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Auslandsrepräsentanzen deutscher Hochschulen | Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland
17.07.2026 Noch stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit standen im Zentrum des Treffens der Initiative „Universities for Enlightenment“ (U4E) an der Universität Regensburg in der vergangenen Woche. Im Fokus standen Gespräche über die Stärkung der Resilienz an Hochschulen und in der Gesellschaft. Die Beteiligten unterstrichen dabei die Bedeutung von öffentlichem Widerstand gegen Einschränkungen von Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie und forderten zu Solidarisierungen mit Betroffenen auf. Zudem bekräftigten sie die Forderung, im nächsten Rahmenprogramm der EU 2028-34 die Allianzen der Europäischen Universitäten weiter nachhaltig zu fördern. „Universities for Enlightenment” ist eine Initiative der Rektorenkonferenzen aus Österreich (KHK und uniko), Kroatien (RZHR), Tschechien (CRC), Deutschland (HRK), Italien (CRUI), Polen (CRASP), Serbien (KONUS), Slowakei (SRK), Slowenien (Slovenská rektorská konferencia) und der Schweiz (swissuniversities).
3.7.2026 Im Rahmen der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig hat die Internationale Koalition für Wissenschaft, Forschung und Innovation in der Ukraine am 26. Juni 2026 die „Danziger Erklärung“ verabschiedet. Die Koalition umfasst Staaten, internationale Organisationen wie die EU und die UNESCO sowie Akteure aus dem Bildungs-, Forschungs- und Innovationssektor – darunter die Allianz der Wissenschaftsorganisationen als größten Wissenschaftsakteur. In der Erklärung unterstreichen die Mitglieder der Koalition die zentrale Rolle von Bildung, Wissenschaft und Technologie für den Wiederaufbau und die Modernisierung der Ukraine sowie für ihren Weg in die Europäische Union. Durch die Mitunterzeichnung bekräftigt die Allianz ihre Solidarität mit den ukrainischen Partnerorganisationen und mahnt zugleich eine gemeinsame, entschlossene Stärkung dieses für die Entwicklung der Ukraine wesentlichen Sektors an (mehr).
3.7.2026 Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen kritisiert nachdrücklich die Ankündigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bis 2031 schrittweise alle Hochschulkooperationsprogramme der Entwicklungszusammenarbeit – mit Ausnahme eines Alumniprogramms – einzustellen. Mit den BMZ-Programmen zum individuellen und institutionellen Kapazitätsaufbau in Forschung, Lehre und Hochschulmanagement haben deutsche Hochschulen über mehr als drei Jahrzehnte hinweg gemeinsam mit Partnern in Ländern des Globalen Südens erfolgreich Bildungs- und Wissenschaftssysteme vor Ort gestärkt und die Zusammenarbeit mit Deutschland vertieft. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen appelliert an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag, im weiteren Haushaltsprozess tragfähige Lösungen zu finden, damit die Zusammenarbeit zwischen deutschen Hochschulen und Partnern im Globalen Süden weiterhin die nötige Unterstützung erhält (mehr).
22.05.2026 Mit Nachdruck kritisierte die HRK gestern aktuelle Ankündigungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), für die internationale Hochschulzusammenarbeit zentrale Förderprogramme der Entwicklungszusammenarbeit nahezu vollständig auslaufen zu lassen. HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel betonte in einer Stellungnahme die Bedeutung der Förderung von Wissenschaftsnetzwerken mit dem Globalen Süden. Diese sei „nicht nur ein wertvoller Beitrag zur internationalen Hochschulzusammenarbeit und zum globalen Kapazitätsaufbau in Forschung und Lehre. Sie dient auch zentral den Interessen des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Deutschland sowie der Fachkräftesicherung und -entwicklung im globalen Maßstab“, so Ittel (mehr).
22.05.2026 In der vergangenen Woche war die HRK Gastgeberin für den strategischen Austausch mit ihren Partnerorganisationen aus Australien, Großbritannien, Kanada und den USA. Unter anderem standen die nachhaltige Finanzierung der Hochschulen, die Implementierung von Strukturen und Prozessen der Forschungssicherheit, der Umgang mit KI an den Hochschulen sowie aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen in den beteiligten Ländern im Mittelpunkt des Austauschs. Auch die Rolle assoziierter Länder im nächsten europäischen Forschungsrahmenprogramm bildete einen thematischen Schwerpunkt; vor diesem Hintergrund fand das Treffen in Brüssel statt. Bereits seit 2020 gibt es einen regelmäßigen virtuellen Dialog – 2021 mit einem gemeinsamen Statement –, der durch ein jährliches Präsenztreffen komplementiert wird.
22.05.2026 Am 28. und 29. September veranstaltet die HRK in Brüssel ihren 19. EU-Strategietag für deutsche Hochschulleitungen. Unter dem Leitthema „Wissenschaft als fünfte Freiheit in Europa? – Neue EU-Programme, kommende europäische Rechtssetzung und ihre Auswirkungen auf deutsche Hochschulen“ bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch mit Vertreter:innen aus europäischer und nationaler Politik, EU-Institutionen, Wissenschaftsorganisationen sowie Hochschulleitungen aus dem europäischen Ausland. Im Mittelpunkt stehen zentrale hochschul- und forschungspolitische Entwicklungen der kommenden Jahre: die Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums, neue EU-Programme für Forschung, Innovation und Hochschulkooperation, internationale Zusammenarbeit unter veränderten geopolitischen Bedingungen sowie Fragen von Forschungssicherheit, sicherheitsrelevanter Forschung, Talentgewinnung, Transfer und europäischen Hochschulallianzen. Eine detaillierte Einladung mit Programm und Hinweisen zur Anmeldung folgt.
11.05.2026 In einer gemeinsamen Erklärung haben die in der Initiative „Universities for Enlightenment“ (u4e) zusammengeschlossenen zehn europäischen Rektorenkonferenzen ihre Besorgnis über den wachsenden politischen Druck auf die Hochschulen in Serbien ausgedrückt. Sie reagieren damit auf die polizeiliche Durchsuchung des Rektorats der Universität Belgrad am 31. März vor dem Hintergrund des Todes einer Studentin. In ihrer Stellungnahme kritisieren die Rektorenkonferenzen – darunter die HRK – die von den serbischen Behörden ergriffenen Maßnahmen und erklären ihre „uneingeschränkte Solidarität mit der Universität Belgrad, ihrem Rektor Vladan Đokić und der gesamten akademischen Gemeinschaft“. HRK-Präsident Walter Rosenthal und HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel hatten bereits am 1. April „das massive, in der Wirkung einschüchternde Vorgehen der Ermittlungsbehörden“ kritisiert und mit Nachdruck an die Verantwortlichen appelliert, die Hochschulautonomie und die Freiheit von Forschung und Lehre unbedingt zu respektieren.
17.04.2026 Vergangenen Mittwoch haben die Europäische Union und das Vereinigte Königreich den Beschluss über die Assoziierung des Vereinigten Königreichs mit dem Programm Erasmus+ im Jahr 2027 unterzeichnet. Damit kehrt das Land 2027 wieder in das Programm zurück, das insbesondere Studierenden zentrale Möglichkeiten für den internationalen Austausch bietet. HRK-Präsident Walter Rosenthal würdigte den Schritt als Meilenstein in der Zusammenarbeit von Hochschulen in der EU und dem Vereinigten Königreich. Rosenthal erklärte, dass dies den akademischen Austausch stärke und die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Forschung und Lehre unterstreiche. „In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen, die auch Wissenschaft und Hochschulbildung nicht unbeeindruckt lassen, ist die Wiederannäherung des Vereinigten Königreichs an Europa ein wichtiges Signal, das den gesamten europäischen Bildungs- und Hochschulraum stärkt“, so der HRK-Präsident.
17.04.2026 In einer aktuellen Stellungnahme äußert das Board der European University Association (EUA) tiefe Besorgnis über die geplanten Hochschulreformen in Georgien. Die Maßnahmen der Regierung sehen eine weitgehende Umstrukturierung vor, die laut EUA die Autonomie und Vielfalt der georgischen Universitäten massiv gefährdet. Die EUA warnt vor verstärkter staatlicher Kontrolle über Studienprogramme, Gehälter und Studierendenquoten und einer Beschneidung des akademischen Profils der Hochschulen. Die EUA appelliert an die georgischen Behörden, die Reformen transparent zu gestalten und die institutionelle Strategiefreiheit zu wahren. Zusammen mit den Rektorenkonferenzen von Polen, Österreich und der Slowakei hat die HRK bereits im Dezember auf die kritische Entwicklung in Georgien hingewiesen. Inzwischen hat sich die Situation für die Ilia State University zugespitzt, deren Studienangebot auf kaum noch 10 Prozent reduziert werden soll. HRK-Präsident Walter Rosenthal und HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel haben daher Ende Februar die „Declaration of Solidarity with Ilia State University“ unterzeichnet und die deutschen Hochschulen zu gesonderten Solidaritätserklärungen mit der Ilia State University aufgefordert.
17.04.2026 In diesem Jahr feiert das DIES-Programm von HRK und DAAD, das auf den Kapazitätsaufbau im Hochschulmanagement an Hochschulen des Globalen Südens abzielt, sein 25-jähriges Bestehen. Im März wurde das Jubiläumsjahr mit einem virtuellen DIES Spotlight zum Thema „The future of internationalisation – the impact of geopolitics on North-South academic collaboration“ eröffnet. Als Experte für Hochschulinternationalisierung gab Hans de Wit in einem Keynotebeitrag einen Überblick über Haupttrends der hochschulischen Internationalisierung in den vergangenen Dekaden und umriss aktuelle Herausforderungen. Anschließend diskutierte er mit Hochschulmanager:innen aus den DIES-Partnerregionen Afrika, Lateinamerika und Südostasien über die Zukunftsaussichten der akademischen Internationalisierung. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist online verfügbar.
27.03.2026 Ein aktueller Beitrag des DZHW nimmt die Situation von Geflüchteten im Studium an deutschen Hochschulen in den Blick. Das Papier empfiehlt Hochschulen und Hochschulpolitik auch nach der Studieneingangsphase Ressourcen für Studierende mit Fluchterfahrung vorzuhalten, um die soziale und akademische Integration dieser Zielgruppen zu verbessern – auch um mittelfristig den Studienerfolg zu erhöhen und Abbruchquoten zu verringern. Integrationsangebote, Mentoring-Programme und der Austausch zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Studierenden sollten gestärkt werden. Die Bedarfe Geflüchteter – Sprachkurse, öffentlich gefördertes Wohnen, Bafög – gleichen denen internationaler Zielgruppen an deutschen Hochschulen insgesamt, machen sich allerdings in besonders ausgeprägter Weise bemerkbar. Auf die entsprechenden Handlungsnotwendigkeiten hat die HRK im Mai 2024 in ihrem Entschluss „Erfolgreiche Studien- und Berufswege internationaler Studierender in Deutschland – Grundlagen und Rahmenbedingungen“ hingewiesen und darin konkrete Ansätze zur Stärkung der Willkommenskultur und Begleitung internationaler Zielgruppen auf institutioneller und Systemebene beschrieben.
20.03.2026 Das gerade erschienene Update zum Academic Freedom Index (AFI) 2026 von Forschenden der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und dem V-Dem-Institut Göteborg wirft erneut einen Blick auf die Wissenschaftsfreiheit von 179 Ländern weltweit. Dem Bericht zufolge nahm die Wissenschaftsfreiheit in den letzten zehn Jahren in 50 Ländern ab. Lediglich neun Länder verzeichnen Verbesserungen. Unter anderem deuten die erhobenen Daten auf einen Zusammenhang zwischen institutioneller Autonomie von Hochschulen und dem Schutz der Wissenschaftsfreiheit einzelner Forschender hin. Auch wenn der Indikator „institutionelle Autonomie“ als einer von insgesamt fünf zugrundgelegten Indikatoren sich in den vergangenen zehn Jahren als etwas weniger anfällig für Schwankungen erwiesen habe, komme dem besonderen Schutz der Hochschulautonomie aufgrund ihrer Schlüsselfunktion für die Wissenschaftsfreiheit eine besondere Rolle zu. Dies zeige sich u.a. besonders an den jüngsten Entwicklungen in den USA. Deutschland stagniert im Verhältnis zum Vorjahr in der Kategorie Top 10-20%.
2.03.2026 In dieser Woche haben der HRK-Präsident, Walter Rosenthal, und die HRK-Vizepräsidentin für Internationales, Gleichstellung und Diversität, Angela Ittel, die Declaration of Solidarity with Ilia State University unterzeichnet. Bereits im Dezember hat die HRK zusammen mit den Partnerorganisationen in Österreich, Polen und der Slowakei einen Aufruf zur Aufrechterhaltung akademischer Freiheiten in Georgien veröffentlicht. Anlass war das Nationale Reformkonzept vom Oktober 2025, das die georgische Hochschulautonomie und die Wissenschaftsfreiheit bedroht. Gesetzliche Schritte im Dezember und Februar zeigen, dass die georgische Regierung nun mit der Umsetzung des Konzepts begonnen hat: Das Studienangebot der Staatlichen Ilia-Universität in Tiflis wird auf kaum 10 Prozent des bisherigen Angebots reduziert. Politische Beobachter sind sich darin einig, dass die Regierung damit die politische Opposition schwächen will, die von vielen Studierenden und Lehrkräften der Ilia-Universität mitgetragen wird. Die HRK würde es begrüßen, wenn sich möglichst viele deutsche Hochschulen der Solidaritätserklärung anschließen würden (mehr).
26.01.2026 In enger Zusammenarbeit haben die HRK und die Kultusministerkonferenz eine Aktualisierung der seit 20 Jahren bestehenden Rahmenordnung über deutsche Sprachprüfungen für das deutschsprachige Studium an deutschen Hochschulen (RO-DT) beschlossen. In der überarbeiteten Fassung wird zum einen die hohe Flexibilität betont, die es den Hochschulen unter Einhaltung der Landeshochschulgesetze ermöglicht, in ihren Studiengängen die Sprachniveaus für internationale Studienanfänger:innen passgenau festzulegen. Zum anderen eröffnet die überarbeitete Musterprüfungsordnung der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) den Standorten nun die Möglichkeit, die DSH-Prüfung ganz oder teilweise in elektronischer Form durchzuführen. Nähere Informationen zur RO-DT und DSH finden sich auf der HRK-Website.
26.01.2026 Eine Delegation des ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) University Network (AUN) hat am Donnerstag die HRK besucht, um sich über deutsche und europäische Erfahrungen mit den zentralen Mobilitätsinstrumenten des Bologna-Prozesses auszutauschen. Die Initiative AUN Qualifications Excellence (AUN-QEx) entwickelt derzeit ein ASEAN Reference Credit System, um die studentische Mobilität innerhalb der Region zu fördern. Auch die Zusammenarbeit zwischen den europäischen und südostasiatischen Hochschulen soll gestärkt werden (mehr).