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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 1. - 5.3.2021

→  Corona-Pandemie: Hochschulen in Szenarien berücksichtigen
→  HRK unterstützt Solidaritätsadresse für Maureen Maisha Auma
→  WissZeitVG: Längere Befristungsdauer gefordert
→  HRK-Handreichung: Beihilfekonforme Gründerförderung
→  Projektförderung: Dialog von Öffentlichkeit und Wissenschaft im Fokus
→  Online-Seminar: Strategische Ziele von Hochschulen und akademische Grundwerte

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Corona-Pandemie: Hochschulen in Szenarien berücksichtigen

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Pandemie in dieser Woche forderte HRK-Präsident Peter-André Alt heute, Studierende und Hochschulen in den Szenarien für das weitere Vorgehen unbedingt mitzudenken. "Wir haben Studierende, die seit zwei Semestern immatrikuliert sind und ihre Hochschule und Kommilitonen noch nie in Präsenz erlebt haben", erklärte Alt. "Examenskandidatinnen und -kandidaten haben ein berechtigtes Interesse, zeitnah und sicher zumindest in Teilen in Präsenz ihre Prüfungsvorbereitung fortzusetzen – auch hier könnten und müssten Testkonzepte erprobt und Schnelltests genutzt werden", so der HRK-Präsident weiter. „Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden", erklärte Oliver Günther, HRK-Vizepräsident für Governance, Lehre und Studium. Zudem sollten auch die Beschäftigten in Forschung, Lehre und Verwaltung auf kostenlose Schnelltests zurückgreifen können wie dies für Angestellte von Unternehmen avisiert sei, so Günther (mehr).


HRK unterstützt Solidaritätsadresse für Maureen Maisha Auma

In der vergangenen Woche hat die LRK Sachsen-Anhalt die rassistischen und sexistischen Anfeindungen und Angriffe gegen Maureen Maisha Auma missbilligt. Die HRK hat sich dieser Solidaritätsadresse für Auma ausdrücklich angeschlossen. Die derzeit an der TU Berlin lehrende Forscherin der Hochschule Magdeburg-Stendal war nach einem Post der AfD Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt in den sozialen Medien zum Ziel rassistischer und sexistischer Anfeindungen geworden.


WissZeitVG: Längere Befristungsdauer gefordert

In einem Gesetzentwurf fordert die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen aufgrund der anhaltenden Pandemie die weitere Unterstützung der Wissenschaft durch den Staat . Die Fraktion setzt sich für die Möglichkeit einer erneuten Verlängerung der zulässigen Befristungsdauer für befristetet Arbeitsverhältnisse nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz um weitere sechs Monate ein. Außerdem solle das BMBF durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrats ermächtigt werden, die zulässige Befristungsdauer um weitere sechs Monate zu verlängern, wenn die Pandemielage dies notwendig mache. Darüber hinaus sollen auch Arbeitsverträge, die nach dem 31. März 2021 abgeschlossen werden, in die Regelung miteinbezogen werden.


HRK-Handreichung: Beihilfekonforme Gründerförderung

Das europäische Beihilferecht ist eine oft genannte Hürde für die Kooperation zwischen Hochschulen und Start-Ups sowie KMUs. Wenig bekannt ist die De-Minimis-Verordnung, welche als Bagatellgrenze Unternehmensförderungen im Wert von unter 200.000€ in drei Steuerjahren von den EU-Beihilferegeln ausnimmt. Eine neue Handreichung der HRK stellt die notwendigen Verfahren für De-Minimis-Förderungen von Seiten der Hochschulen kurz vor. Der Träger oder die Hochschulen selbst können die Bescheinigungen über die Förderung ausstellen. Die Handreichung verweist auch auf ein Urteil zu einem konkreten Praxisbeispiel aus Estland, welches von der Europäischen Kommission im Jahr 2016 als Beihilfekonform bewertet wurde.


Projektförderung: Dialog von Öffentlichkeit und Wissenschaft im Fokus

Die verstärkte Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft steht im kommenden Wissenschaftsjahr 2022 im Mittelpunkt. Dazu fördert das BMBF Projekte, die möglichst viele Menschen und gesellschaftliche Gruppen durch unterschiedliche Beteiligungs- und Dialogangebote in einen persönlichen Austausch mit der Wissenschaft bringen, mit jeweils bis zu 150.000 Euro. Vorhaben, die sich um Förderung bewerben, sollten sich mit einem der folgenden fünf Themenkomplexe aus dem Bereich der Wissenschaftskommunikation beschäftigen: Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Sicherheit; Umwelt, Klima, Erde und Universum; Gesundes Leben, Medizin und Pflege; Kultur, Bildung und Wissen oder Innovation, Technik und Arbeit. Für eine Chance auf Förderung in dem zweistufigen Bewerbungsverfahren müssen bis 7. Mai zunächst Projektskizzen eingereicht werden (mehr).


Online-Seminar: Strategische Ziele von Hochschulen und akademische Grundwerte

Wie können Hochschulen die strategische Ausrichtung ihrer Aktivitäten auf große gesellschaftliche Ziele mit der akademischen Freiheit und der Freiheit der Forschenden in Einklang bringen? Diese Frage steht im Zentrum einer virtuellen Veranstaltung der EUA und des Magna Charta Observatory am 25. März. Die virtuelle Tagung soll den Teilnehmenden die Gelegenheit bieten, sich über die praktische Anwendung von Grundwerten wie akademische Freiheit, institutionelle Autonomie und wissenschaftliche Integrität im Tagesgeschäft sowie auf institutioneller Ebene auszutauschen und mögliche Widersprüche, die sich daraus ergeben, zu diskutieren. Anmeldungen sind bis 23. März möglich (mehr).

Im Auftrag des Präsidenten
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kellershohn
Stellv. Pressesprecher
Tel. 030 206292-27
kellershohn@hrk.de