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HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Wissenstransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Die Study Abroad Kampagne

Eine Initiative zur Förderung der Studierendenmobilität

Ein Beitrag der Universität Konstanz

Werbeplakat „Study Abroad“

Die Universität Konstanz hat sich zum Ziel gesetzt, die Auslandsmobilität unter ihren Studierenden mittelfristig auf 50 % zu steigern. Der Leitgedanke: Es sollen wirklich alle Studierenden die Möglichkeit haben, einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. 

Der erste Schritt, um dies zu erreichen: Es wurde untersucht, warum Studierende entgegen ihrer Studienpläne manchmal doch nicht ins Ausland gehen. Die Universität Konstanz konnte bei dieser Frage auf Ergebnisse interner Befragungen des Qualitätsmanagements unter den eigenen Studierenden zurückgreifen. Außerdem wurden Forschungsergebnisse der an der Universität Konstanz angesiedelten Arbeitsgruppe Hochschulforschung genutzt, die bundesweite Surveys zu Studierendenmobilität durchführt. Drei hauptsächliche Mobilitätshindernisse konnten auf diese Weise ermittelt werden: der finanzielle Mehraufwand, der Zeitverlust im Studienverlauf und die mangelnden Sprachkenntnisse. 

Als zweiter Schritt konnten daraufhin gezielt Maßnahmen entwickelt werden, um diesen Mobilitätshindernissen entgegenzuwirken. Das International Office konzipierte die breit angelegte Study Abroad Kampagne, die 2010 startete. Durchaus erfolgreich: über 40 % der Konstanzer Absolventinnen und Absolventen verbringen mittlerweile einen Teil ihres Studiums im Ausland. 
Ein grundlegender Baustein der Kampagne: Die Info-Reihe „Study Abroad“. Mit griffigen Titeln, wie „Norwegen oder Neuseeland: Wie finde ich den richtigen Auslandsstudienort?“, „Geldlos in Seattle: Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsstudium und -praktikum“ oder „Das kommt mir Spanisch vor – so werde ich sprachlich fit für den Auslandsaufenthalt“ werden alle Konstanzer Studierenden angesprochen und Mobilitätshindernisse entkräftet. Die jährlich angebotene Reihe wird sehr gut angenommen. Anhand von Teilnehmerlisten wird überprüft, wie viele der Teilnehmer später einen Auslandsaufenthalt absolvieren. Dabei zeigt sich, dass rund 50 % der Teilnehmer sich in den Folgesemestern um einen Studien- oder Praktikumsplatz im Ausland bewerben. Auch die Auswertung der Erfahrungsberichte der mobilen Studierenden bestätigt, dass die Info-Veranstaltungen ihren Zweck erfüllen und für einen Auslandsaufenthalt motivieren.

In Konstanz hat man den Anspruch, alle Studierenden zu erreichen, auch diejenigen, die den Auslandsaufenthalt gar nicht in Erwägung ziehen und die Beratung zunächst nicht suchen. Daher wird das Informationsangebot mit der Study Abroad Plakat- und Postkartenaktion begleitet. Es wird dadurch nicht nur Interesse geweckt, sondern auch gleich ein erster Kontakt hergestellt, der in vielen Fällen zu einer weiterführenden Beratung und zur konkreten Planung eines Auslandsaufenthaltes führt. Der Rücklauf ist messbar: Rund 80 % der ausgeteilten Karten werden mit der Bitte um weitere Infos an das International Office zurückgegeben.

Die Konstanzer Study Abroad Kampagne ist ein Beispiel dafür, dass Informationen und Serviceleistungen nicht erst zu einem Zeitpunkt im Studium angeboten werden, an dem Studierende bereits konkrete Auslandsaufenthalte planen. Stattdessen wird den Studierenden frühzeitig „die Hand gereicht“; das International Office begleitet Studierende vor und während ihrer gesamten Studienzeit mit Informationen und Hilfestellungen. 

Kontakt und weitere Informationen:

Verena Wagner, M.A.
Auslandsreferat/International Office
verena.wagner[at]uni-konstanz.de

www.uni-konstanz.de/international

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