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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Technologietransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Kooperative Promotionen

„Partnerschaften, die weiterbringen“

Ein Beitrag der Hochschule Darmstadt

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Labor

Nach wie vor ist es für Absolventen von Fachhochschulen außerordentlich schwierig, einen direkten Weg zur Promotion in Deutschland zu finden. Zwar äußern sich Universitätsleitungen inzwischen durchaus wohlgesonnen und offen, sobald ein Promotionswunsch aber konkret wird, kommen die universitären Fachbereiche ins Spiel, bei denen das Promotionsrecht verankert ist. Hier werden oft zusätzliche Hürden aufgebaut und Nachholpflichten von Promovenden eingefordert.

Die Hochschule Darmstadt hat nun einen Weg gefunden, ihren Absolventen in Zusammenarbeit mit ihren (ausländischen) Partnern einen direkten Zugang zur Promotion zu eröffnen. Bisher wurden Verträge zur Durchführung kooperativer Promotionen mit der University of Plymouth, UK, dem Cork Institute of Technology, IRL und der Universität Siegen unterzeichnet. Derzeit (Stand Januar 2013) werden mehr als 60 Promotionsprojekte an der Hochschule Darmstadt bearbeitet, wobei fast alle Fachbereiche der Hochschule Darmstadt vertreten sind. Besonders hohe Zahlen weisen die Informatik, die Elektrotechnik und die Soziale Arbeit auf. Dies ist eine erstaunliche Entwicklung.

Die Promovierenden sind an der Partneruniversität als Teilzeitstudierende (PhD) immatrikuliert und zahlen dort auch die entsprechenden Studiengebühren. Die Betreuung des Projektes wird durch einen Professor der Hochschule Darmstadt geleistet und kann häufig in einem der Labore in Darmstadt stattfinden. Die Hochschule Darmstadt kann die Promovenden ganz oder in Teilzeit auf Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigen und so schrittweise einen kleinen ‚Mittelbau‘ aufbauen, den es an Fachhochschulen bisher nicht gibt. In regelmäßigen Abständen finden an der Partnerhochschule oder in Darmstadt Kolloquien statt, bei denen der Fortgang der Arbeit vorgestellt und das weitere Vorgehen abgesprochen wird. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Promotion wird die PhD-Urkunde von der Partneruniversität ausgestellt, in Benennung der Darmstädter Gutachter im Verfahren. 

Um die Promovenden ihrer Hochschule zu unterstützen und zu vernetzen, hat die Hochschule Darmstadt im vergangenen Jahr eine Graduiertenschule als zentrale wissenschaftliche Einrichtung gegründet. Sie dient der strukturierten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Graduiertenschule ist unter anderem zuständig für die organisatorische Abwicklung der Zulassungs- und Einschreibeverfahren bei kooperativen Promotionen und bietet auch den betreuenden Professorinnen und Professoren administrative Unterstützung bei deren Tätigkeit. Außerdem gibt es ein regelmäßiges Doktorandenforum zum informellen Austausch und die Science Wednesday Lunchtalks zur Präsentation neuer Projektvorhaben. 

Kontakt und weitere Informationen:

Lucia Koch
Leiterin der Abteilung Internationalisierung
lucia.koch[at]h-da.de

http://international.h-da.de/  

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