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HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 12. - 16.4.2021

→  Infektionsschutzgesetz: HRK kritisiert Gesetzesnovelle
→  Neues Stipendienprogramm für bedrohte Studierende und Promovierende
→  Expertenworkshop: Digitalisierung von Anrechnungs- und Anerkennungsprozessen
→  Nationales MINT FORUM: Forderungen für kommende Legislatur
→  Künstliche Intelligenz: Aktionswoche zum Einsatz von KI in der Hochschulbildung
→  Arbeitspapier: Umgang von Hochschulen mit der Online-Lehre

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Infektionsschutzgesetz: HRK kritisiert Gesetzesnovelle

Heute hat der Bundestag in einer ersten Beratung über den Entwurf einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes diskutiert. HRK-Präsident Peter-André Alt begrüßte dabei, dass die Hochschulen im Entwurf berücksichtigt werden. Zugleich kritisierte Alt die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes. Darin werden unter anderem Hochschulen unter Verkennung der unterschiedlichen Voraussetzungen und Gefährdungslagen mit Schulen gleichgesetzt. In der Begründung des Gesetzesentwurfs seien zwar einige Aufgabenbereiche der Hochschulen aus der pauschalen Schließung bei einer Inzidenz von 200 wieder ausgenommen worden, aber dies sei bei Weitem nicht ausreichend und auch nicht rechtssicher. Bei den Teststrategien wiederum habe die Politik offensichtlich nur an die Schulen gedacht und die Hochschulen vergessen. „Die Hochschulen haben bislang im Bewusstsein ihrer Verantwortung für den Gesundheitsschutz eine vorsichtige Haltung eingenommen", betonte Alt. „Das war und ist richtig. Nun muss auf dem Erreichten aufgebaut werden anstatt Studium und Lehre pauschal auf null zurückzusetzen.“ (mehr)


Neues Stipendienprogramm für bedrohte Studierende und Promovierende

Das Auswärtige Amt und der DAAD starten ein neues Stipendienprogramm für bedrohte Studierende. Das „Hilde Domin-Programm“ steht Studierenden und Promovierenden offen, die in ihren Heimatländern in Gefahr sind und ihr Studium oder ihre Forschung vor Ort nicht durch- oder fortführen können. Betroffene können sich nicht selbst für das Programm bewerben, sondern müssen von einer in Deutschland ansässigen Institution – darunter Hochschulen – vorgeschlagen werden. Die ausgewählten Studierenden und Promovierenden werden in Studiengängen ihrer Wahl und entsprechend individueller Qualifikationen eingeschrieben. Sie erhalten ein Stipendium, das Lebenshaltungskosten sowie Kosten des Studiums oder Forschungsvorhabens deckt. Zudem können alle Geförderten an einem gesellschaftswissenschaftlichen Begleitprogramm teilnehmen, um sich fachlich und persönlich weiterzubilden (mehr).


Expertenworkshop: Digitalisierung von Anrechnungs- und Anerkennungsprozessen

Das HRK-Projekt MODUS startet einen "Call for Participation" für einen Expertenworkshop zu Initiativen und Projekten zur Digitalisierung von Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen. Im Zentrum wird die Frage stehen, wie sich digitale Prozess­abläufe in der Aner­kennung und Anrechnung ausgestalten lassen und wo sich Synergien ergeben. Der Workshop am 7. und 8. Juli soll einen Überblick relevanter Projekte vermitteln und Perspektiven für die weitere Entwicklung und Zusammenarbeit erarbeiten. Beiträge können bis zum 9. Mai eingereicht werden (mehr).


Nationales MINT FORUM: Forderungen für kommende Legislatur

Im Vorfeld der Bundestagswahl und der noch ausstehenden Landtagswahlen hat das Nationale MINT Forum (NMF) an alle politischen Parteien appelliert, in ihren Wahlprogrammen und zu erwartenden Koalitionsverhandlungen die MINT-Thematik prominent zu platzieren. In dem Anfang dieser Woche veröffentlichten MINT Aktionsprogramm 2.0 fordert das NMF, die Kräfte von Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zielgerichtet zu bündeln, um dem volkswirtschaftlichen Stellenwert der MINT-Bildung in Deutschland Rechnung zu tragen. Kernprobleme wie der Fachkräftemangel oder die noch immer viel zu geringe Beteiligung von Mädchen und Frauen forderten eine gesamtgesellschaftliche Kooperation und eine strategische Unterstützung der Bildungspolitik in Bund und Ländern. Die Bedeutung der Hochschulen in der MINT-Bildungskette müsse dabei sowohl in der Lehrerbildung als auch in der Forschung sowie in der Weiterbildung im Fokus der Politik zur effektiven Sicherung des MINT-Nachwuchses stehen (mehr).


Künstliche Intelligenz: Aktionswoche zum Einsatz von KI in der Hochschulbildung

All eyes on AI – unter dem Motto veranstaltet das Hochschulforum Digitalisierung vom 19. bis zum 23. April eine Themenwoche zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschulbildung. Dabei wird unter anderem eine neue Studie zu Anwendungs- und Forschungsbereichen von und um KI und Algorithmen an den Hochschulen vorgestellt. Auch werden gesamtgesellschaftliche Aspekte und Auswirkungen Künstlicher Intelligenz im Wochenverlauf betrachtet. Der Makerspace „KI, Big Data und Algorithmen an den Hochschulen“ beschließt die Woche. Hier haben Teilnehmende in fünf Foren die Gelegenheit, praktische Einblicke zum Einsatz von KI in der Hochschulbildung kennenzulernen zu diskutieren (mehr).


Arbeitspapier: Umgang von Hochschulen mit der Online-Lehre

Im Zuge der digitalen Semester während der Pandemie gab und gibt es wiederholt Studien zum Umgang von Hochschulen mit der Online-Lehre. In einem Arbeitspapier hat das Hochschulforum Digitalisierung nun dreizehn solcher Studien ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass es insgesamt eine breite Zufriedenheit mit den Supportangeboten gibt. Unterstützungsangebote und Schulungen wurden von der Mehrheit der Befragten als hilfreich empfunden. Die Mehrheit der befragten Lehrenden kann sich demnach auch nach der Pandemie und Rückkehr zum Präsenzbetrieb vorstellen, zumindest Elemente digitaler Lehr- und Lernformate im Rahmen des nächsten Präsenzsemesters einzusetzen bzw. beizubehalten.

Im Auftrag des Präsidenten
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kellershohn
Stellv. Pressesprecher
Tel. 030 206292-27
kellershohn@hrk.de