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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 21.9. - 25.9.2020

→  Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Höchstbefristungsdauer verlängert
→  Hochschulbau: Neues Förderprogramm für Lüftungsanlagen
→  Bayern: Rechtsverordnung regelt elektronische Fernprüfungen
→  Hochschulforum Digitalisierung: Qualifizierungsangebot ausgezeichnet
→  Tagung: Internationale Hochschulrankings
→  Grundlagenforschung im EU-Haushalt: Petition zur ausreichenden Finanzierung
→  Tagung: Beitrag studentischer Praktika zum Lernerfolg
→  Neu- und wiedergewählte Hochschulleitungen

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Höchstbefristungsdauer verlängert

Die Höchstbefristungsdauer für Qualifizierungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz wird um weitere sechs Monate verlängert. Bereits letzten Freitag hatte der Bundesrat der durch das BMBF zu erlassenden Rechtsverordnung zugestimmt. Mit der Regelung sollen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf befristet beschäftigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Qualifizierungsphase weiterhin abgefedert werden – etwa Doktoranden und PostDocs, die aktuell ihre Labore nur eingeschränkt nutzen können oder nicht genügend Probanden für ihre Forschungsvorhaben finden. Die Regelung tritt am 1. Oktober in Kraft. Sie gilt auch für Beschäftigungsverhältnisse, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. März 2021 begründet werden. (mehr).


Hochschulbau: Neues Förderprogramm für Lüftungsanlagen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat dem Bundeskabinett bei seiner Sitzung in dieser Woche den Entwurf einer Richtlinie zur Förderung einer Corona-gerechten „Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen (RLT) Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ durch den Bund vorgelegt. Die Um- und Aufrüstungen sollen dazu beitragen, den Infektionsschutz zu erhöhen, indem die Viruskonzentration in geschlossenen Räumen vermindert wird. Die Förderung soll bis zu 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen, die eine Grenze von 100.000 Euro nicht überschreiten sollten. Gefördert werden RLT-Anlagen in Gebäuden und Versammlungsstätten von Ländern und Kommunen sowie von Trägern, die überwiegend öffentlich finanziert werden und nicht wirtschaftlich tätig sind. Insgesamt stehen bis 2024 hierfür 500 Millionen Euro zur Verfügung, im Jahr 2021 stehen 200 Millionen zur Verfügung. Die Förderrichtlinie soll bereits Mitte Oktober in Kraft treten (mehr).


Bayern: Rechtsverordnung regelt elektronische Fernprüfungen

Für bayerische Hochschulen gelten rückwirkend zum 20. April einheitliche Regelungen für Prüfungen, die elektronisch und ohne Vorgabe eines bestimmten Prüfungsortes durchgeführt werden. Mit der am Montag auf einer Pressekonferenz vorgestellten Rechtsverordnung (BayFEV) soll sichergestellt werden, das elektronische Fernprüfungen rechtssicher und datenschutzkonform durchgeführt werden können. Unter anderem erhalten Prüflinge ein Wahlrecht, ob sie eine digitale Fernprüfung oder eine termingleiche Präsenzprüfung ablegen wollen. Der bayerische Verordnungsgeber verzichtet dabei auf eine über eine zeitgleiche Kontrolle hinausgehende Prüfung auf Täuschungsversuche. In der Schweiz eingesetzte und geplante Maßnahmen, wo Prüfungen bereits online stattfinden, wie die Aufzeichnung der Prüfung und der Einsatz einer Software für die Kontrolle, schließt man in Bayern aus. Die Rechtsverordnung soll in den kommenden vier Jahren erprobt und evaluiert werden. An der Erarbeitung der Rechtsverordnung waren unter anderem Vizepräsidenten für Lehre an bayerischen Hochschulen beteiligt (mehr).


Hochschulforum Digitalisierung: Qualifizierungsangebot ausgezeichnet

Das Informationsportal e-teaching.org, das Hochschulforum Digitalisierung und die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V. erhalten die Comenius-EduMedia-Medaille. Damit werden sie für das Qualifizierungsangebot “Quickstarter Online-Lehre” ausgezeichnet. Das öffentlich zugängliche, kostenfreie Qualifizierungsangebot unterstützt Hochschullehrende beim plötzlichen Einstieg in die digitale Lehre. Im Rahmen des web-basierten Kurses werden Lehrenden grundlegende Kompetenzen für einen schnellen und zugleich fundierten Start in die digital gestützte Lehre vermittelt. Das Angebot wurde zunächst als 14-tägiger, sieben Module umfassender Online-Kompaktkurs konzipiert und ab April 2020 mit mehr als 1.500 Teilnehmenden durchgeführt. Ab Mitte Juni wurde der Online-Kurs um fünf weitere Ergänzungsmodule erweitert und bisher mehr als 400.000-mal aufgerufen. Alle Module stehen weiterhin kostenlos zur Verfügung (mehr).


Tagung: Internationale Hochschulrankings

Gut 50 Rankingverantwortliche von Mitgliedsuniversitäten nutzten die Gelegenheit sich bei der zweiten Netzwerkveranstaltung des HRK-Serviceprojekts Internationale Hochschulrankings zu strategischen wie operativen Fragen im Umgang mit internationalen Hochschulrankings auszutauschen. Bei der in Kooperation mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn umgesetzten virtuellen Tagung wurde unter anderem diskutiert, wie die Datendefinitionen der anglo-amerikanischen Anbieter internationaler Rankings für den deutschen Hochschulraum ausgelegt werden, ob Rankings die besondere gesellschaftliche Aufgabe von Hochschulen erfassen und abbilden können, in welchem Verhältnis sie zum Reputationsmanagement einer Hochschule stehen und ob Rankings ein gewinnbringendes Marketinginstrument für Hochschulen sind.


Grundlagenforschung im EU-Haushalt: Petition zur ausreichenden Finanzierung

Wissenschafterinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa haben gemeinsam eine Petition an die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gerichtet, um für eine ausreichende Finanzierung des Europäischen Forschungsrats (ERC) zu werben. Die Positionierung des Europäischen Rates von Ende Juli, die Forschungsmittel im Finanzrahmen der EU erheblich zu kürzen, würde zu einer Verringerung der ERC-Mittel um rund eine Milliarde Euro führen. Dem Aufruf „Protect independent research in the EU budget“ haben sich bereits mehr als 23.000 Personen angeschlossen (mehr).


Tagung: Beitrag studentischer Praktika zum Lernerfolg

Auf der digitalen Abschlusstagung des von der Stiftung Mercator geförderten Projekts „Potentiale studentischer Praktika“ in dieser Woche stellten die Career Services der Universitäten Münster, Hannover und Düsseldorf ein Modell vor, das Hochschulen dabei helfen soll, das außerhochschulische Praktikum im Studium zu einem wirkungsvollen Lehr-Lern-Instrument weiterzuentwickeln. Dabei wurden die Selbstverantwortung der Studierenden, die Kooperationsbereitschaft der Lehrenden „auf Augenhöhe“ und die notwendige Qualifizierung der in den Betrieben Verantwortlichen als relevante Einflussfaktoren für einen gelingenden Lerntransfer identifiziert. Neben ausreichenden finanziellen Ressourcen sei der Rückhalt durch die Hochschulleitungen die wichtigste Gelingensbedingung. Um das Modell auch anderen Hochschulen zugänglich zu machen, wird sich Anfang November eine hochschulübergreifende Netzwerkgruppe an der Universität Münster gründen (mehr).


Neu- und wiedergewählte Hochschulleitungen

Ab sofort vermeldet der HRK-Newsflash in regelmäßigen Abständen die Wahl von Präsidentinnen und Präsidenten beziehungsweise Rektorinnen und Rektoren einer HRK-Mitgliedshochschule. Zum 1. September traten ihr Amt an: Jörg Bagdahn (Hochschule Anhalt; Wiederwahl), Manfred Bayer (Technische Universität Dortmund), Stephanie Bohlen (Katholische Hochschule Freiburg), Gerald Fauth (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig), Ulrich Papenkort (Katholische Hochschule Mainz), Katja Rade (Hochschule für Technik Stuttgart), Reinhard Schäfertöns (Hochschule für Musik und Theater Rostock) und Johannes Wallacher (Hochschule für Philosophie München; Wiederwahl). HRK-Präsident Peter-André Alt gratuliert sehr herzlich und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Im Auftrag des Präsidenten
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kellershohn
Stellv. Pressesprecher
Tel. 030 206292-27
kellershohn@hrk.de