Schubert, Hannes Ruß und Tobias Hoss gewannen mit Ihrem Film „Fremde Heimat" den ersten Platz und machten eindrucksvoll auf einen vergessen Teil aus der Geschichte des Dritten Reiches aufmerksam. Die darauf folgenden Plätze belegten die Filme „Chinese Disco“ und „Ich komme aus China“.

Über 45 Hochschulen wurden von der Auswahlkommission in die Förderung aufgenommen und haben jeweils eine China-Woche bzw. mehrere China-Tage ausgerichtet.

Die Aktivitäten der teilnehmenden Hochschulen bildeten die folgenden drei Bereiche ab:

  • Bereich Studium und Forschung: Dazu gehörten Informationen über Studien-, Promotions- und Forschungsmöglichkeiten in China (z.B. über das Akademische Auslandsamt/ International Office der Hochschule), Vorstellung der Studienbedingungen, Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten, Kontakte sowie Studienmöglichkeiten auf Englisch (z.B. mithilfe von zurückgekehrten deutschen Studierenden), Darstellung relevanter Unterschiede im Hochschulsystem bzw. im Studien- und Forschungsalltag (z.B. über Wissenschaftler mit China-Erfahrung) und Vorstellung von Themen der deutsch-chinesischen Kooperation
    (z.B. über Podiumsdiskussionen, gemischt besetzte Panels).

  • Bereich Hochschulspezifische Kooperationsprojekte: In diesem Bereich sollten Schwerpunkte und Charakteristika der Kooperation mit China dargestellt (z.B. erfolgreiche gemeinsame Studien- und/ oder Forschungsprojekte) sowie vorhandene Studien-, Promotions- und Forschungsmöglichkeiten an chinesischen Partnerhochschulen vorgestellt werden (z.B. durch eine Einladung von Vertretern der chinesischen Partnerhochschule, Einbindung von chinesischen Studentenvereinen)

  • Bereich Kultur und Integration: Hier stand die Vorstellung von verschiedenen Aspekten der chinesischen Kultur im Vordergrund, beispielsweise unter Mithilfe von chinesischen Studierenden, Promovierenden und Wissenschaftlern, die deutsche Studierende und die interessierte Öffentlichkeit über kulturelle Besonderheiten, Geschichte, Traditionen, Literatur, Küche, Familie usw. informierten. Weitere Inhalte konnten sein: die Ausrichtung eines China-Tages des akademischen Auslandsamtes, eine chinesische Woche auf dem Mensa-Speiseplan, ein Tag des Kung-Fu beim Hochschulsport, Kalligraphie- und Sprachschnupperkurse am Sinologischen Institut, die Ausrichtung einer chinesischen Filmwoche, ein deutsch-chinesisches Fußballturnier, Ringvorlesungen von Lehrenden verschiedener Fachrichtungen zum Thema China usw.