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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Presseschau

„Indikatoren bilden nur einen Ausschnitt ab“

duz Europa Nr. 05, 11.06.2010

Prof. Dr. Dieter Lenzen ist seit 2007 Vize-Präsident für Internationale Angelegenheiten bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

duz Muss die Internationalisierung einer Hochschule messbar sein?
Lenzen Nicht in jeder Hinsicht. Eine Hochschule sollte sich an ihren Zielen messen und dabei im Dialog mit Studierenden, Wissenschaftlern und sonstigen Partnern stehen. Dies gilt auch für die Internationalisierung.

duz Braucht es dafür Indikatoren?
Lenzen Indikatoren sind hilfreich, um Transparenz herzustellen oder die eigene Position im regionalen, nationalen oder internationalen Umfeld zu bestimmen. Man darf jedoch nie vergessen, dass Indikatoren nur einen Ausschnitt der Realität abbilden. Qualitative Aspekte kommen da kaum zum Tragen. Daher ist die HRK der Ansicht, dass solche Daten zwar im Rahmen von internen Benchmarking- und Entwicklungsprozessen wirkungsvoll eingesetzt werden können, dass sie jedoch nicht zu externen Zwecken wie etwa Rankings verwendet werden sollten.

duz Muss sich denn überhaupt jede Hochschule internationalisieren?
Lenzen Nur eine internationale Hochschule wird sich im Wettbewerb behaupten. Gleichwohl unterscheiden sich Profil und Mission der Hochschulen untereinander: Was für Hochschule A gut ist, ist nicht automatisch auch für Hochschule B geeignet. In diesem Sinne muss auch die Internationalisierungsstrategie einer Hochschule „maßgeschneidert“ sein. Im Rahmen ihres Audits „Internationalisierung der Hochschulen“ berät die HRK ihre Mitgliedshochschulen auf dieser Grundlage: Nur wenn die Strategie die Spezifika der Institution und ihren regionalen und nationalen Kontext angemessen berücksichtigt, kann sie erfolgreich umgesetzt werden. Hbj