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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 2. – 6.3.2026

→  DFG, HRK und WR schlagen neues Instrument für EU-Forschungsförderung vor
→  GEMA: Musikhochschulen kritisieren Reformvorschläge
→  Europäischer Hochschulraum: Umfrage zur Qualitätssicherung
→  Lehramt: Akkreditierungsrat-Datenbank bildet Kooperationsstudiengänge ab
→  HR Excellence in Research Award: Austausch zu neuen Charter-Prinzipien
→  Hochschulwettbewerb: Zehn Kommunikationsideen ausgezeichnet
→  Publikation: KI als Managementaufgabe der Hochschule
→  HRK in den Medien

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

DFG, HRK und WR schlagen neues Instrument für EU-Forschungsförderung vor

Wie lässt sich die europäische Wissenschaft im weltweiten Wettbewerb stärken? Zu dieser Frage haben DFG, HRK und der Wissenschaftsrat (WR) am 3. März in Brüssel ein Diskussionspapier mit dem Titel „Nexus – Networking excellence – Enabling participation – Transforming European Science“ vorgestellt. Darin schlagen sie ein neues Förderinstrument vor, um die Spitzenforschung innerhalb des Europäischen Forschungsraums stärker zu vernetzen. Dazu sollen Exzellenznetzwerke aufgebaut werden, die aus mindestens drei Hochschulen oder Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern bestehen und zu einer selbst gewählten gemeinsamen Thematik von strategischer Bedeutung für die beteiligten Institutionen forschen. Leitprinzipien sollen ein wissenschaftsgeleiteter Auswahlprozess, Exzellenzorientierung, Offenheit für alle Disziplinen und Themen sowie eine Einbettung in strategische Prozesse an den Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen sein. Für die Umsetzung des Konzepts schlagen DFG, HRK und WR den European Research Council (ERC) vor. Damit greifen die Wissenschaftsorganisationen Überlegungen des 2024 erschienen Draghi-Berichts auf, der in Anlehnung an den einen „ERC für Institutionen“ als hoch kompetitives Programm für besonders forschungsstarke Einrichtungen skizziert hatte (mehr).


GEMA: Musikhochschulen kritisieren Reformvorschläge

Die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) kritisiert erneut die Reformpläne der Verwertungsgesellschaft GEMA. In einem Offenen Brief äußert die RKM „tiefe Besorgnis“ über die aus ihrer Sicht weiterhin unausgewogenen Reformvorschläge.  Die GEMA-Spitze war mit einem ersten Reformvorhaben bei der Mitgliederversammlung im Mai 2025 gescheitert. Die inzwischen überarbeiteten Vorschläge ändern nach Einschätzung der Musikhochschulen jedoch nur wenig. In der Gesamtwirkung bedeute die Reform weiterhin einen „Abbruch des bisherigen Solidarhauses“ der GEMA. Nach Ansicht der RKM würde ein stärker marktorientiertes Verteilungssystem den allergrößten Teil der Komponist:innen neuer Avantgarde-Musik, und damit auch den komponierenden Nachwuchs der Hochschulen, systematisch marginalisieren und in die Nebenberuflichkeit drängen (mehr).


Europäischer Hochschulraum: Umfrage zur Qualitätssicherung

Noch bis zum 3. April haben Hochschulen die Möglichkeit, an einer Umfrage zur internen und externen Qualitätssicherung im Europäischen Hochschulraum (EHEA) teilzunehmen. Die European University Association (EUA) führt die Umfrage im Rahmen des SPICE-Projekts (Stakeholder Perspectives on Implementation of Commitments in the EHEA) durch, um Informationen über den aktuellen Stand der internen und externen Qualitätssicherung im EHEA zu sammeln. Zudem sollen die Umsetzung internationaler Zusammenarbeit sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Qualitätssicherung erfasst werden (mehr).


Lehramt: Akkreditierungsrat-Datenbank bildet Kooperationsstudiengänge ab

Kooperationsstudiengänge im Lehramtsbereich werden künftig in ELIAS, der Datenbank des Akkreditierungsrats (AR), korrekt dargestellt. Damit wird die besondere Struktur dieser Studiengänge erstmals sichtbar, bei denen mehrere Hochschulen gemeinsam ein Lehramtsstudium anbieten. Wenn eine Hochschule beim Angebot eines bestimmten Faches oder eines Teilstudiengangs im Lehramt mit einer anderen (häufig größeren) Lehramtsuniversität zusammenarbeitet, kann sie diese Kooperation künftig direkt in ELIAS abbilden. Die Anpassung geht zurück auf das vom HRK-Präsidium im November 2025 verabschiedete Diskussionspapier zur Weiterentwicklung der Kooperationsstudienmodelle in der Lehrkräftebildung. Der AR hatte im Dezember 2025 das Papier diskutiert und in der Folge die internen Prozessabläufe und Datenbankdarstellung überarbeitet.


HR Excellence in Research Award: Austausch zu neuen Charter-Prinzipien

Die HRK unterstützt ihre Mitgliedshochschulen beim Erwerb des HR Excellence in Research Award, einer Auszeichnung der Europäischen Kommission für Einrichtungen, die die Europäische Charta für Forschende umsetzen und strategisch an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Forschende arbeiten. Die HRK-Arbeitsgruppe zum Award bietet den Koordinator:innen der Hochschulen eine Plattform für Austausch und Vernetzung. Ende Februar traf sich die Arbeitsgruppe in der Berliner HRK-Geschäftsstelle zu ihrer Wintersitzung. Dabei tauschten sich rund 20 Vertreter:innen deutscher Hochschulen zu aktuellen Entwicklungen im Award-Prozess sowie zu praktischen Fragen der Umsetzung und Kommunikation aus. Für weitere Informationen zum Award und zur Arbeitsgruppe wenden Sie sich bitte an die HRK-Geschäftsstelle.


Hochschulwettbewerb: Zehn Kommunikationsideen ausgezeichnet

Wie lassen sich neue Krankheitserreger erforschen? Welche Gesundheitsrisiken bringt ein Hitzesommer mit sich? Welche Rolle spielt die Ernährung für die Darmgesundheit? Mit solchen Fragen befassen sich die Gewinnerprojekte des Hochschulwettbewerbs 2026 im Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“. Der jährlich vom BMFTR ausgerichtete Wettbewerb prämiert junge Wissenschaftler:innen, die Bürgerinnen und Bürger auf kreative Weise mit Forschungsthemen in Kontakt bringen. Aus den 220 Einreichungen wählte eine Jury zehn Projektideen aus. Die Teams erhalten jeweils 10.000 Euro, um ihre Vorhaben bis Ende 2026 umzusetzen. Begleitend nehmen die Teams an Schulungen von Wissenschaft im Dialog teil, etwa zu Wissenschaftskommunikation, Social Media und Veranstaltungsorganisation. Der Hochschulwettbewerb wird von Wissenschaft im Dialog gemeinsam mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der HRK, der Jungen Akademie und in diesem Jahr auch der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte ausgerichtet (mehr).


Publikation: KI als Managementaufgabe der Hochschule

Der Umgang mit KI in Studium und Lehre als organisationale Steuerungsaufgabe der Hochschulen ist das Thema eines neuen Arbeitspapiers des Hochschulforums Digitalisierung (HFD). Demnach managen Hochschulen KI bereits, häufig jedoch ohne einen stabilisierten Gesamtzusammenhang. KI „in sinnvolle Bahnen zu lenken“ gelinge nur, wenn Erfahrungen aus der Lehr-/Lernpraxis, Qualifizierungsangebote, infrastrukturelle Entscheidungen, strategische Profilierungsfragen und die relevanten Stakeholder mit einbezogen würden. Das 79seitige Papier empfiehlt, KI als strategisches Querschnittsthema zu verankern, Aktivitäten zu koordinieren, Infrastruktur, Lehrpraxis und Qualifizierung aufeinander abzustimmen und klare Verantwortlichkeiten zu definieren. Ziel sei, KI nicht nur zu regulieren, sondern Innovation, Kompetenzentwicklung und sichere Nutzung systematisch zu fördern (mehr).


HRK in den Medien

Research.Table zitiert HRK-Präsident Walter Rosenthal als Sprecher der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zum Referentenentwurf des Forschungsdatengesetzes. Rosenthal begrüße den Entwurf für das geplante Gesetz, sehe aber noch Nachbesserungsbedarf bei der Ausgestaltung. Research.Table stellt außerdem die von DFG, HRK und WR vorgeschlagene Exzellenzinitiative „Nexus“ vor und gibt die Haltung der HRK zum CDU-Parteitagsantrag zur Extremismusprävention an Hochschulen wieder, wonach die Vergabe von Fördermitteln im Rahmen der Wissenschaftsfreiheit und der Autonomie der Hochschulen wissenschaftsgeleitet und auf Basis der Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis erfolgen müsse. Ein Artikel der ZEIT zum Zulauf zu privaten Hochschulen zitiert HRK-Generalsekretär Jens-Peter Gaul zum veränderten Selbstverständnis der heutigen Studierenden.

Dieser Newsletter wird bereitgestellt von:
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Prof. Dr. Walter Rosenthal (Vorstandsvorsitzender)
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USt-IdNr.: DE224596228

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de 
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114

Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Sandra Vogel
vogel@hrk.de
Tel.: +49 30 206 292-231

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