Im Browser öffnen
HRK Hochschulrektorenkonferenz - die Stimme der Hochschulen

Newsflash 13.–17.7.2026

→  Regierung einigt sich auf BAföG-Reform
→  Zur Stärkung der Resilienz: GWK ändert Verfahrensregeln
→  U4E-Treffen in Regensburg
→  Konsultation: EU-Leitfaden für Wissens- und Technologietransfer
→  Neu- und wiedergewählte Hochschulleitungen
→  HRK in den Medien
→  Ankündigung Sommerpause

An die Rektorate und Präsidien der HRK-Mitgliedshochschulen

Regierung einigt sich auf BAföG-Reform

Die Regierungskoalition hat sich in der vergangenen Woche auf eine BAföG-Reform verständigt. Diese umfasst unter anderem eine Anhebung der Wohnkostenpauschale von 380 Euro auf 440 Euro, einen Anstieg der Bedarfssätze auf zunächst 503 Euro (Wintersemester 2027/28) und anschließend 563 Euro (Sommersemester 2029). Die Freibeträge werden ab dem Wintersemester 2028/29 jährlich um 1,5 Prozent erhöht. HRK-Präsident Walter Rosenthal begrüßte die Einigung. Sie sei von großer Bedeutung für die Studierenden, auch wenn die Anhebung der monatlichen BAföG-Wohnkostenpauschale, Bedarfssätze und Freibeträge deutlich später komme als erhofft. Die HRK fordert unverändert eine „große Novelle“ des BAföG, um durch eine echte Reform eine strukturell neue, verständliche, digital administrierbare und verlässliche Bildungs- und Ausbildungsförderung des Bundes zu schaffen (mehr).


Zur Stärkung der Resilienz: GWK ändert Verfahrensregeln

In der vergangenen Woche haben Bund und Länder beschlossen, die Verfahrensregeln der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und die damit verbundene Koordination der zentralen Wissenschaftsförderprogramme zu überarbeiten. Kernpunkt der Modernisierung ist, dass Entscheidungen künftig häufiger mit einer qualifizierten Mehrheit von mindestens 13 Ländern und dem Bund statt durch Einstimmigkeit getroffen werden können. HRK-Präsident Walter Rosenthal erklärte zu dieser Entscheidung: „Das stärkt die Handlungsfähigkeit der GWK, die Resilienz des Wissenschaftssystems und ermöglicht die Fortführung zentraler wissenschaftspolitischer Pakte zur Wissenschaftsfinanzierung sowie gemeinsame Vorhaben auch bei disruptiven innenpolitischen Veränderungen. Es ist gleichermaßen höchst wichtig und sehr zu begrüßen, dass die Wissenschaftsministerkonferenz vergleichbare, für die Stabilität des Hochschul- und Wissenschaftssystem überaus bedeutsame Schritte gegangen ist.“ (mehr)


U4E-Treffen in Regensburg

Noch stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit standen im Zentrum des Treffens der Initiative „Universities for Enlightenment“ (U4E) an der Universität Regensburg in der vergangenen Woche. Im Fokus standen Gespräche über die Stärkung der Resilienz an Hochschulen und in der Gesellschaft. Die Beteiligten unterstrichen dabei die Bedeutung von öffentlichem Widerstand gegen Einschränkungen von Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie und forderten zu Solidarisierungen mit Betroffenen auf. Zudem bekräftigten sie die Forderung, im nächsten Rahmenprogramm der EU 2028-34 die Allianzen der Europäischen Universitäten weiter nachhaltig zu fördern. „Universities for Enlightenment” ist eine Initiative der Rektorenkonferenzen aus Österreich (KHK und uniko), Kroatien (RZHR), Tschechien (CRC), Deutschland (HRK), Italien (CRUI), Polen (CRASP), Serbien (KONUS), Slowakei (SRK), Slowenien (Slovenská rektorská konferencia) und der Schweiz (swissuniversities).


Konsultation: EU-Leitfaden für Wissens- und Technologietransfer

Die Europäische Kommission entwickelt derzeit einen Leitfaden (EU-Blueprint) für die Lizenzierung akademischen geistigen Eigentums und die Gründung von Spin-offs. Die für Ende 2026 angekündigte Handreichung soll Hochschulen, öffentlichen Forschungseinrichtungen sowie ihren Wissens- und Technologietransferstellen praxisorientierte Orientierung für die Verwertung von Forschungs- und Innovationsergebnissen bieten. Zur Vorbereitung des Leitfadens bittet die Kommission um Rückmeldungen zu einem Entwurf des Leitfadens. Im Mittelpunkt stehen Anreiz- und Erlösbeteiligungsmodelle für Forschende, die Ausgestaltung akademischer Ausgründungen sowie die Lizenzierung akademischen geistigen Eigentums an Dritte. Gefragt wird insbesondere nach der Klarheit, Relevanz, Vollständigkeit und praktischen Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Leitlinien. Die Umfrage richtet sich insbesondere an Hochschulen und weitere Akteure des Wissens- und Technologietransfers. Eine Teilnahme ist bis zum 16. August 2026 möglich (mehr).


Neu- und wiedergewählte Hochschulleitungen

Folgende Hochschulleitungen wurden neu- bzw. wiedergewählt: Prof. Dr. Claudia Becker (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Wiederwahl), Prof. Dr. Dirk Leuffen (Universität Konstanz; Neuwahl), Prof. Adrian Nießler (Hochschule für Gestaltung Offenbach, Neuwahl) und Prof. Dr. Tim Römer (Universität Osnabrück, Neuwahl).


HRK in den Medien

Jan-Martin Wiarda zitierte in seinem Blog HRK-Präsident Walter Rosental, der die jüngsten Entscheidungen zur Anpassung der Verfahrensweisen in der GWK und der Wissenschaftsministerkonferenz begrüßt. Research.Table berichtete über eine Tagung des Wissenschaftsrats zur Prozessbeschleunigung im Hochschulbau, auf der Rosenthal für maximale Entscheidungsfreiheit und Verantwortung auf Hochschulseite plädierte.


Ankündigung Sommerpause

Der letzte Newsflash vor der Sommerpause wird am 24. Juli verschickt. Danach pausiert der Newsflash bis September.

Dieser Newsletter wird bereitgestellt von:
Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz

Prof. Dr. Walter Rosenthal (Vorstandsvorsitzender)
Ahrstraße 39
53175 Bonn
Tel.: +49 228 887-153
Fax: +49 228 887-280
E-Mail: post@hrk.de

Zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln
Stiftungsregister des Landes NRW: AZ: 15.2.1.- 23/ 65
USt-IdNr.: DE224596228

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de 
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114

Im Auftrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt durch:
Ralf Kellershohn
kellershohn@hrk.de
Tel.: +49 30 206 292-231

Abmeldung:
Wenn Sie diesen E-Mail-Newsletter nicht mehr erhalten möchten,
schreiben Sie bitte an presse@hrk.de.