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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 20. - 24.6.2022

→  Bundestag beschließt BAföG-Anpassung
→  DFG-Programmpauschale: Neuregelung der Verwendungsrichtlinien
→  Bayern: Zustimmung zum Hochschulinnovationsgesetz
→  HAW-Delegationsreise nach Jordanien
→  Nationaler Bildungsbericht erschienen
→  HFDcon 2022 in Essen: Noch freie Tickets
→  Digitaltag 2022: Teilhabe im Fokus
→  Tiere in der Forschung: Siegel für vorbildliche Kommunikation
→  Duales Studium: Studie zu Umsetzungsmodellen und Entwicklungsbedarfen

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Bundestag beschließt BAföG-Anpassung

Gestern hat der Bundestag das 27. BAföG-Änderungsgesetz beschlossen, mit dem in einem ersten Schritt die dringlichsten Anpassungen des lange reformbedürftigen Förderinstruments auf den Weg gebracht werden sollen. Die aktuell beschlossenen Änderungen – darunter unter anderem die Anhebung der Bedarfssätze um durchschnittlich 5,75 %, eine Anhebung der Elternfreibeträge um 20,75 % und die Anrechnungsfreiheit von 520-EUR-Minijobs – sollen bereits zum kommenden Wintersemester in Kraft treten. Die HRK hatte in ihrer Stellungnahme im Gesetzgebungsverfahren betont, dass die Anhebung der Bedarfssätze angesichts der Inflationsentwicklung und bereits in der Vergangenheit viel zu niedriger Anpassungen nur ein erster Schritt sein könne. Angesichts der Einkommensstrukturen müssten die Elternfreibeträge weiter deutlich angehoben werden, um die Gefördertenzahlen signifikant zu erhöhen und das Ziel der Elternunabhängigkeit weiter zu verfolgen. Es ist sicherzustellen, dass die Entscheidung über die Aufnahme eines Studiums nicht vom Einkommen der Eltern abhängt. Bis dahin ist es nach Auffassung der HRK noch ein weiter Weg (mehr).


DFG-Programmpauschale: Neuregelung der Verwendungsrichtlinien

Ab 1. Januar 2023 treten die geänderten Verwendungsrichtlinien zur DFG-Programmpauschale in Kraft. Diese enthalten zum einen präzisierende Rahmenvorgaben für die Verwendung der Pauschale, zum anderen soll es durch das sogenannte Leitlinienmodell ermöglicht werden, die ordnungsgemäße Verwendung einrichtungsbezogen umzusetzen. Die DFG hat dazu Mindestvorgaben formuliert und eine Musterleitlinie erstellt. Anhand dieser Vorgaben müssen die geförderten Einrichtungen selbst Leitlinien beschließen, mit denen die Verwendung der DFG- Programmpauschale nachprüfbar umgesetzt wird. Der Erlass der Leitlinien wird Voraussetzung für den Erhalt der DFG-Programmpauschale sein. Die Einrichtungen haben nun bis 31. Dezember 2022 Zeit, sich eine Leitlinie zur Verwendung der Programmpauschale zu geben und dies an die DFG zu melden. Weitere Informationen auf den Webseiten der DFG.


Bayern: Zustimmung zum Hochschulinnovationsgesetz

Viel Zustimmung gab es von Vertreter:innen der Universitäten und HAW bei der Expertenanhörung im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Landtags zum Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz (BayHIG) am vergangenen Montag. Der Gesetzentwurf erreiche eine gute Balance zwischen Eigenverantwortung, strategischer Handlungsfähigkeit und demokratischer Teilhabe. Die Hochschulverbünde plädieren nun für eine schnelle Verabschiedung des Gesetzes, um die neuen Gestaltungsspielräume bei Berufungen, Promotionen, den Anmietungen, beim Bau oder durch das Globallehrdeputat im Hochschulalltag umzusetzen und für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit in Forschung und  Lehre zu nutzen.


HAW-Delegationsreise nach Jordanien

Die DFG-Initiative „Unterstützung der Internationalisierung von Forschung an HAWs“ (UDIF-HAW) organisiert in Zusammenarbeit mit dem DAAD eine Delegationsreise nach Jordanien vom 25. bis 28. September zum Thema „Water Nexus Research“. Die Delegationsreise schließt an eine Auftaktveranstaltung zum „Matchmaking“ vom Februar dieses Jahres an, bei der sich 70 Forschende deutscher HAWs und jordanischer Hochschulen über ihre Forschungsschwerpunkte und -ideen austauschten und mögliche gemeinsame Projektkooperationen rund um nachhaltige Wasserbewirtschaftung ausloteten. Die im Spätsommer stattfindende Delegationsreise soll nun dazu beitragen, die geknüpften Kontakte zu festigen und das Potenzial gemeinsamer Projektideen zu eruieren. Acht Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden während des Aufenthaltes besucht. HRK-seits wird die Reise durch HRK-Vizepräsidentin Dorit Schumann begleitet. Interessensbekundungen sind bis zum 4. Juli formlos möglich.
Weiterführende Informationen


Nationaler Bildungsbericht erschienen

Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen aus Deutschland nimmt heute ein Studium auf – noch 2005 war es weniger als jeder Dritte. Jedoch scheint nach Jahren des Wachstums der Trend zur voranschreitenden Akademisierung vorerst zum Stillstand gekommen zu sein. So lauten zwei Befunde des gestern veröffentlichten, zweijährlich erscheinenden Nationalen Bildungsberichts 2022. Wie das DZHW mitteilte, zeige der Bericht auch, dass sich private Hochschulen in der deutschen Hochschullandschaft fest etabliert hätten, insbesondere im Fachhochschulsektor. So entscheiden sich 28 % der Studienanfänger:innen an Fachhochschulen heute für eine private Hochschule. Ebenfalls könne festgestellt werden, dass sich der bereits seit mehreren Jahren zu beobachtende Trend länger werdender Studienzeiten fortsetzt: Lediglich ein gutes Drittel aller Studierenden erreiche den Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit. Es sind sowohl eine Kurzfassung des Gesamtberichts, wie auch das separate Hochschulkapitel verfügbar. Weitere Informationen und detaillierte Tabellen sind auf den Internetseiten des Bildungsberichts verfügbar.


HFDcon 2022 in Essen: Noch freie Tickets

Für die diesjährige Konferenz des Hochschulforums Digitalisierung am 30. Juni in Essen gibt es noch freie Tickets. Zum Thema „Blended University – Was kommt was bleibt?“ diskutieren hier Hochschulleitungen, Lehrende, Studierende und Mitarbeitende, wie es mit der digitalen Lehre nach zwei Jahren Corona und im Kontext der wiedererrungenen Präsenz weitergeht. Mehr Informationen unter hochschulforumdigitalisierung.de/hfdcon.


Digitaltag 2022: Teilhabe im Fokus

Zum dritten Mal findet heute der bundesweite Digitaltag statt. Mit einem umfassenden Programm und über 1.200 Aktionen in Schulen, Büchereien, Unternehmen und Hochschulen rückt der Aktionstag die Herausforderungen und Möglichkeiten digitaler Teilhabe in den Blick. Am Nachmittag wird die ehemalige HRK-Vizepräsidentin für Digitalisierung, Monika Gross, im Livestream über Lebenslanges Lernen für mehr Medien- und Informationskompetenz diskutieren. Der Digitaltag wird von der Initiative „Digital für alle“ veranstaltet. in dem Bündnis haben sich mehr als 25 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentlicher Hand zusammengeschlossen. Die HRK ist ebenfalls Mitglied.


Tiere in der Forschung: Siegel für vorbildliche Kommunikation

Die Förderung einer transparenten und offenen Diskussion über den Einsatz von Tieren in der Forschung ist das Ziel der "Initiative Transparente Tierversuche". Ein Jahr nach ihrem Start sind bereits 82 Institutionen - darunter  24 Hochschulen, 16 Universitätskliniken, 27 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, 9 Fachgesellschaften bzw. Netzwerke - der Initiative beigetreten. Sie verpflichten sich unter anderem, transparent über ihre Forschungsvorhaben zu informieren, den gesellschaftlichen Dialog über die Forschung mit Tieren aktiv mitzugestalten und sich gegenseitig in der Kommunikation zu unterstützen. Nun werden am 1. Juli unter anderem fünf Institutionen mit dem Siegel für vorbildliche Kommunikation tierexperimenteller Forschung ausgezeichnet. Eine Anmeldung zur Teilnahme an der 13:30 bis 15:00 Uhr stattfindenden virtuellen Preisverleihung ist per Email möglich. Die Transparenzinitiative wird getragen von „Tierversuche verstehen“, einer Plattform der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Ständigen Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der DFG.


Duales Studium: Studie zu Umsetzungsmodellen und Entwicklungsbedarfen

Das Duale Studium steht im Zentrum einer umfassenden Studie des CHE und des Forschungsinstituts Berufliche Bildung. Auf 359 Seiten befasst sich die Untersuchung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, analysiert das Studienangebot und die Situation dual Studierender sowie der kooperierenden Unternehmen. Aus Einflussgrößen, Gelingensbedingungen und Entwicklungspotenzialen werden Empfehlungen für die Weiterentwicklung des dualen Studiums abgeleitet. Auf den Webseiten des BMBF ist eine Kurzfassung der Studie verfügbar.

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Prof. Dr. Peter-André Alt (Vorstandsvorsitzender)
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Fax: +49 228 887-280
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Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de 
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114

Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Ralf Kellershohn
kellershohn@hrk.de 
Tel.: +49 30 206 292 27

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