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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 19. - 23.10.2020

→  EU-Forschungsinvestitionen: Rektorenkonferenzen kritisieren Kürzungen
→  Wissenschaftsfreiheit: Allianz begrüßt "Bonner Erklärung" als wichtigen Schritt
→  Corona: Förderrichtlinie für Lüftungsanlagen veröffentlicht
→  BMBF-Kommunikationskampagne: Webseite zum Europäischen Forschungsraum
→  Vernetzungsworkshop „Kleine Fächer: Sichtbar innovativ!“
→  Rahmenvertrag Open Access-Transformation für Nature-Zeitschriften
→  NRW: Hilfe für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
→  Die HRK in den Medien

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

EU-Forschungsinvestitionen: Rektorenkonferenzen kritisieren Kürzungen

In einem gemeinsamen Artikel haben die Rektorenkonferenzen der Niederlande, Österreichs und Deutschlands sich gegen Kürzungen bei den Investitionen der Europäischen Union in Bildung, Forschung und Innovation ausgesprochen. Bei den Diskussionen zum nächsten Finanzrahmen der EU sind derzeit Kürzungen von knapp 17 Milliarden Euro im Gespräch. Dies, so mahnen die Hochschulvertretungen, würde zu einer stärkeren technologischen Abhängigkeit führen und es erheblich erschweren, die Klimawende und die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Entscheidung über den EU-Finanzrahmen wird Anfang November fallen. In den bisherigen Verhandlungen unterstützen die Regierungen von Deutschland, Österreich und den Niederlanden die Kürzungsvorschläge. Der Beitrag der Rektorenkonferenzen erschien zeitgleich in der FAZ, im österreichischen Standard und dem niederländischen NRC Handelsblad. Die englischsprachige Langfassung ist auf der HRK-Webseite zugänglich.


Wissenschaftsfreiheit: Allianz begrüßt "Bonner Erklärung" als wichtigen Schritt

Als einen bemerkenswerten und wichtigen Schritt der europäischen Ministerkonferenz zum Europäischen Forschungsraum hat die Allianz der Wissenschaftsorganisationen die Anfang dieser Woche von den EU-Wissenschaftsministern verabschiedete „Bonner Erklärung zur Forschungsfreiheitbegrüßt. Die Ministerrunde traf sich anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Bonn. Die Unterzeichner der „Bonner Erklärung“ verpflichten sich, den kritischen Diskurs zu schützen und Verletzungen der Forschungsfreiheit zu ächten. Dies bedeute den Schutz von Forschern durch staatliche Institutionen sowie auch Schutz vor staatlichen Eingriffen in die Forschungsfreiheit. Im Namen der Allianz, in der in diesem Jahr die HRK die Federführung übernommen hat, begrüßte HRK-Präsident Peter-André Alt den Beitrag der Politik zu den Bemühungen der Wissenschaftsorganisationen um weltweite Wissenschaftsfreiheit. „Wir brauchen solche klaren politischen Zeichen für die Freiheit der Forschung als Grundwert der Europäischen Union und als Prinzip der internationalen Forschungszusammenarbeit. Mobilität und freier Austausch sind Bedingungen einer erfolgreichen Wissenschaft.“ (mehr).


Corona: Förderrichtlinie für Lüftungsanlagen veröffentlicht

Das Bundeswirtschaftsministerium hat in dieser Woche die vor drei Wochen angekündigte Richtlinie zur Förderung einer Corona-gerechten „Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen (RLT) Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ durch den Bund vorgelegt. Die Um- und Aufrüstungen sollen dazu beitragen, den Infektionsschutz zu erhöhen, indem sie die Viruskonzentration in geschlossenen Räumen vermindern. Die Förderung beträgt 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben, die eine Grenze von 100.000 Euro pro RLT-Anlage (ggf. auch pro Antragsteller) nicht überschreiten sollen. Gefördert werden RLT-Anlagen in Gebäuden und Versammlungsstätten von Ländern und Kommunen sowie von Trägern, die überwiegend öffentlich finanziert werden und nicht wirtschaftlich tätig sind. Insgesamt stehen bis 2024 hierfür 500 Millionen Euro zur Verfügung, davon stehen im Jahr 2021 200 Millionen zur Verfügung (mehr).


BMBF-Kommunikationskampagne: Webseite zum Europäischen Forschungsraum

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stößt das BMBF eine Kommunikationskampagne an. Darin werden „Erfolgsgeschichten europäischer Forschungskooperationen“ und spannende wissenschaftliche Persönlichkeiten vorgestellt. Eine   Eine eigens eingerichtete Internetseite präsentiert die jeweils durch eine externe Agentur aufbereiteten Beispiele. Das BMBF will so die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung im europäischen Raum und den Beitrag deutscher Institutionen sichtbarer machen. Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen sind eingeladen, mitzuwirken. Fragen zum Vorgehen und Vorschläge für Erfolgsgeschichten können an das EU Büro des BMBF gerichtet werden.


Vernetzungsworkshop „Kleine Fächer: Sichtbar innovativ!“

Mit einem digitalen Vernetzungsworkshop starteten die im Rahmen der HRK-Initiative „Kleine Fächer: Sichtbar innovativ!“ geförderten Projekte in dieser Woche gemeinsam ins Wintersemester. Im Vordergrund standen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch zu innovativen Kommunikations- und Vernetzungsstrategien. Zudem diskutierten die teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler, wie die Maßnahmenplanung in Zeiten der Coronapandemie gelingen könne. In den kommenden Monaten machen sie mit interessanten Angeboten auf die Kleinen Fächer aufmerksam. Geplant sind unter anderem Blogs, Podcasts und Videoreihen sowie Veranstaltungen und andere Vernetzungsangebote (mehr).


Rahmenvertrag Open Access-Transformation für Nature-Zeitschriften

Wie in dieser Woche mitgeteilt wurde, hat die Max Planck Digital Library (MPDL) mit dem Wissenschaftsverlag Springer Nature eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die erstmalig Open Access-Publikationsrechte für Nature und die renommierten Nature Research-Zeitschriften beinhaltet. Die Vertragsbedingungen sind angelehnt an die transformative, deutschlandweit geltende Open Access-Vereinbarung, die im Januar 2020 zwischen Springer Nature und dem Projekt DEAL abgeschlossen wurde. Die auf vier Jahre ausgelegte Vereinbarung ermöglicht Autoren von teilnehmenden Einrichtungen, ihre Forschungsarbeiten, die ab 2021 von Nature oder den Nature Research-Zeitschriften publiziert werden, unmittelbar und ohne weitere Kosten für Open Access zu veröffentlichen. Teilnehmende Einrichtungen erhalten außerdem Lesezugriff auf das gesamte Nature-Portfolio, einschließlich sämtlicher Nature Review-Titel und zukünftiger Zeitschriftentitel der Nature-Brands (mehr).


NRW: Hilfe für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen

In NRW können die Hochschulen in diesem und kommenden Jahr zusätzliche Mittel beantragen, um die gleichberechtigte Teilhabe von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung am Hochschulleben zu ermöglichen. Das Ziel der zusätzlichen Unterstützung ist der Ausbau „ganz konkrete(r) Hilfestellungen für die Studierenden“, nach einer Äußerung der Landesregierung. Dazu stellt diese im Rahmen des Programms „Inklusive Hochschule NRW“ für dieses und kommendes Jahr zunächst rund 6,6 Millionen Euro für die Anschaffung von Hilfsmitteln oder zusätzliches Personal zur Verfügung. Den Hochschulen wird damit bspw. die Finanzierung von Baumaßnahmen, der Erwerb von technischer Ausstattung oder der Einsatz eines Gebärdendolmetschers für Veranstaltungen ermöglicht (mehr).


Die HRK in den Medien

Am morgigen Samstag ist HRK-Vizepräsidentin Birgitta Wolff 14:05-15:00 Uhr zu Gast beim Deutschlandfunk, Campus und Karriere. Thema „Nobel – Wem nützen Wissenschaftspreise?“. Vergangenen Samstag war HRK-Präsident Alt ebenfalls bei Campus und Karriere zu Gast. Die Runde diskutierte die Vorbereitungen der Hochschulen auf das kommende „Corona-Semester“. Der gemeinsam mit der österreichischen und der niederländischen Rektorenkonferenz veröffentlichte Beitrag zu den geplanten Kürzungen bei den EU-Forschungsinvestitionen ist in dieser Woche in der FAZ, im österreichischen Standard und im NRC Handelsblad erschienen.

Im Auftrag des Präsidenten
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kellershohn
Stellv. Pressesprecher
Tel. 030 206292-27
kellershohn@hrk.de