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Newsflash 4. – 8.5.2026
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An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen |
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HRK: Gleichstellung und Vielfalt sind Bestandteil strategischer HochschulentwicklungDas HRK-Präsidium hat in einer Stellungnahme anlässlich der Mitgliederversammlung in Weimar die Bedeutung von Gleichstellung und Diversität für die deutschen Hochschulen betont. Kritisiert werden Entwicklungen, die Grundsätze der Chancengerechtigkeit und der diskriminierungsfreien Teilhabe pauschal infrage stellen und diskreditieren. Gleichstellungsmaßnahmen und -strukturen dienten der Chancengerechtigkeit. „Das ist nicht unnötig oder optional, sondern verfassungsrechtlich geboten“, erklärte HRK-Präsident Walter Rosenthal. „Gleichstellung und Vielfaltsmanagement sind zentrale Bestandteile strategischer Hochschulentwicklung und Grundlage für innovative und exzellente Forschung und Lehre“, unterstrich HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel. Mit ihrer 2024 verabschiedeten Entschließung „Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen – Selbstverpflichtung der deutschen Hochschulen“ haben sich die HRK-Mitgliedshochschulen klar dazu bekannt, Berufungs- und Personalprozesse transparenter, qualitätsgeleiteter und chancengerechter weiterzuentwickeln. |
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Rektorenkonferenzen bekunden Solidarität mit Universität BelgradIn einer gemeinsamen Erklärung haben die in der Initiative „Universities for Enlightenment“ (u4e) zusammengeschlossenen zehn europäischen Rektorenkonferenzen ihre Besorgnis über den wachsenden politischen Druck auf die Hochschulen in Serbien ausgedrückt. Sie reagieren damit auf die polizeiliche Durchsuchung des Rektorats der Universität Belgrad am 31. März vor dem Hintergrund des Todes einer Studentin. In ihrer Stellungnahme kritisieren die Rektorenkonferenzen – darunter die HRK – die von den serbischen Behörden ergriffenen Maßnahmen und erklären ihre „uneingeschränkte Solidarität mit der Universität Belgrad, ihrem Rektor Vladan Đokić und der gesamten akademischen Gemeinschaft“. HRK-Präsident Walter Rosenthal und HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel hatten bereits am 1. April „das massive, in der Wirkung einschüchternde Vorgehen der Ermittlungsbehörden“ kritisiert und mit Nachdruck an die Verantwortlichen appelliert, die Hochschulautonomie und die Freiheit von Forschung und Lehre unbedingt zu respektieren. |
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CHE-Analyse: Hochschulpolitische Pläne der AfD in Sachsen-AnhaltDas CHE hat die hochschulpolitischen Zielsetzungen der AfD Sachsen-Anhalt für eine etwaige Regierungsverantwortung sowie einschlägige Äußerungen von Abgeordneten der Partei untersucht. Das Fazit: Die Partei will die Hochschullandschaft in dem Bundesland grundlegend umgestalten, Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie radikal beschränken. Um sicherzustellen, dass Hochschulen „auch künftig wissenschaftsgeleitet, international vernetzt, partizipativ, plural, handlungsfähig und innovativ“ bleiben können, empfiehlt das CHE unter anderem, dass Hochschulen sich juristisch auf mögliche Szenarien vorbereiten und bei politischem Druck geschlossen auftreten und abgestimmt agieren (mehr). |
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MS Wissenschaft: Sommertour 2026 gestartet„Medizin der Zukunft“ steht im Zentrum der neuen Ausstellung der MS Wissenschaft zum Wissenschaftsjahr 2026. Zum Auftakt der diesjährigen Tour des von „Wissenschaft im Dialog“ betriebenen Ausstellungsschiffs betonte HRK-Präsident und Allianz-Sprecher Walter Rosenthal am Donnerstag in Berlin die Bedeutung anschaulicher Wissenschaftskommunikation. Die Ausstellung zeige mit ihren forschungsnahen Exponaten zum Anfassen und Begleitveranstaltungen, wie Wissenschaft mit Bürger:innen jeden Alters alltagsnah darüber ins Gespräch kommen könne und wie Forschung funktioniere. damit leiste sie einen wichtigen Beitrag zur Verankerung der Wissenschaft in unserer demokratischen Gesellschaft. Bis Ende September macht das Ausstellungschiff an 35 Anlegestellen in Deutschland, Österreich und Polen jeweils für einige Tage fest (mehr). |
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TransformationsFORUM HochschulstadtWie können Hochschulen und Städte über projektförmige Förderung hinaus nachhaltig transformative Kraft entfalten, um gemeinsam die großen Herausforderungen der Zeit – etwa Klimaanpassung, Digitalisierung oder Resilienz – zu bewältigen? Diese Frage stand im Zentrum der Diskussionen beim TransformationsFORUM Hochschulstadt in dieser Woche in Halle (Saale), die gemeinsam vom Stifterverband, der Stadt Halle (Saale), dem Deutschen Städtetag, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der HRK ausgerichtet wurde. Dabei betonte HRK-Vizepräsidentin Ingeborg Schramm-Wölk: „Hochschulen sind untrennbar mit ihrer Stadt und Region verbunden, als Arbeitgeber, Wissenszentren und Forschungspartner. Im Zusammenspiel mit Stadtgesellschaft und regionaler Wirtschaft entstehen enorme Synergiepotenziale für Transfer und Transformation.“ |
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„Weimarer Dreick” fördert deutsch-französisch-polnische HochschulzusammenarbeitDie seit 35 Jahren bestehende trilaterale politische Initiative der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Polen richtet ihr Augenmerk verstärkt auf die wissenschaftliche Zusammenarbeit der drei Länder. Zum ersten Mal seit 1991 erhält diese Zusammenarbeit auch eine konkrete Finanzierung durch ein neues Förderprogramm des DAAD, „Zukunftsnetzwerk Weimarer Dreieck: Wissenschaft für Europa”. Das vom BMFTR mit 4,6 Mio. Euro ausgestattete Programm wird ab sofort in einer ersten Förderlinie Master-Studierende und Promovierende aus allen drei Ländern unterstützen. In einer zweiten Förderlinie wird die trilaterale Vernetzung gestärkt. HRK-Präsident Walter Rosenthal begrüßte die Entscheidung nachdrücklich. „Mit dem Programm wird auch die politische Bedeutung der drei Länder für die Europäische Union unterstrichen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden gemeinsam Lösungen für aktuelle europäische und globale Herausforderungen entwickeln. In der HRK pflegen wir seit über 10 Jahren intensivste Zusammenarbeit mit den Rektorenkonferenzen von Frankreich (FU und CDEFI) und Polen (CRASP) und setzen uns gemeinsam sowohl für binationale als auch für europäische Belange ein.” |
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Social-Media-Aktionstag 2026 für den HRK-HochschulkompassAm 12. Mai findet der bundesweite Social-Media-Aktionstag 2026 für den HRK-Hochschulkompass statt. Auf Instagram und Facebook weisen Hochschulen in einer gemeinsamen Kampagne auf den Hochschulkompass hin, das reichweitenstärkste Hochschul- und Studieninformationsportal in Deutschland. Der diesjährige Aktionstag legt mit dem Slogan „WO Studienwahl beginnt“ den Schwerpunkt auf das Thema Studienorientierung und die ersten Schritte auf dem Weg zur individuell passenden Studienentscheidung. Durch den Social-Media-Aktionstag sollen Studieninteressierte auf die Website und auf die Social-Media-Kanäle Instagram und Facebook des Hochschulkompass aufmerksam gemacht werden. |
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HRK-Projekt „KI-LOTSE“: Website onlineDie Website des HRK-Projekts „KI-LOTSE – Leitstelle für Orientierung, Technologie, Service und Expertise zu Künstlicher Intelligenz an Hochschulen“ ist online. Als Servicestelle unterstützt das BMFTR-geförderte Projekt Hochschulleitungen und strategische Entscheider:innen dabei, den Umgang mit KI in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung systematisch zu steuern. Unter www.ki-lotse.ai bietet das Projekt Informationen unter anderem zu Rechtsfragen beim Einsatz von KI, zu Möglichkeiten der Beschaffung und Nutzung von KI-Infrastrukturen oder Fragen der Didaktik im Kontext von KI. Auch direkte Unterstützungsangebote wie Beratung und Rechtssupport für Hochschulen können über die Website angefragt werden. |
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Vernetzungstreffen: Strategische Hochschulentwicklung in Zeiten generativer KIDas Hochschulforum Digitalisierung (HFD) lädt Vizepräsident:innen und Prorektor:innen für Studium und Lehre und Digitalisierung am 15. Juli zu einer Präsenzveranstaltung nach Bielefeld ein. Unter dem Titel „Strategische Hochschulentwicklung in Zeiten generativer KI“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie Hochschulen den Einsatz generativer KI strategisch und verantwortungsvoll gestalten können. Im Rahmen von Expert:innen‑Impulsen, Workshops und einer abschließenden Fishbowl‑Diskussion werden zentrale Herausforderungen und Gestaltungsansätze für die Integration von KI in Studium und Lehre diskutiert. Eine Anmeldung ist bis zum 15. Mai möglich (mehr). |
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hoch & weit: Plattformen für wissenschaftliche Weiterbildung kooperierenGemeinsam für mehr Sichtbarkeit in der hochschulischen Weiterbildung: ab sofort kooperieren die Plattformen hoch & weit und SÜDWISSEN. Dabei verzahnen das HRK-Informationsportal zu Weiterbildungsangeboten der Hochschulen und die vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Plattform für wissenschaftliche Weiterbildungen ihre Angebote und Datenbankstrukturen. Die Zusammenarbeit soll die Querverweise technisch ermöglichen, die Reichweite der Inhalte steigern und so die Weiterbildungsangebote der Hochschulen noch sichtbarer machen. |
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Preisverleihung: D-bü-Wettbewerb der deutschen MusikhochschulenMit einer feierlichen Preisverleihung ist am vergangenen Wochenende der D-bü-Wettbewerb für neue Konzertformate der deutschen Musikhochschulen 2026 in Würzburg zu Ende gegangen. Acht Studierenden-Ensembles waren aus 55 Einreichungen der 24 deutschen Musikhochschulen ausgewählt worden, um innovative Konzertformate an außergewöhnlichen Spielorten der Stadt auf die Bühne zu bringen. Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre an einer anderen Musikhochschule stattfindet, gilt als wichtige Plattform für den kreativen musikalischen Nachwuchs. Studierende der deutschen Musikhochschulen kuratierten und präsentierten Programme mit genreübergreifenden Ansätzen, Alter und Neuer Musik, Musiktheater bis hin zu immersiven, performativen Medieninstallationen und machten dabei deutlich, wie vielfältig, lebendig und reflektiert die nächste Generation der Musikszene unterwegs ist (mehr). |
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Hochschulen in Ostdeutschland liegen bei Patentanmeldungen vornEine Auswertung der Patentdatenbank des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zeigt, dass ostdeutsche Hochschulen bei Patentanmeldungen bundesweit führen. Die Analyse stützt sich auf Daten zu Patentanmeldungen der Jahre 2018 bis 2022. Demnach meldeten die Hochschulen in Sachsen 5,4 Patente pro 1.000 Studierenden, gefolgt von Thüringen mit 4,7. Der Bundesdurchschnitt lag in dem Zeitraum bei zwei. Zudem zeigt die Auswertung, dass deutsche Hochschulen Patente deutlich häufiger in Kooperation mit Forschungspartnern anmelden als andere Akteure. Besonders häufig waren große deutsche Konzerne beteiligt, die an mehr als einem Drittel aller Hochschulkooperationen mitwirkten. Kleine und mittlere deutsche Unternehmen waren mit 11,4 Prozent seltener vertreten, ausländische Unternehmen mit 6,3 Prozent (mehr). |
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University:Future Festival: Unterstützung für Online-Sessions gesuchtVom 22. bis 24. Juni veranstaltet das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) das University:Future Festival zur (digitalen) Zukunft der akademischen Bildung. Die Veranstaltung findet gleichzeitig online sowie an sechs Präsenzstandorten in Deutschland und Österreich statt. Das Programm der Veranstaltung ist nun veröffentlicht. Es sind noch kostenfreie Tickets erhältlich. Zudem werden noch Unterstützer:innen für die Begleitung der digitalen Programmpunkte gesucht. Die Aufgaben umfassen insbesondere die Anmoderation der Vortragenden sowie die organisatorische Unterstützung während der Sessions. Bewerbungen sind bis zum 22. Mai möglich (mehr). |
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HRK in den MedienDas Tagesspiegel Background-Briefing „Digitalisierung & KI“ zieht ein Fazit des ersten Jahres der Amtszeit von Dorothee Bär als Bundesforschungsministerin und zitiert dazu Stimmen aus Wissenschaft und Politik. So sehe die HRK vonseiten des BMFTR die Bedeutung der Hochschulen für das deutsche Wissenschafts- und Innovationssystem anerkannt, fordere allerdings von der Koalition mehr Entschlossenheit beim BAföG, der Förderung von Karrieremodellen neben der Professur oder beim Hochschulbau. Der Research.Table sowie Jan-Martin Wiarda stellten die Erklärung des HRK-Präsidiums zu Gleichstellung und Diversität vor. |
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In eigener SacheAm Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem 15. Mai, entfällt der Newsflash. Die nächste Ausgabe erscheint am 22. Mai. |
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Dieser Newsletter wird bereitgestellt von: Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz Prof. Dr. Walter Rosenthal (Vorstandsvorsitzender) Ahrstraße 39 53175 Bonn Tel.: +49 228 887-153 Fax: +49 228 887-280 E-Mail: post@hrk.de Zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln Stiftungsregister des Landes NRW: AZ: 15.2.1.- 23/ 65 USt-IdNr.: DE224596228 Inhaltlich verantwortlich: Dr. Jens-Peter Gaul gaul@hrk.de Adresse s.o. Tel.: +49 228 887-114 Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch: Ralf Kellershohn kellershohn@hrk.de Tel.: +49 30 206 292-227 Abmeldung: Wenn Sie diesen E-Mail-Newsletter nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie bitte an presse@hrk.de. |
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