Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on 2017

Ausschreibung: Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on 2017

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der ZEIT Verlag haben gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung zum siebten Mal den Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on ausgeschrieben.

Wissen für die Gesellschaft: Hochschulforschung aktuell vermitteln

Eine Aufgabe der Hochschulen ist es, Forschung zu relevanten Themen an vielfältige Gruppen zu kommunizieren. Sie regen damit gesellschaftliche Diskussionen an und ermöglichen den Menschen eine qualifizierte Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs. Angesichts einer zunehmenden Abkehr von differenzierten, faktenbasierten Auseinandersetzungen, die durch soziale Medien erleichtert und zum Teil gezielt befördert wird, haben sich Hochschulen hier wachsenden Herausforderungen zu stellen. Der Erfolg hängt dabei stark von ihren strategischen Kommunikationsabteilungen ab.

Ausgezeichnet wird deshalb in diesem Jahr das beste Konzept einer Hochschule, um Expertise und Ergebnisse der Forschung aus der eigenen Hochschule an Zielgruppen außerhalb der Wissenschaft zu vermitteln und damit in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen. Gesucht wurden funktionsfähige Strategien für die gesamte Hochschule (keine dezentralen Konzepte). Sie sollten Tools und Maßnahmen für die systematische Identifizierung von Forschung zu gesellschaftlich aktuell wichtigen Themen beinhalten. Gleichzeitig wurde ein differenzierter Maßnahmenkatalog erwartet, der die Vermittlung dieser Forschung, zu geeigneten Zeitpunkten, mit zielgruppenadäquaten Instrumenten und auf relevanten Plattformen beschreibt. Besonders wichtig war der Jury, dass die vorgestellte und bereits erprobte Strategie eine sowohl regelmäßige als auch zeitnahe Reaktion der Hochschule auf aktuelle Themen und Erfordernisse der Öffentlichkeit ermöglicht. Die im Einzelfall gewählten Kommunikationsinstrumente sollten thematisch und methodisch auf wissenschaftsnahe und -fernere Zielgruppen ausgerichtet sein; originelle, auch crossmediale und dialogorientierte Ansätze waren ausdrücklich erwünscht.

Das von der Robert Bosch Stiftung gestiftete Preisgeld beträgt 25.000 Euro.


Der Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on 2017 geht an die Universität zu Köln

Die Kölner Bewerbung überzeugte die Jury, weil sie wichtige Voraussetzungen geschaffen hat, um mit diesen Herausforderungen umzugehen: Das Dezernat Kommunikation & Marketing der Universität hat zum einen ein systematisches Monitoring von aktuellen gesellschaftlichen Fragen entwickelt und zum anderen ein Netzwerk von „Matrix-KorrespondentInnen“ etabliert. Diese sind in verschiedenen Wissenschaftsbereichen, also dezentral, angesiedelt und gleichzeitig eng in die Arbeit der zentralen Kommunikationsabteilung eingebunden. Sie identifizieren die jeweils interessierten Zielgruppen und erarbeiten, wie und auf welchem Wege sie diese am besten ansprechen.

Damit hat die Universität zu Köln nach Auffassung der Jury ein Konzept entwickelt, das beispielgebend ist, weil es zwei wesentliche Schwierigkeiten in der Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on angeht: Es identifiziert den gesellschaftlichen Bedarf an wissenschaftlicher Expertise und Dialog und bringt in Erfahrung, welche Forschungsvorhaben in der Hochschule besonderes relevant für den aktuellen Diskurs sind.

Am 13. November, dem Vorabend der HRK-Mitgliederversammlung, findet in Potsdam die feierliche, presse-öffentliche Preisverleihung statt.

Zur Pressemitteilung vom 9.10.2017

Hauptjury Preis für Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on 2017

Mitglieder
Prof. Dr. Antje Boetius, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
Dr. Jens-Peter Gaul, Hochschulrektorenkonferenz
Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien
Dr. Katrin Rehak, Robert Bosch Stiftung
Martin Spiewak, DIE ZEIT
Volker Stollorz, Science Media Center Germany gGmbH
Dr. Paul Stoop, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Julia Wandt, Bundesverband Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on

Vorbereitung und Betreuung
Susann Morgner, Congressa
Susanne Schilden, Hochschulrektorenkonferenz

Bisherige Ausschreibungen

Hochschulmagazin (2005), Internetauftritt (2007), Studierendenmarketing (2009), internationale Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on (2011), Social Media (2013), „Unsere Hochschule – Unsere Stadt“ (2015).

Kontakt

Susanne Schilden
Tel.: +49 228 887-152
oder -153
schilden[at]hrk.de