Nachhaltigkeit

Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 die
Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" ausgerufen. Mit der UN-Dekade haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, das Konzept der Nachhaltigkeit zu stärken – in allen Bildungseinrichtungen vom Kindergarten über die Schule, die beruflicher Ausbildung, Universitäten und Forschungsinstitute, außerschulische Weiterbildungseinrichtungen bis hin zum informellen Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen.

Zu den Gremien der UN-Dekade in Deutschland zählte ein Runder Tisch mit über
100 Mitgliedern, der jährlich tagte. In Ergänzung hierzu gab es acht Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen, unter anderem auch eine Arbeitsgruppe "Hochschule".

Die HRK war Mitglied des Runden Tisches und hat bereits im Jahre 2009 eine gemeinsame Empfehlung mit der Deutschen UNESCO-Kommission zum Thema
"Hochschulen für nachhaltige Entwicklung"
als Beitrag zur UN-Dekade verabschiedet.
Die Hochschulen bekennen sich hierin zum Leitbild der "Nachhaltigkeit" und der damit verbundenen Integration dieser Grundsätze in Forschung, Lehre und Dienstleistung.

Auf der Abschlusskonferenz der BNE-Dekade wurde im September 2014 die Bonner Erklärung verabschiedet. Zugleich startete mit Auslaufen der BNE-Dekade das
Weltaktionsprogramm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ als Nachfolgeaktivität zur UN-Dekade BNE.

Im Jahr 2015 formulierten die Vereinten Nationen 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die den Handlungsbedarf  in Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft adressieren. Bildung spielt in diesem Veränderungsprozess eine zentrale Rolle. Die UNESCO entwickelte im Jahr 2017 im Rahmen des „Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2014 bis 2019) einen „Nationalen Aktionsplan“, der aufzeigt, wie die verschiedenen Stufen des Bildungsbereichs zur Nachhaltigkeit beitragen können.

Die Hochschulrektorenkonferenz hat das Thema Nachhaltigkeit vor diesem Hintergrund bei ihrer Mitgliederversammlung im November 2018 wieder aufgegriffen. In einer Empfehlung legt die HRK die Rolle der Hochschulen in diesem Prozess dar und betont die Bedeutung von Forschung, Lehre und dem Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen. Der Text gibt Hochschulen Ideen an die Hand, wie sie zu einer nachhaltige Entwicklung beitragen können, und fordert Bund und Länder dazu auf, entsprechende politische Rahmenbedingungen zu schaffen.

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