Im Browser öffnen
HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 12.–16.10.2026

→  EU-Finanzrahmen: Allianz kritisiert Kürzungen bei Forschung und Innovation
→  HRK-Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“: Große Resonanz zu zweiter Pilotphase
→  Neue Runde Peer-to-Peer-Tandemprogramm für Hochschulleitungen
→  Studie: Deutschland weltweit gefragter Standort für Studium und Promotion
→  Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2027 gestartet
→  HFD-Ideenwettbewerb Digitale Souveränität: Preisträger stehen fest
→  Förderung von Studien- und Praxisaufenthalten in Taiwan mit STIPT

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

EU-Finanzrahmen: Allianz kritisiert Kürzungen bei Forschung und Innovation

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen fordert, Forschung, Innovation und Bildungsmobilität im Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 zu priorisieren. In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Allianz pauschale Kürzungsforderungen und eine fehlende Priorisierung dieser Zukunftsbereiche. HRK-Präsident Walter Rosenthal, derzeit Sprecher der Allianz, betonte in einer Stellungnahme, dass die EU gerade bei knappen Haushaltsmitteln gezielt in Bereiche investieren müsse, in denen die Mitgliedstaaten gemeinsam mehr erreichen könnten als allein. Forschung, Innovation und Bildungsmobilität stärkten den grenzüberschreitenden Austausch von Wissen, Kompetenzen und Talenten und leisteten einen wichtigen Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz Europas. „In den laufenden Budgetverhandlungen muss daher gebotene Haushaltsdisziplin mit einem klaren Bekenntnis zu Zukunftsinvestitionen verbunden sein. Das ist auch ganz ausdrücklich im Interesse Deutschlands“, erklärte Rosenthal.


HRK-Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“: Große Resonanz zu zweiter Pilotphase

Das Interesse am HRK-Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“ ist auch in der zweiten Pilotphase groß: 40 Hochschulen haben eine Interessensbekundung eingereicht. Das im Rahmen des HRK-Projekts traNHSform entwickelte Audit unterstützt Hochschulen dabei, ihre Nachhaltigkeitsstrategien, -ziele und -aktivitäten im Sinne eines gesamtinstitutionellen Ansatzes zu reflektieren, weiterzuentwickeln und noch stärker miteinander zu verknüpfen. Im Laufe des Novembers finden Auswahlgespräche statt. Der rund einjährige Auditprozess soll im Januar 2027 beginnen.


Neue Runde Peer-to-Peer-Tandemprogramm für Hochschulleitungen

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat die Bewerbungsphase für die nächste Kohorte von HFDlead eröffnet. Das zwölfmonatige Programm bringt Personen in strategischen Leitungsfunktionen an Hochschulen in Peer-to-Peer-Tandems zusammen. Es richtet sich an Hochschulleitungen sowie Leitungspersonen von Support- und Qualifizierungseinheiten, die Fragen der Hochschulentwicklung und digitalen Transformation gestalten. Die Tandempartner:innen reflektieren aktuelle Herausforderungen, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam Perspektiven für Veränderungsprozesse an ihren Hochschulen. Bewerbungen sind bis zum 28. Mai 2027 möglich, die neue Kohorte beginnt im Juni 2027 (mehr). 


Studie: Deutschland weltweit gefragter Standort für Studium und Promotion

Deutschlands Hochschulen sind für Studierende aus aller Welt weiterhin attraktiv – das zeigt die neu erschienene Ausgabe von „Wissenschaft weltoffen“ des DAAD und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Die vom BMFTR und dem Auswärtigen Amt finanzierte Publikation informiert seit 2001 jährlich über Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland und weltweit. Den neuesten Zahlen zufolge waren im Wintersemester 2025/26 rund 426.200 internationale Studierende und Promovierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bleibt Deutschland das wichtigste, nicht englischsprachige Gastland für internationale Studierende und liegt nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien weltweit auf Rang vier. 56 Prozent der internationalen Studierenden studieren in MINT-Fächern. Auch für internationale Forschende ist Deutschland weiterhin ein wichtiger Standort: 2024 waren mehr als 86.700 internationale Wissenschaftler:innen in Deutschland beschäftigt. Sie stellten 16 Prozent des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an Hochschulen; an den vier größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen lag der Anteil bei durchschnittlich 32 Prozent (mehr).


Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2027 gestartet

Zum Wissenschaftsjahr 2027  (Thema Raumfahrt) werden im Hochschulwettbewerb die besten Kommunikationsprojekte von jungen Forschenden gesucht, die den Dialog rund um die Raumfahrt entwickeln und Bürger:innen mit Forschenden zusammenbringen. Die besten Einreichungen erhalten jeweils 10.000 Euro zur Umsetzung. Zudem werden die ausgewählten Teams ein Jahr lang begleitet und erhalten Workshops und Schulungen zur Wissenschaftskommunikation. Der Hochschulwettbewerb ist ein Projekt von Wissenschaft im Dialog im Rahmen des Wissenschaftsjahres. Gefördert wird er vom BMFTR und unterstützt von der HRK, dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Jungen Akademie und der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Bewerbungsschluss ist der 25. November 2026 (mehr).


HFD-Ideenwettbewerb Digitale Souveränität: Preisträger stehen fest

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat die prämierten Projekte des Ideenwettbewerbs „Digitale Souveränität“ bekannt gegeben. Der Wettbewerb richtete sich an Projektgruppen an Hochschulen, die Vorhaben zur digitalen Souveränität bereits umsetzen oder konkret planen. Insgesamt wurden 19 Projekte eingereicht, die Themen von Künstlicher Intelligenz über Governance-Fragen bis hin zu souveränem Datenmanagement adressieren. Eine unabhängige Jury wählte die Projekte „openEduSuite“ der Philipps-Universität Marburg, „GenAI@KIT“ des Karlsruher Instituts für Technologie sowie „LLMduckt“ der Technischen Universität Graz aus. Die prämierten Projekte werden nun mit Partner:innen aus dem HFD-Netzwerk zusammengebracht, um ihre Ansätze an weiteren Hochschulen nutzbar zu machen (mehr).


Förderung von Studien- und Praxisaufenthalten in Taiwan mit STIPT

Das Semiconductor Talent Incubation Program Taiwan (STIPT) ermöglicht Studierenden ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge einen Studien- und Praxisaufenthalt in Taiwan. STIPT kombiniert ein viermonatiges Studienprogramm an einer taiwanischen Universität mit einem mehrwöchigen Praxistraining bei TSMC, einem Weltmarktführer im Halbleitersektor. Am 29. Oktober um 9 Uhr sind Hochschulmitarbeitende zu einem Online-Briefing eingeladen, bei dem Programm und Bewerbungsmodalitäten für den bevorstehenden Call vorgestellt werden. Die deutschlandweite Ausschreibung für einen Aufenthalt im Wintersemester 2027/28 läuft vom 15. November bis 15. Dezember. Hochschulleitungen werden gebeten, insbesondere ihre International Offices sowie Professor:innen relevanter Fachbereiche auf das Briefing und das STIPT-Programm aufmerksam zu machen. STIPT ist eine gemeinsame Initiative des BMFTR, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, der TU Dresden und TSMC.

Dieser Newsletter wird bereitgestellt von:
Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz

Prof. Dr. Walter Rosenthal (Vorstandsvorsitzender)
Ahrstraße 39
53175 Bonn
Tel.: +49 228 887-153
Fax: +49 228 887-280
E-Mail: post@hrk.de

Zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln
Stiftungsregister des Landes NRW: AZ: 15.2.1.- 23/ 65
USt-IdNr.: DE224596228

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de 
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114

Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Ralf Kellershohn
kellershohn@hrk.de
Tel.: +49 30 206 292-227

Abmeldung:
Wenn Sie diesen E-Mail-Newsletter nicht mehr erhalten möchten,
schreiben Sie bitte an presse@hrk.de.