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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Technologietransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Matariki Network of Universities

„Partnering for a better world“

Ein Beitrag der Eberhard Karls Universität Tübingen

Im Februar 2010 schlossen sich im englischen Durham sieben forschungsstarke, international vernetzte und strukturell vergleichbare Universitäten aus sieben Ländern zum Matariki Network of Universities (MNU) zusammen. Das Wort „Matariki“ entstammt der Sprache der M?ori und verweist auf die „Sieben Schwestern“ (das Sternbild der Plejaden). Als Motto wählte das Netzwerk „Partnering for a better world“. Die sieben Partner sind die Universitäten Durham (Vereinigtes Königreich), Uppsala (Schweden), Queen’s (Kanada), Dartmouth (USA), Western Australia (Australien), Otago (Neuseeland) und Tübingen.

Innerhalb der Internationalisierungsstrategie, die wesentlicher Bestandteil des Zukunftskonzepts „Research – Relevance – Responsibility“ der Universität Tübingen in der Exzellenzinitiative ist, nimmt Matariki eine Sonderstellung ein. Für die strategische Steuerung ihrer Internationalisierung verfolgt die Universität das Konzept der „strategischen Partnerschaften“ mit hochrangigen Universitäten und Forschungsinstituten in aller Welt. Dazu zählt auch Matariki. Es ist in diesem Kreis bislang das einzige multilaterale Kooperationsnetzwerk und besitzt damit Modellcharakter. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Universitätsleitungen, um über die gemeinsame Strategie zu beraten; ebenso werden Treffen der Ressortleiter_innen für Forschung, Studium & Lehre sowie Internationales durchgeführt. So wurden etwa 2012 sieben Forschungsthemen identifiziert, bei denen jeweils eine Universität die Federführung innehat und die gemeinsamen Aktivitäten koordiniert. Einige Themen gehören zu den großen „global challenges“ wie renewable energy, andere zu Exzellenzbereichen der Spitzenforschung wie quantum science (Federführung Universität Tübingen) oder innovativen Forschungsfeldern wie disaster resilience. Hier kommt die Zielsetzung des Tübinger Zukunftskonzepts, das besonders in der anwendungsorientierten Forschung und forschungsgeleiteten Lehre auf gesellschaftliche Relevanz und Verantwortung gegenüber Wissenschaft und Öffentlichkeit abzielt, mit dem Motto „Partnering for a better world“ zusammen.

Ein weiteres Ziel, das sich mit dem Begriff partnering verbindet, ist internationales benchmarking. Das Netzwerk der critical friends bietet einen geschützten Raum, in dem man sich gegenseitig berät, unterstützt und voneinander lernt. Dies gilt nicht nur für Forschung und Lehre, sondern auch für Strategien auf Leitungsebene, Prozessabläufe in der Verwaltung, Evaluationen und Qualitätssicherungsmechanismen, wo gemeinsame Standards entwickelt werden und Best-practice-Modelle übernommen werden können. Als Beispiel sei das Teach@Tübingen-Programm genannt, das im Rahmen der Tübinger Internationalisierungsstrategie mit Fördermitteln der Exzellenzinitiative zu einem herausragenden Instrument des internationalen Austauschs weiterentwickelt werden konnte und nun auch im Matariki-Netzwerk als Modell angesehen wird. Es bietet fortgeschrittenen Doktorand_innen und Postdocs von Partneruniversitäten die Möglichkeit, während eines ein- oder zweisemestrigen Forschungsaufenthalts ihre Lehrkompetenz durch den Einbezug in das Tübinger Lehrprogramm zu steigern. Zugleich wird dadurch das ebenfalls in der Internationalisierungsstrategie festgeschriebene Ziel unterstützt, die Zahl der englischsprachigen Lehrangebote zu verstärken.

Nach wie vor bewegt man sich mit multilateralen Netzwerken gegenüber bilateralen Kollaborationen auf Neuland. Sie erfordern ein weitaus höheres Maß an strategischer Leitung, Unterstützung durch Lehrende und Forschende und breiter kommunikativer Offenheit. Nicht überall sind alle Partner an gemeinsamen Projekten beteiligt, etwa in der Forschungskooperation. Anders bei Initiativen, die alle Universitäten gleichermaßen betreffen, wie benchmarking, student experience oder Forschungsmarketing. Hier können die unterschiedlichen Erfahrungen von drei Universitäten aus der EU, zwei aus Nordamerika und zwei aus der Pazifikregion einen zusätzlichen Mehrwert für das Netzwerk generieren. Gemeinsame Zielmarken für die nächste Zukunft sind die Entwicklung von Studienprogrammen mit double oder joint (multiple) degrees, die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und Mobilitätszeiten sowie teaching staff exchanges und research fellowships.

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. Karin Moser v. Filseck
Matariki-Koordinatorin, Dezernat für Internationale Angelegenheiten
karin.moser(at)uni-tuebingen.de

 

 

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