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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Wissenstransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Gründung eines Sprachenzentrums

Politik der Mehrsprachigkeit

Ein Beitrag der Universität Potsdam

Foto: K. Welzel

Die Gründungsväter der Universität Potsdam (UP) standen einer europäischen Mehrsprachigkeitspolitik und den sich daraus ergebenden Anforderungen an die Hochschulen aufgeschlossen gegenüber. Ihrer Weitsicht ist die Gründung eines Sprachenzentrums (SZ) als zentrale Universitätseinrichtung zu verdanken. Diesen Ansatz einer Mehrsprachigkeitspolitik haben auch alle nachfolgenden Hochschulleitungen unterstützt.

Qualitätssicherung von Beginn an

Das SZ schloss sich 1994 dem sprachen- und hochschulübergreifenden Ausbildungs- und Zertifizierungssystem UNIcert® an, das Standards für eine kommunikative allgemein- und fachsprachliche Ausbildung auf unterschiedlichen Sprachniveaus definiert und neben zentralen Vorgaben für Ausbildung und Zertifizierung auch die Anpassung an die Bedürfnisse der UP ermöglichte. Auf der Grundlage der UNIcert®-Rahmenordnung hat die UP eine institutionelle Ausbildungs- und Prüfungsordnung verabschiedet, die die Voraussetzung für (Re-)Akkreditierungen bildet.

Neue Herausforderung – Integration der Sprachausbildung in die gestuften Studiengänge

Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen BA-/MA-Studiengänge hat die UP ein spezielles Studienangebot zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen entwickelt – „Studiumplus“ – eine Modulkombination für Bachelorstudiengänge zum Erwerb sowohl akademischer Grundkompetenzen als auch berufsorientierter Kompetenzen im Umfang von bis zu 30 Leistungspunkten (LP). Studierende können auf der Basis von UNIcert® entwickelte Fremdsprachenmodule im Umfang von je sechs LP belegen und sich diese entsprechend den Vorschriften der Fachstudienordnungen als Teil ihres Bachelorstudiums anerkennen lassen. 

Die UP fördert die Fremdsprachenausbildung für den Studienerfolg in internationalen Studiengängen als Voraussetzung für erfolgreiche Mobilität und als Chance auf dem globalisierten Arbeitsmarkt, indem sie Stellen und Lehrauftragsmittel bereitstellt, die ca. 60 % der Studierenden in BA-Studiengängen den Erwerb von bis zu zwölf LP ermöglichen.

Die Integration von Fremdsprachen und anderen fächerübergreifenden Schlüsselkompetenzen am Zessko

Mit der Gründung des Zessko im Jahr 2010 wurden die Fremdsprachenausbildung und die fächerübergreifenden Bereiche von „Studiumplus“ zusammengeführt und um das Programm „Erfolgreicher Studieneinstieg für ausländische Studierende“ ergänzt. Dies ermöglicht es zum einen, internationale Studierende entsprechend ihrer spezifischen Bedarfe auf das Studium vorzubereiten und in den ersten Fachsemestern zu fördern. Zum anderen konnte der Selbstlernbereich des früheren SZ ausgebaut werden und dient nun der Entwicklung von Kompetenzen im selbstgesteuerten Lernen in kursunabhängigen Lernformen wie z. B. betreuten Sprachentandems (auch in Verbindung mit dem Buddyprogramm des Akademischen Auslandsamtes), Tandemprojekten mit ausländischen Partnereinrichtungen oder studentischen Projekten. Auf der Grundlage der etablierten Qualitätsstandards können Studierende auch in diesen beiden Ausbildungsfeldern Leistungspunkte in ihren Studiengängen erwerben.   

Geplante Aktivitäten, z. B. auf dem Feld der inter- und transkulturellen kommunikativen Kompetenz, werden sich an diesen Standards orientieren.

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. phil. Doris Gebert
Leiterin des Zentrums für Sprachen und Schlüsselkompetenzen und Vorsitzende des Arbeitskreises der Sprachenzentren, Sprachlehrinstitute und Fremdspracheninstitute (AKS)
doris.gebert[at]uni-potsdam.de

http://www.uni-potsdam.de/zessko/index.html

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