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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 22. - 26.2.2021

→  Medizin: Anhörung zur Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung
→  EFI-Gutachten 2021 erschienen
→  EU-Expertengruppe für Ethik: Bewerbungsaufruf zur Mitarbeit
→  Digitale Themenwoche Kleine Fächer
→  Pandemie: Studentisches Engagement unterstützen
→  Pandemie II: Bericht zur Perspektive der Fachbereiche und Fakultäten
→  Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021 veröffentlicht
→  Neugewählte Hochschulleitungen
→  Die HRK in den Medien

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Medizin: Anhörung zur Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung

In einer Anhörung zum Referentenentwurf einer novellierten Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO) begrüßte HRK-Vizepräsidentin Kerstin Krieglstein die Stärkung der Kompetenzorientierung im Studium der Humanmedizin als wichtigen Schritt zur Umsetzung des Masterplans Medizinstudium. Gleichzeitig unterstrich sie, dass Theorie- und Praxisphasen ausgewogen aufeinander abgestimmt würden. Die gegenwärtig vorgeschlagene Ausweitung von Praxisphasen auf Kosten der wissenschaftlichen Vorbereitung und Vertiefung kritisierte Krieglstein ebenso wie kleinteilige Detailregelungen zum Prüfungsgeschehen. Um eine Novellierung des ÄApprO überhaupt wissenschafts- und qualitätsgeleitet umsetzen zu können, müsse bereits im Vorfeld neben der Neuausrichtung der Finanzierungsarchitektur der Universitätsmedizin auch eine dringend erforderliche Anpassung des Kapazitätsrechts in Angriff genommen werden, so Krieglstein.


EFI-Gutachten 2021 erschienen

Am Mittwoch dieser Woche hat die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) ihr Gutachten 2021 zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Kernthemen des aktuellen Gutachtens sind die Forderung nach einer neuen Missionsorientierung und mehr Agilität in der  Forschungs- und Innovationspolitik, die Anpassung der beruflichen Aus- und  Weiterbildung an die digitale Transformation sowie die Gen-Editierung und CRISPR/Cas. Die EFI leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt seit 2008 einmal im Jahr Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Ein zentraler Bestandteil der Gutachten sind Handlungsempfehlungen für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik (mehr).


EU-Expertengruppe für Ethik: Bewerbungsaufruf zur Mitarbeit

Die Europäische Kommission hat einen Bewerbungsaufruf zur Mitarbeit in der nächsten European Group on Ethics in Science and New Technologies (EGE) veröffentlicht. Das mit bis zu 15 Personen verschiedenster Disziplinen zu besetzende, unabhängige Beratungsgremium berichtet der Präsidentin der EU-Kommission und den Kommissaren zu allen politischen und legislativen Fragen, bei denen ethische Aspekte in der Wissenschaft und der Entwicklung neuer Technologien eine Rolle spielen und handelt unter der direkten Verantwortung des EU-Kommissars für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend. Bewerbungen können online noch bis zum 22. März eingereicht werden (mehr).


Digitale Themenwoche Kleine Fächer

Noch bis zum 4. März sind Anmeldungen zur Digitalen Themenwoche Kleine Fächer möglich. Die gemeinsam von HRK und BMBF organisierte Veranstaltung bietet Impulse und Praxisbeispiele zur Wissenschaftskommunikation, Studiengangentwicklung und Nachwuchsförderung. Perspektiven aus den Niederlanden, Polen und Frankreich ergänzen das umfangreiche Programm. Die Veranstaltung bildet den Höhepunkt der Programme „Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen“ und „Kleine Fächer: Sichtbar innovativ!“. Mit den gemeinsamen Initiativen hatten BMBF und HRK die Hochschulen unterstützt, die Leistungen der Kleinen Fächer für Wissenschaft und Alltag sichtbarer zu machen und die Vernetzung innerhalb der Kleinen Fächer und über die Fachgrenzen hinaus zu stärken (mehr).


Pandemie: Studentisches Engagement unterstützen

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland zeigen Studierende aller Disziplinen bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens großes Engagement. So unterstützen Studierende bereits seit Mitte des vergangenen Jahres Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) etwa bei der Kontaktverfolgung und der Quarantänebegleitung. Mit Blick auf die kommenden Monate ist mit einem höheren und differenzierten Unterstützungsbedarf des ÖGD und der Impfzentren zu rechnen. In diesem Zusammenhang bat HRK-Präsident Peter-André Alt die HRK-Mitgliedshochschulen in einem Rundschreiben, die bestehenden Verbindungen zu den Einrichtungen des ÖGD in den Kommunen und Regionen für einen systematischen Austausch über den absehbaren Umfang und die jeweils notwendigen Arten der Unterstützung – etwa durch studentisches Engagement – zu nutzen.


Pandemie II: Bericht zur Perspektive der Fachbereiche und Fakultäten

Zahlreiche Studien haben verschiedene Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Hochschulen beschrieben. Ein neues Arbeitspapier des Hochschulforums Digitalisierung beleuchtet nun die Perspektive der Fachbereiche und Fakultäten. Die auf Leitfadeninterviews beruhende Analyse konzentriert sich auf Rahmenbedingungen der digitalen Infrastruktur, die technische und didaktische Expertise der Lehrenden, die Rolle der Fachkultur sowie den Beitrag von Kommunikation und Koordination bei der Gestaltung der pandemischen Ausnahmesituation. Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Lehre wird unter anderem zentralen Rahmenvorgaben eine orientierende Funktion für die Sicherstellung des Lehrangebots zugeschrieben. Zugleich seien diese mittels fachbereichs- und fakultätsinterner Kommunikation und der Koordination von Lehrplanung und Lehrentwicklung auszugestalten.


Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021 veröffentlicht

Verschiedene Aspekte rund um die Promotionsphase, die Karriereverläufe Promovierter sowie Übergänge in die Qualifizierung und die beruflichen Perspektiven nach der Promotion sind einige der Themen des Ende vergangener Woche erschienenen vierten Bundesberichts Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN). Als besondere Themenfelder adressiert der knapp 300 Seiten umfassende Bericht unter anderem die Qualitätssicherung in der wissenschaftlichen Qualifizierung, die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere, die Digitalisierung von Forschung und Lehre sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Erstmalig werden zudem ausgewählte Fachkulturen analysiert. Der BuWiN liefert einmal pro Legislaturperiode Daten und aktuelle Forschungsbefunde zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland.


Neugewählte Hochschulleitungen

Im Dezember 2020 sowie im Januar und Februar 2021 wurden zwei Präsidentinnen, fünf Präsidenten und eine Rektorin einer HRK-Mitgliedshochschule neugewählt: Matthias Barth (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Ute Clement (Universität Kassel), Kira Kastell (Hochschule Hamm-Lippstadt), Anna Luise Kiss (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch), Sascha Müller-Feuerstein (Hochschule Ansbach), Andreas Timm-Giel (Technische Universität Hamburg), Metin Tolan (Georg-August-Universität Göttingen) und Frank Setzer (Fachhochschule Erfurt). HRK-Präsident Peter-André Alt gratuliert sehr herzlich und freut sich auf die Zusammenarbeit.


Die HRK in den Medien

In der zurückliegenden Woche sprach HRK-Präsident Peter-André Alt unter anderem mit dem SPIEGEL über digitale Prüfungen an Hochschulen sowie mit der dpa über die möglichen Auswirkungen der Pandemie auf die Absolventen aktueller Abiturjahrgänge.

Im Auftrag des Präsidenten
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kellershohn
Stellv. Pressesprecher
Tel. 030 206292-27
kellershohn@hrk.de