Springe zu Navigation | Suche | Inhalt | Seitenfuß
HRK HochschulrektorenkonferenzAudit "Internationalisierung der Hochschulen"

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Auf diesen Seiten finden Sie Erfolgsgeschichten guter Internationalisierungspraxis von Hochschulen, die bereits am Audit teilgenommen haben, in den Handlungsfeldern „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Wissenstransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“.

Das International Undergraduate Study Program

Gefragtes Sonderprogramm für internationale Studierende

Ein Beitrag der Philipps-Universität Marburg

Als klassische Volluniversität mit 16 Fachbereichen verfügt die Philipps-Universität Marburg über ein breites Fächerportfolio, das attraktive und zukunftsweisende Ausbildungs- und Forschungswege eröffnet. Für deutsche wie für ausländische Studierende wird ein attraktives Studienangebot geschaffen, das die Möglichkeit eröffnet, Kompetenzen zu erwerben, die für das Handeln und Arbeiten in internationalen und interkulturellen Zusammenhängen unabdingbar sind. Pro Jahr studieren mehr als 400 ausländische Studierende im Rahmen von Austauschprogrammen an der Philipps-Universität.
 
Die Philipps-Universität sah sich zu Beginn der 2000er Jahre vor einer Herausforderung: Einerseits stieg das Interesses der Marburger Studierenden an Studienplätzen in Kanada, den USA und Australien, andererseits konnte den Studierenden der Partneruniversitäten vor allem im grundständigen Bereich kein ausreichendes englischsprachiges Lehrangebot angeboten werden. Neben den fehlenden Deutschkenntnissen bzw. dem Mangel an englischsprachiger Lehre wurden zudem die unterschiedlichen Semesterzeiten als entscheidendes Hemmnis für einen ausgeglichenen Austausch erkannt.

Mit der Entwicklung des International Undergraduate Study Program (IUSP) wurden diese Hemmnisse weitestgehend aus dem Weg geräumt: Das Programm findet, angepasst an den akademischen Kalender Nordamerikas, zweimal jährlich statt, von Ende Februar bis Juni bzw. von Ende August bis Dezember.
Inhaltlich setzt sich das Programm zusammen aus
•    Deutsch-Intensivkursen auf unterschiedlichen Niveaustufen,
•    einem Kurs zu deutscher und europäischer Kultur, Geschichte und Politik in englischer Sprache;
•    einer Auswahl an Seminaren aus dem regulären Lehrangebot der Universität.
Abgerundet wird das Lehrangebot durch einen optionalen Konversationskurs Deutsch und drei Exkursionen, von denen eine nach Berlin führt und ein verpflichtender Teil des landeskundlichen Kurses ist. Das Angebot wird mit 24 Leistungspunkten kreditiert.
 
Die Fachbereiche der Philipps-Universität beteiligen sich aktiv an dem Programm, indem Lehrende ihre Veranstaltungen für die IUSP-Studierenden öffnen. So kann ein vielfältiges Angebot von ca. 30 Lehrveranstaltungen pro Semester zusammengestellt werden, 60 Prozent davon auf Englisch. Um etwaige sprachliche, inhaltliche sowie strukturelle (die IUSP-Teilnehmer_innen verlassen die Kurse sechs Wochen vor ihrem regulären Ende) Defizite auszugleichen, wird jeder IUSP-Lehrveranstaltung ein Tutorium zur Seite gestellt, in englischer Sprache und in seiner Dauer doppelt so lang wie die Veranstaltung selbst. Die Tutor_innen werden von den Lehrenden der entsprechenden Veranstaltung ausgewählt.

Um die Integration der Programmteilnehmer_innen in das studentische Leben in Marburg zu gewährleisten, werden sie in Wohnheimen mit anderen ausländischen und deutschen Studierenden untergebracht. Sie lernen mit regulären Studierenden, treffen sich mit ihnen in Sprachtandems, beim Hochschulsport und in Vereinen.

Die extra-curricularen Kurse, die Tutorien, die Exkursionen und die der Zielgruppe entsprechende intensive Betreuung werden in einem Programmpaket zum Selbstkostenpreis angeboten.
Das IUSP startete 2005 mit fünf Teilnehmer_innen von Partneruniversitäten. Inzwischen liegt die Zahl bei durchschnittlich 50 Studierenden pro Semester: Studierende von Partneruniversitäten und der hessischen Landesprogramme, aber auch free movers und Studierende, die von Austauschorganisationen wie ISEP vermittelt nach Marburg kommen. Mittels des IUSP wirbt die Universität Marburg pro Jahr im Durchschnitt 45 Austauschplätze an Partnerhochschulen v.a. in den USA, Kanada und Australien ein. Das IUSP ist ein wichtiger Faktor für das Auslandsmarketing der Universität und ist zum Alleinstellungsmerkmal geworden. In den letzten Jahren sind weitere Sonderprogramme entstanden, mit denen die Universität versucht, auf Besonderheiten und Entwicklungen von Regionen und Hochschulmärkten zu reagieren, die für die Philipps-Universität und ihre Internationalität von besonderem Interesse sind.

Kontakt und weitere Informationen:

Cornelia Janus
Referatsleitung „Internationale Sonderprogramme“ im Dezernat für Internationale Angelegenheiten und Familienservice
janus(at)uni-marburg.de

http://www.uni-marburg.de/iusp

zurück zur Liste