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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 8.5. – 12.6.2026

→  Klausurtagung der Mitgliedergruppe Universitäten der HRK
→  BAföG-Reform: Ministerium hält an Zeitplan fest
→  14. Nationaler MINT-Gipfel
→  „Wissenschaft – und ich?!“ in Bernburg
→  Leitfäden zum Schutz von Wissenschaftskommunikato:rinnen
→  HFD-Diskussionspapier: Bias-sensibel mit KI umgehen
→  Bundesweiter Aktionstag für digitale Teilhabe
→  Erasmus+: Eine Million Geförderte aus Deutschland
→  HRK in den Medien

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Klausurtagung der Mitgliedergruppe Universitäten der HRK

Im Rahmen ihrer jährlichen Klausurtagung wählte die Mitgliedergruppe Universitäten der HRK (MGU) vergangenen Dienstag in Berlin ihren Sprecher:innenkreis. Neue MGU-Sprecherin und zugleich HRK-Vizepräsidentin wird Katharina Riedel, Rektorin der Universität Greifswald. Sie folgt in dieser Funktion Anja Steinbeck, Rektorin der Universität Düsseldorf. Stellvertretende Sprecherin wird Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt, die auf Volker Epping, Präsident der Universität Hannover, folgt. Dem erweiterten Sprecher:innenkreis gehören weiterhin Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, sowie – neu – Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen, an. Die Amtszeiten der Neugewählten beginnen am 1. Dezember. Im Rahmen ihrer Klausur diskutierten die Universitätsleitungen unter anderem die Hightech Agenda, die Reform des WissZeitVG und Fragen der Resilienz wie der digitalen Souveränität. Zu Gast waren traditionsgemäß die Präsidentin der DFG, Katja Becker, sowie BMFTR-Staatssekretär Rolf-Dieter Jungk. Der parlamentarische Abend zum Schwerpunkt „Departmentstrukturen und Karrierewege” bot Gelegenheit zu einem intensiven Austausch mit Fachpolitiker:innen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke.


BAföG-Reform: Ministerium hält an Zeitplan fest

Das BMFTR arbeitet nach eigenen Angaben weiter an der im Koalitionsvertrag vereinbarten BAföG-Reform. Vor gut einer Woche hatten Äußerungen von Bundesministerin Dorothee Bär für Aufruhr gesorgt, die auf ein Aus der im Koalitionsvertrag angekündigten Grundsatznovelle des BAföG hindeuteten. Die HRK hatte dies deutlich kritisiert. Im Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung des Bundestags erklärte nun eine  Ministeriumsvertreterin, dass die Ressortabstimmung derzeit planmäßig laufe. Ziel bleibe eine Befassung des Bundeskabinetts Ende Juli. Zu konkreten Inhalten der Novelle äußerte sich das Ministerium nicht. In der Ausschussdebatte bestand fraktionsübergreifend Einigkeit über den Reformbedarf beim BAföG. Während die CDU/CSU vor allem auf eine schnellere und digitale Antragstellung setzt, forderte die SPD eine umfassende Reform mit höheren Bedarfssätzen und einer Anhebung der Wohnkostenpauschale zum Wintersemester 2026/27. Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke drängten auf zusätzliche finanzielle Verbesserungen (mehr).


14. Nationaler MINT-Gipfel

Beim 14. Nationalen MINT-Gipfel in Berlin haben Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär den neuen Aktionsplan MINT+ der Bundesregierung vorgestellt. Dieser soll das Lernen in den MINT-Bereichen über die gesamte Bildungskette fördern, um Menschen jeden Alters dabei zu unterstützen, „die wichtigen Fähigkeiten für die Zukunft zu erwerben und weiterzuentwickeln“. Das Nationale MINT Forum begrüßte den Plan als wichtiges politisches Bekenntnis zur Stärkung der MINT-Bildung. Anlässlich der Veranstaltung veröffentlichte das Forum zudem ein Positionspapier. Darin fordern die im MINT-Forum zusammengeschlossenen Verbände, Unternehmen und Institutionen eine engere Verzahnung von MINT-Bildung, „Entrepreneurship Education“ und „Maker Education“, um Innovationsfähigkeit, Gründungsgeist und gesellschaftliche Gestaltungskompetenz zu stärken (mehr).


„Wissenschaft – und ich?!“ in Bernburg

Im Rahmen des Sachsen-Anhalt-Tags in Bernburg lud die Dialogreihe „Wissenschaft – und ich?!“ gemeinsam mit der Hochschule Anhalt zum Austausch mit Wissenschaftler:innen ein. Im Gespräch mit HRK-Vizepräsident Jörg Bagdahn, HRK-Präsident Walter Rosenthal und Forschenden der Hochschule Anhalt konnten sich Besucher:innen über aktuelle Forschungsarbeiten zu Themen wie Solarenergie, Wasserstoff, Künstlicher Intelligenz in der Citizen Science, Wärmepumpen und 3D-Druck mit Aluminiumpulver informieren. Die vorgestellten Projekte boten zugleich Anlass für Gespräche über die Bedeutung von Forschung und Innovation für die gesellschaftliche Entwicklung, den wirtschaftlichen Wohlstand und die Resilienz Deutschlands. Ziel des von HRK, DFG, BBAW und Akademieunion initiierten und von Wissenschaft im Dialog organisierten Formats ist es, Wissenschaft im direkten Dialog erlebbar zu machen und den Austausch zwischen Forschenden und Öffentlichkeit zu fördern (mehr).


Leitfäden zum Schutz von Wissenschaftskommunikato:rinnen

Der Umgang mit Angriffen auf Wissenschaftler:innen und wissenschaftliche Einrichtungen steht im Zentrum von zwei neuen Leitfäden des Scicomm-Support, der bundesweiten Anlaufstelle für Wissenschaftler:innen und Wissenschaftskommunikator:innen, die aufgrund ihrer Arbeit oder ihrer öffentlichen Äußerungen angegriffen, bedroht oder mit unsachlichen Konflikten konfrontiert werden. Die Publikationen richten sich sowohl an Forschungseinrichtungen als auch an einzelne Forschende und sollen dabei unterstützen, Wissenschaftskommunikation resilienter zu gestalten. Der institutionelle Leitfaden „Guidelines: Fortify research institutions“ beschreibt unter anderem Strategien zum Umgang mit Desinformation, digitalen Angriffen und Bedrohungen gegen Forschende. Ergänzend bieten die „Guidelines: Equip researchers“ konkrete Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler:innen, etwa zu digitaler Sicherheit, Kommunikation in Konfliktsituationen und psychosozialer Unterstützung. Die Materialien wurden im Rahmen des Scicomm-Support erarbeitet, der Einrichtungen und Forschende beim Umgang mit Anfeindungen in der Wissenschaftskommunikation unterstützt.


HFD-Diskussionspapier: Bias-sensibel mit KI umgehen

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat ein neues Diskussionspapier zum verantwortungsvollen Umgang mit KI veröffentlicht. Unter dem Titel „Bias‑sensibel mit KI umgehen“ richtet es den Blick auf ein bislang im Hochschulkontext oft marginalisiertes Thema: Verzerrungen in KI-Systemen und deren Auswirkungen auf Studium, Lehre und Organisation. Solche systematischen Verzerrungen oder Vorurteile in KI-Modellen entstehen, wenn Systeme mit einseitigen Daten trainiert werden und dadurch bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten unkritisch reproduzieren. In der Folge können bestimmte Personen, Gruppen, Merkmale oder Inhalte bevorzugt oder benachteiligt werden. Ziel der Publikation ist es, für Bias als zentrales Thema zu sensibilisieren, den aktuellen Stand an deutschen Hochschulen sichtbar zu machen und Perspektiven für eine strukturelle, nachhaltige Verankerung von Bias-Sensibilität zu entwickeln (mehr). 


Bundesweiter Aktionstag für digitale Teilhabe

Am 26. Juni 2026 finden im Rahmen des Digitaltags in ganz Deutschland und im digitalen Raum Veranstaltungen rund um das Thema „Digitale Sicherheit“ statt. Ab sofort informiert die Initiative „Digital für alle“ auf ihrer interaktiven Aktionslandkarte über die vielfältigen Angebote, mit denen Bibliotheken, Schulen, Vereine und Hochschulen digitale Technologien und Teilhabe erlebbar machen. Die HRK würde eine breite Beteiligung der Hochschulen mit eigenen Formaten zum Thema „Digitale Sicherheit“ begrüßen. Die Anmeldung von Veranstaltungen durch die Hochschulen ist weiterhin möglich (mehr).


Erasmus+: Eine Million Geförderte aus Deutschland

Das europäische Austauschprogramm Erasmus+ hat einen Meilenstein erreicht: Seit dem Start des Programms 1987 wurden mehr als eine Million Studierende aus Deutschland für einen Auslandsaufenthalt gefördert. Wie der DAAD mitteilte, entfielen allein im Jahr 2025 rund 45.000 Förderungen auf Studierende deutscher Hochschulen. Besonders gefragt seien Aufenthalte in Spanien, Frankreich und Italien gewesen. Seit 1987 haben europaweit mehr als 17 Millionen Studierende und Hochschulangehörige an Erasmus+ teilgenommen. Knapp eine Million internationale Studierende kamen seither über das Programm nach Deutschland. Die Europäische Union und das Europäische Parlament diskutieren derzeit über eine deutliche Aufstockung des Erasmus+-Budgets ab 2028 (mehr).


HRK in den Medien

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „E&W“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) enthält einen Gastbeitrag von HRK-Vizepräsident Ulrich Bartosch zur Zukunft der Lehrkräfteausbildung. Die Nachrichtenagentur epd und Research.Table berichteten über die Wahl von Katharina Riedel zur Sprecherin der Mitgliedergruppe Universitäten der HRK. Die taz zitierte aus der HRK-Pressemitteilung zum Referenten-Entwurf zum WissZeitVG den HRK-Präsidenten.

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Zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln
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USt-IdNr.: DE224596228

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de 
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114

Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Ralf Kellershohn
kellershohn@hrk.de
Tel.: +49 30 206 292-227

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