
Die Wissenschaftsorganisationen hätten übereinstimmend den in der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung zuletzt verabredeten Zuschnitt des Exzellenzprogramms als sinnvoll und sachgerecht bewertet, erklärte Gaehtgens. Dieser habe auch die Wissenschaftsminister mit einer Ausnahme überzeugt, weil er an den derzeit dringendsten Problempunkten des deutschen Wissenschaftssystems ansetze. Mit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Graduiertenschulen und der Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung in Exzellenzclustern sowie der Unterstützung der dabei herausragenden Universitäten seien die richtigen Ansätze gewählt worden. Das Programm sollte einen Umfang von 1,9 Milliarden Euro haben und vom Bund zu drei und dem jeweiligen Sitzland zu einem Viertel finanziert werden. Gleichermaßen bedauerten die Wissenschaftsorganisationen das Nicht-Zustandekommen des Paktes für Forschung und Innovation, der zur Förderung der außeruniversitären Forschung dringend geboten sei und ebenso wie das Exzellenzprogramm für die Hochschulen in die Tat umgesetzt werden müsse. Die Chance, die weitere Entwicklung der deutschen Forschung und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachdrücklich voranzutreiben, dürfe nicht vertan werden.
Die Präsidenten der Allianz-Organisationen werden in den kommenden Tagen über ihr weiteres Vorgehen beraten. "Wir werden trotzdem nichts unversucht lassen, diese große Chance für die deutsche Wissenschaft zu erhalten und dringen darauf, dass die jetzt vorgesehenen Nachverhandlungen umgehend aufgenommen und zügig zu einem konstruktiven Abschluss geführt werden", sagte ihr Sprecher.
Der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen gehören an: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Leibniz-Gemeinschaft (WGL), Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und Wissenschaftsrat.