Aktuelle Meldungen

Ungarn: Allianz wendet sich wegen Gesetzesinitiative an Premierminister Orbán

Am 2. Juli verabschiedete das ungarische Parlament ein Gesetz zur Umstrukturierung der Akademie der Wissenschaften. Dadurch wurden ihre Institute in ein drittmittelfinanziertes und staatlich kontrolliertes Netzwerk überführt. In einem Schreiben an den ungarischen Premierminister Viktor Orbán äußerte die Allianz der Wissenschafts­organisationen zuvor ihre Kritik an der nun etablierten Steuerung der wissenschaftlichen Arbeit des Netzwerks durch die Regierung. Auch die Absicht, nur Forschung zu fördern, die im öffentlichen Interesse sei, gibt der Allianz Anlass zur Sorge: „Die fehlende finanzielle Planungssicherheit führt unweigerlich zur Gefährdung von langfristiger und nachhaltiger Forschung sowie zu prekären Wissenschaftskarrieren.“ Mehr dazu

Europäische Hochschulallianzen: Erfolg für Deutschland, Gewinn für Europa

HRK-Präsident Peter-André Alt zur Bekanntgabe der EU-geförderten Europäischen Hochschulallianzen: „An 14 der Netzwerke sind deutsche Hochschulen beteiligt. Das zeigt, dass sie sich als Motoren der europäischen Idee verstehen und kreativ an der Entwicklung neuer Partnerschaftsformen mitarbeiten.“ Die HRK hat sich von Anfang an für die Idee der Europäischen Hochschulallianzen eingesetzt. „Dabei war uns besonders eine gemeinsame Strategie- und Profilbildung dieser Allianzen wichtig“, so Alt. Hochschulen, die in der ersten Runde nicht erfolgreich waren, können sich Ende des Jahres erneut bewerben. Die Europäische Kommission wird die Fördersumme für die zweite Runde auf 120 Millionen Euro deutlich erhöhen. „Die Aufstockung muss genutzt werden, die Netzwerke auf eine nachhaltigere Basis zu stellen“, so HRK-Präsident Alt. Mehr dazu

Serviceprojekt Internationale Hochschulrankings

Hochschulrankings gewinnen in einem globalen Bildungsmarkt an Bedeutung, denn gute Platzierungen steigern die Attraktivität für Wissenschaftler sowie Studierende. Gleichzeitig müssen Hochschulen sich kritisch mit den Rankingpraktiken der kommerziellen Anbieter auseinandersetzen. Dabei unterstützt das HRK-Serviceprojekt „Internationale Hochschulrankings“. Gezielte Beratung, Vernetzungs- und Kommunikationsmaßnahmen fördern eine strategische und verantwortungsvolle Herangehensweise an diesen Themenkomplex. Übergeordnetes Ziel ist die Verbesserung der internationalen Positionierung und Sichtbarkeit des deutschen Hochschulsystems. Aktuell führt das Projekt eine Umfrage an den Mitgliedsuniversitäten zum Umgang mit internationalen Hochschulrankings durch. Die Beantwortung ist bis einschließlich 12.7.2019 möglich.

HRK unterstützt Helsinki Initiative für Mehrsprachigkeit

Die HRK hat die „Helsinki Initiative on Multilingualism“ unterzeichnet. Die Initiative tritt für Mehrsprachigkeit in der wissenschaftlichen Kommunikation ein und empfiehlt, sowohl bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen als auch im Hinblick auf Forschungsevaluation und -förderung Sprachenfragen zu berücksichtigen. Im Rahmen ihres sprachenpolitischen Engagements setzt sich die HRK seit Jahren für die Förderung von Mehrsprachigkeit in Hochschulen und Wissenschaft sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene ein, da Sprachenvielfalt sowohl zum Erhalt des Deutschen als Wissenschaftssprache beitragen als auch den qualifizierten Erwerb und Einsatz anderer Sprachen unterstützen könne.

HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Ausschreibung für Beratungsformate verlängert

Das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung bietet den HRK-Mitgliedshochschulen gezielte und passgenaue Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Internationalisierung. Für eine Teilnahme an den Beratungsformaten im Wintersemester 2019/20 können HRK-Mitgliedshochschulen nun noch bis zum 28. Juni ihre Interessenbekundungen einreichen: In Themenwerkstätten werden Einzelthemen der Internationalisierung vertieft, während Prozesswerkstätten die Möglichkeit bieten, Prozessabläufe der Internationalisierung zu analysieren und zu verbessern. Im Rahmen eines Runden Tisches werden Aktivitäten und Lösungsansätze zu regional relevanten Herausforderungen der Internationalisierung mit lokalen Akteuren diskutiert. Peer-to-Peer schließlich ermöglichen den kollegialen Austausch zur Bearbeitung einer individuellen Fragestellung der Internationalisierung. (mehr)

Ausschreibung: Forschungsstipendien für gefährdete Wissenschaftler

Noch bis 13. September können interessierte Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) Anträge zur Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler stellen. Mit den im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative bereitgestellten Mitteln ermöglicht die AvH Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, gefährdete Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland im Rahmen eines Forschungsstipendiums für zwei Jahre aufzunehmen, Ihnen in einem sicheren Kontext eine berufliche Neuorientierung zu ermöglichen und sie bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven zu unterstützen. Die Programmunterlagen und weitere Informationen sind auf der Website der Philipp Schwartz-Initiative zu finden.

Trainingsprogramm für Dekane an afrikanischen und südostasiatischen Hochschulen

Bereits zum siebten Mal kommen Dekane aus Afrika für das Trainingsprogramm DIES International Deans‘ Course an der Hochschule Osnabrück zusammen. Insgesamt ist dies bereits der 13. Jahrgang der Weiterbildung, die gemeinsam von der Hochschule Osnabrück und dem CHE organisiert wird. Im Rahmen des von HRK und DAAD getragenen DIES-Programms zur Förderung des Hochschulmanagements in Entwicklungs- und Schwellenländern konzentriert sich die Fortbildung auf zentrale Aspekte des Hochschulmanagements. Vertreter der HRK erläuterten einführend die aktuelle hochschulpolitische Diskussion in Deutschland (mehr).

Europäische Hochschulnetzwerke

In der kommenden Woche wird die Generaldirektion Bildung der EU-Kommission die Gewinner der ersten Pilotrunde des Wettbewerbs „European Universities“ verkünden. Zwölf geförderte Netzwerke sollen für drei Jahre fünf Millionen Euro erhalten. Ein Großteil der EU-Mitgliedstaaten soll eine zusätzliche nationale Förderung für erfolgreiche Hochschulen angekündigt haben. Im Vorfeld der Entscheidung wurden in der vergangenen Woche die „Stakeholder“ – Hochschulen, aber auch die HRK – in Brüssel konsultiert. Anfang dieser Woche fand ein Treffen mit den Mitgliedsstaaten statt. Der Wettbewerb soll künftig mit jährlichen Ausschreibungen fortgesetzt werden.

Magna Charta Universitatum 2020

Die Magna Charta Universitatum (MCU) enthält das Bekenntnis zu akademischer Freiheit und institutioneller Autonomie als Leitlinien für Selbstverständnis und Governance ihrer Signatare. Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Erklärung, die mittlerweile von knapp 900 Hochschulen in über 80 Ländern unterzeichnet wurde, hat das Council des Magna Charta Observatory einen aktualisierten Textentwurf vorgelegt. Bis zum 2. August 2019 besteht hier die Möglichkeit zur Kommentierung der MCU 2020.

Tagung: Internationale Hochschulleitungen diskutieren Hochschule und Gesellschaft


Beim dritten Global University Leaders Council Hamburg diskutierten 45 Hochschulleitungen aus 23 Ländern über das Verhältnis von Hochschule und Gesellschaft. Dieses ist von zunehmenden, teils widersprüchlichen Erwartungen an Hochschulen geprägt, neben ihrem Kernauftrag von Forschung und Lehre zu gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. „Dabei müssen Hochschulen mit Blick auf ihre jeweiligen Profile und Möglichkeiten klar definieren und vermitteln, was sie zusätzlich zu ihrem Kernauftrag leisten können und wollen – und was nicht“, erklärte HRK-Präsident Peter-André Alt. Als ein Ergebnis ihres Austauschs verabschiedeten die Teilnehmer des von HRK, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg getragenen Councils Empfehlungen, wie Hochschulen ihre gesellschaftliche Verantwortung mit Leben füllen und dabei den Erfordernissen von Wissenschaftsfreiheit, politischen Zielvorstellungen und den Erwartungen gesellschaftlicher Partner Rechnung tragen können. Mehr dazu

Europäisch-chinesische Hochschulzusammenarbeit

Eine intensive fachliche Zusammenarbeit mit China liegt im Interesse der deutschen Hochschulen, gleichzeitig erschweren rechtliche Vorgaben und politische Rahmensetzungen diesen Austausch zunehmend. Eigene Erwartungen formulieren, die China-Kompetenz weiter aufbauen und den Austausch auf allen Ebenen aktiv suchen – diese zentralen Handlungsempfehlungen hielten Hochschulvertreter in einem von HRK und Berlin University Alliance gemeinsam durchgeführten Workshop fest. Der eintägige Workshop befasste sich – aus den einzelnen fachlichen Perspektiven heraus sowie auch fachlich übergreifend – mit aktuellen Erfahrungen der deutschen Hochschulen in der Kooperation mit China. Unter anderem wurde diskutiert, welche strategische Herangehensweise im Hinblick auf eine Stärkung der europäisch-chinesischen Hochschulkooperation zukunftsweisend sein könnte.

Studienvorbereitung internationaler Studierender

Vor dem Hintergrund der Studienvorbereitung von studieninteressierten Geflüchteten gehen Hochschulen neue Wege in der Vorbereitung aller internationaler Studierender. Im HRK-Werkstattgespräch tauschten sich etwa 60 Experten zu Erfolgen und Hindernissen in der Studienvorbereitung und der Verzahnung mit der Studieneingangsphase, der Verstetigung neuer Projekte und der Nutzung von digitalen Lernangeboten aus. Im Herbst wird das HRK-Werkstattgespräch fortgesetzt.

Sorge um Hochschulautonomie in Brasilien

Auch in Brasilien gibt es nun Grund zur Besorgnis über die Zukunft der akademischen Freiheit. Staatspräsident Bolsonaro twittert, die Regierung wolle die Hochschulfinanzierung kürzen und für Philosophie und Soziologie ganz einstellen. Die französische Rektorenkonferenz CPU hat sich mit den brasilianischen Hochschulen solidarisch erklärt. HRK-Präsident Peter-André Alt schließt sich an: „Eine demokratische Gesellschaftsordnung braucht leistungsfähige, unabhängige Hochschulen.“

Neue Ausschreibung: Audit und Re-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“

Auch in diesem Jahr bietet die HRK wieder das Audit, das Audit kompakt und die Audit-Strategiewerkstatt „Internationalisierung der Hochschulen“ als Beratungsdienstleistungen für ihre Mitgliedshochschulen an. Die Formate beinhalten eine unabhängige und systematische Analyse des internationalen Profils der Hochschule und konkrete Handlungsempfehlungen für dessen strategische Weiterentwicklung. Bereits auditierten Hochschulen bietet die HRK mit dem Re-Audit „Internationalisierung der Hochschulen“ zudem professionelle Unterstützung von der Strategieentwicklung bis zur konkreten Umsetzung des Internationalisierungsprozesses. Interessenbekundungen können bis zum 28. Juni 2019 eingereicht werde. Details zu den Ausschreibungen sowie zu den Leistungen der Formate entnehmen Sie bitte der Website.

„Grenzenlos studieren“: Studierende teilen Europa-Erfahrungen

Die HRK- und DSW-Aktion „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ ist um etliche studentische Stimmen reicher: Studierende zahlreicher Hochschulen teilen in den kommenden Wochen bis zur Wahl auf dem HRK-Twitterkanal ihre europäischen Erfahrungen und Gründe, wählen zu gehen. Die Testimonials werden auch auf der Aktionswebsite gesammelt. Darüber hinaus sind alle Hochschulen eingeladen, die Aktion auf ihren eigenen (Social Media-) Kanälen zu unterstützen, beispielsweise mit Fotos von Studierenden mit dem Aktionslogo, Statements zur Bedeutung von Europa oder Retweets der Twitterbilder. Wichtig: Der Hashtag #students4europe ordnet die Aktivitäten der Aktion zu und erhöht die Sichtbarkeit.

HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Neue Ausschreibung der Beratungsangebote

Das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung bietet den HRK-Mitgliedshochschulen gezielte und passgenaue Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Internationalisierung. Für eine Teilnahme an den Beratungsformaten im Wintersemester 2019/20 können HRK-Mitgliedshochschulen zwischen dem 29. April und 10. Juni ihre Interessenbekundungen einreichen: In Themenwerkstätten werden Einzelthemen der Internationalisierung vertieft, während Prozesswerkstätten die Möglichkeit bieten, Prozessabläufe der Internationalisierung zu analysieren und zu verbessern. Im Rahmen eines Runden Tisches werden Aktivitäten und Lösungsansätze zu regional relevanten Herausforderungen der Internationalisierung mit lokalen Akteuren diskutiert. Peer-to-Peer schließlich ermöglichen den kollegialen Austausch zur Bearbeitung einer individuellen Fragestellung der Internationalisierung. Mehr dazu

GAIN: Chancengerechtigkeit bei Hochschulzugang und -abschluss

Auf Einladung des American Council on Education und der Lumina Foundation diskutierten Experten aus insgesamt acht Ländern die Möglichkeiten, traditionell benachteiligte Studierendengruppen beim Übergang von Schule zu Hochschule sowie beim Studienabschluss zu fördern. Im Vorfeld der Konferenz hatten zwei Auftragsstudien gezeigt, dass eine zunehmend heterogene Studierendenschaft Universitäten weltweit vor große Herausforderungen stellt. Auch, so die Verfasser der Studien weiter, ist die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Studienabschlusses noch zu oft abhängig von Faktoren wie Geschlecht, race und Herkunft. Das Global Attainment & Inclusion Network bringt Vertreter der Wirtschaft mit Universitätsleitungen und Rektorenkonferenzen aus Australien, Deutschland, Europa (EUA), Kanada, Kolumbien, Mexiko, den USA sowie dem Vereinigten Königreich zusammen. Die Konferenz in Ensenada, Mexiko, ist Teil eines langfristigen Projekts und knüpfte an eine Tagung in Washington, D.C. im Frühjahr 2018 an.

EU-Wahl: Positionen der Parteien zur EU-Hochschulpolitik

Die HRK hat die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihren hochschulpolitischen Standpunkten auf europäischer Ebene befragt. Die Antworten auf sechs Wahlprüfsteine sind auf der HRK-Website einander gegenübergestellt. HRK-Präsident Peter-André Alt zu den Ergebnissen: „Die Antworten der Parteien lassen zu wünschen übrig. Besonders die Frage nach einer stärkeren Repräsentation der Hochschulen auf EU-Ebene hat keine konkreten Vorschläge hervorgebracht. Dass die Parteien sich mit dem Status quo der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und EU-Kommission zufriedengeben, ist enttäuschend.“ Zukünftig werden auf der HRK-Website auch die Antworten der polnischen und französischen Partnerorganisationen verlinkt. Mehr dazu

EUA: Mitgliederversammlung und Jahreskonferenz

Die Mitgliederversammlung der European University Association hat Michael Murphy vom University College Cork zum nächsten EUA-Präsidenten gewählt. Murphy kündigte an, dass die EUA in Zukunft noch aktiver auf die europäischen Institutionen zuzugehen werde, um strategischer an der Gestaltung des Europäischen Hochschulraums sowie des Europäischen Forschungsraums mitzuwirken. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand die EUA-Jahreskonferenz statt. In mehreren Runden diskutierten die 450 Teilnehmer darüber, wie Hochschulen Transfer und Innovationen strategisch fördern können.

SPD-Wissenschaftsforum: EU-Wahlaktion von HRK und DSW vorgestellt

Bei der ersten Veranstaltung des Wissenschaftsforums der SPD tauschten sich Vertreter aus der deutschen Hochschullandschaft, von Stiftungen, Unternehmen und aus der Politik zum Thema „Wissenschaft. Freiheit. Politik“ aus. Katarina Barley, Justizministerin und SPD-Spitzenkandidatin für die Europa-Wahl, betonte insbesondere die Bedeutung des Austauschs junger Menschen im Rahmen des Erasmus-Programms. HRK-Präsident Peter-André Alt nahm an der Podiumsdiskussion „Welche Verantwortung hat die Wissenschaft in der Gesellschaft?“ teil. Anschließend stellte er die HRK- und DSW-Initiative „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ vor und überreichte Katarina Barley das Logo der Aktion. Mehr dazu

Internationale Studie: Erwartungen an Hochschulen steigen

Wie gehen Hochschulen im internationalen Vergleich mit den steigenden Erwartungen von Politik und Gesellschaft um, neben Forschung und Lehre auf vielfältige Weise – etwa durch Technologietransfer, soziales Engagement oder Weiterbildung – zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beizutragen? Diese Frage steht im Zentrum einer in dieser Woche in Berlin vorgestellten Studie der Universität Oslo, für die ausgewählte Hochschulen in Deutschland, Kanada, Chile, Großbritannien, Japan und Südafrika untersucht wurden. Ein Ergebnis: Der Austausch von Hochschulen und Gesellschaft beziehe sich meist auf die Privatwirtschaft und Industrie. Initiativen mit sozialem oder zivilgesellschaftlichem Fokus seien im Vergleich bislang eher schwach institutionalisiert. Die Studie bereitet das von der HRK, der Körber Stiftung und der Universität Hamburg getragene Global University Leaders Council Hamburg vor. Mehr dazu

Hochschulmanagement in Lateinamerika

Die Professionalisierung des Hochschulmanagements in Lateinamerika ist das Ziel des International Deans‘ Course Latin America. Der mittlerweile siebte Durchlauf des Kurses wurde Ende März in Lima, Peru, abgeschlossen. Im Zentrum standen dabei v. a. die von den Dekanen für ihre Fakultäten entwickelten strategischen Aktionspläne. Die im Anschluss ebenfalls in Lima organisierte Alumni-Konferenz brachte zudem Teilnehmer von früheren Durchläufen des Kurses zusammen, um über Fragen der Internationalisierung der Hochschulen zu diskutieren. Der IDC Latin America wird im Rahmen des von HRK und DAAD gemeinsam getragenen DIES-Programms durchgeführt und von der Universität des Saarlandes und der Universität Alicante organisiert. Mehr dazu

Repressionen gegen türkische Wissenschaftler: HRK-Präsident entsetzt

HRK-Präsident Peter-André Alt hat scharf gegen die bevorstehende Inhaftierung von Füsun Üstel protestiert. Die emeritierte Professorin für Politikwissenschaft der Galatasaray Universität in Istanbul unterzeichnete 2016 den Aufruf „We Will Not Be a Party to this Crime!“ gegen den Militäreinsatz in den kurdisch geprägten Landesteilen der Türkei. „Der türkische Staat geht systematisch und mit großer Härte gegen Wissenschaftler vor, die von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht haben“, so Peter-André Alt. „Damit untergräbt er auch die akademischen Freiheiten. Meinungsfreiheit ist nicht nur eines der Grundprinzipien demokratischer Gesellschaften, sie ist auch ein Eckpfeiler der Institution Universität.“ Auch internationale Partner der HRK wie die französische und die europäische Rektorenkonferenz kritisieren in aktuellen Stellungnahmen die Repressionen. Mehr dazu

Geflüchtete an Hochschulen: 7. HRK-Befragung zeigt Aufwärtstrend

Die Zahl der neu immatrikulierten Geflüchteten an deutschen Hochschulen entwickelt sich weiter positiv: Seit dem vergangenen Wintersemester ist sie von 3.000 auf fast 3.800 gestiegen. Seit Beginn der Befragung 2015 haben sich somit insgesamt 10.087 Geflüchtete neu immatrikuliert. Den Studienanfängern gelingt zunehmend der Schritt aus der Orientierungs- und Vorbereitungsphase in den fachlichen Studienbetrieb: Die Hochschulen verzeichnen Neueinschreibungen für hauptsächlich Bachelor-, aber auch Masterstudiengänge und für Promotionen. Mehr dazu

Forum for Academic Freedom: Deutsch-französische Erklärung zur Wissenschaftsfreiheit

Mit dem Forum for Academic Freedom startete die Allianz der Wissenschafts­organisationen ihre Veranstaltungsreihe anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Inkrafttretens des Grundgesetzes. Unter Federführung der Alexander von Humboldt-Stiftung verfolgte das Forum zwei Zielsetzungen. Die Allianz-Organisationen informierten gefährdete Wissenschaftler über Karrierewege im deutschen Wissenschaftssystem. Zugleich bot das Forum die Gelegenheit, sich im Dialog mit internationalen Partnern zur Bedrohung der akademischen Freiheit in einer Vielzahl von Staaten auszutauschen. Vor diesem Hintergrund veröffentlichten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Erklärung, in der sie sich verpflichten, ihren Einsatz zur Stärkung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit auszubauen: „Unsere beiden europäischen Nationen glauben fest daran, dass die Redefreiheit und die Freiheit der Wissenschaft gewahrt bleiben müssen. […] [D]ie Freiheit der Wissenschaft ist die Voraussetzung für offene und freie Gesellschaften weltweit.“ Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Allianz-Organisationen wird die HRK am 24. Juni 2019 eine eigene Veranstaltung zur Wissenschaftsfreiheit durchführen.

„Grenzenlos studieren. Europa wählen!“: Initiative gestartet

Am Mittwoch starteten HRK und DSW offiziell ihre gemeinsame Aktion zur Ermutigung Studierender, sich an der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai 2019 zu beteiligen. HRK-Präsident Peter-André Alt stellte die von ihm angestoßene Initiative im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vor. „Europa ist kein Selbstläufer“, sagte er. „Wir möchten deutlich machen, wie wichtig diese Wahl für die Zukunft vor allem der jungen Akademiker-Generation werden kann. Im HRK-Senat ist deutlich geworden, dass die Hochschulen meine tiefe Besorgnis über den gewachsenen Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in Europa teilen." Mehr dazu

Iran: Wissenschaftler Djalali wird in Haft medizinische Versorgung verwehrt

HRK-Präsident Peter-André Alt hat in einem offenen Brief das Staatsoberhaupt des Iran aufgefordert, den seit fast drei Jahren inhaftierten Wissenschaftler Dr. Ahmadreza Djalali unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Die HRK folgt damit dem dringenden Aufruf von Scholars at Risk, Unterstützerschreiben an die iranische Regierung zu schicken. Scholars at Risk berichtet, dass Dr. Djalali trotz des dringenden Verdachts auf eine Leukämieerkrankung eine medizinische Versorgung verwehrt wird. Seit April 2016 befindet sich der in Schweden lebende Wissenschaftler in iranischer Haft. Im Oktober 2017 wurde Djalali zum Tode verurteilt. Sein Gesundheitszustand hat sich während der Haftzeit kontinuierlich verschlechtert. Mehr dazu

Sprachenpolitik: Neue Publikation zum Download verfügbar

Gründe für eine institutionelle Sprachenpolitik, Erfahrungen der Hochschulen auf dem Gebiet, Überlegungen zur Frage nach dem Verhältnis von Deutsch und Englisch als Wissenschafts- und als Verkehrssprache – das bietet die neue HRK-Publikation „Institutionelle Sprachenpolitik an Hochschulen – Fortschritte und Herausforderungen“. „Die Hochschulen müssen Sprachkenntnisse und Sprachenvielfalt gezielt fördern“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. Es sei wichtig, sich mit dieser Herausforderung strategisch und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fächerkulturen auseinanderzusetzen. Mehr dazu

HRK-Initiative mit DSW: „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“

HRK und DSW starten am kommenden Dienstag auf Initiative des HRK-Präsidenten im Rahmen des HRK-Senats die gemeinsame Aktion „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“. Die Kampagne soll insbesondere Studierende für ihr politisches Mitbestimmungsrecht bei der Europawahl am 26. Mai sensibilisieren. Die möglichst breite Verwendung des Logos u.a. auf Websites und in Sozialen Medien von Hochschulen und Studierendenwerken soll auch für das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein der Hochschulen stehen. Öffentlich vorgestellt wird die Aktion im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Brexit: Übergangslösungen für Wissenschaft angestoßen

Das BMBF und das Auswärtige Amt haben Vertreter der Allianz der Wissenschafts­organisationen in dieser Woche über den Stand des Brexit informiert und die Optionen dargestellt. Erste nationale und europäische Übergangslösungen für den Wissenschaftsbereich, beispielsweise für EU-Förderprogramme und ERASMUS, sind unabhängig vom konkreten Ausgang des politischen Prozesses auf den Weg gebracht worden. Die Bundesregierung informiert online und das BMBF hat häufig gestellte Fragen und deren Antworten auf seiner Website zusammengestellt, die regelmäßig angepasst werden.

Ungarn: Regierung bringt Wissenschaftsakademie in Bedrängnis

In einem Brief an den ungarischen Innovationsminister haben neun deutsche Wissenschafts­organisationen, darunter die HRK, ihre Solidarität mit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ausgedrückt. Zuvor war der Akademie die Verwaltung eines Teils ihres Budgets nur unter Mitbestimmung des ungarischen Innenministeriums erlaubt worden. Die deutschen Forschungsorganisationen bringen in dem Brief, der unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Leibniz-Gemeinschaft entstand, ihre Sorge zum Ausdruck, dass die Akademie durch den Verlust ihrer Autonomie finanziell und organisatorisch beschädigt wird. Mehr dazu

Japan: Austausch zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit

Bereits zum 23. Mal tagte in dieser Woche das Joint Committee zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland. Unter Federführung des BMBF und des japanischen Außenministeriums tauschten sich die beteiligten Ressorts sowie die Akteure in Wissenschaft und Innovation beider Länder zum aktuellen Stand der Zusammenarbeit sowie zu zukünftigen Perspektiven aus. Insbesondere Künstliche Intelligenz, aber auch die Klima- und Biodiversitätsforschung werden als vielversprechende Themenfelder für mögliche Kooperationen eingeschätzt. Gemeinsam mit ihrer japanischen Partnerorganisation berichtete die HRK im Rahmen der Sitzung zum Stand der Hochschulkooperationen. Mehr dazu

HRK-EXPERTISE Internationalisierung: Jetzt Interesse an Beratung bekunden

Noch bis zum 8. Februar können die HRK-Mitgliedshochschulen ihr Interesse an einer gezielten und passgenauen Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Internationalisierung durch das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung äußern. Für die Teilnahme an den Beratungsformaten Themenwerkstatt, Prozesswerkstatt, Runder Tisch und Peer-to-Peer müssen verbindliche Interessenbekundungen eingereicht werden. Mehr dazu

Ausbau des Profildatenprojekts

Um die Hochschulen im Prozess der Internationalisierung zu unterstützen, haben DAAD, HRK und AvH im Jahr 2008 das Projekt „Profildaten zur Internationalität an deutschen Hochschulen“ gestartet. Seit 2011 werden in jährlichem Rhythmus Profildaten zur Internationalität an deutschen Hochschulen aufbereitet und den Hochschulen in individuellen Dossiers zur Verfügung gestellt. Alljährlich erscheint auch ein zusammenfassender Ergebnisbericht. Eine Förderung des BMBF ermöglicht es den Projektpartnern, zu denen seit diesem Jahr auch die DFG gehört, das Projekt nun auf Hochschul- und Systemebene in ein zeitgemäßes Informations-, Planungs- und Monitoringinstrument auszubauen. Dabei stehen die Überführung der Datenauswertung in eine benutzerfreundliche, einfach zugängliche und fortlaufend aktualisierte Online-Plattform sowie die Aktualisierung und Weiterentwicklung der Indikatorik im Vordergrund.

Bericht: Teilnehmer-Rekord bei Erasmus+

Mehr als 400.000 Studierende und Hochschulmitarbeiter nutzten 2017 die Möglichkeit, unter dem Dach von Erasmus+ zeitweise  im Ausland zu lernen oder zu lehren. Dabei waren Spanien, Deutschland und das Vereinigte Königreich die am meisten nachgefragten Zielländer. Dies geht aus dem Jahresbericht der EU-Kommission hervor. Insgesamt nahmen 2017 knapp 800.000 Personen an Programmen von Erasmus+ teil - ein Zuwachs um 10 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. 2016 hatten knapp 100.000 Personen aus Deutschland Angebote von Erasmus+ genutzt. Die sieben, unter dem Dach von Erasmus+ zusammengefassten Programme bieten Angebote für Einzelpersonen und Organisationen zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Mehr dazu

EU-Finanzplanung: HRK, CPU und KRASP betonen Bedeutung der Hochschulen

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die Rektorenkonferenzen aus Deutschland, Frankreich (CPU) und Polen (KRASP) die Entschlossenheit der EU-Gremien begrüßt, die für die Jahre 2021-2027 vorgesehenen Programme der Forschungs-, Bildungs- und Strukturförderung schnell und zielführend zu verhandeln. Vor diesem Hintergrund betonen die Hochschulverbände die Bedeutung der Hochschulen bei der Zukunftssicherung Europas und fordern unter anderem die Erhöhung des Budgets der europäischen Forschungsförderung im Programm „Horizon Europe“ von 100 auf 120 Mrd. Euro. Mehr dazu

EU-Strategietag der HRK in Brüssel

Auf großes Interesse stieß der EU-Strategietag der HRK für Hochschulleitungen in Brüssel. Knapp 100 Hochschulleitungen und Verwaltungsexperten nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit der Politik. Im Rahmen der Tagung traten zum ersten Mal die Generaldirektoren der Generaldirektion Bildung und der Generaldirektion Forschung der EU-Kommission gemeinsam in Brüssel auf. In seinem Statement rief HRK-Präsident Peter-André Alt vor dem Hintergrund der Krise der EU zum Engagement der Hochschulen für Europa auf. Mehr dazu 

EUA: Mitgliederversammlung 2019 mit Wahlen zum Board und Präsidentschaft

Im Vorfeld ihrer Jahreskonferenz in Paris veranstaltet die EUA am Vormittag des 11. April ihre Mitgliederversammlung. Dabei werden unter anderem ein neuer Präsident/eine neue Präsidentin sowie Mitglieder des Boards neu gewählt. Die Kandidaten für die Präsidentschaft, Michael Murphy (Irland) und Martine Rahier (Schweiz), nehmen am EU-Strategietag der HRK in Brüssel Anfang Januar teil. Als einer der sieben Kandidaten für die fünf freien Sitze im EUA Board tritt Michael Jäckel von der Universität Trier an. Die HRK wird im Februar 2019 Hinweise zur Teilnahme und Erläuterungen zum Wahlverfahren an ihre Mitgliedshochschulen versenden. Mehr dazu

Russland: Roadmap für wissenschaftliche Zusammenarbeit

Neue Vereinbarungen und Fördermöglichkeiten zur Verstetigung und Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen in Bildung und Wissenschaft stehen im Zentrum der „Deutsch-russischen Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“. Das im Dezember 2018 von Bundesbildungsminsterin Anja Karliczek und dem russischen Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung Michail Kutjukow in Moskau unterzeichnete Dokument ist auf zehn Jahre angelegt. In vier Säulen richtet sich die Erklärung auf „Große Forschungsinfrastrukturen" (Säule 1), „Prioritäten" (Säule II), „Nachwuchsförderung“ (Säule III) und „Innovation, Wissenschaft und Gesellschaft" (Säule IV). Die Roadmap ist das Ergebnis eines Arbeitsprozesses, an dem Hochschulen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen beider Länder maßgeblich beteiligt waren. Mehr dazu

Deutsch-Russisches Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020

Bereits am 6. Dezember 2018 eröffneten die Außenminister von Deutschland und Russland, Heiko Maas und Sergej Lawrow, das „Deutsch-Russische Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020“. Dafür wird in Kürze ein Onlineportal eingerichtet, das die Breite der Kooperationen und Wissenschaftsbeziehungen sichtbar macht. Das Themenjahr soll dazu beitragen, eine positive Dynamik in den bilateralen Wissenschaftsbeziehungen zu entfalten, die Anzahl Studierender im jeweils anderen Land zu steigern sowie das Interesse an neuen Hochschulkooperationen und bilateralen Netzwerken zu stärken. Deutsche und russische Hochschulen pflegen derzeit 989 Kooperationen. Mehr dazu 

DWIH: Beteiligungsmöglichkeiten für deutsche Hochschulen

An fünf Standorten weltweit bieten die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) einen gemeinsamen Auftritt für Hochschulen, Wissenschafts­organisationen und forschende Wirtschaft. Deutsche Hochschulen können sich sowohl als Unterstützer an einem oder mehreren DWIH langfristig engagieren als auch an einzelnen Veranstaltungen beteiligen. Ein Beispiel ist das Symposium on Artificial Intelligence des DWIH Tokyo am 21. und 22. November 2018: Es bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die sich 2019 dem gemeinsamen DWIH-Jahresthema Künstliche Intelligenz widmen werden.

Faltblatt zum Aufenthaltsrecht überarbeitet

Die HRK hat das 2013 zum ersten Mal veröffentlichte Faltblatt „Deutsches Aufenthaltsrecht für Wissenschaftler/innen aus Nicht-EU-Staaten“ überarbeitet und aktualisiert. Damit reagiert sie auf die neue EU-Richtlinie für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zu Forschungszwecken und ihre Umsetzung im deutschen Aufenthaltsrecht. Das Faltblatt bietet Welcome Centern, Akademischen Auslandsämtern und anderen interessierten Stellen an den Hochschulen und in anderen Wissenschafts­organisationen eine wichtige Hilfe bei der täglichen Beratung von Gastwissenschaftlern aus Nicht-EU-Staaten. Die deutsche und die englische Version sind auf der Website verfügbar.