Die Gewinnung von Professor:innen ist ein zentraler Hebel für die Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen. Obwohl seit Jahren zahlreiche Gleichstellungsmaßnahmen in Berufungsverfahren umgesetzt werden, ist bislang nur teilweise geklärt, welche Instrumente tatsächlich wirksam sind, wo Handlungsbedarfe bestehen und welche Faktoren den Erfolg oder Misserfolg bestimmen.
Mit dem Verbundprojekt „Monitoring und Analyse von Gleichstellungsmaßnahmen im Kontext von Berufungsverfahren“ (MAGiB) nehmen die HRK und das CEWS Gleichstellungsmaßnahmen deutscher Hochschulen bei der Berufung von Professuren in den Blick. Ziel des Projektes ist es, diese systematisch zu analysieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Hochschulen abzuleiten.
In dem Beschluss „Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen – Selbstverpflichtung der deutschen Hochschulen“ haben die HRK-Mitgliedshochschulen 2024 konkrete Ziele und Handlungsfelder sowie Maßnahmen benannt, die zur Verwirklichung eines institutionellen Kultur- und Strukturwandels zu mehr Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen beitragen können. Der damit verbundenen Selbstverpflichtung sind mittlerweile 126 HRK-Mitgliedshochschulen beigetreten.
Das Projekt wird als Verbundvorhaben durchgeführt. Verbundpartner der HRK ist das Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS) von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Das Vorhaben wird bis September 2027 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert (Förderkennzeichen 01FP26V01A).