HRK-Präsident: Einstufung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen als „unerwünschte Organisation“ ist Angriff auf freie Wissenschaft

24. August 2026

HRK-Präsident Professor Walter Rosenthal kritisiert die Einstufung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (FSO) als „unerwünschte Organisation“ durch die russische Regierung als erneuten Angriff auf eine freie Wissenschaft. Hinter dem weiteren Versuch der Einschüchterung von Wissenschaftler:innen stehe die Absicht, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die offiziellen Darstellungen über Russland widersprechen, zu behindern und zu unterbinden.

Die Einstufung der FSO als „unerwünschte Organisation“ füge sich in das seit Jahren zu beobachtende Vorgehen der Russischen Föderation gegen grenzüberschreitende Kontakte in der Wissenschaft ein.

„Ziel ist es, diese zu erschweren oder unmöglich zu machen“, so Rosenthal. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ruhen die institutionellen Wissenschaftskooperationen zwischen Deutschland und Russland. Persönliche Kontakte zwischen Wissenschaftler:innen beider Länder blieben aber grundsätzlich möglich.