Der Umgang mit gesellschaftlichen Krisen in Vergangenheit und Gegenwart. Ein interdisziplinärer Krisengipfel.

Hintergrund

Angesichts der pandemischen Ausnahmesituation, die momentan Gesellschaften auf der ganzen Welt beherrscht, haben wissenschaftliche Themen gerade Hochkonjunktur in der medialen Öffentlichkeit und werden von einem breiten Publikum wahrgenommen und nachgefragt. Im Mittelpunkt steht dabei die Expertise zum unmittelbaren Kern der Krise aus Bereichen wie Virologie oder Epidemiologie. Weniger berücksichtigt wird oft, dass auch die geisteswissenschaftlichen Kleinen Fächer zu dem Diskurs, wie das Leben nach Corona weitergeht, wichtige Erkenntnisse beitragen können. Themen wie Resilienz oder Krisenmanagement können in ihrer langfristigen Entwicklung und in einem gesellschaftlichen Gesamtkontext erforscht werden, da seit den frühesten Schriftkulturen kollektive Krisenerlebnisse dokumentiert und durch Versprachlichung  greifbar sind.

Zum Projekt

Ziel des Projekts ist es, in Form eines interdisziplinären Krisengipfels und eines Podcasts das Spezialwissen geisteswissenschaftlicher Kleiner Fächer wie der Indogermanistik oder Archäologie mit demjenigen größerer oder aktueller Disziplinen wie der Humanmedizin oder Soziologie zu vernetzen, um aktuellen und zukünftigen Fragestellung gemeinsam zu begegnen. Verschiedene Perspektiven und Ansätze sollen vorgestellt und diskutiert und im Anschluss für die Öffentlichkeit aufbereitet werden, damit eine nachhaltige Sichtbarkeit der innovativen Potenziale und der Anschlussfähigkeit der Kleinen Fächer erzeugt werden kann.

Kontakt

Theresa Roth, Institut für Klassische Sprachen und Literaturen, Philipps-Universität Marburg
(theresa.rothstaff.uni-marburg.de)

Kristina Becker, Institut für Altertumswissenschaften, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
(kristina.beckeruni-wuerzburg.de)