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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Wissenstransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Jura International

Die internationalen Juristen von morgen

Ein Beitrag der Universität Trier

Lange Zeit war das Jurastudium eine recht nationale Angelegenheit. Die Schwerpunkte lagen auf den Kerngebieten des deutschen Rechts. Europarecht und Internationales Recht oder gar Einführungen in ausländische Rechtsordnungen fanden im Abseits und für wenige international Interessierte statt. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert, flankiert durch die Möglichkeit weltweit auch als Jurist ein oder zwei Semester im Ausland zu studieren. Die Wirtschaft ist dankbar für diesen neuen Pool an internationalen Jungjuristen, denn die Praxis braucht nicht nur für den internationalen Handelsverkehr sondern auch für viele andere Bereiche Juristen, die verhandlungssicher auf Englisch im juristischen Kontext agieren können, aber auch Kultur und Rechtskultur des Verhandlungspartners kennen. Damit sind neben dem Anglo-Amerikanischen Recht auch Kenntnisse weiterer Rechtssysteme sinnvoll.

Die Internationalen Rechtsstudien (FFA) im Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Trier kommen diesem Bedürfnis seit 1989 nach und unterrichten ihre Studierenden in mittlerweile acht ausländischen Rechtssystemen. Über 3500 international ausgebildete Volljuristen haben bislang neben dem Hauptstudium im deutschen Recht auch einen oder mehrere FFA-Studiengänge erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeiten heute in international tätigen Kanzleien, multinational agierenden Unternehmen, europäischen Behörden, NGOs oder bei ungezählten weiteren Arbeitgebern, die auf die internationale Einsetzbarkeit ihrer Mitarbeiter angewiesen sind.

Neben dem größten Studiengang zum Anglo-Amerikanischen Recht können die Studierenden in Trier auch Programme zum Französischen, Italienischen, Spanischen, Portugiesischen oder Türkischen Recht belegen, die alle in der jeweiligen Fremdsprache von muttersprachigen Juristen unterrichtet werden. Erwartet wird von den Bewerber_innen das Sprachniveau, das Abiturient_innen bei Interesse für die jeweilige Sprache üblicherweise nach dem Abitur mitbringen. Studiengänge zum Japanischen und Chinesischen Recht wenden sich an Studierende, die sich für asiatische Kulturen interessieren. Da die wenigsten Teilnehmer_innen bereits über Chinesisch- oder Japanisch-Sprachkenntnisse verfügen, ergänzen in diesen Fächern Intensivsprachkurse die jeweiligen juristischen Fachprogramme.

Die üblicherweise viersemestrigen Studiengänge, die parallel zum deutschen Jurastudium belegt werden, umfassen eine Vielzahl von Fachkursen, deren Ziel es ist, Rechtssprache, Fachterminologie und eine Einführung in die wesentlichen Fächer der ausländischen Rechtsordnung zu vermitteln. Das Dozententeam der FFA besteht aus über 40 ausländischen Juristen, die zum Teil als Gastdozent_innen von Partneruniversitäten an die Universität Trier kommen. Referate, Hausarbeiten, Klausuren und eine umfangreiche schriftliche und mündliche Abschlussprüfung sichern den Lernerfolg. Exkursionen ins nahe und ferne Ausland lassen die Studierenden das Recht in der Praxis erleben. Schnuppertage für Studieninteressierte sowie das Feiern der graduation mit namhaften Festrednern ergänzen das FFA- Programm.

Über Auslandsstudien - im Fach Jura stehen ERASMUS-Plätze an über 50 Partneruniversitäten zur Verfügung - oder Auslandspraktika, Teilnahmen an internationalen Wettbewerben wie moot courts oder negotiation competitions, einen international relevanten Schwerpunkt im Hauptstudium, internationale Stationen im Referendariat oder eine rechtsvergleichende Dissertation folgt ganz nach persönlicher Neigung des Absolventen die weitere internationale Ausrichtung der Ausbildung bis hin zum Berufsstart in eine juristische Position mit Auslandsberührung. Die Internationalen Rechtsstudien unterstützen ihre Absolventen auch bei all diesen weiteren Schritten durch ein Netzwerk an Kontakten  zu internationalen Arbeitgebern weltweit und zu FFA-Alumni.

Zentrale Erfolgsfaktoren des Trierer FFA-Modells zu acht Rechtssystemen sind neben der Breite des Angebots die zumeist sehr praxisnahen Vorlesungen in der Fremdsprache durch muttersprachige ausländische Juristen sowie die vielfältigen Möglichkeiten, diese Kenntnisse bei Auslandsstudien an den Partneruniversitäten oder durch Praktika weltweit zu vertiefen. Die Praxis honoriert die erworbenen Kenntnisse der Absolvent_innen mit einer seit Jahren ungebrochen hohen Nachfrage nach international ausgebildeten Jungjuristen.

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. iur. Ute Goergen
Fachbereich V Rechtswissenschaft - Internationale Rechtsstudien (FFA)
goergenu(at)uni-trier.de

www.ffajur.uni-trier.de





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