
Die Länder zeigen sich einem Hochschulpakt und einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Bund gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, wie die brandenburgische Wissenschaftsministerin und KMK-Präsidentin Johanna Wanka (CDU) sagte. Jede Kooperation müsse aber die von der großen Koalition beschlossenen und am Mittwoch von den Ministerpräsidenten gebilligten Pläne zur Föderalismusreform respektieren. Danach sollen die Länder in der Bildungspolitik die alleinige Kompetenz erhalten, während sich der Bund fast völlig zurückziehen soll. Der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) betonte, finanzielle Hilfen des Bundes dürfen nach der Neuverteilung der Kompetenzen grundsätzlich nicht an die Lehre in den Hochschulen fließen, sondern müssten sich auf die Forschung beschränken. "Allerdings gibt es Bereiche, in denen sich beides Überschneidet und wo es zu einer Zusammenarbeit auf zeit kommen kann", sagte Goppel.
In ihrer Sitzung, die bis Donnerstagabend andauerte, befassten sich die Kultusminister auch mit der künftigen Vergabe von Studienplätzen. Dabei soll die Dortmunder ZVS stärker zu einer Serviceeinrichtung für die Hochschule werden. Zur KMK-Präsidentin für das Jahr 2006 wurde turnusmäßig die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsieg-Rave (SPD) gewählt.
Von Marco Finetti
Mit freundlicher Gemehmigung von Süddeutsche Zeitung Content