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Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen | Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland
27.03.2026 Ein aktueller Beitrag des DZHW nimmt die Situation von Geflüchteten im Studium an deutschen Hochschulen in den Blick. Das Papier empfiehlt Hochschulen und Hochschulpolitik auch nach der Studieneingangsphase Ressourcen für Studierende mit Fluchterfahrung vorzuhalten, um die soziale und akademische Integration dieser Zielgruppen zu verbessern – auch um mittelfristig den Studienerfolg zu erhöhen und Abbruchquoten zu verringern. Integrationsangebote, Mentoring-Programme und der Austausch zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Studierenden sollten gestärkt werden. Die Bedarfe Geflüchteter – Sprachkurse, öffentlich gefördertes Wohnen, Bafög – gleichen denen internationaler Zielgruppen an deutschen Hochschulen insgesamt, machen sich allerdings in besonders ausgeprägter Weise bemerkbar. Auf die entsprechenden Handlungsnotwendigkeiten hat die HRK im Mai 2024 in ihrem Entschluss „Erfolgreiche Studien- und Berufswege internationaler Studierender in Deutschland – Grundlagen und Rahmenbedingungen“ hingewiesen und darin konkrete Ansätze zur Stärkung der Willkommenskultur und Begleitung internationaler Zielgruppen auf institutioneller und Systemebene beschrieben.
20.03.2026 Das gerade erschienene Update zum Academic Freedom Index (AFI) 2026 von Forschenden der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und dem V-Dem-Institut Göteborg wirft erneut einen Blick auf die Wissenschaftsfreiheit von 179 Ländern weltweit. Dem Bericht zufolge nahm die Wissenschaftsfreiheit in den letzten zehn Jahren in 50 Ländern ab. Lediglich neun Länder verzeichnen Verbesserungen. Unter anderem deuten die erhobenen Daten auf einen Zusammenhang zwischen institutioneller Autonomie von Hochschulen und dem Schutz der Wissenschaftsfreiheit einzelner Forschender hin. Auch wenn der Indikator „institutionelle Autonomie“ als einer von insgesamt fünf zugrundgelegten Indikatoren sich in den vergangenen zehn Jahren als etwas weniger anfällig für Schwankungen erwiesen habe, komme dem besonderen Schutz der Hochschulautonomie aufgrund ihrer Schlüsselfunktion für die Wissenschaftsfreiheit eine besondere Rolle zu. Dies zeige sich u.a. besonders an den jüngsten Entwicklungen in den USA. Deutschland stagniert im Verhältnis zum Vorjahr in der Kategorie Top 10-20%.
2.03.2026 In dieser Woche haben der HRK-Präsident, Walter Rosenthal, und die HRK-Vizepräsidentin für Internationales, Gleichstellung und Diversität, Angela Ittel, die Declaration of Solidarity with Ilia State University unterzeichnet. Bereits im Dezember hat die HRK zusammen mit den Partnerorganisationen in Österreich, Polen und der Slowakei einen Aufruf zur Aufrechterhaltung akademischer Freiheiten in Georgien veröffentlicht. Anlass war das Nationale Reformkonzept vom Oktober 2025, das die georgische Hochschulautonomie und die Wissenschaftsfreiheit bedroht. Gesetzliche Schritte im Dezember und Februar zeigen, dass die georgische Regierung nun mit der Umsetzung des Konzepts begonnen hat: Das Studienangebot der Staatlichen Ilia-Universität in Tiflis wird auf kaum 10 Prozent des bisherigen Angebots reduziert. Politische Beobachter sind sich darin einig, dass die Regierung damit die politische Opposition schwächen will, die von vielen Studierenden und Lehrkräften der Ilia-Universität mitgetragen wird. Die HRK würde es begrüßen, wenn sich möglichst viele deutsche Hochschulen der Solidaritätserklärung anschließen würden (mehr).
26.01.2026 In enger Zusammenarbeit haben die HRK und die Kultusministerkonferenz eine Aktualisierung der seit 20 Jahren bestehenden Rahmenordnung über deutsche Sprachprüfungen für das deutschsprachige Studium an deutschen Hochschulen (RO-DT) beschlossen. In der überarbeiteten Fassung wird zum einen die hohe Flexibilität betont, die es den Hochschulen unter Einhaltung der Landeshochschulgesetze ermöglicht, in ihren Studiengängen die Sprachniveaus für internationale Studienanfänger:innen passgenau festzulegen. Zum anderen eröffnet die überarbeitete Musterprüfungsordnung der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) den Standorten nun die Möglichkeit, die DSH-Prüfung ganz oder teilweise in elektronischer Form durchzuführen. Nähere Informationen zur RO-DT und DSH finden sich auf der HRK-Website.
26.01.2026 Eine Delegation des ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) University Network (AUN) hat am Donnerstag die HRK besucht, um sich über deutsche und europäische Erfahrungen mit den zentralen Mobilitätsinstrumenten des Bologna-Prozesses auszutauschen. Die Initiative AUN Qualifications Excellence (AUN-QEx) entwickelt derzeit ein ASEAN Reference Credit System, um die studentische Mobilität innerhalb der Region zu fördern. Auch die Zusammenarbeit zwischen den europäischen und südostasiatischen Hochschulen soll gestärkt werden (mehr).
19.12.2025 In der Europäischen Union werden aktuell die Weichen für das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10) ab 2028 gestellt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Leibniz-Gemeinschaft begrüßen die Entscheidung der EU-Kommission für ein weiterhin eigenständiges Programm der Forschungs- und Innovationsförderung. Sie fordern Rat, Kommission und Europäisches Parlament jedoch dazu auf, dieses für den Europäischen Forschungsraum zentrale Instrument sowie insbesondere seine Verbindung mit dem neuen Europäischen Wettbewerbsfonds im weiteren Gesetzgebungsprozess bedarfsgerecht nachzubessern. FP10 müsse für exzellente Wissenschaft, verlässliche Förderprogramme und eine starke Verbundforschung stehen. In einer gemeinsamen Fachstellungnahme benennen DFG, HRK und Leibniz-Gemeinschaft die Herausforderungen und Leerstellen der gegenwärtig diskutierten Pläne und zeigen Lösungen für eine nachhaltige Stärkung der europäischen Wissenschaft auf (mehr).
19.12.2025 Der Präsident der HRK Walter Rosenthal begrüßt die Entscheidung, dass das Vereinigte Königreich sich nach dem „Brexit“ ab Januar 2027 wieder am Erasmus+-Programm der Europäischen Union beteiligen wird. Nach Jahren intensiver Gespräche zwischen der britischen Regierung und der EU-Kommission ist nun eine Vereinbarung getroffen worden, die insbesondere Studierenden aus Großbritannien und der Europäischen Union erneut wertvolle Mobilitäts- und Austauschmöglichkeiten eröffnen wird (mehr).
19.12.2025 Vertreter der HRK sowie der Rektorenkonferenzen aus Frankreich (CDEFI und FU) und Polen (CRASP) diskutierten am 12. Dezember in Paris zentrale Fragen der europäischen und globalen Hochschul- und Forschungspolitik. Ein Thema waren die laufenden Beratungen über die Struktur des 10. Europäischen Forschungsrahmenprogramms. Die HRK stellte das Konzept eines neuen themenorientierten Förderinstruments im Rahmen des Europäischen Forschungsrates (ERC) vor. Breiten Raum nahmen die sich weltweit häufenden Verletzungen der Wissenschaftsfreiheit und der Hochschulautonomie sowie die Wissenssicherheit insbesondere in den internationalen Forschungskooperationen ein. Die Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wissenschaft wurden als aktuell vordringliche Anliegen gewertet. Darüber hinaus berichteten drei Präsidiumsmitglieder der European University Association (EUA) über den Stand der Diskussionen bezüglich einer Stärkung der Position des Präsidenten und des Boards der EUA.
19.12.2025 In einer gemeinsamen Erklärung appellieren die HRK und die Rektorenkonferenzen in Polen (CRASP), Österreich (fhk, uniko) und der Slowakei (SRC) an die georgische Regierung. Die Pläne, das Hochschulsystem grundlegend zu reformieren, würden die Hochschulautonomie und Wissenschaftsfreiheit des Landes drastisch einschränken. HRK-Präsident Walter Rosenthal sagt: „Die Umsetzung des Konzepts würde auf eine völlige Zerschlagung des bestehenden Systems hinauslaufen. Hier soll Wissenschaft unter politische Kontrolle gestellt werden. Das ist nicht akzeptabel. Ich freue mich sehr, dass wir uns mit unseren Freunden in Polen, Österreich und der Slowakei schnell und klar dagegen positionieren konnten. Wir erklären uns solidarisch mit den georgischen Partnern in ihrem Protest gegen diese Pläne.“ (mehr)
12.12.2025 Anfang Dezember kamen auf Einladung der HRK und ihrer japanischen Partnerorganisation JANU rund 100 Hochschulleitungen aus Deutschland und Japan zusammen. In einer virtuellen Veranstaltung tauschten sie sich über die Erfahrungen aus, welche sie bei der Implementierung von Strukturen und Prozessen der Forschungssicherheit gemacht hatten. Die Hochschulen beider Länder sind gefordert, institutionelle Maßnahmen zur Forschungssicherheit zu etablieren, um sowohl ihr eigenes wie auch das öffentliche Interesse angemessen zu schützen. Während in Japan überwiegend ein Top-down-Ansatz verfolgt wird, erfolgt der Aufbau der Strukturen in Deutschland stark Bottom-up-getrieben – der Abgleich dieser kontrastierenden Herangehensweisen trug zu einem außerordentlich fruchtbaren Austausch bei. Darüber hinaus wurden bei der Veranstaltung die Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit erörtert. Insbesondere in Zeiten vielfältiger Krisen und sich ständig verändernder geopolitischer Bedingungen ist der Ausbau der Internationalisierung für deutsche und japanische Hochschulen von entscheidender Bedeutung. (mehr)
28.11.2025 Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, äußerte sich zur persönlichen Bedrohung israelischer und jüdischer Wissenschaftler:innen über eine inzwischen abgeschaltete, anonyme Website, die im Kontext des Nahostkonflikts finanzielle Belohnungen für Einschüchterungsversuche und Nachstellungen bis hin zur Tötung auslobte: „Die Freiheit der Wissenschaft und die persönliche Unversehrtheit von Wissenschaftler:innen müssen auch in politischen Konfliktsituationen unbedingt gewahrt bleiben. Dass ein Kopfgeld auf einzelne Wissenschaftler:innen ausgesetzt wurde, explizit weil sie führende israelische und jüdische Wissenschaftler:innen sind, ist unerträglich, beispiellos und durch nichts zu rechtfertigen. Meine Solidarität gilt den betroffenen Kolleg:innen und ihren Angehörigen.“ (mehr)
28.11.2025 Diese Woche wurde in Berlin der MINT-Herbstreport 2025 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln vorgestellt. Im Studienjahr 2024/25 zählt das Statistische Bundesamt rund 186.000 Studienanfänger:innen in den MINT-Fächern an deutschen Hochschulen. Der Bericht bekräftigt, dass die Zuwanderung von internationalen Akademiker:innen über die Hochschulen ein wichtiger Faktor zur Sicherung qualifizierter MINT-Arbeitskräfte ist. Um qualifizierte Fachkräfte langfristig zu halten, leitet das IW Köln daraus unter anderem die folgenden Forderungen ab: Lehrkapazitäten an Hochschulen zu sichern und auszuweiten, studienbegleitende Sprachkurse zu fördern, Studierende beim Übergang in den Beruf beispielsweise durch Mentoring-Programme zu unterstützen und Netzwerke für Studierende zu verstetigen. Dies deckt sich mit den Empfehlungen, die die HRK bereits im Mai 2024 in der Entschließung „Erfolgreiche Studien- und Berufswege internationaler Studierender in Deutschland – Grundlagen und Rahmenbedingungen“ an Bund und Länder richtete.
24.11.2025 Auf Initiative der Botschaft der Republik Usbekistan fand in Berlin das 1. Usbekisch-Deutsche Hochschulforum statt. Bei dem Treffen wurden die Intensivierung der Hochschul- und Wissenschaftsbeziehungen zwischen Usbekistan und Deutschland diskutiert, darunter auch das Projekt zur Gründung einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Usbekistan, das federführend von der Hochschule Anhalt betrieben wird. Im Zentrum der Beratungen standen der Erfahrungsaustausch über die laufende Zusammenarbeit und eine Kontaktbörse zur Initiierung neuer Beziehungen. HRK-Präsident Walter Rosenthal richtete ein Grußwort an die rund 120 Teilnehmenden aus beiden Ländern. Er sprach auch mit dem Ersten Stellvertretenden Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation, Sardor Radjabov, über Reformvorhaben in Usbekistan, darunter auch über die Etablierung eines neuen Qualitätssicherungssystems im Hochschulbereich und die Initiierung einer Exzellenzinitiative.
24.11.2025 Innovative Konzepte, lokale Realitäten und regionale Trends in Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement standen im Zentrum eines DIES-Webseminars von HRK und DAAD in dieser Woche. Dabei waren sich die etwa 140 Teilnehmenden mit HRK-Vizepräsident Ulrich Bartosch, einig, dass eine lebendige Qualitätskultur nicht nur auf Regeln, Standards und Prozesse setze, sondern auch Einstellungen, Verpflichtung und kontinuierliche Verbesserungsbereitschaft fördere. „In einer kooperativen Qualitätskultur tragen alle – von den Studierenden über die Alumni bis hin zu Lehrenden, Mitarbeitenden und akademischen Partnern – zum Erfolg der Hochschule bei und fördern dadurch Stolz, Vertrauen und gegenseitigen Respekt,” so Bartosch in seiner Eröffnung. Vorgestellt wurden Perspektiven und Good-Practice-Beispiele aus dem Hochschulmanagement in Mozambique, Peru, Mauritius und Vietnam. Die DIES (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) Webseminar-Reihe „University Leadership in Challenging Times” richtet sich insbesondere an Hochschulleitungen, Qualitätsmanager:innen und Verantwortliche für Hochschulsteuerung – vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit diesem Format wollen DAAD und HRK den internationalen Erfahrungsaustausch befördern, gute Praxis sichtbar machen und Impulse geben, wie eine nachhaltige Qualitätspolitik in Hochschulen institutionalisiert werden kann (mehr).
24.10.2025 China ist ein wichtiger Partner im weltweiten Austausch von Wissen und Erkenntnissen und daher auch für die Hochschulkooperation. Der Austausch zwischen deutschen und chinesischen Hochschulleitungen, zu dem die DFG und ihre chinesische Partnerorganisation National Natural Science Foundation of China (NSFC) anlässlich des 25-jährigen Bestehens des von beiden Förderorganisationen gemeinsam getragenen Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung (CDZ) eingeladen hatten, bot daher eine willkommene Gelegenheit für einen Dialog zu den Chancen der akademischen Zusammenarbeit sowie auch zu ihren Herausforderungen und notwendigen Rahmenbedingungen. Auf Einladung der DFG nahmen HRK-Präsident Walter Rosenthal, HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel und HRK-Vizepräsident Jörg Bagdahn an dem Forum sowie der sich anschließenden Festveranstaltung teil. Gespräche mit der Deutschen Botschaft in Peking, der Peking-Universität sowie der China Association of Higher Education rundeten das Besuchsprogramm ab.
24.10.2025 Auf Einladung der Deutschen Botschaft Tel Aviv und des Weizmann-Instituts nahm der HRK-Präsident in dieser Woche an der Abendveranstaltung zum 60-jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel teil. Im Fokus der Veranstaltung in Israel stand die wertschätzende Rückschau auf die exzellenten Wissenschaftsbeziehungen und das deutliche Bekenntnis zur zukünftigen Kooperation in Forschung und Lehre. Neben der Betonung des hohen Potenzials der seit Jahrzehnten fest etablierten Wissenschaftsbeziehungen für die deutsch-israelischen Diplomatiebeziehungen waren junge Wissenschaftler:innen des Weizmann-Instituts eingeladen, den ca. 150 geladenen Gästen aktuelle Forschungsvorhaben zu wichtigen Themen der Zukunft vorzustellen, die gemeinsam in Israel und Deutschland bearbeitet werden.
2.10.2025 Rund 60 Ranking-Koordinator:innen von HRK-Mitgliedsuniversitäten sind Mitte letzter Woche an der Universität Bremen zur siebten Netzwerktagung des HRK-Serviceprojekts Internationale Hochschulrankings zusammengekommen. Die jährlichen Treffen dienen der Vernetzung der Rankingkoordinator:innen und dem Austausch über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen bei der Verbesserung der internationalen Sichtbarkeit der Universitäten. Impulsvorträge und Praxisforen befassten sich unter anderem mit dem Einsatz KI-gestützter bibliometrischer Services, kooperativer Business Intelligence und Marketing im Bereich nachhaltiger Universitäten. Beiträge aus Italien und Österreich boten Gelegenheit, internationale Perspektiven zu szientometrischen Analysen und innovativen Indikatoren im Kontext von CoARA zu diskutieren.
2.10.2025 In drei Jahren startet mit dem zehnte Forschungsrahmenprogramm (FP10) der Nachfolger von „Horizon Europe“. Die EUA hat nun eine Analyse des Kommissionsvorschlags veröffentlicht. Darin begrüßt sie die Beibehaltung von Horizon Europa als eigenständiges Programm sowie die Fortsetzung von Bottom-up-Exzellenzprogrammen wie dem Europäischen Forschungsrat und den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Das vorgesehene Budget von 175 Milliarden Euro wird als positives Signal gewertet, es bleibe aber hinter dem Notwendigen zurück. Die EUA wird in Abstimmung mit der HRK und weiteren europäischen Hochschulverbänden die Arbeit am FP10 weiter kritisch begleiten.
19.09.2025 Bei den deutsch-ukrainischen Verhandlungen über Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit (WTZ), die Ende vergangene Woche in Warschau stattfanden, betonte HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel den enormen Beitrag der deutschen Hochschulen bei der gesellschaftlichen und akademischen Integration sowie die starke Intensivierung der Hochschulkooperationen seit dem russischen Überfall. Bei einer trilateralen deutsch-polnisch-ukrainischen Konferenz am Folgetag zum Wiederaufbau der ukrainischen Wissenschaft und Hochschulen, leitete Ittel einen Workshop, der sich explizit dem Beitrag von Hochschulkooperationen beim Wiederaufbau der Ukraine widmete. Dabei hoben Hochschulvertreter:innen aus den drei Ländern ihre Bereitschaft hervor, die bestehenden guten Beziehungen zu verstärken und die Integration der ukrainischen Hochschulen in den Europäischen Hochschulraum und den Europäischen Forschungsraum voranzutreiben.
19.09.2025 Die HRK nutzte die Anwesenheit von Vertreter:innen des ukrainischen Rektorenverbandes bei den WTZ-Verhandlungen in Warschau und organisierte im Deutschen Historischen Institut (DHI) Warschau ein trilaterales Treffen zusammen mit Vertreter:innen der polnischen Rektorenkonferenz (KRASP) unter Sitzungsleitung des HRK-Präsidenten. Auch bei diesem Treffen ging es um den Wiederaufbau der Ukraine und den Beitrag von Rektorenkonferenzen dabei. Es war das erste Gespräch in dieser Zusammensetzung. Die Teilnehmenden verständigten sich auf die Fortsetzung des trilateralen Austausches. Konkret wurde vereinbart, thematische Expert:innengruppen zu verschiedenen Aspekten des Hochschulsystem und der Arbeit der Hochschulen zu gründen. Diese Expertise soll den ukrainischen Rektorenverband dabei unterstützen, sich konstruktiv in die innerukrainischen Reformprozesse einzubringen.
11.07.2025 Unter der Leitfrage „What´s next for university internationalisation?“ kamen vergangenen Freitag rund 50 Hochschulleitungen auf Einladung des DAAD und der HRK an der Technischen Universität Berlin zusammen, um Perspektiven der Internationalisierung von Hochschulen vor dem Hintergrund globaler und nationaler Herausforderungen zu diskutieren. HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel unterstrich, dass die Zukunft der Wissenschaft in der Kooperation liege – national wie international. Gefordert sei zudem eine „verantwortungsvolle Internationalisierung“, in der Offenheit und Freiheit bewahrt und gleichzeitig Risiken eingeschätzt und Sicherheit gewährleistet würden. Eine Keynote von Universities UK illustrierte, dass in der Wissenschaftskommunikation und Interessenvertretung von Hochschulen evidenzbasiert kommuniziert und verbündete Stakeholder einbezogen werden sollten, um den gesellschaftlichen Mehrwert von internationalisierter Wissenschaft effektiv zu vermitteln.
20.06.2025 Die HRK und die Wissenschaftsministerkonferenz (WissenschaftsMK) haben in dieser Woche der Hebrew University of Jerusalem (HUJI) zu ihrem 100-jährigen Bestehen gratuliert. In einer Grußadresse übermittelten die Präsidentin der Wissenschaftsministerkonferenz, Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern und HRK-Präsident Walter Rosenthal ihre Glückwünsche und würdigten die HUJI als herausragendes Zentrum von Forschung und Lehre, die in besonderer Weise für wissenschaftliche Exzellenz, internationale Zusammenarbeit, gesellschaftliches Engagement und die Freiheit der Wissenschaft stehe. Ein für diese Woche geplanter Israel-Besuch einer von HRK und WissenschaftsMK angeführten Delegation anlässlich der Jubiläumsfeier der HUJI war aufgrund der aktuellen Lage in Israel abgesagt worden. „Gerade jetzt ist es entscheidend, den wissenschaftlichen Dialog aufrecht zu erhalten und durch Kooperationen weiter zu stärken“, betonte Rosenthal. „Die israelischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sind wichtige wissenschaftliche, aber auch zivilgesellschaftliche Diskursräume und auf diese Weise tragende Säulen einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft in Israel. Dies bedarf unser aller Ermutigung und Solidarität.“
13.06.2025 In dieser Woche trat HRK-Präsident Walter Rosenthal abermals Forderungen nach einem Aussetzen des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel oder einem Boykott zulasten der israelischen Wissenschaft und der internationalen Hochschulzusammenarbeit mit Israel klar entgegen. In einem Statement hob Rosenthal den Beitrag der israelischen Hochschulen und der Wissenschaft in Israel als „starke liberale, demokratische Kraft“ hervor und unterstrich, dass sie „gerade auch im Nahost-Konflikt ein zentrales Element der akademischen und ethischen Reflexion sowie des Ausgleichs“ sei. „Ich halte daher Forderungen nach einem Aussetzen oder einer Auflösung des Assoziierungsabkommens zwischen Israel und der EU mit allen Folgen für die Teilhabe etwa an ‚Horizon Europe‘ für falsch und in seinen Auswirkungen für fatal“, erklärte Rosenthal. „Dies würde die israelische Wissenschaft in ihrer international anerkannten Leistungs- und Innovationskraft erheblich schwächen und als wichtige, unterschiedliche Perspektiven und Interessen analysierende, vermittelnde und zusammenführende Stimme der wissenschaftlichen Vernunft in Israel nachhaltig beschädigen.“ In der FAZ hatte in dieser Woche der Präsident der Israel Academy of Sciences and Humanities, David Harel, um Unterstützung für die israelische Wissenschaft geworben. In einer Mitteilung begrüßte die Israelische Akademie das HRK-Statement als „wichtige Bekräftigung akademischer Werte in einer Zeit großer Herausforderungen“ und rief andere wissenschaftliche Einrichtungen in ganz Europa dazu auf, die wissenschaftlichen Kanäle zu Israel offen zu halten.
09.05.2025 Zur Feier des zehnjährigen Bestehens von swissuniversities, der Partnerorganisation der HRK in der Schweiz, überbrachte HRK-Präsident Walter Rosenthal in Bern Glückwünsche aus Deutschland. In seiner Festrede unterstrich Rosenthal insbesondere die Bedeutung autonomer Hochschulvertretungen für die Wahrung der Freiheit von Forschung und Lehre. Angesichts der global zunehmenden Wissenschaftsfeindlichkeit verwies er ebenfalls auf die Bedeutung der grenzüberschreitenden Vernetzung zum Schutz vor Eingriffen in die akademische Autonomie der Hochschulen. Die Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der schweizerischen Hochschulen nahm am 1. Januar 2015 offiziell ihre Arbeit als Vereinigung der vorher separaten Konferenzen der Universitäten, Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschulen auf. Sie hat 38 Mitgliedseinrichtungen. Zwischen den Rektorenkonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bestehen traditionell enge Beziehungen, die in jährlichen Treffen auf Ebene der Präsidien gepflegt werden.
11.04.2025 In einer gemeinsamen Erklärung fordern die HRK und ihre Partnerorganisationen in Frankreich (France Universités) und Polen (KRASP) eine bedarfsgerechte und zukunftsorientierte EU-Forschungsförderung, die weiterhin auf Offenheit und Exzellenz setzt. Sie unterstützen aktuelle Überlegungen der Europäischen Kommission, die Wettbewerbsfähigkeit der EU durch die Stärkung von Forschung und Innovation zu fördern, sprechen sich jedoch ausdrücklich für eine zehnte Auflage des bewährten Förderprogramms für Forschung und Innovation aus. HRK, France Universités und KRASP begrüßen das klare Bekenntnis in der jüngsten „Warschauer Erklärung“ der EU-Mitgliedstaaten zu einer künftigen Forschungsförderungsarchitektur, die auf dem erfolgreichen Vermächtnis der bisherigen „eigenständigen“ Rahmenprogramme aufbaut. Die Rektorenkonferenzen unterstützen zudem die Forderung des Europäischen Parlaments nach einer Finanzierungsstruktur, die Forschung an Hochschulen effizient und umfassend fördert. Eine zersplitterte Landschaft kurzlebiger Förderinstrumente, die über verschiedene EU-Generaldirektionen verteilt sind, würde Forschungstalente durch übermäßige Komplexität abschrecken und letztlich wertvolles Innovationspotenzial verschwenden (mehr).