Lebensverläufe - Inklusion praktisch

Lebensverläufe - Inklusion praktisch

05. Oktober 2016, Frankfurt am Main

Spätestens seit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahr 2006 ist das Thema Inklusion in der breiteren Öffentlichkeit präsent und hat zum Teil kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die Positionen umfassen die ganze Palette von Begeisterung für Inklusion bis hin zu praktischen Bedenken vor Ort.

Bildung, Ausbildung, Studium und Berufstätigkeit im Sinne von Teilhabe zu gestalten, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit der Menschen mit Behinderung in höherem Umfang zu verwirklichen und so zu einem selbstverständlichen Miteinander zu gelangen, sind Grundanliegen der Inklusion. Die gemeinsame Tagung der Bundesagentur für Arbeit, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Hochschulrektorenkonferenz hat deutlich gemacht, dass es für die Menschen mit Behinderung und für die Gesellschaft gleichermaßen möglich ist, ausgetretene Wege zu verlassen und oft vorgezeichnete Lebensverläufe wie „Behinderung – Förderschule – Werkstattarbeit“ zu verändern.

Die Tagung hat Handlungsbedarf wie Lösungsansätze aufgezeigt. Es ist gelungen, Mut machen für das Machbare. Die Veränderungen in unserer Gesellschaft sollen Menschen mit Behinderung mehr als bisher ein möglichst autonomes Leben durch inklusive Beschäftigung ermöglichen. Dadurch kann eine volle gesellschaftliche Teilhabe erreicht werden. Der gesellschaftliche Wandel ist im Gange und wird ein langfristiger Prozess sein. Dies kann nur gelingen, wenn Veränderungen Schritt für Schritt geschehen und blockierende ideologische Auseinandersetzungen durch ein pragmatisches Voranschreiten abgelöst werden.