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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 20.–24.7.2026

→  Hochschulrahmengesetz: HRK begrüßt Vorschlag zur Abschaffung
→  Verbändeanhörung zur BAföG-Reform: HRK gibt Stellungnahme ab
→  Arbeits- und Vernetzungstreffen zur Antisemitismusprävention an Hochschulen
→  OECD-EU-Umfrage zu Karriereverläufen in Forschung und Entwicklung
→  Umgang mit diskriminierenden Angriffen: bukof aktualisiert Handlungsempfehlungen
→  CHE: KI gehört für Studierende zum Studienalltag
→  Wettbewerb: HFD sucht Ideen für digitale Souveränität
→  Sommerpause

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Hochschulrahmengesetz: HRK begrüßt Vorschlag zur Abschaffung

Bereits in der letzten Woche hat die Bundesregierung das Vorhaben beschlossen, das Hochschulrahmengesetz (HRG) aufzuheben. Die Maßnahme ist Teil des von der Bundesregierung angekündigten Bürokratieabbaus. Im Rahmen der Verbändeanhörung begrüßte die HRK dieses Vorhaben grundsätzlich. Das seit der Föderalismusreform 2006 weitgehend gegenstandslos gewordene HRG habe keine Regelungswirkung mehr. Seine Abschaffung könne zu größerer Rechtsklarheit beitragen und die Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern konsequent abbilden. Zugleich regt die HRK an, während der vorgesehenen Übergangsfrist bis Ende 2027 Bund und Länder eng einzubinden, dauerhafte Verweise auf das aufgehobene Gesetz zu vermeiden und unbeabsichtigte Rechtsfolgen bei Folgeänderungen auszuschließen.


Verbändeanhörung zur BAföG-Reform: HRK gibt Stellungnahme ab

Im Rahmen der Verbändeanhörung zum Referentenentwurf zur Neufassung des BAföG hat die HRK ihre Stellungnahme abgegeben. Darin kritisiert die HRK, dass der Gesetzentwurf keine grundlegende Reform des BAföG darstelle. Die Leistungsanhebungen kämen teilweise zu spät, die vorgesehene Dynamisierung bleibe unvollständig und die Reichweite der Förderung werde nicht strukturell erweitert. Die HRK unterstützt deshalb eine zügige Verabschiedung der vorgesehenen Verbesserungen, verbindet dies aber mit konkretem Nachbesserungsbedarf. Der Novelle müsse zudem die angekündigte strukturelle Neuordnung des BAföG folgen.


Arbeits- und Vernetzungstreffen zur Antisemitismusprävention an Hochschulen

Expert:innen verschiedener Hochschulen haben sich in der letzten Woche in der Berliner HRK-Geschäftsstelle zu einem Arbeits- und Vernetzungstreffen des HRK-Projekts „Kompetenznetzwerk Antisemitismusprävention an Hochschulen“ (KoNHAP) getroffen. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch über aktuelle Herausforderungen der Antisemitismusprävention sowie über mögliche Inhalte für praxisnahe Handreichungen für Hochschulen. Die Ergebnisse des Treffens bilden eine Grundlage für die weitere Arbeit an den Handreichungen. Das nächste größere Vernetzungstreffen für die Antisemitismusbeauftragten der Hochschulen und zuständigen Personen in anderer Funktion findet am 2. und 3. September in Düsseldorf statt.


OECD-EU-Umfrage zu Karriereverläufen in Forschung und Entwicklung

OECD und EU führen im Rahmen des „Research and Innovation Careers Observatory“ (ReICO) eine internationale Umfrage zu Karriereverläufen in Forschung und Entwicklung (F&E) durch. Ziel ist es, eine international vergleichbare Datenbasis zu wissenschaftlichen Karriereverläufen aufzubauen. Eine möglichst breite Beteiligung aus der deutschen Wissenschaftslandschaft ist daher wichtig. Die etwa zehnminütige Umfrage richtet sich an Personen, die unmittelbar in Forschung und Entwicklung tätig sind oder F&E indirekt unterstützen, beispielsweise im Wissenschaftsmanagement. Bislang sind systematische Umfragedaten aus der F&E-Praxis nur begrenzt verfügbar. Die Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmenden sollen dazu beitragen, Entscheidungen von Politik und Arbeitgebern zu Karrierewegen und Arbeitsbedingungen besser zu fundieren. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 25. September möglich.


Umgang mit diskriminierenden Angriffen: bukof aktualisiert Handlungsempfehlungen

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) hat gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg) eine aktualisierte Fassung ihrer Handlungsempfehlungen „Diskriminierende Angriffe im Hochschulkontext – Handlungsempfehlungen für Hochschulleitungen“ veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an Hochschulleitungen und befassen sich mit dem professionellen Umgang mit diskriminierenden, insbesondere antifeministischen, rassistischen, antisemitischen, queerfeindlichen oder anderen persönlich gegen Hochschulangehörige gerichteten Angriffen. Vorgestellt werden Maßnahmen zur Unterstützung Betroffener, zur Etablierung klarer Verfahren und Ansprechstrukturen sowie Ansätze zur Prävention und zur Stärkung einer diskriminierungssensiblen Hochschulkultur.


CHE: KI gehört für Studierende zum Studienalltag

Künstliche Intelligenz (KI) ist für viele Studierende inzwischen fester Bestandteil des Studiums. Das zeigt ein aktueller DatenCHECK des CHE Centrum für Hochschulentwicklung auf Basis einer Befragung von mehr als 28.000 Studierenden wirtschafts- und rechtswissenschaftlicher Fächer. Demnach nutzen rund 81 Prozent der Befragten KI-Anwendungen wie ChatGPT mindestens wöchentlich, knapp die Hälfte (46,5 Prozent) sogar täglich. KI wird dabei besonders häufig für Recherchen, Brainstorming und als Lernunterstützung eingesetzt. Die Angebote ihrer Hochschulen zur Vermittlung von KI-Kompetenzen bewerten die Befragten als durchschnittlich („3,3 von 5 Sternen“). Mehr als die Hälfte wünscht sich zusätzliche Lernangebote, 70 Prozent fordern klare Leitlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit KI. Das CHE empfiehlt Hochschulen, KI-Kompetenzen systematisch in die Curricula zu integrieren und fachbezogen zu vermitteln (mehr).


Wettbewerb: HFD sucht Ideen für digitale Souveränität

Noch bis 31. August können Hochschulen Projekte für den Ideenwettbewerb „Digitale Souveränität“ des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) einreichen. Gesucht werden laufende oder konkret geplante Vorhaben, die sich auf andere Hochschulen übertragen lassen. Mögliche Themen reichen von Open Source, Data Governance und souveränen Cloud-Lösungen über KI-Infrastrukturen bis hin zu digitalen Identitäten sowie Governance-, Kommunikations- und Awareness-Konzepten. Teilnahmeberechtigt sind alle (Einzelentwickler, Gruppen, Projektteams) mit geplanten Vorhaben oder ausgearbeiteten Konzepten zur digitalen Souveränität. Die Gewinner erhalten eine fachliche Begleitung durch das HFD-Team sowie Zugang zu dessen Expert:innen- und Entscheider:innen-Netzwerk (mehr).


Sommerpause

Dies ist der letzte Newsflash vor der Sommerpause. Wir kehren zurück mit der nächsten Ausgabe am 18.9.

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