Grenznahe Zusammenarbeit in Europa

Grenznahe Zusammenarbeit in Europa

Die Hochschulen bilden in den Regionen das Wissensdreieck Forschung, Bildung und Innovation ab, das die Grundlage für die Entwicklung der Wissensgesellschaft der Zukunft darstellt. Die Grenzregionen zwischen Mitgliedstaaten der EU bzw. an der Außengrenze der EU zwischen Mitgliedstaaten und anderen Ländern verdienen in diesem Zusammenhang eine besondere Aufmerksamkeit.

Durch grenznahe Zusammenarbeit europäischer Hochschulen kann die häufig anzutreffende wirtschaftliche Entwicklungsasymmetrie an den Staatsgrenzen ausgeglichen werden. Ökonomisch starke Grenzregionen können so zu europäischen Top-Regionen in Forschung, Bildung und Innovation aufsteigen, während periphere Grenzregionen sich durch Zusammenarbeit eine bessere Entwicklungsperspektive erarbeiten können.

Deutschland hat mit neun EU-Mitgliedstaaten die meisten Nachbarländer in der EU und verfügt durch die vielen in den Grenzregionen liegenden Hochschulen hier über eine besondere Entwicklungsreserve.

Die HRK hat deshalb die grenznahe Hochschulzusammenarbeit als Entwicklungsmodell sowohl im deutschen Kontext, als auch im europäischen Rahmen immer wieder herausgestellt. Im Rahmen der Maßnahmen des Stabilitätspaktes für Südosteuropa hat die HRK die grenznahe Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und Rumänien im „Bulgarisch-Rumänischen Interuniversitären Europazentrum“ (BRIE) begründet. Außerdem war die HRK an einer Reihe von Fachtagungen zum Thema beteiligt.

Eine Übersicht über existierende grenznahe Kooperationen im Hochschulbereich befindet sich in der rechten Spalte. Sie ist auf der Grundlage einer Liste der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) erstellt, erweitert und aktualisiert worden. Die Übersicht erhebt keine Ansprüche auf Vollständigkeit. Anregungen, Ergänzungen und Änderungsvorschläge werden gerne entgegengenommen (siehe Kontaktfeld).