
„Der Qualifikationsrahmen kann ein Instrument zur Qualitätssicherung, zur Curriculumsentwicklung und zur Verbesserung der Durchlässigkeit werden. Voraussetzung ist, dass er zur Transparenz des Bildungssystems beiträgt und Akzeptanz bei den beteiligten Akteuren findet“, sagte HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens zur Eröffnung der Tagung „Chancen und Grenzen eines Qualifikationsrahmens“. „In Deutschland stehen wir hier noch am Beginn der Diskussion und möchten dieses Zusammentreffen für einen ersten umfassenden Meinungsaustausch nutzen“, so Gaehtgens weiter.
170 Vertreter aus Hochschule, Wirtschaft und Politik diskutieren auf der Tagung den vorgelegten Entwurf eines Qualifikationsrahmens für das deutsche Hochschulsystem, der von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung der HRK, des BMBF, der KMK, Studierender, des Akkreditierungsrates und Vertretern des Tuning Projektes sowie der Joint Quality Initiative erarbeitet wurde. Dabei haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Experten aus dem Ausland über die Entwicklungen in den einzelnen Ländern und auf der europäischen Ebene auszutauschen. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass Erfolg und Akzeptanz eines Qualifikationsrahmens davon abhängen, ob er einen Mehrwert hinsichtlich der beabsichtigten größeren Transparenz der Bildungssysteme bietet.
„Ziel muss es sein, einen Qualifikationsrahmen in Deutschland als ein hilfreiches Instrument zur Curriculumsentwicklung, der Qualitätssicherung und der Steigerung von Transparenz und Durchlässigkeit zu entwickeln“, sagte Gaehtgens. „Der derzeitige Qualifikationsrahmen für den Hochschulbereich kann dabei nur als Einstieg verstanden werden, der im weiteren Prozess auch für die anderen Bildungsbereiche unter Einbeziehung der relevanten Akteure weiterentwickelt werden sollte“