Profildaten zur Internationalität deutscher Hochschulen

Die Hochschulrektorenkonferenz, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und (seit 2018) die Deutsche Forschungsgemeinschaft führen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für empirische Studien ein Serviceprojekt zur Erhebung von Profildaten zur Internationalität der deutschen Hochschulen durch.

Die Ergebnisse vermitteln einen Eindruck über den Stand der Internationalisierung an deutschen Hochschulen. Damit stehen Hochschulen, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit aktuelle statistische Kennzahlen zur Einschätzung der Internationalisierung im Hochschulbereich zur Verfügung.

Im Rahmen der Erhebung werden ausschließlich Kennzahlen aus öffentlich zugänglichen Quellen verwendet, die jährlich erhoben werden (Destatis, HRK-Hochschulkompass, AvH- und DAAD-Förderzahlen sowie DAAD-ERASMUS-Zahlen).

Die Daten werden anonymisiert, d. h. nur die Empfängerhochschule erhält die für sie ermittelten Daten mit Angabe der Hochschule. Zusätzlich wird ein zusammenfassender Ergebnisbericht des Projektes publiziert, der die Vielzahl der erhobenen Indikatoren ausführlich darstellt und im Zeitverlauf auswertet. Die Datenerhebung wird im jährlichen Rhythmus fortgesetzt.

Digitalisierung und Ausbau des Projekts

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligte im Dezember 2018 einen Antrag der Projektpartner zum Ausbau des Profildatenprojekts. Im Vordergrund steht die digitale Bereitstellung der Daten und die Flexibilisierung der Datennutzung. Unter dem Arbeitstitel „Internationalisierungsprofile deutscher Hochschulen“ wird eine benutzerfreundliche Online-Plattform entwickelt, die die flexible Nutzung und Auswertung der Daten ermöglichen soll und zusätzliche Indikatoren beinhaltet – insbesondere zur Internationalisierung der Forschung. Mittelfristig soll es den Hochschulen ermöglicht werden, individuell angepasste Datensammlungen zusammenzustellen, die dann als Grundlage für die hochschulinternen Entscheidungsprozesse dienen können. Das Datenportal soll durch Workshops und Beratungsangebote für die Hochschulen ergänzt werden, um es als zentrales Informations-, Monitoring- und Planungsinstrument auf Hochschulebene zu etablieren.