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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 16. – 20.3.2026

→  HRK-Präsidium mahnt Wahrung der Hochschulautonomie an
→  Urteil: Bayerns Hochschulen müssen nicht mit Bundeswehr kooperieren
→  BMFTR-Symposium: Nachhaltigkeit in der Wissenschaft
→  HFD: Hochschulen für Peer-Peer Strategieberatung ausgewählt
→  Update zum Academic Freedom Index (AFI) 2026
→  Ausschreibung: Falling Walls Global Call for Science Breakthroughs
→  Osterpause

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

HRK-Präsidium mahnt Wahrung der Hochschulautonomie an

HRK-Präsident Walter Rosenthal hat Dienstag dieser Woche im Namen des HRK-Präsidiums die Autonomie der Hochschulen unterstrichen. Anlass war die Diskussion über die Entscheidung des Rektorats der Kunstakademie Düsseldorf, eine studentische Veranstaltung mit der Künstlerin Basma al-Sharif über deren Filmkunst hochschulintern zuzulassen. Zudem mahnte Rosenthal Unterstützung aus der Politik für die Hochschulleitungen an, die ihrer Aufgabe nachkommen, umfassend und wo immer möglich einen akademischen Diskursraum zu ermöglichen. „Das muss unabhängig davon gelten, ob wissenschaftliche oder künstlerische Diskursbeiträge die eigene Haltung widerspiegeln“, so Rosenthal. „Konkret darf die Entscheidung für oder gegen die Zulassung einer wissenschaftlichen Veranstaltung nicht vorverurteilend zum Gegenstand disziplinar- oder personalrechtlicher Erwägungen gemacht werden. Ereignisse wie an der Kunstakademie Düsseldorf dürfen nicht zu einem politischen Reflex führen, die grundgesetzlich verankerte Hochschulautonomie in Frage zu stellen.“  (mehr).


Urteil: Bayerns Hochschulen müssen nicht mit Bundeswehr kooperieren

Hochschulen in Bayern dürfen von der Landesregierung nicht dazu verpflichtet werden, mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten. Dies entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof und kippte damit einen zentralen Passus in dem 2024 beschlossenen Gesetz zur Förderung der Bundeswehr. Den Richter:innen zufolge verletze die Regelung „wegen eines offensichtlichen und schwerwiegenden Verstoßes gegen die Kompetenzordnung des Grundgesetzes” das Rechtsstaatsprinzip der Bayerischen Verfassung. Zusätzlich werde durch die Auferlegung einer Pflicht zur Zusammenarbeit spürbar in die Wissenschaftsfreiheit der Hochschulen eingegriffen. Hingegen erklärte das Gericht das im Bundeswehrgesetz vorgesehene Verbot von Zivilklauseln für zulässig. Forschende würden durch ein solches Verbot nicht daran gehindert, ihre individuelle wissenschaftliche Tätigkeit ausschließlich auf nicht-militärische Zwecke zu beschränken. Ausgangspunkt der Entscheidung war eine Popularklage von mehr als 200 Kläger:innen gegen das Gesetz.


BMFTR-Symposium: Nachhaltigkeit in der Wissenschaft

Wie lassen sich Kulturen der Nachhaltigkeit im gesamten Wissenschaftssystem ermöglichen? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum des siebten BMFTR-Symposiums „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" in dieser Woche in Berlin, das vom BMFTR in Kooperation mit der HRK veranstaltet wurde. Über 300 teilnehmende Hochschulleitungen, Forschende, Lehrende, Studierende und Mitarbeitende aus der Verwaltung diskutierten dabei insbesondere, wie projektförmige Lösungen in die Strukturen wissenschaftlicher Organisationen übertragen und verstetigt werden können. Bei seiner Begrüßung machte HRK-Präsident Walter Rosenthal die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung gerade in Zeiten multipler Krisen deutlich. Dabei betonte er die große Bedeutung der Hochschulen für Forschung und Transfer zu nachhaltiger Entwicklung, unterstrich die Verantwortung der Hochschulen, sich weiterhin für Energieeffizienz in der Forschung und bei der Bewirtschaftung von Gebäuden einzustezen. HRK-Vizepräsidentin Ingeborg Schramm-Wölk unterstrich zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Akteur:innen – beispielsweise von Hochschulen und Kommunen, um komplexen Herausforderungen in Transformationsprozessen bestmöglich zu begegnen (mehr).


HFD: Hochschulen für Peer-Peer Strategieberatung ausgewählt

Die Hochschule für Technik Stuttgart, die RPTU Kaiserslautern-Landau, die Hochschule RheinMain und die Universität Hamburg nehmen ab April an der Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) teil. Im Zentrum des seit 2017 etablierten Beratungsprogramms stehen zentrale strategische Fragestellungen: von der Entwicklung einer ganzheitlichen KI-Strategie über den Aufbau geeigneter Governance-Strukturen und Steuerungsmodelle bis hin zur Gestaltung nachhaltiger KI-Infrastrukturen. Darüber hinaus spielen die Kompetenzentwicklung für Hochschulmitarbeitende und Studierende sowie die Profilbildung der Hochschule im Kontext von KI eine wichtige Rolle. Eine Jury hatte die nun teilnehmenden Hochschulen aus 40 Interessensbekundungen ausgewählt.


Update zum Academic Freedom Index (AFI) 2026

Das gerade erschienene Update zum Academic Freedom Index (AFI) 2026 von Forschenden der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und dem V-Dem-Institut Göteborg wirft erneut einen Blick auf die Wissenschaftsfreiheit von 179 Ländern weltweit. Dem Bericht zufolge nahm die Wissenschaftsfreiheit in den letzten zehn Jahren in 50 Ländern ab. Lediglich neun Länder verzeichnen Verbesserungen. Unter anderem deuten die erhobenen Daten auf einen Zusammenhang zwischen institutioneller Autonomie von Hochschulen und dem Schutz der Wissenschaftsfreiheit einzelner Forschender hin. Auch wenn der Indikator „institutionelle Autonomie“ als einer von insgesamt fünf zugrundgelegten Indikatoren sich in den vergangenen zehn Jahren als etwas weniger anfällig für Schwankungen erwiesen habe, komme dem besonderen Schutz der Hochschulautonomie aufgrund ihrer Schlüsselfunktion für die Wissenschaftsfreiheit eine besondere Rolle zu. Dies zeige sich u.a. besonders an den jüngsten Entwicklungen in den USA. Deutschland stagniert im Verhältnis zum Vorjahr in der Kategorie Top 10-20%.   


Ausschreibung: Falling Walls Global Call for Science Breakthroughs

Noch bis 15. April können sich Wissenschaftler:innen weltweit für den „Falling Walls Global Call for Science Breakthroughs“ bewerben. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Forschungsvorhaben in den Kategorien Life Sciences, Physical Sciences, Engineering and Technology, Social Sciences and Humanities, Art and Science ausgezeichnet. Der zudem vergebene Woman’s Impact Award würdigt Frauen, die herausragende Forschung mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Wissenschaftler:innen der nominierten und ausgezeichneten  Bewerbungen werden eingeladen, ihre Forschung Anfang November 2026 beim Falling Walls Science Summit in Berlin vor einem internationalen Publikum zu präsentieren (mehr).


Osterpause

Der Newsflash legt ab 27.3. eine Osterpause ein. Die nächste Ausgabe erscheint am 17.4.

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Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Ralf Kellershohn
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Tel.: +49 30 206 292-227

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