Springe zu Navigation | Suche | Inhalt | Seitenfuß
HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Technologietransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Studiengänge mit verpflichtender Auslandsphase

Internationalisierung als Bestandteil des Studiums

Ein Beitrag der Universität Hamburg

Universität Hamburg

Mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge hat die Universität Hamburg ein Augenmerk darauf gelegt, in möglichst vielen Studiengängen Zeiträume für Auslandsphasen zu schaffen. In 24 Studiengängen sind die Verantwortlichen bei der Konzeptionierung der neuen Studienprogramme noch einen Schritt weitergegangen und haben in das Pflicht-Curriculum einen verpflichtenden Auslandsaufenthalt integriert. Für die Studierenden bedeutet dies, dass sie in der Regelstudienzeit eine definierte Zeit zu Studienzwecken im Ausland absolvieren und die dort erbrachten Leistungen nach ihrer Rückkehr voll anerkannt werden. 

Bei der Einführung von neuen Masterstudiengängen ist „Internationalisierung“ ein durch den Hochschulrat der Universität Hamburg festgelegtes Kriterium, doch es gibt auch Bachelorstudiengänge, die hier einen Schwerpunkt setzen. 

Einer großen Anzahl von Studiengängen ist gemeinsam, dass sie ihre verpflichtenden Auslandsphasen im Rahmen von europäischen Partnerschaftsprogrammen (Erasmus Mundus) bzw. mit Joint Degree-Kooperationen organisieren. In den Studiengängen des Afrika-Asien-Instituts bieten Partnerschaftsabkommen mit Hochschulen in den jeweiligen Zielländern eine Grundlage für die Auslandsaufenthalte der Studierenden. 

In diesen Fällen obliegt die Organisation des Auslandsaufenthaltes den Studierenden. Sie erhalten dabei Unterstützung durch den Fachbereich, diese sieht auch eine verpflichtende Beratung sowie den Abschluss eines Learning Agreements vor. Die inhaltliche Gestaltung des Auslandssemesters kann flexibel gestaltet werden. In den Masterstudiengängen ist festgelegt, dass die Lerninhalte des Auslandssemesters die bisherigen Studienschwerpunkte vertiefen müssen. Sowohl in den Bachelor- als auch in den Masterstudiengängen erhalten die Studierenden nach Beendigung des Auslandssemesters 30 Leistungspunkte.

Einige Mastertudiengänge der Fakultät Wirtschaft- und Sozialwissenschaften sehen im Rahmen ihrer Studiengänge mit verpflichtender Auslandsphase ein verpflichtendes Auslandspraktikum für die Studierenden vor. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Studierenden 12 Leistungspunkte. 

Aus Sicht der Universität Hamburg sind folgende Faktoren für den Erfolg dieser Konzepte ausschlaggebend: 

Es sind in der Regel kleinere Studiengänge, die von einer überschaubaren Anzahl von Studierenden erwarten, dass sie eine verpflichtende Auslandsphase im Rahmen ihres Studiums absolvieren. In Studiengängen mit hohen Studierendenzahlen wäre auf Seiten der Universität Hamburg ein deutlich höherer Beratungsaufwand nötig und eine entsprechend große Anzahl an Kooperationspartnern.

Die Fächer, die sich einen verpflichtenden Auslandsaufenthalt in das Curriculum geschrieben haben, verstehen Internationalität als einen Teil ihres (fachlichen) Selbstverständnisses. Für sie stellt ein Auslandsstudium kein „add-on“ dar, sondern versteht sich als integraler Bestandteil des Studiums. Darüber hinaus können diese Fächer auf etablierte Kooperationen zurückgreifen.

Schließlich ist bei allen Konzepten ein hohes Maß an Flexibilität hilfreich. Es muss eine Offenheit für eher anwendungsorientierte Schwerpunktsetzungen vorhanden sein, die es den Studierenden ermöglicht, den Auslandaufenthalt nach ihren Studieninteressen zu gestalten. 

Kontakt und weitere Informationen:

Susanne Zemene
Referatsleiterin Qualität und Recht
Susanne.Zemene[at]verw.uni-hamburg.de

http://www.uni-hamburg.de/campuscenter/studienangebot.html

zurück zur Liste