Vereinigtes Königreich

Das britische Universitätssystem zählt zu den leistungsstärksten Hochschulsystemen weltweit. Die Universitäten in Großbritannien zeichnen sich durch ihre Forschungsstärke wie auch durch ihre Attraktivität für internationale Studierende aus. Das Vereinigte Königreich zählt bei deutschen Studierenden zur Gruppe der beliebtesten Gastländer. Auch in der universitären Forschung gibt es eine intensive Zusammenarbeit zwischen deutschen und britischen Hochschulen.

Entsprechend eng sind die Beziehungen zwischen der britischen Rektorenkonferenz Universities UK (UUK) und der HRK.


Die Zukunft der deutsch-britischen Hochschulbeziehungen

Professor Dame Beer, Minister Gyimah, Professor Alt
Professor Dame Beer, Minister Gyimah und
Professor Alt

8.11.2018 Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union im März 2019 wird nicht ohne Rückwirkungen auf die deutsch-britischen Wissenschaftsbeziehungen bleiben. Mögliche Szenarien der Zukunft der Hochschulzusammenarbeit zwischen deutschen und britischen Universitäten standen im Mittelpunkt der Gespräche, die HRK-Präsident Alt am Donnerstag mit einer Delegation der britischen Rektorenkonferenz Universities UK in Berlin führte. Sowohl Professor Dame Janet Beer, UUK-Präsidentin und Vice-Chancellor der Univerity of Liverpool, wie auch der HRK-Präsident unterstrichen die Notwendigkeit, einen geeigneten Rahmen zu finden, um die so erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen. Zusätzlich aufgewertet wurden die Gespräche durch die Teilnahme von Sam Gyimah, MP und  Minister of State for Universities, Science, Research and Innovation. Der Minister unterstrich die hervorgehobene Bedeutung, die auch die Londoner Regierung der deutsch-britischen Kooperation im Hochschulbereich beimisst.

Universitäten als Zentren eines diversifizierten Forschungssystems

18.10.2018 Auf Einladung der University of Cambridge hielt HRK-Präsident Peter-André Alt in dieser Woche einen Vortrag am Pembroke College. In seinem Redebeitrag unterstrich Alt die zentrale Position, die die Universitäten im deutschen Forschungssystem innehaben. Exzellenz im deutschen Wissenschaftssystem, so der HRK-Präsident in Cambridge, sei bewusst nicht an einigen wenigen Institutionen gebündelt. Vielmehr zeichne sich das deutsche System durch seine hohe regionale und aufgabenspezifische Differenzierung aus, die Exzellenz erst ermögliche. Die Zukunft der deutsch-britischen Hochschulbeziehungen stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des HRK-Präsidenten mit dem Vice-Chancellor der University of Cambridge, Professor Stephen Toope.

Deutsch-britische Wissenschaftsbeziehungen

Botschafter Wittig und Professor Alt
HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt und
der deutsche Botschafter in London, Dr. Peter Wittig
Copyright: German Embassy London

17.10.2018 Die Zukunft der deutsch-britischen Wissenschaftsbeziehungen stand im Zentrum eines Austauschs von HRK-Präsident Peter-André Alt mit dem deutschen Botschafter im Vereinigten Königreich, Peter Wittig, in dieser Woche in London. Das Vereinigte Königreich zählt zu Deutschlands wichtigsten Partnern in der Hochschulzusammenarbeit. Beide Länder sind zudem bei der Einwerbung von Drittmitteln in Brüssel sehr erfolgreich. Ein knappes halbes Jahr vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union bleiben die künftigen Rahmenbedingungen der europäisch-britischen Hochschulzusammenarbeit jedoch ungeklärt.

Konsultationen zu deutsch-britischer Zusammenarbeit in London

Der Präsident der HRK, Prof. Dr. Hippler, und der deutsche Botschafter in London, Dr. Ammon, stehen auf diesem Bild nebeneinander.
HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler (rechts) und der
deutsche Botschafter in London, Dr. Peter Ammon

07.07.2017 HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler tauschte sich am 6. Juli 2017 mit Dr. Peter Ammon, dem deutschen Botschafter in London, über die deutsch-britischen Wissenschaftsbeziehungen aus.
Anschließend fand ein zweitägiges Treffen mit dem Präsidium der britischen Rektorenkonferenz Universities UK statt. Im Zuge der Gespräche unterstrichen beide Seiten die herausragende Bedeutung der deutsch-britischen Hochschulbeziehungen insbesondere in Zeiten des Brexit. Man vereinbarte, die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Rektorenkonferenzen weiter zu intensivieren und den Anliegen der Hochschulen auf beiden Seiten des Ärmelkanals im Verlauf der im Juni 2017 begonnenen Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union Gehör zu verschaffen. Gemeinsam mit seiner britischen Amtskollegin Professor Dame Goodfellow betonte der HRK-Präsident die dringende Notwendigkeit, die deutsch-britischen Hochschulbeziehungen auch künftig auf eine tragfähige Grundlage zu stellen. Deutschland und Großbritannien verfügen über zwei der leistungsstärksten Wissenschaftssysteme in Europa.

Deutsch-britische Hochschulzusammenarbeit in Zeiten des Brexit

06.12.2016 Auf die Garantieerklärungen der britischen Regierung zu den Bedingungen für die Hochschulzusammenarbeit zwischen dem Vereinigten Königreich und den übrigen EU-Staaten haben die HRK und ihre Partnerorganisation Universities UK (UUK) erneut hingewiesen. Anlass war ein Besuch von UUK-Präsidentin Professor Dame Julia Goodfellow in Berlin. Seit dem Votum für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union beobachten die beiden Rektorenkonferenzen eine deutliche Verunsicherung über die künftigen Modalitäten der traditionell engen deutsch-britischen Beziehungen in Forschung und Studium. Mehr dazu

Rektorenkonferenzen Europas wollen Zusammenarbeit mit Großbritannien sichern

22.07.2016 Die Präsidenten von Rektorenkonferenzen aus 24 europäischen Staaten haben sich für eine weitere Zusammenarbeit mit den britischen Hochschulen auch nach einem Brexit ausgesprochen. In der gemeinsamen Erklärung, die auch von HRK-Präsident Horst Hippler unterzeichnet wurde, verweisen die Präsidenten auf die große Bedeutung der Kooperation für die Entwicklung der Hochschulen in ganz Europa. Die Bündelung von Infrastrukturen, Daten und Kompetenzen sei eine wichtige Basis der Wissensgesellschaften. Mehr dazu

Brexit: Konkrete Folgen für die Hochschulen

28.06.2016 Nachdem sich eine knappe Mehrheit der britischen Bevölkerung im Rahmen des Referendums vom 23. Juni 2016 für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ausgesprochen hat, stellt sich nun die Frage nach den konkreten Folgen dieser Entscheidung. Die britische Rektorenkonferenz Universities UK bietet hierzu eine fortlaufend aktualisierte Webseite an: Brexit FAQs for universities and students. Auch die European University Association EUA beleuchtet den aktuellen Stand der Entwicklungen in einem Factsheet After the Brexit: Possible outcomes for Horizon 2020 and Erasmus+

In einer ersten offiziellen Reaktion vom 28. Juni 2016 bekräftigte Jo Johnson, britischer Staatsminister für Universitäten und Wissenschaft, dass das Vereinigte Königreich bis zu seinem Austritt aus der EU seiner Verpflichtungen umfassend nachkommen werde. Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Bereiche EU-Staatsangehörige und Studien-finanzierung in England, Status von Studierenden / Hochschulmitarbeitern aus EU-Ländern, Erasmus+ und Forschungsförderprogramm 2020 skizzierte Johnson wie folgt: Mehr dazu

HRK-Präsident zum Brexit: Tiefer Einschnitt auch für die Hochschulen

24.06.2016 „Auch für die Hochschulen stellt der Brexit einen tiefen Einschnitt dar“, so der HRK-Präsident Horst Hippler zu dem Votum für einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. „Die Konsequenzen treffen die britischen Hochschulen schwer und mit ihnen den gesamten europäischen Hochschul- und Forschungsraum. Wir müssen uns auf eine schwierige Übergangszeit einstellen. Denn es stehen nun umfangreiche Verhandlungen über die Konditionen für die Einbeziehung des Vereinigten Königreichs in europäische Förder- und Austauschprogramme an. Gerade auch für die deutschen Hochschulen und die Hochschulrektorenkonferenz markiert der Brexit eine schmerzhafte Zäsur." Mehr dazu

Britische und deutsche Rektorenkonferenzen vor Brexit-Referendum: Verheerende Konsequenzen für Studium und Forschung

02.06.2016 Hochschulrektoren aus Deutschland und Großbritannien haben die zentrale Bedeutung der EU für die Förderung der Spitzenforschung und der studentischen Mobilität in Europa hervorgehoben. Bei einem Treffen der Präsidien der Rektorenkonferenzen beider Länder in Berlin bezeichnete HRK-Präsident Horst Hippler einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU als „verheerend für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Forschern in Deutschland und ganz Europa“. Deutschland und Großbritannien sind – nach den USA – der wichtigste Partner des jeweils anderen Landes. Sie sind die erfolgreichsten Länder bei der Einwerbung von Fördermitteln aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Mehr dazu